Die Göttliche Komödie
Fischer Klassik Band 90008

Die Göttliche Komödie

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Beschreibung

Die »Göttliche Komödie« ist eines der bedeutendsten Werke der abendländischen Literatur. Wie seine antiken Vorbilder epischer Dichtung erzählt Dante phantasievoll, bildreich und detailgenau. Der Erzähler durchschreitet die drei jenseitigen Reiche der christlichen Weltordnung: Hölle, Fegefeuer und Paradies. An der Seite Vergils und der schönen Beatrice begegnet er während seiner einwöchigen Reise Sündern und Seligen und erkennt am Ende nicht weniger als den Sinn des Lebens.

Mit dem Werkbeitrag aus Kindlers Literatur Lexikon.

Mit Daten zu Leben und Werk, exklusiv verfasst von der Redaktion der Zeitschrift für Literatur TEXT + KRITK.

Dante Alighieri wurde zwischen dem 14. Mai und dem 13. Juni 1265 in Florenz geboren. 1283 beginnt er sein Schaffen mit Gedichten, gefolgt von literarischen, politischen und philosophischen Werken in Versen und in Prosa, in italienischer und in lateinischer Sprache. Ab 1300 hatte er wichtige politische Ämter in Florenz inne, von wo er 1302 verbannt wurde. Von 1302 bis 1321 hielt er sich an verschiedenen Höfen in Ober- und Mittelitalien (Verona, Ravenna) auf und war mit diplomatischen Aufgaben betreut. In diesem Zeitraum, ca. 1304-1321, hat Dante die Commedia verfasst. Er starb am 13. oder 14. September 1321 in Ravenna und gilt als wichtiger Erneuerer und Theoretiker früher Lyrik und als einer der bedeutendsten Autoren der italienischen und der Weltliteratur überhaupt.

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.03.2008

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

464

Maße (L/B/H)

19/12,3/3,8 cm

Gewicht

399 g

Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.03.2008

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

464

Maße (L/B/H)

19/12,3/3,8 cm

Gewicht

399 g

Auflage

8. Auflage

Originaltitel

La Comedia

Übersetzer

Philalethes

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-596-90008-4

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Genial

Sonja aus Wien am 30.05.2021

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Wahre Dichtkunst aus dem 13. Jahrhundert, unbedingt lesenswert. Originale Version perfekt aus dem Lateinischen übersetzt.

Genial

Sonja aus Wien am 30.05.2021
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Wahre Dichtkunst aus dem 13. Jahrhundert, unbedingt lesenswert. Originale Version perfekt aus dem Lateinischen übersetzt.

