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Sax Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

07.12.2010

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

459

Maße (L/B/H)

22,3/15,2/4,6 cm

Gewicht

742 g

Farbe

Anthrazit / Seidengrau

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-60517-8

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

07.12.2010

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

459

Maße (L/B/H)

22,3/15,2/4,6 cm

Gewicht

742 g

Farbe

Anthrazit / Seidengrau

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-60517-8

Herstelleradresse

Verlag C.H.Beck GmbH & Co. KG
Wilhelmstraße 9
80801 München
DE
produktsicherheit@beck.de

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Muschg ist ein großer Meister!

Athanasius Pernath am 30.01.2021

Bewertungsnummer: 677324

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dies ist ein ungeheures Buch. Ein vielschichtiges, hintergründiges, auch ein verwirrendes Buch um die Lebensgeschichten dreier Anwälte, ihrer Frauen und um ihr "Spukhaus". Sehr schweizerisch, doch ebenso weltumspannend, historisch und glänzend visionär. Nicht wirklich leicht zu lesen, erinnert es in seinem Aufbau und seinen Stärken manchmal an Mulischs "Entdeckung des Himmels".

Muschg ist ein großer Meister!

Athanasius Pernath am 30.01.2021
Bewertungsnummer: 677324
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dies ist ein ungeheures Buch. Ein vielschichtiges, hintergründiges, auch ein verwirrendes Buch um die Lebensgeschichten dreier Anwälte, ihrer Frauen und um ihr "Spukhaus". Sehr schweizerisch, doch ebenso weltumspannend, historisch und glänzend visionär. Nicht wirklich leicht zu lesen, erinnert es in seinem Aufbau und seinen Stärken manchmal an Mulischs "Entdeckung des Himmels".

Kontrollierter Wahnsinn

Susanne Pichler aus Linz Lentia am 02.01.2013

Bewertungsnummer: 798458

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Adolf Muschg baut seinen Roman "Sax" aus Elementen der verschiedensten Literaturrichtungen auf. Den Deckmantel bildet das Genre Roman, doch werden auch Krimi und historischer Roman bemüht, und manche Kapitel umweht ein Hauch von Science Fiction. Hauptfiguren des Buches sind das Spukhaus "Zum Eisernen Zeit" in Münsterburg, Schweiz oder jene drei jungen Anwälte, die 1970 als Trockenwohner dort einziehen und mehr oder weniger bis September 2013, dem Ende des Romans, dort wohnen bleiben. Jacques Schinz, Hubert Achermann und Moritz Asser sind jene drei Anwälte, die den Dreh- und Angelpunkt der Handlung bilden. In den ersten Kapiteln kommt diese Rolle noch Peter Leu, dem Besitzer des Spukhauses zu, doch dient er den drei Freunden nur als Wegbereiter in einen Roman, der reich an handelnden Personen und überlappenden Handlungen ist. Die Anwälte sind 1970 naive Idealisten, die an ihre Überzeugungen glauben und davon ausgehen, dass sie die Welt verändern können. Nichtsdestotrotz sind sie beruflich so erfolgreich, dass sie zu einer festen Konstante in der internationalen Finanzwirtschaft werden und beträchtlichen Reichtum anhäufen, der auch diverse Krisen überdauert. Parallel zum beruflichen Aufstieg sind sie auf der Suche nach Glück und Liebe und scheitern dabei kolossal. Die Frauen, die über Jahrzehnte in ihrem Leben eine Rolle spielen, verfolgen eigene Ziele, haben ihre eigenen Geschichten und sind samt und sonders rätselhafte Wesen. Eltern, Nachbarn, Klienten und Freunde kommen und gehen, erfüllen ähnlich dem echten Leben den ihnen zugedachten Part der Geschichte und verschwinden wieder. Nachhaltiger sind da schon die Auswirkungen der Geister, die das Spukhaus immer wieder heimsuchen. Beginnend mit dem Freiherrn von Sax und einer gestohlenen historischen Handschrift bis hin zu einem Forscher des 19. Jahrhunderts, werden die Bewohner des Spukhauses von jenen in den Wahnsinn und ins Unglück getrieben. Betrug, Inzest, eine Geschlechtsumwandlung, fremdenfeindliche Schweizer Politik und erotische Phantasien kommen durch die reale Welt noch hinzu. Schwierig sind die letzten rund 100 Seiten des Buches, denn dort greift der blanke Wahnsinn so richtig um sich. Die Welten der Lebenden und der Toten sind nicht mehr klar voneinander getrennt, die Zeitalter lösen sich auf und werden eines, Menschen verschwinden, Personen handeln gemeinsam, obwohl es keine Veranlassung dazu gibt und jedwede Handlung löst sich auf. Das Ende eines Buches muss keineswegs zu hundert Prozent durchbuchstabiert werden, doch kann ich mit diesem Ende zu wenig anfangen, zu seltsam verhalten sich die darin agierenden Personen. Einige Szenen sind abartig und widerwärtig und haben mir dadurch ein durchaus einzigartiges Buch ziemlich vergällt.

