Produktbild: Wovon wir träumten

Wovon wir träumten Ausgezeichnet mit dem PEN/Faulkner Award 2012 und dem Albatros Literaturpreis 2014

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

10.07.2012

Verlag

Mareverlag

Seitenzahl

160

Maße (L/B/H)

21,2/13,7/1,5 cm

Gewicht

250 g

Farbe

Lichtgrau / Salsa Rot

Auflage

9. Auflage

Originaltitel

The Buddha in the Attic

Übersetzt von

Katja Scholtz

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86648-179-4

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

10.07.2012

Verlag

Mareverlag

Seitenzahl

160

Maße (L/B/H)

21,2/13,7/1,5 cm

Gewicht

250 g

Farbe

Lichtgrau / Salsa Rot

Auflage

9. Auflage

Originaltitel

The Buddha in the Attic

Übersetzt von

Katja Scholtz

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86648-179-4

Herstelleradresse

Mareverlag
Pickhuben 2
20457 Hamburg
DE
mare@mare.de

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  • Bewertung

    5/5

    11.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Aktuelles Thema

    Zum Inhalt wurde schon viel geschrieben, ich möchte noch auf den aktuellen Bezug hinweisen: Es werden "Fremde" zum Arbeiten ins Land geholt und nachdem jahrelang versäumt wurde, sich mit ihnen, ihrer Kultur auseinanderzusetzen, sie in die für sie neue und fremde Gesellschaft einzubinden, sind sie plötzlich "Feinde". Anfang bis Mitte des 19. Jahrhunderts war das alles noch unbekanntes Terrain, richtig. Aber gelernt haben wir alle nicht daraus, nirgends. "Lager" sind wieder "modern", Menschen auf dem Weg zur Arbeit als Schwerverbrecher zu verhaften wird als Notwendigkeit dargestellt - wie auch in diesem Buch. Im letzten Drittel geht es um die Vorbereitungen der beschriebenen Japanerinnen im Hinblick auf die Internierung während des 2. Weltkrieges. Das Buch "Schnee, der auf Zedern fällt" ist vielen vielleicht noch bekannt, dort wird das Leben "danach" beschrieben, bei "Wovon wir träumten" geht es um die Zeit "davor". Zum Stil: In einer der Rezensionen wird der Stil als negativ wahrgenommen, die Aufzählungen der Erlebnisse hintereinanderweg statt als einzelne Geschichten. Für mich ist es genau der Stil, der das Buch, die Erzählung der Erlebnisse der Frauen, so eindrücklich macht.

  • Sophia

    5/5

    03.09.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Berührende und ungewöhnlich erzählte Geschichte über japanische Auswanderinnen

    Das Buch basiert auf den wahren Geschichten von jungen Japanerinnen, die Anfang des 20. Jahrhunderts in die USA geschickt wurden um dort die Männer zu heiraten, die sie vorher auf einem Bild einer Heiratsvermittlung gesehen haben. Es wird der Abschied aus der Heimat, die schwierige Reise und das Leben in die USA beschrieben. Nicht immer bekamen sie dort das, was sie erwartet hatten oder ihnen versprochen wurde. Da dies der erste Roman von Julie Otsuka auf Deutsch ist, war das auch mein erster Roman, den ich von ihr gelesen habe. Das Cover ist sehr ansprechend, man fühlt direkt die Atmosphäre eines Abschieds und verbindet die Kirschblüten direkt mit Japan. Das Besondere für mich ist der Erzählstil und der Aufbau der Geschichte. Es gibt keine Hauptfigur, vielmehr werden die Aussagen der Frauen aus der Wir-Perspektive erzählt, sodass man als Leser einen guten Einblick in die Zustände und Gefühle der Frauen bekommt. Zu der Geschichte, die die Autorin erzählen möchte, passt diese Erzählweise perfekt, reduziert sie doch das Leid der Japanerinnen nicht auf eine einzelne Figur sondern steht stellvertretend für tausende von ihnen. Die Frauen führen in den USA meist ein Leben am Rande der Gesellschaft, als einfache Arbeiterin auf dem Feld beispielsweise. Die Autorin schafft es hervorragend, mit einer Klarheit zu erzählen und dabei nie die Distanz zu den Frauen zu verlieren. Mein einziger Kritikpunkt sind die oft sehr langen Aufzählungen in kurzen Sätzen, die an manchen Stellen das Lesen etwas schwierig gemacht haben. Ich kann das Buch nur jedem empfehlen zu lesen, weil es ein Thema behandelt, von dem ich persönlich noch kein Buch gelesen habe, das gleichzeitig aber wichtig ist und nicht in Vergessenheit geraten darf. Es berührt, lässt einen nachdenklich zurück und bleibt im Gedächtnis. Es ist ein ungewöhnliches Buch, auf dass man sich jedoch unbedingt einlassen sollte!