Eine prachtvolle Klassiker-Ausgabe

Bewertung am 08.01.2022

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Die göttliche Komödie“ von Dante Alighieri ist ein Klassiker der Weltliteratur, der sich literarisch mit einer existentiellen Frage des Menschseins beschäftigt: Was geschieht nach dem Tod? Erzählt wird „Die göttliche Komödie“ aus der Ich-Perspektive der Figur Dante: Dante wird, orientierungslos und bedrängt von wilden Tieren (die jeweils eine allegorische Bedeutung besitzen), von dem antiken römischen Dichter Vergil („Aeneis“) aufgefunden. Vergil, der zum Handlungszeitpunkt bereits knapp 1.300 Jahre tot ist und geradewegs aus der Hölle stammt, hat den himmlischen Auftrag, Dante aus seiner misslichen Lage zu befreien. Doch der ursprüngliche Weg Dantes ist durch die Tiere versperrt, weshalb es nur eine Alternative gibt: den Pfad durch das Jenseits. Das Jenseits ist in „Die göttliche Komödie“ in drei Bereiche unterteilt, die zugleich die Kernabschnitte des Textes bilden. Zuerst durchwandert Dante mit Vergil die Hölle („Inferno“). Es folgt das Fegefeuer („Purgatorio“), in dem die Seelen auf die Läuterung warten. Zuletzt fährt Dante – ohne Vergil – in den Himmel auf („Paradiso“). Jeder dieser drei Bereiche ist in unterschiedliche Bezirke unterteilt, die jeweils für bestimmte Figuren und ihre spezifischen „Sünden“ (Hölle und Fegefeuer) bzw. Tugenden (Himmel) reserviert sind. So besitzt bspw. die Hölle eine trichterartige Form, die nach unten hin schmaler wird. Nahe der Erdoberfläche – also ganz oben – trifft Dante u.a. auf die Dichter und Philosophen der römisch-griechischen Antike. Diese sind eigentlich frei von Verfehlungen, hätten auch einen Platz im Himmel verdient, wäre da nicht ihr – aus mittelalterlich-christlicher Sicht – „falscher“ Glaube (aus diesem Grund kann Vergil auch nicht mit Dante in den Himmel fahren). Der Negativpol hierzu findet sich ganz unten, im letzten Höllenbezirk. Hier begegnet Dante den großen Sünderfiguren des christlichen Glaubens wie z.B. Judas, der unentwegt in einem der drei Mäuler Luzifers gemahlen wird. Jeder Bezirk wird von einem Torwächter, meist einer Gestalt aus den antiken Mythen, bewacht, die Dante nur durch Vergil überwinden kann. (Um den Rahmen der Rezension nicht zu sprengen, gehe ich nicht gesondert auf die Bezirke des Fegefeuers und des Himmels ein. Sie sind strukturell anders gegliedert, folgen aber einem ähnlichen Muster). Während seiner Jenseitsreise trifft Dante auf eine Vielzahl von Figuren. Neben den antiken Denkern begegnet er – v.a. im Himmel – auch Heiligenfiguren. Gleichzeitig hat Dante Alighieri aber auch Persönlichkeiten aus seiner Gegenwart, mit denen er selbst in Kontakt stand, in die Handlung eingebaut. Jede Figur – unabhängig, ob „erfunden“ oder „real“ – erzählt von ihrem Leben. So entstehen innerhalb der „göttlichen Komödie“ immer wieder kleine Mikroerzählungen, die jeweils erklären, warum die Figur in welchem Bezirk ist. Nicht jede der eingebauten Persönlichkeiten aus der Gegenwart Dante Alighieris kommt dabei gut weg, was auch mit der Entstehungszeit der „göttlichen Komödie“ zusammenhängt. Sie entstand vor dem Hintergrund politischer Konflikte in Italien, in denen sich Kaiser- und Papsttreue bekriegten. Dante Alighieri zählte zur ersteren Gruppe, weshalb sich wahrscheinlich auch einige persönliche Spitzen und Statements in der „göttlichen Komödie“ finden. Die Ausgabe des Manesse Verlags gibt „Die göttliche Komödie“ – gemäß dem Originaltext – in Versform (und nicht in Prosaform) wieder. Außerdem beinhaltet sie eine kurze Einleitung, die in Leben und Werk Dantes einführt. Ihr Herzstück sind – neben dem Text – allerdings die vielen, sehr genauen und ausführlichen Kommentare von Walther von Wartburg. In seinen Kommentaren, die knapp 130 Seiten umfassen, erklärt von Wartburg Metaphern und den verstecken Sinn bestimmter Verse, gibt Hintergrundinformationen zu den auftretenden Persönlichkeiten und macht philosophische und theologische Exkurse, wodurch man „Die göttliche Komödie“ um einiges leichter verstehen kann. Abgerundet wird die Ausgabe durch 18 farbige Illustrationen von verschiedenen Künstlern, die sich malerisch mit der „göttlichen Komödie“ beschäftigt haben. Insgesamt ist „Die göttliche Komödie“ ein Werk, für das man Durchhaltevermögen braucht und durch das man sich auch manchmal „kämpfen“ muss. Bleibt man am Ball, wird man mit einer opulenten und interessant konstruierten Erzählung belohnt, in der – unter der Schirmherrschaft des katholischen Glaubens – sowohl Altertum und Zeitgeschichte als auch antike Mythen und biblische Figuren miteinander verquickt werden.

