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Band 2

Geschichte der Welt 600-1350 Geteilte Welten 600-1350

Aus der Reihe Geschichte der Welt
3

52,50 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

13.07.2023

Abbildungen

mit 71 Abbildungen, 45 Karten, 4 Diagrammen und 2 Tabellen

Herausgeber

Akira Iriye + weitere

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

1191

Maße (L/B/H)

24,7/17,3/6 cm

Gewicht

1726 g

Farbe

Lichtgrau / Grau

Auflage

1

Originaltitel

Geschichte der Welt = A History of the World

Übersetzt von

Martin Richter + weitere

Sprache

Deutsch, Englisch

ISBN

978-3-406-64102-2

Beschreibung

Portrait

Daniel G. König ist Professor für Geschichte der Religionen an der Universität Konstanz. Religiöse Expansionsprozesse sowie die interreligiösen Beziehungen in und um den Mittelmeerraum bilden seine Forschungsschwerpunkte.

Akira Iriye war bis zu seiner Emeritierung Professor für Geschichte an der Harvard Universität. Er ist Träger hoher amerikanischer und japanischer Auszeichnungen und hat zahlreiche Publikationen vor allem zur Geschichte der internationalen Beziehungen und zur Globalgeschichte des 20. Jahrhunderts vorgelegt.

Jürgen Osterhammel war bis 2018 Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Konstanz und ist seither Distinguished Fellow am Freiburg Institute for Advanced Studies..
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Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

13.07.2023

Abbildungen

mit 71 Abbildungen, 45 Karten, 4 Diagrammen und 2 Tabellen

Herausgeber

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

1191

Maße (L/B/H)

24,7/17,3/6 cm

Gewicht

1726 g

Farbe

Lichtgrau / Grau

Auflage

1

Originaltitel

Geschichte der Welt = A History of the World

Übersetzt von

  • Martin Richter
  • Werner Roller
  • Andreas Wirthensohn
  • Anna Leube
  • Wolf Heinrich Leube

