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Produktbild: The Plum in the Golden Vase or, Chin P'ing Mei, Volume One

The Plum in the Golden Vase or, Chin P'ing Mei, Volume One The Gathering

1

58,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

06.04.1997

Herausgeber

David Tod Roy

Verlag

KNV Besorgung

Seitenzahl

716

Maße (L/B/H)

23,4/15,6/4,2 cm

Gewicht

1199 g

Sprache

Englisch

ISBN

978-0-691-01614-6

Beschreibung

Portrait

David Tod Roy (1933–2016) was professor emeritus of Chinese literature at the University of Chicago. His monumental five-volume translation of the Chin P'ing Mei was completed in 2013.

Zitat

One of Choice's Outstanding Academic Titles for 1994 "Roy has made a major contribution to our overall understanding of the novel."--Jonathan Spence, The New York Review of Books "David Tod Roy enters with zest into the spirit and the letter of the original, quite surpassing ... other earlier versions."--Paul St. John Mackintosh, Literary Review "Reading Roy's translation is a remarkable experience."--Robert Chatain, Chicago Tribune Review of Books "What Roy has already accomplished [in this volume] is enough to establish his translation as definitive... A tremendous achievement."--Charles Horner, Commentary

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

06.04.1997

Herausgeber

David Tod Roy

Verlag

KNV Besorgung

Seitenzahl

716

Maße (L/B/H)

23,4/15,6/4,2 cm

Gewicht

1199 g

Sprache

Englisch

ISBN

978-0-691-01614-6

Herstelleradresse

Libri GmbH
Europaallee 1
36244 Bad Hersfeld
DE

Email: gpsr@libri.de

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Ein Kunstwerk in brillianter Neuübersetzung

Bewertung aus Saarbrücken am 05.11.2011

Bewertungsnummer: 751227

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Nun bin ich also endlich bei einem weiteren der großen chinesischen Klassiker gelandet, dem Jin Ping Mei. Wurde es früher zu den "Großen 4" gezählt, hat es seinen Platz heutzutage an das Hongloumeng verloren. Wieso es nur 4 große und nicht 5 große Romane geben darf, kann man sich nur durch die typisch chinesische Abscheu vor Traditionsbrüchen erklären, denn zweifellos gehört das Jin Ping Mei qualitätsmäßig in die gleiche Riege wie das Sanguoyanyi, Xiyouji, Hongloumeng und Shuihuzhuan. Letzteres wird auch als Vorlagengeber genutzt: Die Handlung und viele Personen sind ein Abzweiger, oder wie man heute sagt, "spin-off", aus der Wu-Song-Episode, einem der beliebtesten und besten Teile des Shuihuzhuan. Seinen Ruhm zieht es hauptsächlich wohl aus seinem leicht anrüchigen Charakter: Ein erotischer Roman, in dem es um die amourösen Verwicklungen eines reichen Lebemanns mit seiner Frau und seinen 5 Konkubinen, sowie diversen Prostituierten und Dienstmägden geht, hat genug Sprengkraft, um sogar heutzutage im prüden kommunistischen China nicht wirklich gern gesehen zu werden. Dabei ist er für heutige, "Feuchtgebiete"-gestählte Leser doch äußerst zahm; und die erotischen Stellen sind auch, trotz des Themas, eher dünn gesät. In Wahrheit ist dieser Roman nämlich ein handwerkliches Kunstwerk, das auf praktisch jeder Seite mindestens ein Zitat, direkt oder indirekt, aus anderen Werken enthält. Es ist also das "League of Extraordinary Gentlemen" der Ming-Zeit. Dieser Aspekt des Romans wird erst durch die neue Übersetzung David Tod Roys für den Leser erkennbar: die Einrückung der direkten und indirekten Zitate werfen ein ganz neues Licht auf den Text. Durch Kenntnismachung der Zitate ist auch das Leseerlebnis ein völlig anderes, viel intellektuelleres, denn die Metastruktur des Texts gehört nun deutlich mit zur Rezeption, so wie es im Original für einen gebildeten Chinesen auch gewesen wäre. In der ansonsten sehr gelungenen deutschen Übertragung der Gebrüder Kibat (Djin Ping Meh. Schlehenblüten in goldener Vase: 6 Bände) fehlt dieses Element, und der Roman fühlt sich dort entsprechend auch mehr an wie einfach ein weiterer Sittenroman der Ming-Zeit (der trotzdem immer noch begeisternd zu lesen ist). Von der unsäglichen Kuhn-Nachdichtung will ich gar nicht erst anfangen. Allein schon deshalb ist die englische Übersetzung der deutschen klar vorzuziehen: Erst diese Fassung zeigt den Roman, wie er wirklich ist. Dass der englischen Übersetzung darüber hinaus die bisher älteste Originalfassung, die erst 1932 entdeckt wurde, zugrundliegt, und nicht, wie bei der deutschen Kibat-Übersetzung, eine nachträglich veränderte Fassung, lässt dem an textnahen, möglichst authentischen Übersetzungen interessierten Leser schließlich vollends keine andere Wahl mehr. In diesem ersten Band finden sich die Kapitel 1-20 von 100. Fast die Hälfte des dicken Wälzers sind Apparat (Einführung, Namensregister, Index, Anmerkungen) - das mag manchem zuviel des Guten sein, doch man muss die Akribie des Übersetzers bewundern, der unzählige der Querverweise und Zitate aufgespürt und belegt hat. Papier und Bindung sind gut, wenn auch das Papier etwas grob geschnitten ist. Die Reproduktion der Holzschnitte, die einzelne Szenen illustrieren, ist gut gelungen. Lediglich mit der Romanisierung in Wade-Giles hadere ich: eine so neue Übersetzung hätte sich von diesem veralteten System trennen müssen.

