Produktbild: Der Himmel auf ihren Schultern

Der Himmel auf ihren Schultern Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.02.2013

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

22,1/14,8/3 cm

Gewicht

526 g

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

Predel‘ zabvenija

Übersetzt von

Franziska Zwerg

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-10-042510-2

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

Lebedews Prosa lebt von präzisen Bildern und der enormen Beobachtungsgabe des Autors. Die Sprache ist die größte Stärke dieses Romans ("Spiegel Online")
Ein außergewöhnliches, sprachmächtiges Debüt. ("Westdeutscher Rundfunk, WDR 3")
›Der Himmel auf ihren Schultern‹ erzählt die Geschichte eines Mannes, der sich auf die Reise in die frostige Wahrheit begibt, die tief in der russischen Erinnerung begraben liegt. ("Foreword Reviews")
Ein außerordentliches Buch, das den Leser in die trostlosen russischen Landschaften des Nordens entführt und Geheimnisse des schrecklichen Erbes der Sowjetischen Gulags lüftet. ("The New York Times")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.02.2013

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

22,1/14,8/3 cm

Gewicht

526 g

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

Predel‘ zabvenija

Übersetzt von

Franziska Zwerg

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-10-042510-2

Herstelleradresse

S.Fischer Verlag GmbH
Hedderichstraße 114
60596 Frankfurt am Main
DE
produktsicherheit@fischerverlage.de

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Bleierne Schwermütigkeit!

Bewertung am 25.07.2013

Bewertungsnummer: 817524

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Lebedews Werk ist eine schwere Kost und sicherlich nicht für jeden Leser geeignet. Der Autor wählt einen namen- und gesichtslosen Erzähler namens "Ich", der zweite große Protagonist ist "der zweite Großvater"; obwohl noch ein paar wenige Protagonisten geschrieben werden, werden sie ebenso nicht beschrieben. Keinen Namen. Keinen Ort. Keine Jahreszahl. Irgendwo in der Tundra. Irgendwo in einem Dorf. Irgendwo ein Lager. Das Lager ist allerdings nicht als Arbeitslager des 2. Weltkrieges zu verstehen, sondern ein Bergwerk. Von dem war "der zweite Großvater" Lagerkommandant. "Ich" erzählt seine Geschichte sehr schwermütig, bleiern, langwierig, detailreich und absolut eigenwillig. Lebedew lässt seinem Erzähler kaum die Chance von irgendwo nach irgendwo zu gelangen, tritt an der Stelle, kommt vom 100sten ins 1000ste ohne irgendwas zu erzählen. Und so zieht sich - die zwar schöne Sprache, aber der langwierige Stil - 250 Seiten dahin, um irgendwann einmal bei 25 Seiten "Traum" anzulangen, um wieder keine Story zu haben. Irgendwo bei Seite 300 wird einem dann in 3 Seiten der grausame Tod des 7jährigen Sohnes "des zweiten Großvaters" erzählt, allerdings kann man trotzdem immer noch keine richtige "Grausamkeit des zweiten Großvaters" erkennen; die Härte die man Kindern damals entgegenbrachte, gab es überall auf der Welt (und gibt es), da muss man nicht zu dieser Lektüre greifen. Im Prinzip kann man sagen, dass Lebedew 330 Seiten Story ohne Story geschrieben hat. Fazit: So sehr man sich eine tiefgehende, russische Geschichte über den grausamen "zweiten Großvater" wünscht, der Zeit seines Lebens ein extremes Geheimnis um sein Leben machte und den keiner gemocht hatte (wirklich erkennen kann man den Grund hierfür nicht), so sehr wird man enttäuscht. Der Protagonist "Ich" erzählt zwar (sehr) viel, sagt aber nichts. Man wünscht sich Namen, Gesichter, Orte oder auch nur eine kleine Beschreibung; all das bekommt man nicht. Es ist einfach eine schön erzählte, unscheinbare, schwermütige, bleierne Trägheit und Trauer die den Autor umgibt. Er kann mit der Sprache und mit den Details umgehen, an dem Höhepunkt der Geschichte selbst muss er noch arbeiten. 3 Sterne für die Beschreibungen der Tundra, der Dörfer, der auserzählten Kindheit; mehr ist leider aus dem Buch nicht herauszuholen. Schade!

Bleierne Schwermütigkeit!

Bewertung am 25.07.2013
Bewertungsnummer: 817524
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Lebedews Werk ist eine schwere Kost und sicherlich nicht für jeden Leser geeignet. Der Autor wählt einen namen- und gesichtslosen Erzähler namens "Ich", der zweite große Protagonist ist "der zweite Großvater"; obwohl noch ein paar wenige Protagonisten geschrieben werden, werden sie ebenso nicht beschrieben. Keinen Namen. Keinen Ort. Keine Jahreszahl. Irgendwo in der Tundra. Irgendwo in einem Dorf. Irgendwo ein Lager. Das Lager ist allerdings nicht als Arbeitslager des 2. Weltkrieges zu verstehen, sondern ein Bergwerk. Von dem war "der zweite Großvater" Lagerkommandant. "Ich" erzählt seine Geschichte sehr schwermütig, bleiern, langwierig, detailreich und absolut eigenwillig. Lebedew lässt seinem Erzähler kaum die Chance von irgendwo nach irgendwo zu gelangen, tritt an der Stelle, kommt vom 100sten ins 1000ste ohne irgendwas zu erzählen. Und so zieht sich - die zwar schöne Sprache, aber der langwierige Stil - 250 Seiten dahin, um irgendwann einmal bei 25 Seiten "Traum" anzulangen, um wieder keine Story zu haben. Irgendwo bei Seite 300 wird einem dann in 3 Seiten der grausame Tod des 7jährigen Sohnes "des zweiten Großvaters" erzählt, allerdings kann man trotzdem immer noch keine richtige "Grausamkeit des zweiten Großvaters" erkennen; die Härte die man Kindern damals entgegenbrachte, gab es überall auf der Welt (und gibt es), da muss man nicht zu dieser Lektüre greifen. Im Prinzip kann man sagen, dass Lebedew 330 Seiten Story ohne Story geschrieben hat. Fazit: So sehr man sich eine tiefgehende, russische Geschichte über den grausamen "zweiten Großvater" wünscht, der Zeit seines Lebens ein extremes Geheimnis um sein Leben machte und den keiner gemocht hatte (wirklich erkennen kann man den Grund hierfür nicht), so sehr wird man enttäuscht. Der Protagonist "Ich" erzählt zwar (sehr) viel, sagt aber nichts. Man wünscht sich Namen, Gesichter, Orte oder auch nur eine kleine Beschreibung; all das bekommt man nicht. Es ist einfach eine schön erzählte, unscheinbare, schwermütige, bleierne Trägheit und Trauer die den Autor umgibt. Er kann mit der Sprache und mit den Details umgehen, an dem Höhepunkt der Geschichte selbst muss er noch arbeiten. 3 Sterne für die Beschreibungen der Tundra, der Dörfer, der auserzählten Kindheit; mehr ist leider aus dem Buch nicht herauszuholen. Schade!

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Der Himmel auf ihren Schultern

von Sergej Lebedew

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