Portrait
Stephan Conermann ist Professor für Islamwissenschaft an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehört die Geschichte und Gesellschaft des Mogulreiches und der Mamlukenherrschaft in Ägypten und Syrien im Rahmen von narratologischen, historiographischen und kulturwissenschaftlichen Fragestellungen. Zu seinen Veröffentlichungen zählen Das Mogulreich. Geschichte und Kultur des muslimischen Indien (2006), Mamlukica - Studien zu Geschichte und Gesellschaft der Mamlukenzeit (2013) und Narrative Pattern and Genre in Hagiographic Life Writing. Comparative Perspectives from Asia to Europe (hg. zusammen mit Jim Rheingans, 2014).
Suraiya Faroqhi hat an der Middle East Technical University in Ankara und der LudwigMaximilians-Universität in München gelehrt. Seit ihrer Pensionierung in München ist sie an der Istanbul Bilgi University tätig. Neuere Publikationen: The Ottoman Empire and the World Around It, 1540s to 1774 (2004), Artisans of Empire. Crafts and Craftspeople under the Ottomans (2009), Travel and Arti sans in the Ottoman Empire. Employment and Mobility in the Early Modern Era (2014). Zusammen mit Kate Fleet und Repat Kasaba ist sie Mitherausgeberin der Cambridge History of Turkey (4 Bde., 2006-13).
Akira Iriye hatte bis zu seiner Emeritierung die Charles Warren Professur für Amerikanische Geschichte an der Harvard University inne. 1988 war er Präsident der American Historical Association. Er ist Träger hoher amerikanischer und japanischer Auszeichnungen und hat zahlreiche Bücher vor allem zur Geschichte der internationalen Beziehungen und zur transnationalen Geschichte veröffentlicht, darunter: After Imperialism. The Search for a New Order in the Far East, 1921-1931 (1965), Cultural Internationalism and World Order (1997), Global Community. The Role of International Organizations in the Making of the Contemporary World (2002) und Global and Transnational History. The Past, Present, and Future (2012).
Jürgen G. Nagel ist Privatdozent im Arbeitsbereich Neuere Europäische und Außereuropäische Geschichte an der FernUniversität in Hagen. Seine regionalen Forschungsschwerpunkte liegen im maritimen Südostasien, im Indischen Ozean und in Afrika südlich der Sahara. Seine Forschungen befassen sich mit der Wirtschaftsgeschichte der europäischen Expansion, mit Wissen und Wissenschaft im Kolonialismus, mit der Geschichte moderner Kolonialherrschaft sowie mit Fragen der «Glokalisierung» im globalhistorischen Kontext. An Veröffentlichungen hat er u.a. vorgelegt: Der Schlüssel zu den Molukken. Makassar und die Handelsstrukturen des Malaiischen Archipels im 17. und 18. Jahrhundert (2003) sowie Abenteuer Fernhandel. Die Ostindien-Kompanien (22011).
Jürgen Osterhammel ist Professor für Neuere und neueste Geschichte an der Universität Konstanz und Träger des Gottfried Wilhelm Leibniz-Preises. 2014 erhielt er den Sigmund Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Sein Buch Die Verwandlung der Welt. Eine Geschichte des 19. Jahrhunderts (52010) hat auch international starke Beachtung gefunden; es erschien 2014 in einer überarbeiteten englischen Fassung unter dem Titel The Transformation of the World. A History of the 19th Century bei Princeton University Press. Im Verlag C.H.Beck veröffentlichte er zuletzt: Dekolonisation (gemeinsam mit Jan C. Jansen, 2013).
Peter C. Perdue ist Professor für Geschichtswissenschaft an der Yale University. Sein erstes Buch, Exhausting Earth. State and Peasant in Hunan, 1500-1850 A. D. (1987), widmete sich dem langfristigen landwirtschaftlichen Wandel in der chinesischen Provinz Hunan. In seinem zweiten Buch, China Marches West. The Qing Conquest of Central Eurasia (2005), behandelt er ökologische und ökonomische Wandlungsprozesse sowie Fragen der Ethnizität und des Militärs im Rahmen einer umfassenden Untersuchung des großen Wettstreits, den Chinesen, Mongolen und Russen im 17. und 18. Jahrhundert um die sibirischen und zentraleurasischen Territorien austrugen. Perdue ist Mitherausgeber zweier Bände über empires: Imperial Formations (2007) sowie Shared Histories of Modernity (2008). Seine aktuellen Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich chinesischer frontiers, der Umweltgeschichte Chinas und der Geschichte des Genussmittels Tee.
Wolfgang Reinhard ist Professor emeritus für Neuere Geschichte der Universität Freiburg i. Br. und korrespondierender Fellow des Max-Weber-Kollegs Erfurt. Seine Forschungsschwerpunkte sind Europa im 16./17. Jahrhundert, besonders die Religionsgeschichte (Paul V. Borghese, 2009), die Geschichte des modernen Staates (Geschichte der Staatsgewalt, 1999), die Historische Anthropologie (Lebensformen Europas, 2003) und vor allem die Geschichte der europäischen Expansion. Er hat deren vierbändige Gesamtdarstellung von 1415 bis 1989 geschrieben (Geschichte der europäischen Expansion, 1983-1990, Neubearbeitung 2015) und eine ins Englische, Französische und Italienische übersetzte Kleine Geschichte des Kolonialismus (22008) sowie zehn weitere Bücher und zahlreiche Abhandlungen zu diesem Thema veröffentlicht. 2001 erhielt er den Preis des Historischen Kollegs.
Reinhard Wendt leitet seit 1998 den Arbeitsbereich Neuere Europäische und Außereuropäische Geschichte an der FernUniversität in Hagen. Seine Forschungsschwerpunkte liegen regional in Südostasien und Ozeanien, inhaltlich auf der Geschichte von Interaktionen zwischen westlichen und nichtwestlichen Kulturen: auf europäisch-überseeischen Beziehungen im Spannungsfeld zwischen dem «Reiz der Ferne» und dem «Nutzen des Fremden»; Missionarsphilologie und Verschriftlichung nichtwestlicher Sprachen; Auswanderung und Diasporabildung multikultureller Gesellschaften. Zu seinen wichtigsten Publikationen zählen Fiesta Filipina. Koloniale Kultur zwischen Imperialismus und neuer Identität (1997) sowie Vom Kolonialismus zur Globalisierung. Europa und die Welt seit 1500 (2007).