Eine prachtvolle Klassiker-Ausgabe

Bewertung am 08.01.2022
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Die göttliche Komödie“ von Dante Alighieri ist ein Klassiker der Weltliteratur, der sich literarisch mit einer existentiellen Frage des Menschseins beschäftigt: Was geschieht nach dem Tod? Erzählt wird „Die göttliche Komödie“ aus der Ich-Perspektive der Figur Dante: Dante wird, orientierungslos und bedrängt von wilden Tieren (die jeweils eine allegorische Bedeutung besitzen), von dem antiken römischen Dichter Vergil („Aeneis“) aufgefunden. Vergil, der zum Handlungszeitpunkt bereits knapp 1.300 Jahre tot ist und geradewegs aus der Hölle stammt, hat den himmlischen Auftrag, Dante aus seiner misslichen Lage zu befreien. Doch der ursprüngliche Weg Dantes ist durch die Tiere versperrt, weshalb es nur eine Alternative gibt: den Pfad durch das Jenseits. Das Jenseits ist in „Die göttliche Komödie“ in drei Bereiche unterteilt, die zugleich die Kernabschnitte des Textes bilden. Zuerst durchwandert Dante mit Vergil die Hölle („Inferno“). Es folgt das Fegefeuer („Purgatorio“), in dem die Seelen auf die Läuterung warten. Zuletzt fährt Dante – ohne Vergil – in den Himmel auf („Paradiso“). Jeder dieser drei Bereiche ist in unterschiedliche Bezirke unterteilt, die jeweils für bestimmte Figuren und ihre spezifischen „Sünden“ (Hölle und Fegefeuer) bzw. Tugenden (Himmel) reserviert sind. So besitzt bspw. die Hölle eine trichterartige Form, die nach unten hin schmaler wird. Nahe der Erdoberfläche – also ganz oben – trifft Dante u.a. auf die Dichter und Philosophen der römisch-griechischen Antike. Diese sind eigentlich frei von Verfehlungen, hätten auch einen Platz im Himmel verdient, wäre da nicht ihr – aus mittelalterlich-christlicher Sicht – „falscher“ Glaube (aus diesem Grund kann Vergil auch nicht mit Dante in den Himmel fahren). Der Negativpol hierzu findet sich ganz unten, im letzten Höllenbezirk. Hier begegnet Dante den großen Sünderfiguren des christlichen Glaubens wie z.B. Judas, der unentwegt in einem der drei Mäuler Luzifers gemahlen wird. Jeder Bezirk wird von einem Torwächter, meist einer Gestalt aus den antiken Mythen, bewacht, die Dante nur durch Vergil überwinden kann. (Um den Rahmen der Rezension nicht zu sprengen, gehe ich nicht gesondert auf die Bezirke des Fegefeuers und des Himmels ein. Sie sind strukturell anders gegliedert, folgen aber einem ähnlichen Muster). Während seiner Jenseitsreise trifft Dante auf eine Vielzahl von Figuren. Neben den antiken Denkern begegnet er – v.a. im Himmel – auch Heiligenfiguren. Gleichzeitig hat Dante Alighieri aber auch Persönlichkeiten aus seiner Gegenwart, mit denen er selbst in Kontakt stand, in die Handlung eingebaut. Jede Figur – unabhängig, ob „erfunden“ oder „real“ – erzählt von ihrem Leben. So entstehen innerhalb der „göttlichen Komödie“ immer wieder kleine Mikroerzählungen, die jeweils erklären, warum die Figur in welchem Bezirk ist. Nicht jede der eingebauten Persönlichkeiten aus der Gegenwart Dante Alighieris kommt dabei gut weg, was auch mit der Entstehungszeit der „göttlichen Komödie“ zusammenhängt. Sie entstand vor dem Hintergrund politischer Konflikte in Italien, in denen sich Kaiser- und Papsttreue bekriegten. Dante Alighieri zählte zur ersteren Gruppe, weshalb sich wahrscheinlich auch einige persönliche Spitzen und Statements in der „göttlichen Komödie“ finden. Die Ausgabe des Manesse Verlags gibt „Die göttliche Komödie“ – gemäß dem Originaltext – in Versform (und nicht in Prosaform) wieder. Außerdem beinhaltet sie eine kurze Einleitung, die in Leben und Werk Dantes einführt. Ihr Herzstück sind – neben dem Text – allerdings die vielen, sehr genauen und ausführlichen Kommentare von Walther von Wartburg. In seinen Kommentaren, die knapp 130 Seiten umfassen, erklärt von Wartburg Metaphern und den verstecken Sinn bestimmter Verse, gibt Hintergrundinformationen zu den auftretenden Persönlichkeiten und macht philosophische und theologische Exkurse, wodurch man „Die göttliche Komödie“ um einiges leichter verstehen kann. Abgerundet wird die Ausgabe durch 18 farbige Illustrationen von verschiedenen Künstlern, die sich malerisch mit der „göttlichen Komödie“ beschäftigt haben. Insgesamt ist „Die göttliche Komödie“ ein Werk, für das man Durchhaltevermögen braucht und durch das man sich auch manchmal „kämpfen“ muss. Bleibt man am Ball, wird man mit einer opulenten und interessant konstruierten Erzählung belohnt, in der – unter der Schirmherrschaft des katholischen Glaubens – sowohl Altertum und Zeitgeschichte als auch antike Mythen und biblische Figuren miteinander verquickt werden.

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Dantes große Reise

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Dantes „Göttliche Komödie“ zählt unbestritten zu den größten Werken der Weltliteratur. Es ist kein leichter Text, aber die Mühe lohnt sich. Gegliedert in drei Teile – Hölle, Läuterungsberg, Paradies – ist der erste wohl der bekannteste und meistgelesene, aber auch die beiden anderen Abschnitte haben ihre Reize. Die Prosaübersetzung von Hartmut Köhler, erschienen bei Reclam, wird der Schönheit dieses Werkes gerecht. Ein Anmerkungsapparat wäre für das bessere Verständnis des Textes und der historischen Hintergründe hilfreich, würde aber leider den Rahmen des Buches sprengen. (Siehe auch: Vergil, Aeneis)
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Dantes große Reise

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Dantes „Göttliche Komödie“ zählt unbestritten zu den größten Werken der Weltliteratur. Es ist kein leichter Text, aber die Mühe lohnt sich. Gegliedert in drei Teile – Hölle, Läuterungsberg, Paradies – ist der erste wohl der bekannteste und meistgelesene, aber auch die beiden anderen Abschnitte haben ihre Reize. Die Prosaübersetzung von Hartmut Köhler, erschienen bei Reclam, wird der Schönheit dieses Werkes gerecht. Ein Anmerkungsapparat wäre für das bessere Verständnis des Textes und der historischen Hintergründe hilfreich, würde aber leider den Rahmen des Buches sprengen. (Siehe auch: Vergil, Aeneis)

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