Sprache

Deutsch, Englisch

ISBN

978-3-406-64102-2

Herstelleradresse

C.H. Beck
Wilhelmstrasse 9
80801 München
DE

Email: produktsicherheit@beck.de

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Proto-Globalisierungsräume

S.A.W am 13.07.2023

Bewertungsnummer: 1979332

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das Mittelalter wird traditionell aus europäischer Sicht analysiert, vom Untergang Roms bis zur Eroberung Konstantinopels durch die Türken. Die Autoren dieses Beck-Buches nehmen dafür die Zeit vom Untergang des Spätantiken Byzanz bis zur großen Pest, die alle beginnenden Globalisierungsströme unterbrach. Ähnliches gilt auch für China und Indien, andere Kulturräume haben andere Grenzen: Amerika teilt die Geschichte in die Zeiten ohne und mit Europäern, Afrika sieht die Ankunft arabischer Sklavenhändler im 7. Jhdt. und portugiesischer Sklavenhändler im 15. Jhdt als Zäsuren. Die Autoren des Buches sehen das Mittelalter als Polarität zwischen der Isolation verschiedener Kulturräume, die sich langsam ausbilden und der beginnenden globalen Konnektivität. Vor allem die arabisch-islamische Expansion schafft einen Handelsraum von Spanien bis Indonesien, mit Handel über das Mittelmeer, Westasien, den indischen Ozean bis zum südchinesischen Meer. Die arabischen Handelsströme dauern an bis zur Ankunft der Portugiesen in Indien 1498, die den Arabern den Handel streitig machen. Ähnliche Auswirkungen hat das Mongolenreich, das nicht nur Marco Polo, sondern viele europäische Händler und Missionare bis Peking führt. Die Pax Monogolica wird aber durch die große Pest 1350 zerstört und unterbrochen. Erst die europäischen Kolonialmächte erobern die ganze Welt und setzen ihre Herrschaft überall durch, setzen damit ihre Standards wie die europäische Zeitrechnung durch. In den Kapiteln des Buches werden die einzelnen Kulturräume untersucht: In Amerika hindern geographische Barrieren wie die Anden sowie das Fehlen von großen Lasttieren den weitläufigen Handel. Wohl aber gab es schon vor 7000 Jahren um die Großen Seen die Bearbeitung von Kupfer, denen Gold, Silber, Platin und diverse Legierungen folgten. Dies sowie Smaragde aus Kolumbien, Ara-Federn aus den Dschungeln und Spondylus-Muscheln wurden weitläufig durch Händler und menschliche Träger gehandelt, bei Nahrungsmitteln zahlte sich das nicht aus, weil die Träger bei größeren Entfernungen mehr Kalorien verbrauchten als sie trugen. Lamas wurden in den Anden für den Transport zwischen Berg- und Tiefland benutzt, trugen aber nicht mehr als ein Mensch. Mayas und Zapoteken hatten eine ausgeprägte Bilderschrift, die Waris und Inkas verwendeten Quipus-Schnüre, die meisten Völker überlieferten mit Geschichten und dramatischen Aufführungen. Nach dem Abstieg Teotihuacans entstand in Mexiko eine Großreligion der „flower worlds“, die alle Ethnien bis zu den Mayas miteinander verband. Über die Pazifikküste bestand ein sporadischer maritimer Austausch mittels Balsaholz-Booten mit Peru, ebenso in der Arktis zwischen Eskimos, Tschuktschen und Wikingern. Kolumbien war das Handelskreuz nach Amazonien und Peru, die Muiska dort verwendeten ihre Importwaren für ihre Riutale und gaben dafür Salz. In Nordamerika entstand Cahokia durch den Maisanbau, dem sich die Mississippi-Völker zuwandten. Arizona und New Mexiko tauschten sich mit Mexiko aus, bis die Pueblos auf Grund einer Dürre verlassen wurden, was die athapaskischen Apachen und Navahos anlockte. Der Islam schuf vom 7. – 14. Jhdt. eine eurafrasische Brücke von Spanien bis China, die nach allen Richtungen ausstrahlte, nachdem die Nachfolger Mohammeds Nordafrika und Westasien erobert hatten. Der Islam war eine Reaktion auf die religiöse Zerstrittenheit des Christentums, die 4 bezüglich der Christologie rivalisierende Religionen schuf (Arianer, Nestorianer, Monophysiten, Orthodoxe) und auf den jahrzehntelangen Krieg zwischen Byzanz und Persien. Mohammed antwortete mit einer 5. Variation und sprach Jesus jede Göttlichkeit ab. In Medina entwickelte er seinen Gottesstaat, der immer mehr arabische Stämme einband, indem er ihnen reiche Beute aus Kriegszügen versprach, was den enormen Aufschwung der Eroberung unter dem Kalifen Omar erklärt (neben dem Faktum, dass Vorderasien durch die vielen Kriege völlig erschöpft und ausgeblutet war). In einer zweiten Expansionswelle kam es zur regionalen Ausbreitung in West- und Ostafrika, in Zentral- und Südostasien, letzteres vor allem durch arabische Händler. Europa stand am Rande des Geschehens, durch den Kampf gegen den Islam abgetrennt, erhielt aber viele geistige Impulse aus dem Nahen Osten. Erst das Mongolenreich öffnete den Weg nach Osten, ebenso wie dieses war Europa mit sich selbst und dem Kriegführen beschäftigt. Ab dem 11. Jhdt stieg aber die Bevölkerung, von London bis Oberitalien entstand ein Wirtschaftsraum aus vielen Städten und breitete sich nach Osten in den slawischen Raum aus. In ähnlicher Weise werden die Proto-Globalisierungsräume von Afrika, Indien und Ostasien besprochen. Ein ausgezeichnetes Geschichtsbuch, das den völlig neuen Aspekt der beginnenden globalen Vernetzung im Detail aufzeigt

