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Band 90225

Schachnovelle Mit dem Werkbeitrag aus dem Neuen Kindlers Literatur Lexikon

Aus der Reihe Fischer Klassik
65

13,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., zzgl. Versandkosten


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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.11.2009

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

112

Maße (L/B/H)

19/12,6/1,2 cm

Gewicht

119 g

Farbe

Anthrazit / Seidengrau

Auflage

10. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-596-90225-5

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.11.2009

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

112

Maße (L/B/H)

19/12,6/1,2 cm

Gewicht

119 g

Farbe

Anthrazit / Seidengrau

Auflage

10. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-596-90225-5

Herstelleradresse

FISCHER Taschenbuch
Hedderichstr. 114
60596 Frankfurt
DE

Email: produktsicherheit@fischerverlage.de

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  • Bewertung

    5/5

    26.04.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Faszinierend und erschreckend zugleich!

    Ein Must-Read. So vielschichtig und immer noch aktuell! Was macht es mit einem Menschen von Isolation und Monotonie umgeben zu sein? Wozu ist unser Gehirn fähig? Auf welche vielfältigen Weise lässt sich Genie (/Wahnsinn) und Begabung definieren? Eine unbeschreibliche Reise in die Psyche des Menschen auf knapp 100 Seiten. In einem Zug durchgelesen.

  • Miri

    5/5

    26.04.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Erschreckend aktuell!

    Was passiert mit einem Menschen, der gezwungen ist, sein Da-Sein auf ständiges WARTEN und MONOTONIE zu reduzieren? Wie lange dauert es bis er in den Wahnsinn getrieben wird. Stefan Zweig zeigt mit seiner Novelle die andere Art des grausamen Folterns des Nationalsozialismus und zwar den psychische Folter! Wie entsteht eine Stumpfheit gegenüber der Normalität/gegenüber dem Leben? Und vor allem wie leicht ist es den alten Mustern wieder zu verfallen? Die Macht des menschlichen Verstands ist immer noch ein wissenschaftliches Rätsel. Die Geschichte zeigt zwei Gegenpole, die sich an einem Schiff begegnen und diese Gegenpole treten während eines Schachspieles ans Licht. An der einen Seite des Brettes sitzt der amtierende Weltmeister (arrogant, selbstsicher, eher sozialer Super-Gau im negativen Sinne), ein Bauerjunge, der das Blindspiel nie beherrschte, weil er eher eingeschränkt ist. An der anderen DR.D., der die Kunst des Spieles in einer Isolation gezwungenermaßen durch Spiel gegen sich selbst erlernt hatte, allerdings dazu neigt in den Wahnsinn zu verfallen. Letztes Spiel in seinem Leben soll ihm zeigen, ob er seine Kenntnisse auch im physischen Spiel anwenden kann und wie nah am Abgrund er sich immer noch befindet, weil dieses eine Spiel ihm zeigt, dass er nur ein Schritt von Wahnsinn entfernt sei. Es kam mir vor, dass diese Novelle eine Art "Erklärung" von Stefan Zweig ist, warum er "freiwillig" aus dem Leben schied. Wer kann nämlich eine Selbstverlorenheit und emotionale "Stumpfheit" so nahe beschreiben, wenn er/sie selbe/r nicht mitten drin ist. Verdient gehört dieses Werk zur Pflichtlektüre und für mich nicht nur in der Schule.

  • Paul Gilius

    aus Kaiserslautern

    5/5

    26.04.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Die "Schachnovelle"

    Die Geschichte des Dr. B., der in Gefangenschaft der Nazionalsozialisten kommt und berühmte Schachpartien im Kopf immer wieder und wieder durchspielt, um nicht verrückt zu werden, ist aufwühlend, spannend und fesselnd geschrieben. Jahre später bekommt er auf einer Kreuzfahrt die Möglichkeit eine Partie gegen den amtierenden Schachweltmeister zu spielen. Er nimmt in dem Bewusstsein an, dass er sich der Gefahr aussetzt, wieder verrückt zu werden. "Die Schachnovelle" von Stefan Zweig ist ein hervorragendes Buch und eine wundervolle Lektüre.

  • Bewertung

    5/5

    02.05.2026

    eBook (ePUB 3)

    deutsch lk

    davon hab ich mit dem deutsch lk das Theaterstück in Braunschweig gesehen. War gut, hat dich jedoch ein wenig in die Länge gezogen, dass es anstrengend wurde zu zuschauen. Und am Anfang hatte jemand keine hose an sondern, ein langes t Shirt und einen Apfel im Mund

  • Bewertung

    Book Circle Community

    5/5

    13.01.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Von der (selbstzerstörerischen) Macht der Wahrheit

    Sophokles’ Ödipus ist ein Werk, dessen Alter man spürt – und das einen dennoch nicht loslässt. Die Handlung ist streng, fast unerbittlich konstruiert: Schritt für Schritt führt sie den Protagonisten zur Erkenntnis seiner eigenen Schuld, obwohl er nichts anderes wollte als Wahrheit und Gerechtigkeit. Besonders eindrucksvoll ist, dass Ödipus nicht an einem moralischen Fehltritt scheitert, sondern an seinem unbeirrbaren Erkenntnisdrang. Gerade dieser macht ihn modern. Sein Wunsch, alles wissen zu wollen, wirkt heute ebenso nachvollziehbar wie seine Weigerung, Warnungen zu akzeptieren. Am stärksten beeindruckt jedoch, dass Ödipus am Ende konsequent zu sich selbst steht: Er vollzieht den Fluch, den er selber ausgesprochen hat, nun an sich selbst und übernimmt damit vollständig Verantwortung für seine Taten – auch wenn sie unwissentlich geschahen. Diese Konsequenz wirkt umso eindringlicher im Kontrast zur Gegenwart, in der Schuld oft relativiert, verschoben oder anderen zugeschrieben wird. Die Sprache und Form schaffen zunächst Distanz, doch genau diese Distanz verstärkt die Wirkung des unausweichlichen Schicksals. Am Ende bleibt weniger Schock als vielmehr Beklemmung: die Erkenntnis, dass Wissen nicht immer befreit, sondern zerstören kann. Ödipus ist kein leicht zugängliches Werk, aber eines, das seine Leserinnen und Leser mit zeitlosen Fragen zurücklässt – über Schuld, Verantwortung und den Mut, die Konsequenzen der eigenen Erkenntnis zu tragen.

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