Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes

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Erzählungen

Buch (Taschenbuch)

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Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

16.04.2012

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

349

Maße (L/B/H)

18,8/11,8/2,5 cm

Beschreibung

Rezension

»Diese Radikalität einer beinahe luftdicht abgepackten Verzweiflung gab es in der Literatur zuletzt in den Jahrzehnten, bevor Setz geboren wurde.« ("DIE ZEIT")

»Sein Erzählungsband
Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes
, mit 18 Stories auf 350 Seiten auch nicht gerade schmal, löst die hohen Erwartungen nun auf phänomenale Weise ein. Hier ist ein Autor zu erleben, der sprachliche Tricks und Kniffe beherrscht, von denen man vorher noch gar nicht wusste, dass es sie gibt.«
("DIE WELT")

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

16.04.2012

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

349

Maße (L/B/H)

18,8/11,8/2,5 cm

Gewicht

312 g

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-46335-2

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Top!

Anne Baldauf aus Leipzig am 20.06.2013

Bewertungsnummer: 814503

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Im vergangenen Herbst hat der Grazer Autor Clemens Setz, Jahrgang 1982, mit seinem wunderschön aufgemachten Roman „Indigo“ Furore gemacht. Der Titel landete auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises, erhielt allerorten gute Besprechungen, und auch der im deutschen Feuilleton so beliebte „Wunderkind-Verdacht“ wurde in den letzten Jahren schon das ein oder andere Mal auf den kauzigen, fast ‚typisch‘ österreichischen Autor angewandt. Und ein Blick in die Vorgängertexte lohnt sich in der Tat. Wer vor dem fast 500 Seiten starken „Indigo“ zurückschreckt, kann sich wohl am besten mit dem 2011 erschienenen Erzählungsband „Die Liebe zu Zeiten des Mahlstädter Kindes“ einen Eindruck von Setz‘ Erzählkunst verschaffen. Geschichten von einer emotionalen Belanglosigkeit, wie sie viele junge Autoren in den vergangenen eineinhalb Jahrzehnten produzierten, findet man hier nirgends. In den 18 Erzählungen überwiegt das Skurrile, das Urkomische, nicht selten das Abgründige – und durchweg das Originelle. So rekonstruiert der Autor auf vier Seiten „Das Gespräch der Eltern in Hänsel und Gretel“ in der Nacht, bevor sie im Märchen ihre Kinder im Wald aussetzen, er berichtet in einer anderen Erzählung in nahezu wissenschaftlicher Form, inklusive fingierter Fußnoten, aus dem unglaublichen Leben eines mysteriumgebliebenen Computerspielentwicklers. Die vielleicht stärkste Erzählung heißt passenderweise „Das Herzstück der Sammlung“. Sie zeigt am konkretesten, was eine Setz-Geschichte ausmacht. An der grundlegenden Situation – eine Frau besichtigt das Werkarchiv eines Schriftstellers – scheint alles unauffällig. Der junge Mann, dem das Archiv untersteht, verhält sich allerdings merkwürdig, bis die Besucherin ihn darauf hinweist, dass er ihr „nicht alles“ gezeigt habe. Daraufhin begeben sich beide zu einer verschlossenen Tür, hinter der eine grunzende Gestalt mit greisenhafter Stimme in einem Gitterbett liegt. „Herr Setz“, sagt der Archivar zu der Gestalt, „Ich wollte ihnen nur sagen, dass wir dann abschließen.“ Wer Geschichten mit einer guten Prise Absurdität und Phantastik mag, ist bei Clemens Setz und seinem Erzählband „Die Liebe zu Zeiten des Mahlstädter Kindes“ genau richtig aufgehoben.
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Anne Baldauf aus Leipzig am 20.06.2013
Bewertungsnummer: 814503
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Im vergangenen Herbst hat der Grazer Autor Clemens Setz, Jahrgang 1982, mit seinem wunderschön aufgemachten Roman „Indigo“ Furore gemacht. Der Titel landete auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises, erhielt allerorten gute Besprechungen, und auch der im deutschen Feuilleton so beliebte „Wunderkind-Verdacht“ wurde in den letzten Jahren schon das ein oder andere Mal auf den kauzigen, fast ‚typisch‘ österreichischen Autor angewandt. Und ein Blick in die Vorgängertexte lohnt sich in der Tat. Wer vor dem fast 500 Seiten starken „Indigo“ zurückschreckt, kann sich wohl am besten mit dem 2011 erschienenen Erzählungsband „Die Liebe zu Zeiten des Mahlstädter Kindes“ einen Eindruck von Setz‘ Erzählkunst verschaffen. Geschichten von einer emotionalen Belanglosigkeit, wie sie viele junge Autoren in den vergangenen eineinhalb Jahrzehnten produzierten, findet man hier nirgends. In den 18 Erzählungen überwiegt das Skurrile, das Urkomische, nicht selten das Abgründige – und durchweg das Originelle. So rekonstruiert der Autor auf vier Seiten „Das Gespräch der Eltern in Hänsel und Gretel“ in der Nacht, bevor sie im Märchen ihre Kinder im Wald aussetzen, er berichtet in einer anderen Erzählung in nahezu wissenschaftlicher Form, inklusive fingierter Fußnoten, aus dem unglaublichen Leben eines mysteriumgebliebenen Computerspielentwicklers. Die vielleicht stärkste Erzählung heißt passenderweise „Das Herzstück der Sammlung“. Sie zeigt am konkretesten, was eine Setz-Geschichte ausmacht. An der grundlegenden Situation – eine Frau besichtigt das Werkarchiv eines Schriftstellers – scheint alles unauffällig. Der junge Mann, dem das Archiv untersteht, verhält sich allerdings merkwürdig, bis die Besucherin ihn darauf hinweist, dass er ihr „nicht alles“ gezeigt habe. Daraufhin begeben sich beide zu einer verschlossenen Tür, hinter der eine grunzende Gestalt mit greisenhafter Stimme in einem Gitterbett liegt. „Herr Setz“, sagt der Archivar zu der Gestalt, „Ich wollte ihnen nur sagen, dass wir dann abschließen.“ Wer Geschichten mit einer guten Prise Absurdität und Phantastik mag, ist bei Clemens Setz und seinem Erzählband „Die Liebe zu Zeiten des Mahlstädter Kindes“ genau richtig aufgehoben.