Proto-Globalisierungsräume

S.A.W am 13.07.2023
Bewertungsnummer: 1979332
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das Mittelalter wird traditionell aus europäischer Sicht analysiert, vom Untergang Roms bis zur Eroberung Konstantinopels durch die Türken. Die Autoren dieses Beck-Buches nehmen dafür die Zeit vom Untergang des Spätantiken Byzanz bis zur großen Pest, die alle beginnenden Globalisierungsströme unterbrach. Ähnliches gilt auch für China und Indien, andere Kulturräume haben andere Grenzen: Amerika teilt die Geschichte in die Zeiten ohne und mit Europäern, Afrika sieht die Ankunft arabischer Sklavenhändler im 7. Jhdt. und portugiesischer Sklavenhändler im 15. Jhdt als Zäsuren. Die Autoren des Buches sehen das Mittelalter als Polarität zwischen der Isolation verschiedener Kulturräume, die sich langsam ausbilden und der beginnenden globalen Konnektivität. Vor allem die arabisch-islamische Expansion schafft einen Handelsraum von Spanien bis Indonesien, mit Handel über das Mittelmeer, Westasien, den indischen Ozean bis zum südchinesischen Meer. Die arabischen Handelsströme dauern an bis zur Ankunft der Portugiesen in Indien 1498, die den Arabern den Handel streitig machen. Ähnliche Auswirkungen hat das Mongolenreich, das nicht nur Marco Polo, sondern viele europäische Händler und Missionare bis Peking führt. Die Pax Monogolica wird aber durch die große Pest 1350 zerstört und unterbrochen. Erst die europäischen Kolonialmächte erobern die ganze Welt und setzen ihre Herrschaft überall durch, setzen damit ihre Standards wie die europäische Zeitrechnung durch. In den Kapiteln des Buches werden die einzelnen Kulturräume untersucht: In Amerika hindern geographische Barrieren wie die Anden sowie das Fehlen von großen Lasttieren den weitläufigen Handel. Wohl aber gab es schon vor 7000 Jahren um die Großen Seen die Bearbeitung von Kupfer, denen Gold, Silber, Platin und diverse Legierungen folgten. Dies sowie Smaragde aus Kolumbien, Ara-Federn aus den Dschungeln und Spondylus-Muscheln wurden weitläufig durch Händler und menschliche Träger gehandelt, bei Nahrungsmitteln zahlte sich das nicht aus, weil die Träger bei größeren Entfernungen mehr Kalorien verbrauchten als sie trugen. Lamas wurden in den Anden für den Transport zwischen Berg- und Tiefland benutzt, trugen aber nicht mehr als ein Mensch. Mayas und Zapoteken hatten eine ausgeprägte Bilderschrift, die Waris und Inkas verwendeten Quipus-Schnüre, die meisten Völker überlieferten mit Geschichten und dramatischen Aufführungen. Nach dem Abstieg Teotihuacans entstand in Mexiko eine Großreligion der „flower worlds“, die alle Ethnien bis zu den Mayas miteinander verband. Über die Pazifikküste bestand ein sporadischer maritimer Austausch mittels Balsaholz-Booten mit Peru, ebenso in der Arktis zwischen Eskimos, Tschuktschen und Wikingern. Kolumbien war das Handelskreuz nach Amazonien und Peru, die Muiska dort verwendeten ihre Importwaren für ihre Riutale und gaben dafür Salz. In Nordamerika entstand Cahokia durch den Maisanbau, dem sich die Mississippi-Völker zuwandten. Arizona und New Mexiko tauschten sich mit Mexiko aus, bis die Pueblos auf Grund einer Dürre verlassen wurden, was die athapaskischen Apachen und Navahos anlockte. Der Islam schuf vom 7. – 14. Jhdt. eine eurafrasische Brücke von Spanien bis China, die nach allen Richtungen ausstrahlte, nachdem die Nachfolger Mohammeds Nordafrika und Westasien erobert hatten. Der Islam war eine Reaktion auf die religiöse Zerstrittenheit des Christentums, die 4 bezüglich der Christologie rivalisierende Religionen schuf (Arianer, Nestorianer, Monophysiten, Orthodoxe) und auf den jahrzehntelangen Krieg zwischen Byzanz und Persien. Mohammed antwortete mit einer 5. Variation und sprach Jesus jede Göttlichkeit ab. In Medina entwickelte er seinen Gottesstaat, der immer mehr arabische Stämme einband, indem er ihnen reiche Beute aus Kriegszügen versprach, was den enormen Aufschwung der Eroberung unter dem Kalifen Omar erklärt (neben dem Faktum, dass Vorderasien durch die vielen Kriege völlig erschöpft und ausgeblutet war). In einer zweiten Expansionswelle kam es zur regionalen Ausbreitung in West- und Ostafrika, in Zentral- und Südostasien, letzteres vor allem durch arabische Händler. Europa stand am Rande des Geschehens, durch den Kampf gegen den Islam abgetrennt, erhielt aber viele geistige Impulse aus dem Nahen Osten. Erst das Mongolenreich öffnete den Weg nach Osten, ebenso wie dieses war Europa mit sich selbst und dem Kriegführen beschäftigt. Ab dem 11. Jhdt stieg aber die Bevölkerung, von London bis Oberitalien entstand ein Wirtschaftsraum aus vielen Städten und breitete sich nach Osten in den slawischen Raum aus. In ähnlicher Weise werden die Proto-Globalisierungsräume von Afrika, Indien und Ostasien besprochen. Ein ausgezeichnetes Geschichtsbuch, das den völlig neuen Aspekt der beginnenden globalen Vernetzung im Detail aufzeigt