Ein Kunstwerk in brillianter Neuübersetzung

Bewertung aus Saarbrücken am 05.11.2011
Bewertungsnummer: 751227
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Nun bin ich also endlich bei einem weiteren der großen chinesischen Klassiker gelandet, dem Jin Ping Mei. Wurde es früher zu den "Großen 4" gezählt, hat es seinen Platz heutzutage an das Hongloumeng verloren. Wieso es nur 4 große und nicht 5 große Romane geben darf, kann man sich nur durch die typisch chinesische Abscheu vor Traditionsbrüchen erklären, denn zweifellos gehört das Jin Ping Mei qualitätsmäßig in die gleiche Riege wie das Sanguoyanyi, Xiyouji, Hongloumeng und Shuihuzhuan. Letzteres wird auch als Vorlagengeber genutzt: Die Handlung und viele Personen sind ein Abzweiger, oder wie man heute sagt, "spin-off", aus der Wu-Song-Episode, einem der beliebtesten und besten Teile des Shuihuzhuan. Seinen Ruhm zieht es hauptsächlich wohl aus seinem leicht anrüchigen Charakter: Ein erotischer Roman, in dem es um die amourösen Verwicklungen eines reichen Lebemanns mit seiner Frau und seinen 5 Konkubinen, sowie diversen Prostituierten und Dienstmägden geht, hat genug Sprengkraft, um sogar heutzutage im prüden kommunistischen China nicht wirklich gern gesehen zu werden. Dabei ist er für heutige, "Feuchtgebiete"-gestählte Leser doch äußerst zahm; und die erotischen Stellen sind auch, trotz des Themas, eher dünn gesät. In Wahrheit ist dieser Roman nämlich ein handwerkliches Kunstwerk, das auf praktisch jeder Seite mindestens ein Zitat, direkt oder indirekt, aus anderen Werken enthält. Es ist also das "League of Extraordinary Gentlemen" der Ming-Zeit. Dieser Aspekt des Romans wird erst durch die neue Übersetzung David Tod Roys für den Leser erkennbar: die Einrückung der direkten und indirekten Zitate werfen ein ganz neues Licht auf den Text. Durch Kenntnismachung der Zitate ist auch das Leseerlebnis ein völlig anderes, viel intellektuelleres, denn die Metastruktur des Texts gehört nun deutlich mit zur Rezeption, so wie es im Original für einen gebildeten Chinesen auch gewesen wäre. In der ansonsten sehr gelungenen deutschen Übertragung der Gebrüder Kibat (Djin Ping Meh. Schlehenblüten in goldener Vase: 6 Bände) fehlt dieses Element, und der Roman fühlt sich dort entsprechend auch mehr an wie einfach ein weiterer Sittenroman der Ming-Zeit (der trotzdem immer noch begeisternd zu lesen ist). Von der unsäglichen Kuhn-Nachdichtung will ich gar nicht erst anfangen. Allein schon deshalb ist die englische Übersetzung der deutschen klar vorzuziehen: Erst diese Fassung zeigt den Roman, wie er wirklich ist. Dass der englischen Übersetzung darüber hinaus die bisher älteste Originalfassung, die erst 1932 entdeckt wurde, zugrundliegt, und nicht, wie bei der deutschen Kibat-Übersetzung, eine nachträglich veränderte Fassung, lässt dem an textnahen, möglichst authentischen Übersetzungen interessierten Leser schließlich vollends keine andere Wahl mehr. In diesem ersten Band finden sich die Kapitel 1-20 von 100. Fast die Hälfte des dicken Wälzers sind Apparat (Einführung, Namensregister, Index, Anmerkungen) - das mag manchem zuviel des Guten sein, doch man muss die Akribie des Übersetzers bewundern, der unzählige der Querverweise und Zitate aufgespürt und belegt hat. Papier und Bindung sind gut, wenn auch das Papier etwas grob geschnitten ist. Die Reproduktion der Holzschnitte, die einzelne Szenen illustrieren, ist gut gelungen. Lediglich mit der Romanisierung in Wade-Giles hadere ich: eine so neue Übersetzung hätte sich von diesem veralteten System trennen müssen.

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The Plum in the Golden Vase or, Chin P'ing Mei, Volume One

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