Anna und Josefa waren als Mädchen unzertrennlich. In Lütjenburg an der Ostsee, wo sie aufgewachsen sind, sah man kaum je die eine ohne die andere. Nun lebt Anna in Kiel, Josefa in Zürich, und sie haben seit zwölf Jahren nicht mehr miteinander gesprochen. Anna, die sich nichts sehnlicher wünscht als eine Familie, hat sich gerade von ihrem Freund getrennt. Und Josefa, die impulsive Kindfrau, ist die Mutter des elfjährigen Jens. Zu ihrer Vergangenheit hat sie jede Verbindung gekappt. Aber Jens träumt vom Meer … Als die Freundinnen wieder aufeinandertreffen, stehen sie nach wie vor im Bann der dramatischen Ereignisse von vor zwölf Jahren. Ein Roman über die Sehnsucht nach einem Zuhause und die schwierige Kunst des Verzeihens.
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Wieviel kann ein sensibles Herz verzeihen?
Veronika Kucera aus Wuppertal am 08.12.2011
Bewertungsnummer: 757249
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Lange hat mich schon kein Roman über Freundschaft so eindringlich beeindruckt, wie es Tim Krohns "Ans Meer" vermochte. Warum? Josefa und Anna waren in ihrer Kindheit unzertrennlich und die engsten Freundinnen. Aber auch die beiden Elternpaare verband eine tiefe Freundschaft. Bis die Zeiten der Verbundenheit jäh enden und alle Beteiligten ihrer Wege gehen. Josefa beginnt ein neues Leben in der Schweiz und Anna verbleibt in der Heimat. Jahre sollen vergehen bis ein zufälliger Umstand die beiden ehemaligen Freundinnen wieder zusammenbringt und die Vergangenheit aufkochen läßt. Voller Mitgefühl versteht der Leser mit der Lektüre, was mit Josefa damals geschehen ist... und stellt sich die Frage, was schwerer wiegt. Sich selbst oder anderen vergeben?
erst wirklich gut, aber dann...
anna am 30.12.2009
Bewertungsnummer: 620736
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
eigentlich ist die geschichte ja ganz gut. die erzählform, jeweils auf eine person bezogen, zieht schnell rein, interessant sind die verschiedenen wahrnehmungen, erleben und leben, interessant die charakteren von mutter und sohn, die rollen, die sie leben, tauschen, der sohn ist fast mehr mutter als die mutter. interessant und überraschend auch die charakteren und leben der eltern und deren geschichten, der dinge, die geschahen, die leben bestimmten. doch was wirklich nervt, ist das infantile, kleinkindgetue dieser anna, die am schluss, und das ist das wirklich tragische an dieser geschichte, auch noch in allem recht und verzeihung findet, und - man befürchtet es fast - natürlich auch den mann zurück bekommt oder nimmt oder was auch immer. schade, dass der autor dem happyendismus oder wie man dem sagen soll, verfällt und man fragt sich gegen ende des buches verzweifelt, warum, warum geht der autor auf einmal so hastig und lieblos und unvorsichtig mit der eigentlich gut konstruierten geschichte um, und man glaubt nicht, dass es wirklich so kommt. man hofft auf eine unvorhergesehene wende, bis es leider doch so ist, unabwendbar, unveränderbar. schade, eine gute geschichte endet wie bei rosamunde pilchner. muss nicht sein. Und wenn "Die Zeit" schreibt: "Ja, das ist Kunst", ja dann verstehe ich vielleicht einfach solche Künste nicht.
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