Produktbild: Dramaturgien des Films

Dramaturgien des Films Das etwas andere Hollywood

Aus der Reihe Fischer Wissenschaft
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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

05.10.2010

Abbildungen

mit zahlreichen Abbildungen

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

624

Maße (L/B/H)

22/15,2/4,6 cm

Gewicht

854 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-10-040503-6

Warnhinweis

nicht erforderlich.

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Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

05.10.2010

Abbildungen

mit zahlreichen Abbildungen

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

624

Maße (L/B/H)

22/15,2/4,6 cm

Gewicht

854 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-10-040503-6

Herstelleradresse

S. Fischer Verlag GmbH
Hedderichstraße 114|60596|Frankfurt am Main|DE
produktsicherheit@fischerverlage.de

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Herbert Hofer

Thalia Wien – Mariahilfer Straße

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5/5

Kobayashi: Rechtsanwalt oder Porzellanfabrikant?

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Michaela Krützen hat im Fischer Verlag zwei Bücher mit annähernd gleichlautendem Titel, aber unterschiedlichen Inhalten herausgebracht: Das 2004 erschienene „Dramaturgie des Films“ beschäftigt sich mit den Erzählstrukturen des klassischen Hollywood. Wobei klassisch hier nicht alt heißt: der beispielhaft analysierte Film ist SCHWEIGEN DER LÄMMER von 1991. In dem hier besprochenen, 2010 aufgelegten Band „Dramaturgien des Films“ werden nun die Erzählungen des „etwas anderen Hollywood“ analysiert. Die „unzuverlässigen Erzähler“ dieses etwas anderen Hollywood lügen, träumen, haben gespaltene Persönlichkeiten, sind unwissend, tot oder sogar sowohl gedächtnislos als auch manipulativ – wie das in den Filmen THE USUAL SUSPECTS, MULLHOLLAND DR, FIGHT CLUB, FORREST GUMP, SIXTH SENSE und MEMENTO der Fall ist, die neben zahlreichen weiteren sehr ausführlich besprochen werden. Die Unzuverlässigkeit dieser Erzählperspektiven wird dem Zuseher oft erst am Ende des Films in einem „last act twist“ offenbart, sodass er in der Nachschau einen bis dahin unerwarteten Handlungsverlauf neu rekonstruieren muss. Unzuverlässige, nichtchronologische und mehrstrangige Erzählungen sind die von der Autorin untersuchten erzählerischen Strukturen, die alle auch bislang zur Formensprache Hollywoods zählten. Neu sind die Radikalität und Vielschichtigkeit, mit der die Filmemacher diese Mittel einsetzen und dabei seit Mitte der Neunziger-Jahre einen ausgesprochenen Trend zu derart erweiterten Erzählformen bilden. Handlungsverläufe wie diese setzen im Publikum ein profundes Wissen um filmische Konventionen und Stereotypien voraus. Internet und ein breites Angebot auf DVD bieten aber auch neue Rezeptionsbedingungen mit einer gegenüber dem einmaligen Kinobesuch wesentlich reicheren Informationsfülle. Mit Michaela Krützens Buch befindet sich der Leser im tiefsten inneren Produktionsprozess der zeitgenössischen Kulturindustrie. Detaillierte Beschreibungen der dichten inner- und außerfilmischen Bezüge des zeitgenössischen Kinos machen das Buch ebenso geistreich, pointenreich und unterhaltsam wie die Filme selbst. Eine Empfehlung!
  • Herbert Hofer
  • Buchhändler/-in

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5/5

Kobayashi: Rechtsanwalt oder Porzellanfabrikant?

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Michaela Krützen hat im Fischer Verlag zwei Bücher mit annähernd gleichlautendem Titel, aber unterschiedlichen Inhalten herausgebracht: Das 2004 erschienene „Dramaturgie des Films“ beschäftigt sich mit den Erzählstrukturen des klassischen Hollywood. Wobei klassisch hier nicht alt heißt: der beispielhaft analysierte Film ist SCHWEIGEN DER LÄMMER von 1991. In dem hier besprochenen, 2010 aufgelegten Band „Dramaturgien des Films“ werden nun die Erzählungen des „etwas anderen Hollywood“ analysiert. Die „unzuverlässigen Erzähler“ dieses etwas anderen Hollywood lügen, träumen, haben gespaltene Persönlichkeiten, sind unwissend, tot oder sogar sowohl gedächtnislos als auch manipulativ – wie das in den Filmen THE USUAL SUSPECTS, MULLHOLLAND DR, FIGHT CLUB, FORREST GUMP, SIXTH SENSE und MEMENTO der Fall ist, die neben zahlreichen weiteren sehr ausführlich besprochen werden. Die Unzuverlässigkeit dieser Erzählperspektiven wird dem Zuseher oft erst am Ende des Films in einem „last act twist“ offenbart, sodass er in der Nachschau einen bis dahin unerwarteten Handlungsverlauf neu rekonstruieren muss. Unzuverlässige, nichtchronologische und mehrstrangige Erzählungen sind die von der Autorin untersuchten erzählerischen Strukturen, die alle auch bislang zur Formensprache Hollywoods zählten. Neu sind die Radikalität und Vielschichtigkeit, mit der die Filmemacher diese Mittel einsetzen und dabei seit Mitte der Neunziger-Jahre einen ausgesprochenen Trend zu derart erweiterten Erzählformen bilden. Handlungsverläufe wie diese setzen im Publikum ein profundes Wissen um filmische Konventionen und Stereotypien voraus. Internet und ein breites Angebot auf DVD bieten aber auch neue Rezeptionsbedingungen mit einer gegenüber dem einmaligen Kinobesuch wesentlich reicheren Informationsfülle. Mit Michaela Krützens Buch befindet sich der Leser im tiefsten inneren Produktionsprozess der zeitgenössischen Kulturindustrie. Detaillierte Beschreibungen der dichten inner- und außerfilmischen Bezüge des zeitgenössischen Kinos machen das Buch ebenso geistreich, pointenreich und unterhaltsam wie die Filme selbst. Eine Empfehlung!

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Dramaturgien des Films

von Michaela Krützen

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