Geschichte der Welt vor 600

Sikal am 30.05.2021

Bewertungsnummer: 1071168

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dieses umfangreiche Werk ist ein Teil der Reihe „Geschichte der Welt“ bei C.H. Beck und spannt einen Bogen vom Aufbruch des Homo erectus aus Afrika vor 1,8 Millionen Jahren bis 600 n. Chr. Chronologisch ist somit dieser Band der erste aus dieser Reihe und umfasst folgende Themengebiete: - Vor- und Frühgeschichte - Die frühen Hochkulturen Ägyptens und Vorderasiens - Die Welt der klassischen Antike - Das Alte China - Südasien und Südostasien - Das Thema Vor- und Frühgeschichte beschäftigt sich mit der Entwicklung zum modernen Menschen, der Sesshaftwerdung, Gruppenidentität, mit komplexen Gesellschaften. Ebenso mit Gebieten jenseits der Hochkulturen, wo wir z.B. auch der Hallstattkultur begegnen. Der Verfasser – Hermann Parzinger – spannt den Bogen über die Ausbreitung des Neolithikums, die Beschreibung sämtlicher Kulturverhältnisse, sowie ebenso auf das subsaharische Afrika, auf Nord-, Mittel- und Südamerika, um eine globale Perspektive zu erreichen. In der Schlussbetrachtung verbindet Parzinger sämtliche Weltregionen miteinander, vergleicht die kulturellen Entwicklungen. Die Hochkulturen Ägyptens von der Verfasserin Karen Radner beschäftigen sich hauptsächlich mit dem Zeitalter der frühen Staaten (Frühbronzezeit), der Entwicklung der Schrift (Mittelbronzezeit), ebenso dem kurzlebigen mesopotamischen Reich, der Spätbronzezeit bis hin zur frühen Eisenzeit. Hans-Joachim Gehrkes Thema über die Welt der klassischen Antike beschäftigt sich mit den Gebieten rund um das Mittelmeer, mit der Spaltung der Welt, der Republik der Römer (deren Höhepunkt und Fall), der hellenistischen Welt sowie zuguterletzt die Entstehung des römischen Kaiserreiches. Das Kapitel um das Alte China von Mark Edward Lewis zeigt uns einleitend einen geographischen Hintergrund und vernetzt die vielfältigen Bereiche, berichtet über die Entstehung der ersten Kaiserreiche, der frühen Städte. Ergänzend findet man Abschnitte über die großen Familien Wei und Jin, die Militärdynastien, die institutionellen Religionen Daoismus und Buddhismus bis hin zur Wiedervereinigung Chinas und den Niedergang der Sui-Dynastie. Axel Michaels Bereich umfasst die Zeitspanne von ca. 2600 v.Chr. bis 600 n.Chr. in Südasien und Südostasien und beschäftigt Themen, wie z.B. die Harappakultur, die vedische Kultur, Formation des Hinduismus bis hin zu Indiens Einflüssen auf Ost- und Südostasien. Interessante Abschnitte waren hier besonders die Genese des Kastensystems sowie sehr informativ die Stellung der Frau. Viele Karten und Skizzen ergänzen dieses Buch und machen das Werk zu einem umfassenden Nachschlagewerk für Interessierte. Diese Geschichte der Welt ist ein äußerst informatives Werk, das einen weiten zeitlichen Bogen spannt, viele Themenbereiche abbildet und diese ausführlich herausarbeitet. 5 wohlverdiente Sterne.

