Schüchtern und bescheiden – so beschreiben enge Freunde Mario Girotti alias Terence Hill. Deshalb ist über das Privatleben des Stars an Bud Spencers Seite auch nur wenig bekannt. So weiß kaum jemand von Hills Verbundenheit zu Deutschland, seiner Vorschulzeit in Lommatzsch bei Dresden und seiner Jugend, die er in Amelia, der umbrischen Geburtsstadt seines Vaters, und dann in Rom verbrachte. Hill lehnte aus Abneigung gegen maßlose Gewalt sogar die Rolle als »Rambo« ab – und verhalf damit Sylvester Stallone zu Weltruhm. Weitgehend unbekannt sind auch die Abgründe, die sich Terence Hill 1990 mit dem Unfalltod seines 16-jährigen Sohnes Ross auftaten – eines Waisenjungen, den er 1973 drei Tage nach dessen Geburt in München mit Hilfe des Karl-May-Filmproduzenten und Freundes Horst Wendlandt adoptiert hatte. Ulf Lüdeke hat sich auf Hills Spuren begeben und bietet in diesem Buch erstmals unbekannte Einblicke in dessen Leben.
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Man erfährt vieles über den Helden...
Bewertung am 23.02.2021
Bewertungsnummer: 500342
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Man erfährt vieles über den Helden der Kindheit mit den strahlend blauen Augen und der schüchternen und bescheidenen Privatperson Mario Gerotti. Von seiner Kindheit, bis zum erfolgreichen Schauspieler und der Arbeit mit Bud Spencer. Mit tollen Geschichten und Bildern!
Spannende und gut recherchierte...
Bewertung am 16.03.2016
Bewertungsnummer: 301685
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Spannende und gut recherchierte Biografie, die sicher selbst für eingefleischte Fans noch Überraschungen bereithält.
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Die offizielle Biographie eines großen Schauspielers
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Terence Hill ist den meisten Menschen vor allem durch seine Italo-Western-Filme aus den 1970er Jahren bekannt. An der Seite des nicht weniger berühmten Bud Spencer steht sein Name für den leichten und unbeschwerten Lebensstil einer ganzen Epoche des Kinofilms. Vor allem durch seine Westernfilme jener Zeit ist er auch heute noch einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Diese Spätzeit des Westerns, der durch Hill und Spencer eine letzte große Blüte erlebte, wurde sogar noch durch einen eigenen Begriff geprägt: der „Spaghetti-Western“. Die populären Filme mit den beiden als Hauptdarsteller zeichnen sich durch das wenig vergossene Blut und den vielen Schlägereien aus. Auch heute, wie ich finde, noch immer sehr lustig anzusehen.
Was ich auch bis zum Lesen dieser Biographie nicht wusste, ist die Tatsache, dass jedoch gleich mehrere seiner Filme in den deutschen und italienischen Kinos gefloppt sind. Diese Filme sind teilweise sogar nicht mal in die Kinos gekommen, sondern sind gleich im deutschen Privatfernsehen gezeigt worden oder sofort in diversen Filmarchiven verschwunden. Dass Hill aber auch mit wirklich großen Kinoregisseuren der 1960er und 1970er Jahre zusammenarbeitet hat, wird vermutlich keinen verwundern. Heute kennt man ja vor allem die wirklich großen Streifen wie „Vier Fäuste für ein Halleluja“ oder „Zwei sind nicht zu bremsen“. Das Hill jedoch auch in Monumentalfilmen mitwirkte oder auch ernste Western wie „Winnetou II“ vor der Kamera stand, war mir weniger bekannt.
Terence Hill, der mit bürgerlichem Namen eigentlich Mario Girotti heißt, ist der zweite Sohn einer deutschen Schauspielerin und eines italienischen Regisseurs. Geboren wurde er noch in Venedig, aufgewachsen ist er jedoch in der Kleinstadt Lommatzsch bei Dresden. Hier hat er auch die letzten Monate des Zweiten Weltkriegs und die Bombardierung der Großstadt Dresden miterleben müssen. Gleich nach dem Krieg zieht es jedoch seine Familie wieder zurück nach Italien, wo er in den frühen 1960er Jahren als Filmschauspieler entdeckt wird. Vor allem seine Mutter war in der Anfangszeit eine große Stütze für den noch schauspielerisch völlig unerfahren Hill.
Das jedoch auch im Leben von Terence Hill nicht immer nur die Sonne geschienen hat, zeigt diese Biographie ebenso deutlich auf. Sein zweiter Sohn stirbt während der Pause zu den Dreharbeiten von „Lucky Luke“ bei einer Autofahrt mit einem Freund. Dies wahr im Jahr 1994 dann auch der Grund, warum sich Hill aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hat und erst Anfang der 2000er Jahre wieder vereinzelt und viel zu selten in Deutschland, Italien aber auch in Russland, Polen und vor allem seiner zweiten Wahlheimat USA im Fernsehen aufgetreten ist. Er heiratet seine Verlobte nur zwei Monate nachdem er sie bei Freunden kennengelernt hat, auch das eine filmreife Aktion, wie ich finde und man im Buch erfährt.
Einige schöne Fotografien aus fast 50 Jahren vor und hinter der Kamera runden das Buch ab. Im Mittelteil werden auch einige der wirklich immer wieder gelungenen Filmzitate von ihm und Bud Spencer erneut in Erinnerung gerufen. Ich erfuhr dadurch wirklich einiges Neues, Cineasten jedoch werden das meiste davon schon kennen.
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