Die Kabbala

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1 Kabbala: Der Begriff und seine Bedeutungsebenen
   Der Begriff im Mittelalter
   Die Ausweitung der Bedeutung von Kabbala
   Kabbala und Mystik

2 Die antike jüdische Mystik und die Entstehung der Kabbala
   Antike esoterische Abhandlungen
   Sefer Jezira – das Buch der Schöpfung
   Die aschkenasischen Frommen des mittelalterlichen Deutschland
   Das Buch Bahir
    Das Problem der Gnosis

3 Die Kabbala im Mittelalter
   Der Sohar
   Die Kabbala im 14. und 15. Jahrhundert

4 Die wichtigsten Ideen der mittelalterlichen Kabbala
   En sof
   Die sefirot
   Die schechina
   Die »linken Emanationen«
   Kabbala und Spiritualisierung

5 Moderne 1: Die christliche Kabbala

6 Moderne 2: Safed und die lurianische Kabbala
   Der Rückzug: zimzum und schevira
   Die Korrektur: tikkun

7 Moderne 3: Die messianische Bewegung des Sabbatianismus

8 Moderner und zeitgenössischer Chassidismus
   Chassidische Dynastien und die Theorie des zaddik
   Chassidischer Messianismus
   Neo-Chassidismus

9 Einige Aspekte der Kabbala der Gegenwart
   Der Golem
   Denker des 20. Jahrhunderts
   Die New-Age-Bewegung
   Zusammenfassung

Weiterführende Lektüre
Abbildungsnachweis
Register
Zum Autor
Band 18946

Die Kabbala

Eine kleine Einführung

Buch (Taschenbuch)

6,00 €

inkl. gesetzl. MwSt.
  • Kostenlose Lieferung ab 30 € Einkaufswert
  • Versandkostenfrei für Bonuscard-Kund*innen

Beschreibung

Details

Verkaufsrang

31394

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.04.2012

Verlag

Reclam, Philipp

Seitenzahl

178

Maße (L/B/H)

9,3/14,5/1 cm

Beschreibung

Details

Verkaufsrang

31394

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.04.2012

Verlag

Reclam, Philipp

Seitenzahl

178

Maße (L/B/H)