  • MarieOn

    5/5

    12.08.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Großartige historische Aufarbeitung

    „Japanerinnen kommt!“, lautete der Aufruf, der klang, wie ein unerhörter Traum. Er versprach Jungfrauen ein Leben in Amerika, eine Ehe mit einem gut situierten Landsmann, der schon vor Jahren sein Glück fand. Die Fotos, die die Vermittlungen ihnen schickten, zeigten gepflegte junge Männer in Anzügen, Beweise ihres Erfolges als Manager, Banker und Großgrundbesitzer. Sie alle folgten dem Ruf in die Freiheit und betraten das Schiff, kleine hellhäutige Frauen, mit langen schwarzen Haaren, ohne Selbstwertgefühl. Unbehaglich fühlten sie sich im Schiffsrumpf, wo sie sich Etagenbetten teilten, um sich auf schmutzige Matratzen zu legen und von ihren Männern zu träumen. Das Schwanken des Schiffes ließ manche, die Reling aufsuchen, andere waren einfach grün im Gesicht und stöhnten leise. Es dauerte nicht lang, da klagten sie über stinkende Latrinen, deren Löcher wie Schlünde aus dem Schiffsbauch ragten, über Läuse und Bettwanzen, über das Essen, aber eigentlich waren sie glücklich. Bei der Ankunft trauten sie ihren Augen nicht. Die Männer, die sie empfingen, waren nicht nur älter als auf den Fotos, sondern auch ungepflegt. Ihr Beruf war Gärtner, Feld – oder Wanderarbeiter. Sie nahmen sie, ohne ihnen Zeit zu lassen. Nahmen sie, obwohl sie noch keine dreizehn waren. Nahmen sie sanft und fragten, ob sie ihnen weh taten, nahmen sie mit Gewalt und sahen sie am nächsten Morgen nicht an. Sie weinten, weil sie ihre Tochter zurücklassen mussten, die sie bekommen hatten, nachdem der buddhistische Wanderpriester, der für eine Nacht bei ihren Eltern eingekehrt, wieder abgereist war. Sie wussten nicht, dass sie um ihre Töchter trauern würden, bis sie den letzten Atemzug getan hätten. Fazit: Was für eine Geschichte. Julie Otsuka erzählt die Geschichte japanischer Einwander*innen mit einer Eindringlichkeit, der ich mich nicht mehr entziehen konnte. Sie spricht über falsche Versprechen, Abhängigkeit. Stille, gutmütige, sanfte Menschen, die nach der japanischen Tradition geformt, sich eher selbst verletzt hätten, als jemandem ein Leid anzutun. Menschen, die durch Versprechungen eines besseren Lebens nach Amerika gelockt und gnadenlos ausgebeutet wurden. Die sich allen Unkenrufen zum Trotz mit viel Fleiß eine Zukunft aufgebaut haben. Als der Krieg kam, um Amerika und Japan zu spalten, zählte das alles nicht mehr. Da waren sie alle Kolaborateure, Feinde, denen nicht mehr zu trauen war. Die Schreibtechnik ist gekonnt und treffsicher. Jedes Wort sitzt, ist wohlüberlegt, trifft ins Herz und macht nachdenklich. Julie Otsuka kann schreiben, so ruhig und konzentriert, wie kaum jemand. Eine Riesenleseempfehlung.

  • Sandra Wittwer

    aus Thurgau

    5/5

    27.09.2012

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    wenn der Widerhall leiser Töne lange nachklingt

    Julie Otsuka kommt aus Amerika. “Wovon wir träumten” ist ihr erster auf deutsch erschienener Roman. Das Buch erhielt 2012 den Pen/Faulkner Award und wird zur Zeit von der Presse hochgejubelt. Ist dieser Trubel um das Buch gerechtfertigt? Er ist! Zu Beginn der Lektüre habe ich mich noch gefragt, was die Autorin auf 150 spärlichen Seiten Grosses erzählen kann und ich wurde überwältigt von ihrer Sprache und den leisen Tönen dazwischen. Erzählt wird die Geschichte von einer Gruppe Japanerinnen, die aus ihrer Heimat aufbrechen nach Amerika, dem gelobten Land. In der Hand halten sie ein Foto ihres zukünftigen Mannes. Doch die Realität ist hart, das Land fremd und die Männer nicht so wie erwartet. Erzählt wird die Geschichte in der ungewöhnlichen wir-Form und verleiht dem Roman Tiefe und Raum. Ich habe das Buch sprichwörtlich wie in einem Rausch gelesen, so viele Bilder hat die Autorin in so wenigen Worten in mir herauf beschworen. “Wovon wir träumten” erhält einen Ehrenplatz in meinem Bücherregal und ich danke Julie Otsuka für dieses grossartige Werk.

  • Dorothea Rose

    aus Frankfurt

    5/5

    13.07.2012

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mitfreude und Mitschmerz

    Dieses kleine Buch ist magisch. Die liebevolle Gestaltung lädt sofort ein es aufzunehmen, anzulesen...und läßt einen nicht mehr aus seinem Bann. Für alle Leser, die sich schon mal in eine neue Welt gewünscht haben, als ferne Anschauung zum Schaudern und den Hut ziehen vor sooo viel Mut! PEN/Faulkner Award Winner 2012 Original: The Buddha in the Attic

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    Nicole Thannesberger

    Thalia Wels

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    4/5

    13.07.2012

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Poetisch und sehr berührend !

    Eine sehr berührende Geschichte über eine Gruppe junger Japanerinnen, die meisten davon noch Jungfrauen befinden sich auf dem Weg nach Amerika um dort zu heiraten. Ihre Ehemänner kennen sie nur von Fotos der Heiratsvermittler. Auf der Schiffahrt nach Amerika haben sie deshalb Zeit über ihr neues Leben nachzudenken und zu spekulieren wie es sein wird eine Ehefrau zu sein. Otsuka schildert die verschiedenen Schicksale auf eine sehr berührende Weise. Sehr gut zu lesen !!

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