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Verdauen, Nachdenken, Lieben

Jens Schaldach aus Bayreuth am 23.05.2011

Bewertungsnummer: 721292

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Zu Recht hat der junge Österreicher den Preis der Leipziger Buchmesse erhalten. Seine Geschichtensammlung bietet im Erzählerischen Abwechslung und Einfallsreichtum; käufliche Mutterliebe, kranke Visitenkarten und Gewalt sind unter anderem die Themen seiner Geschichten. Es ist ein makaberer, skuriler, direkter, an Grenzen gehender, sprachlich hervorragender Band.
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Verdauen, Nachdenken, Lieben

Jens Schaldach aus Bayreuth am 23.05.2011
Bewertungsnummer: 721292
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Zu Recht hat der junge Österreicher den Preis der Leipziger Buchmesse erhalten. Seine Geschichtensammlung bietet im Erzählerischen Abwechslung und Einfallsreichtum; käufliche Mutterliebe, kranke Visitenkarten und Gewalt sind unter anderem die Themen seiner Geschichten. Es ist ein makaberer, skuriler, direkter, an Grenzen gehender, sprachlich hervorragender Band.

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Ein breites Panorama menschlicher Merkwürdigkeiten

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Clemens J. Setz, der mit diesem Erzählband den Leipziger Buchpreis gewonnen hat, präsentiert uns in 18 Geschichten Einblicke in die Tiefen und Untiefen menschlichen Seins. Zwischen Groteske, wüsten Ausprägungen von Erotik, Gewalt und feinsinnigen Fantasien pendelnd wird dem Leser ein Spektrum menschlichen Verhaltens geboten, das man in dieser Dichte an Details und Anspielungen selten vorgesetzt bekommt. Großteils sehr gut erzählte Geschichten machen dank genauer und einfühlsamer Beobachtung die Lektüre zu einer abwechslungsreichen, unterhaltsamen und durchaus auch erschreckenden Angelegenheit.
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Ein breites Panorama menschlicher Merkwürdigkeiten

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Clemens J. Setz, der mit diesem Erzählband den Leipziger Buchpreis gewonnen hat, präsentiert uns in 18 Geschichten Einblicke in die Tiefen und Untiefen menschlichen Seins. Zwischen Groteske, wüsten Ausprägungen von Erotik, Gewalt und feinsinnigen Fantasien pendelnd wird dem Leser ein Spektrum menschlichen Verhaltens geboten, das man in dieser Dichte an Details und Anspielungen selten vorgesetzt bekommt. Großteils sehr gut erzählte Geschichten machen dank genauer und einfühlsamer Beobachtung die Lektüre zu einer abwechslungsreichen, unterhaltsamen und durchaus auch erschreckenden Angelegenheit.

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Nach "Söhne und Planeten" und "Frequenzen" nun Kurzgeschichten von Clemens J.Setz. 18 Erzählungen und jede einzelne davon geht unter die Haut. Fesselnd
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