9,3/14,5/1 cm

Gewicht

94 g

Auflage

2. Auflage

Übersetzt von

Christian Wiese

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-15-018946-7

Weitere Bände von Reclams Universal-Bibliothek

Unsere Kundinnen und Kunden meinen

0.0

0 Bewertungen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel

Helfen Sie anderen Kund*innen durch Ihre Meinung

Erste Bewertung verfassen

Unsere Kundinnen und Kunden meinen

0.0

0 Bewertungen filtern

Weitere Artikel finden Sie in

Vorwort
Jeder Verfasser einer "kleinen Einleitung" steht vor der schwierigen Aufgabe, sein Thema auf knappe, verständliche Weise darzustellen und auf eine Leserschaft auszurichten, die sich lediglich für die wichtigsten Aspekte der Disziplin interessiert, mit der sich das Buch befasst. Im Falle der Kabbala kommt noch eine weitere Schwierigkeit hinzu: Viele Leserinnen und Leser werden auf den ersten Seiten nicht nur neue Informationen, sondern auch eine Bestätigung ihres eigenen Eindrucks von der Kabbala suchen. Einige dürften hier sogar - bewusst oder unbewusst - eine Beschreibung dessen erwarten, was die Kabbala sein sollte. Seit fünfzig Jahren bin ich auf der Suche nach einer Antwort auf die Frage: "Was ist die Kabbala?" Vielfach wurde meine Antwort jedoch mit Enttäuschung oder sogar Groll aufgenommen, weil sie nicht der Auffassung entsprach, die andere von der Kabbala hegten, und schon gar nicht dem Ideal, das ihnen vorschwebte.
Der Begriff "Kabbala" ist noch niemals so häufig und in so vielen Zusammenhängen gebraucht worden wie in der Gegenwart, und doch hat er - heute wie früher - keine "wirkliche", eindeutige Bedeutung. Seit frühesten Anfängen verwendete man ihn auf vielfältige Weise. Jeder mittelalterliche Kabbalist entwickelte seine jeweils eigene Deutung, die sich mehr oder weniger stark von anderen Definitionen unterschied. In der Moderne haben ihn zahlreiche jüdische wie christliche Theologen, Philosophen und sogar Naturwissenschaftler auf vielfältige, bisweilen gegensätzliche Weise benutzt. Er konnte als Ausdruck strenger jüdischer Orthodoxie dienen, aber auch radikale, innovative Weltanschauungen zur Sprache bringen. Die Definition des Begriffs muss daher innerhalb eines klar definierten historischen Kontexts erfolgen, der über die Zeit, den Ort und die Kultur Auskunft gibt, die seinen Gebrauch bestimmen. Aus Sicht einer religiösen Ideengeschichte gibt es keine allen anderen übergeordnete "wahre" Bedeutung. Diese kleine Einführung setzt sich daher das begrenzte Ziel, einige der hervorstechenden Merkmale jener unterschiedlichen Erscheinungen vorzustellen, die in verschiedenen Epochen, Ländern und kulturellen Kontexten als "kabbalistisch" bezeichnet worden sind.
Unsere Bibliotheken bergen Hunderte kabbalistischer Drucke oder Handschriften. Daneben existieren Tausende von Werken (Predigtsammlungen, ethische Abhandlungen und Kommentare zur Bibel oder zum Talmud), die in stärkerem oder geringerem Maße kabbalistische Begriffe und Vorstellungen aufgreifen. Es gibt demnach keine jüdische Vorstellung, die sich nicht mit einigem Recht als "kabbalistisch" beschreiben ließe, zumal sich die meisten dieser Ideen in Werken finden, die sich kabbalistischer Terminologie bedienen. Wie soll man zwischen einer traditionellen jüdischen ethischen Norm und einer kabbalistischen Norm unterscheiden? Heute scheint es oft, als finde eine Vorstellung, die als "kabbalistisch" bezeichnet wird, bei Außenstehenden eher Gehör, als wenn sie bloß als "jüdisch" beschrieben würde. Das Hauptwerk der mittelalterlichen Kabbala, der Sohar, enthält 1400 Seiten, die sich mit jedem nur erdenklichen Thema befassen. Es gibt nichts, was sich nicht durch ein Zitat aus dem Sohar bekräftigen ließe. Ein Freund, der in den 1960er Jahren an einer kalifornischen Universität Kabbala lehrte, wartete mit einem schönen Zitat aus dem Sohar auf, um geltend zu machen, es sei verboten, Kabbala zu studieren, ohne zur gleichen Zeit Haschisch zu rauchen, und er verlangte von seinen Studierenden, das im Unterricht umzusetzen. Es gelang mir nicht, ihn von dieser Haltung abzubringen; schließlich konnte meine Autorität mit der des Sohar, wie er ihn damals verstand, nicht mithalten. Dieses Büchlein sollte daher als eine - durch meine Erfahrung in der Erforschung der religiösen Ideengeschichte vermehrte - subjektive Auswahl der wichtigsten Bedeutungen betrachtet werden, die man dem Begriff "Kabbala" durch die Epochen hindurch zugeschrieben h
  • Die Kabbala
  • Vorwort

    1 Kabbala: Der Begriff und seine Bedeutungsebenen
       Der Begriff im Mittelalter
       Die Ausweitung der Bedeutung von Kabbala
       Kabbala und Mystik

    2 Die antike jüdische Mystik und die Entstehung der Kabbala
       Antike esoterische Abhandlungen
       Sefer Jezira – das Buch der Schöpfung
       Die aschkenasischen Frommen des mittelalterlichen Deutschland
       Das Buch Bahir
        Das Problem der Gnosis

    3 Die Kabbala im Mittelalter
       Der Sohar
       Die Kabbala im 14. und 15. Jahrhundert

    4 Die wichtigsten Ideen der mittelalterlichen Kabbala
       En sof
       Die sefirot
       Die schechina
       Die »linken Emanationen«
       Kabbala und Spiritualisierung

    5 Moderne 1: Die christliche Kabbala

    6 Moderne 2: Safed und die lurianische Kabbala
       Der Rückzug: zimzum und schevira
       Die Korrektur: tikkun

    7 Moderne 3: Die messianische Bewegung des Sabbatianismus

    8 Moderner und zeitgenössischer Chassidismus
       Chassidische Dynastien und die Theorie des zaddik
       Chassidischer Messianismus
       Neo-Chassidismus

    9 Einige Aspekte der Kabbala der Gegenwart
       Der Golem
       Denker des 20. Jahrhunderts
       Die New-Age-Bewegung
       Zusammenfassung

    Weiterführende Lektüre
    Abbildungsnachweis
    Register
    Zum Autor