Geschichte der Welt vor 600

Sikal am 30.05.2021
Bewertungsnummer: 1071168
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dieses umfangreiche Werk ist ein Teil der Reihe „Geschichte der Welt“ bei C.H. Beck und spannt einen Bogen vom Aufbruch des Homo erectus aus Afrika vor 1,8 Millionen Jahren bis 600 n. Chr. Chronologisch ist somit dieser Band der erste aus dieser Reihe und umfasst folgende Themengebiete: - Vor- und Frühgeschichte - Die frühen Hochkulturen Ägyptens und Vorderasiens - Die Welt der klassischen Antike - Das Alte China - Südasien und Südostasien - Das Thema Vor- und Frühgeschichte beschäftigt sich mit der Entwicklung zum modernen Menschen, der Sesshaftwerdung, Gruppenidentität, mit komplexen Gesellschaften. Ebenso mit Gebieten jenseits der Hochkulturen, wo wir z.B. auch der Hallstattkultur begegnen. Der Verfasser – Hermann Parzinger – spannt den Bogen über die Ausbreitung des Neolithikums, die Beschreibung sämtlicher Kulturverhältnisse, sowie ebenso auf das subsaharische Afrika, auf Nord-, Mittel- und Südamerika, um eine globale Perspektive zu erreichen. In der Schlussbetrachtung verbindet Parzinger sämtliche Weltregionen miteinander, vergleicht die kulturellen Entwicklungen. Die Hochkulturen Ägyptens von der Verfasserin Karen Radner beschäftigen sich hauptsächlich mit dem Zeitalter der frühen Staaten (Frühbronzezeit), der Entwicklung der Schrift (Mittelbronzezeit), ebenso dem kurzlebigen mesopotamischen Reich, der Spätbronzezeit bis hin zur frühen Eisenzeit. Hans-Joachim Gehrkes Thema über die Welt der klassischen Antike beschäftigt sich mit den Gebieten rund um das Mittelmeer, mit der Spaltung der Welt, der Republik der Römer (deren Höhepunkt und Fall), der hellenistischen Welt sowie zuguterletzt die Entstehung des römischen Kaiserreiches. Das Kapitel um das Alte China von Mark Edward Lewis zeigt uns einleitend einen geographischen Hintergrund und vernetzt die vielfältigen Bereiche, berichtet über die Entstehung der ersten Kaiserreiche, der frühen Städte. Ergänzend findet man Abschnitte über die großen Familien Wei und Jin, die Militärdynastien, die institutionellen Religionen Daoismus und Buddhismus bis hin zur Wiedervereinigung Chinas und den Niedergang der Sui-Dynastie. Axel Michaels Bereich umfasst die Zeitspanne von ca. 2600 v.Chr. bis 600 n.Chr. in Südasien und Südostasien und beschäftigt Themen, wie z.B. die Harappakultur, die vedische Kultur, Formation des Hinduismus bis hin zu Indiens Einflüssen auf Ost- und Südostasien. Interessante Abschnitte waren hier besonders die Genese des Kastensystems sowie sehr informativ die Stellung der Frau. Viele Karten und Skizzen ergänzen dieses Buch und machen das Werk zu einem umfassenden Nachschlagewerk für Interessierte. Diese Geschichte der Welt ist ein äußerst informatives Werk, das einen weiten zeitlichen Bogen spannt, viele Themenbereiche abbildet und diese ausführlich herausarbeitet. 5 wohlverdiente Sterne.

