Produktbild: Lieutenant Gustl

Lieutenant Gustl Historisch-kritische Ausgabe

339,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

16.06.2011

Abbildungen

270 b/w ill.

Herausgeber

Konstanze Fliedl

Verlag

De Gruyter

Seitenzahl

578

Maße (B/H)

21/28 cm

Gewicht

1968 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-11-022757-4

Beschreibung

Rezension

"The recent appearance of the first volume of a historical-critical edition (Schnitzler, Lieutenant Gustl) is therefore greatly to be welcomed, promising to open up completely new directions in Schnitzler scholarship."
Karl Leydecker in: Journal of Austrian Studies, 3/2013

"Die vorliegende Fassung des "Gustl" zeigt auf der linken Seite das schön und sorgfältig in schwarz-weiß faksimilierte Original der Handschrift, auf der rechten Seite die typografische Umschrift. Hier zeigt sich, dass Fliedl, die bereits bei der erwähnten Edition der Tagebücher beteiligt war, eine Kennerin und eine Könnerin ist. Nur durch ihre sorgfältige Arbeit wird das Schnitzler'sche Manuskript auch für einen weniger an Handschriften geschulten Rezipienten erfahrbar. Beim Betrachten der Umschrift wird ebenso deutlich, wie sehr das Manuskript von der Druckvorlage abweicht, Schnitzler hat seine Texte immer wieder intensiv, oft bis kurz vor der Drucklegung, überarbeitet. [...] Es bleibt zu hoffen, dass dieser editorischen Leistung bald auch weitere Schriften Schnitzlers folgen."

"Die Faksimile-Ausgabe des gesamten Manuskripts mit diplomatischer Umschrift (zum ersten Mal in ihrer Ganzheit am Original zu überprüfen) besitzt einen besonderen Zauber. Lange nach dem Ableben des Autors und dem Ausklingen des kreativen Prozesses pulsiert auf der handschriftlichen Seite der Schaffensrausch noch: In den langgezogenen Linien und den hastigen Korrekturen meint man die Euphorie zu spüren, die auf der letzten Seite ihre Klimax erreicht [...]."
Lorenzo Bellettini in : FAZ, 14.10.2011

"Was mich an der ersten historisch-kritischen Edition des Lieutnant Gustl von Arthur Schnitzler begeistert, ist das Faksimile des Manuskripts. Der Leser kann dem schreibenden Schnitzler über die Schulter schauen."
Franz Schuh in: Die Zeit, 27.10.2011

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

16.06.2011

Abbildungen

270 b/w ill.

Herausgeber

Konstanze Fliedl

Verlag

De Gruyter

Seitenzahl

578

Maße (B/H)

21/28 cm

Gewicht

1968 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-11-022757-4

Herstelleradresse

de Gruyter, Walter, GmbH
Genthiner Str. 13
10785 Berlin
Deutschland
Email: orders-books@degruyter.com
Url: www.degruyter.de
Telephone: +49 30 260050
Fax: +49 30 26005251

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  • Mario Pf.

    aus Oberösterreich

    5/5

    16.06.2021

    Buch (Taschenbuch)

    12 Stunden im Leben des Leutnant Gustl

    Arthur Schnitzlers einst heftig umstrittenes Werk Lieutenant Gustl ist eines jener Bücher, die im Nachhinein, wie jetzt an die 100 Jahre danach, sehr seltene und authentische Einblicke in die Welt von Gestern erlauben. Dem kommt zugute, dass Lieutenant Gustl sich des Monologs bedient und so ist der Buchtitel Programm. Der Leser wird unweigerlich in die Welt des Lieutenant Gustl entführt und man fühlt sich in den Protagonisten hineinversetzt. Rückwirkend bedeutet dies, dass man die damalige Welt eben durch die subjektive Sichtweise des Lieutenant Gustl wahrnimmt. Diese tiefen Einblicke in die Lebensweise und Lebensphilosophie eines jungen Habsburgeroffiziers namens Gustl schildern ungefähr einen Ablauf von 12 Stunden. Dabei durchläuft Gustl einen geistigen und emotionalen Wandel, von Langeweile, über Wut, bis zu Selbstmordgedanken. Doch auch die Wirkung eines „eine Nacht darüber schlafen“ kommt in dem Entwicklungsprozess Gustls zum Tragen. Diese Moral von der Geschicht geht jedoch über eine bloße Moralpredigt hinaus, sie verkörpert vielmehr genau jenen Prozess den viele Menschen durchaus schon an sich selbst beobachtet haben. Kurzum: Lieutenant Gustl ist ein Monolog der den Rahmen einer Schilderung von Gedanken sprengt und gleichzeitig einen deutlich erkennbaren Entwicklungsprozess im Verlauf von 12 Stunden zeigt. Erwähnenswert ist hierbei auch noch, dass die sprachliche Gestaltung des Werkes sich durchaus noch an die der Originalausgabe hält (Also nicht wegen der Schreibweise wundern).

  • Daniela Ammann

    aus Wien

    5/5

    06.02.2013

    Buch (Taschenbuch)

    Herrliche Wiener Suderei

    Lieutnant Gustl besucht ein Oratorium im Musikverein. Die Karten hat er von einem Kollegen geschenkt bekommen, jedoch gefällt es ihm nicht wirklich. Er findet es langweilig und schweift immer wieder mit den Gedanken ab. Er will so schnell wie möglich raus und gerät dadurch in eine Konfrontation mit dem Bäckermeister bei der Garderobe. Gustl ist dem sehr großen Bäckermeister ausgeliefert und kann nichts machen als dieser seinen Säbel packt und ihn in seine Schranken weist. Daraufhin beginnt Gustls Wanderung durch Wien. Allein mit seinen Gedanken. Er spielt das Szenario im Kopf immer wieder durch und versucht eine Lösung zu finden. Doch er landet immer beim selben Schluss: er muss sich selbst töten und alle anderen sind Schuld. Während er letzte Verfügungen durchgeht und doch noch einen Ausweg zu finden, schläft er auf einer Parkbank im Prater ein. Als er erwacht ist es Früh und er führt seinen Monolog fort. Schließlich geht er ins Kaffeehaus um zu frühstücken bevor er sich erschießt. Dort erfährt er, dass der Bäckermeister vom Schlag getroffen wurde und gestorben ist. Gustl ist glücklich, dass er sich nun doch nicht umbringen muss. Ein wahrlich großartiges Werk der österreichischen Literatur von Schnitzler zudem ausgezeichnet editiert von der Schnitzler-Expertin Konstanze Fliedl.

  • Bewertung

    4/5

    16.06.2021

    eBook (ePUB)

    Ein Klassiker

    Leutnant Gustl zählt zu den Klassikern der Wiener Moderne. Komplett als innerer Monolog geschrieben gibt er die Gedankenwelt des Protagonisten wieder. Dieser gerät durch einen Zwist mit einem Bäcker, in dem Gustl den Kürzeren zieht, in ein Dilemma. Denn da der Bäcker auf Grund seiner beruflichen Stellung nicht satisfaktionsfähig ist, bliebe Gustl, um seine Ehre wieder herzustellen, nur der Tod. Ein tolles Beispiel von Doppelmoral durch äußere Zurschaustellung gelebter Werte, welche dann aber doch schnell überbord geworfen werden...

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