Produktbild: Einladung ins Mittelalter
Band 1357

Einladung ins Mittelalter

Aus der Reihe Beck'sche Reihe

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Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

21.11.2008

Abbildungen

mit 20 Abbildungen 19 cm

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

327

Maße (L/B/H)

19,1/12,5/2,3 cm

Gewicht

331 g

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-57345-3

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Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

21.11.2008

Abbildungen

mit 20 Abbildungen 19 cm

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

327

Maße (L/B/H)

19,1/12,5/2,3 cm

Gewicht

331 g

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-57345-3

Herstelleradresse

C.H. Beck
Wilhelmstrasse 9
80801 München
DE

Email: produktsicherheit@beck.de

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Philipp Brandstötter

Thalia Linz – Landstraße

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5/5

Neue Erkenntnisse des Rittertums

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Das Mittelalter des 11. bis 15. Jhdt. ist die Blütezeit des Rittertums. Viele Sagen und Legenden ranken sich um diese Zeitepoche. Sie sind uns bis heute in detaillierter Form bekannt und werden auch mit neuen Deutungen versehen. Doch was hat es mit den Rittern tatsächlich an sich? Was genau waren deren Aufgaben und Gebräuche? Dieser Band der „Beck Wissen“ Reihe gibt Einblick in die Lebensweise einer mittelalterlichen und gesellschaftlichen Klasse. Sie hat es bis dahin nicht gegeben und verschwindet ab dem 15ten Jahrhundert beinahe wieder aus der Geschichte. Erst im 19ten Jahrhundert tritt die Ideologie des Rittertums wieder zutage und lebt in Filmen und Dokumentationen bis heute fort. Unsere Vorstellung eines ritterlichen Lebens resultiert zumeist aus Texten und Bildern. Materielle Gegenstände jener Epoche erweisen sich zumeist als aussagekräftiger als gedacht. Minnesänger wie etwa „Walter von der Vogelweide“ oder „Dieter von der Aist“ besingen deren Heldentaten an den Höfen und Burgen jener Zeit. Große Teile der Bevölkerung waren des Lesens und Schreibens nicht mächtig. Das Minnelied war demnach eine gängige Form der Nachrichtenverbreitung. In deren Liedern zogen prächtige Herolde zu Felde und schlugen Feinde ferner Ländern in die Flucht. Dass aber auch andere Aufgaben mittelalterlicher Gesellschaft auf sie warteten, erfährt man im hier vorliegenden Buch des Geschichtsprofessors Horst Fuhrmann. Neu für mich war, dass das „klassische“ Rittertum, welches in der Schule vermittelt wird, keineswegs über ganz Europa verteilt war. Früheste Formen der Ritter kennt man aus Frankreich. Dies beweisen übertragene Begriffe aus dem Lateinischen und Französischen wie etwa „milites“ für Angehörige des Ritterstandes. Bezeichnungen die sich im Laufe der Zeit bis zum Niedergang stark verändert haben und sich durch verschiedene Formen der Ritter unterscheiden. Waren es zur Blütezeit vorwiegend der Adel und die Aristokratie, so kam in der Spätzeit auch die Mittelschicht und bürgerliche Berufe zur Ehre in den Ritterstand erhoben zu werden. Auch Begriffe wie „largesse“, das Verteilen von Wohlstand und Großzügigkeit entstammen der Blütezeit der Ritter. Interessant auch, dass das Rittertum nicht über ganz Europa verteilt existierte. Es hat sich vorrangig aus Frankreich durch die Karolingerkönige nach Deutschland, Österreich, Oberitalien und durch die Normannische Expansion im Jahr 1066 auch nach Großbritannien ausgebreitet. Anderen Regionen Europas wie Irland, Lettland oder Russland blieb diese Form, so erfährt man, in der Geschichte völlig fremd und ist dort unbekannt. Das Leben bekannter Persönlichkeiten wie Heinrich der Löwe oder John Hawkwoods werden hier eingehend gewürdigt. Frauenbilder bleiben in der mittelalterlichen, ritterlich geprägten Gesellschaft eine Randerscheinung. Eine der wenigen ist Eleonore von Aquitanien welche das heimatliche Reich in der Abwesenheit ihres ritterlichen Gemahls verwaltete. Eine wirklich lesenswerte Einführung unterschiedlicher Zeitepochen die die Welt der Ritter wieder auferstehen lässt!
  • Philipp Brandstötter
  • Buchhändler/-in