Kontrollierter Wahnsinn

Susanne Pichler aus Linz Lentia am 02.01.2013
Bewertungsnummer: 798458
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Adolf Muschg baut seinen Roman "Sax" aus Elementen der verschiedensten Literaturrichtungen auf. Den Deckmantel bildet das Genre Roman, doch werden auch Krimi und historischer Roman bemüht, und manche Kapitel umweht ein Hauch von Science Fiction. Hauptfiguren des Buches sind das Spukhaus "Zum Eisernen Zeit" in Münsterburg, Schweiz oder jene drei jungen Anwälte, die 1970 als Trockenwohner dort einziehen und mehr oder weniger bis September 2013, dem Ende des Romans, dort wohnen bleiben. Jacques Schinz, Hubert Achermann und Moritz Asser sind jene drei Anwälte, die den Dreh- und Angelpunkt der Handlung bilden. In den ersten Kapiteln kommt diese Rolle noch Peter Leu, dem Besitzer des Spukhauses zu, doch dient er den drei Freunden nur als Wegbereiter in einen Roman, der reich an handelnden Personen und überlappenden Handlungen ist. Die Anwälte sind 1970 naive Idealisten, die an ihre Überzeugungen glauben und davon ausgehen, dass sie die Welt verändern können. Nichtsdestotrotz sind sie beruflich so erfolgreich, dass sie zu einer festen Konstante in der internationalen Finanzwirtschaft werden und beträchtlichen Reichtum anhäufen, der auch diverse Krisen überdauert. Parallel zum beruflichen Aufstieg sind sie auf der Suche nach Glück und Liebe und scheitern dabei kolossal. Die Frauen, die über Jahrzehnte in ihrem Leben eine Rolle spielen, verfolgen eigene Ziele, haben ihre eigenen Geschichten und sind samt und sonders rätselhafte Wesen. Eltern, Nachbarn, Klienten und Freunde kommen und gehen, erfüllen ähnlich dem echten Leben den ihnen zugedachten Part der Geschichte und verschwinden wieder. Nachhaltiger sind da schon die Auswirkungen der Geister, die das Spukhaus immer wieder heimsuchen. Beginnend mit dem Freiherrn von Sax und einer gestohlenen historischen Handschrift bis hin zu einem Forscher des 19. Jahrhunderts, werden die Bewohner des Spukhauses von jenen in den Wahnsinn und ins Unglück getrieben. Betrug, Inzest, eine Geschlechtsumwandlung, fremdenfeindliche Schweizer Politik und erotische Phantasien kommen durch die reale Welt noch hinzu. Schwierig sind die letzten rund 100 Seiten des Buches, denn dort greift der blanke Wahnsinn so richtig um sich. Die Welten der Lebenden und der Toten sind nicht mehr klar voneinander getrennt, die Zeitalter lösen sich auf und werden eines, Menschen verschwinden, Personen handeln gemeinsam, obwohl es keine Veranlassung dazu gibt und jedwede Handlung löst sich auf. Das Ende eines Buches muss keineswegs zu hundert Prozent durchbuchstabiert werden, doch kann ich mit diesem Ende zu wenig anfangen, zu seltsam verhalten sich die darin agierenden Personen. Einige Szenen sind abartig und widerwärtig und haben mir dadurch ein durchaus einzigartiges Buch ziemlich vergällt.

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Sax

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