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Geschichte der Welt 600-1350 Geteilte Welten

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  • Einleitung: Zwischen Isolation und Verflechtung. Globale Interaktion 600–1350
    von Daniel G. König

    Einführung
    1. Vom amerikanischen Doppelkontinent ins östliche Eurasien
    2. Globale Interaktion zwischen 600 und 1350
    3. «Globales Mittelalter»? Die Periode 600–1350 und ihre Nachwirkungen
    4. Danksagungen

    Struktur und Geschichte der amerikanischen Kontinente 600–1350: Abgeschlossen und vernetzt?
    von Christopher S. Beekman, Justin Jennings und Michael D. Mathiowetz

    Einleitung
    1. Werkzeuge und Datensätze
    2. Der amerikanische Doppelkontinent: Natürliche Hindernisse für Konnektivität und menschliche Strategien zu ihrer Überwindung
    3. Amerikanische Makroregionen: Gesellschaftliche Organisation und Interaktion
    4. Aspekte der Konnektivität und Verflechtung auf dem amerikanischen Doppelkontinent

    Die Entstehung eines islamischen Commonwealth
    von Daniel G. König

    Einleitung
    1. Voraussetzungen der muslimischen Expansion
    2. Die protoglobale Expansion von Muslimen
    3. Die Genese einer imperialen Kultur: Transregionale Standardsetzung und ihre Grenzen
    4. Imperialer Zerfall und die Entstehung des islamischen Commonwealth
    5. Epilog: Der islamische Commonwealth und sein Nachleben

    Die Kontinentalisierung Europas
    von Michael Borgolte

    Einleitung: Europa als Teil der Ökumene
    1. Europa um 600
    2. Verkehrsstruktur und Besiedlung
    3. Mobilitäten – oder die Überwindung der Isolation
    4. Migrationen und kultureller Wandel
    5. Marco Polo, die Pest und die Ungewissheit der Globalisierung um 1350
    6. Conclusio

    Subsaharische afrikanische Gesellschaften im Dialogmit der islamischen Sphäre
    von François-Xavier Fauvelle

    Einleitung
    1. Das christliche Afrika vor der Herausforderung durch den Islam
    2. Afrikas Neue «Ufer»: Das Sahelband und die Swahili-Küste
    3. Transsaharische Beziehungen: Akteure und Routen
    4. Kreisläufe, Veränderungen, Erwartungen: Handelsaustausch zwischen subsaharischem Afrika und der Welt
    5. Maklerstaaten im Afrika des Mittelalters
    6. Narrative Wirkungsmacht, Ambivalenz und Unbestimmtheit subsaharischer Maklerstaaten
    7. Epilog: Überschneidungen der Dynamik quer über den Kontinent und darüber hinaus

    Die Entstehung einer sesshaften Zivilisation und der Aufstieg des Islam im Indien des Mittelalters
    von André Wink

    Einleitung
    1. Landwirtschaft, sesshafte Gesellschaft, Königtum und Religion
    2. Indien und die nomadische Grenzzone
    3. Die maritime Grenzzone: Seefahrt, Handel und Politik im Indischen Ozean
    4. Der Aufstieg des Islam
    5. Zusammenfassung und Schlussfolgerung

    Frömmigkeitsakte, Gefolgschaft und Gemeinschaften im östlichen Eurasien
    von Naomi Standen

    1. Östliches Eurasien – Eine Definition
    2. Netzwerke ins 8. Jahrhundert: Frömmigkeit, Politik und Austausch
    3. Überall Buddhismen: Der gemeinsame Bestand und die Vielfalt ab dem 8. Jahrhundert
    4. Vermehrte Interaktionen: Lokalisierung und Kommunikation vom 10. zum 12. Jahrhundert
    5. Transformationen, Expansionen und Eroberungen vom 12. zum 14. Jahrhundert: Die Neugestaltung des östlichen Eurasien
    6. Das östliche Eurasien neu gedacht

    Anhang
    Anmerkungen
    Bibliographie
    Abbildungsnachweis
    Autorin, Autoren und Herausgeber
    Personenregister
    Ortsregister
    Sachregister