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Neue Erkenntnisse des Rittertums

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Das Mittelalter des 11. bis 15. Jhdt. ist die Blütezeit des Rittertums. Viele Sagen und Legenden ranken sich um diese Zeitepoche. Sie sind uns bis heute in detaillierter Form bekannt und werden auch mit neuen Deutungen versehen. Doch was hat es mit den Rittern tatsächlich an sich? Was genau waren deren Aufgaben und Gebräuche? Dieser Band der „Beck Wissen“ Reihe gibt Einblick in die Lebensweise einer mittelalterlichen und gesellschaftlichen Klasse. Sie hat es bis dahin nicht gegeben und verschwindet ab dem 15ten Jahrhundert beinahe wieder aus der Geschichte. Erst im 19ten Jahrhundert tritt die Ideologie des Rittertums wieder zutage und lebt in Filmen und Dokumentationen bis heute fort. Unsere Vorstellung eines ritterlichen Lebens resultiert zumeist aus Texten und Bildern. Materielle Gegenstände jener Epoche erweisen sich zumeist als aussagekräftiger als gedacht. Minnesänger wie etwa „Walter von der Vogelweide“ oder „Dieter von der Aist“ besingen deren Heldentaten an den Höfen und Burgen jener Zeit. Große Teile der Bevölkerung waren des Lesens und Schreibens nicht mächtig. Das Minnelied war demnach eine gängige Form der Nachrichtenverbreitung. In deren Liedern zogen prächtige Herolde zu Felde und schlugen Feinde ferner Ländern in die Flucht. Dass aber auch andere Aufgaben mittelalterlicher Gesellschaft auf sie warteten, erfährt man im hier vorliegenden Buch des Geschichtsprofessors Horst Fuhrmann. Neu für mich war, dass das „klassische“ Rittertum, welches in der Schule vermittelt wird, keineswegs über ganz Europa verteilt war. Früheste Formen der Ritter kennt man aus Frankreich. Dies beweisen übertragene Begriffe aus dem Lateinischen und Französischen wie etwa „milites“ für Angehörige des Ritterstandes. Bezeichnungen die sich im Laufe der Zeit bis zum Niedergang stark verändert haben und sich durch verschiedene Formen der Ritter unterscheiden. Waren es zur Blütezeit vorwiegend der Adel und die Aristokratie, so kam in der Spätzeit auch die Mittelschicht und bürgerliche Berufe zur Ehre in den Ritterstand erhoben zu werden. Auch Begriffe wie „largesse“, das Verteilen von Wohlstand und Großzügigkeit entstammen der Blütezeit der Ritter. Interessant auch, dass das Rittertum nicht über ganz Europa verteilt existierte. Es hat sich vorrangig aus Frankreich durch die Karolingerkönige nach Deutschland, Österreich, Oberitalien und durch die Normannische Expansion im Jahr 1066 auch nach Großbritannien ausgebreitet. Anderen Regionen Europas wie Irland, Lettland oder Russland blieb diese Form, so erfährt man, in der Geschichte völlig fremd und ist dort unbekannt. Das Leben bekannter Persönlichkeiten wie Heinrich der Löwe oder John Hawkwoods werden hier eingehend gewürdigt. Frauenbilder bleiben in der mittelalterlichen, ritterlich geprägten Gesellschaft eine Randerscheinung. Eine der wenigen ist Eleonore von Aquitanien welche das heimatliche Reich in der Abwesenheit ihres ritterlichen Gemahls verwaltete. Eine wirklich lesenswerte Einführung unterschiedlicher Zeitepochen die die Welt der Ritter wieder auferstehen lässt!

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Einladung ins Mittelalter

von Horst Fuhrmann

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