Das kleine Ferkel und der kleine Igel hatten immer geglaubt, es könnte ihnen gar nicht besser gehen. Doch dann klebt jemand über Nacht ein Plakat an ihr Häuschen, auf dem geschrieben steht: „Wer Gott nicht kennt, dem fehlt etwas!“ Also machen sie sich auf den Weg, um Gott zu suchen. Wo bitte geht s zu Gott?, fragte das kleine Ferkel klärt Kinder auf humorvolle Weise über die drei Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam auf.
Kundinnen und Kunden meinen
3.6/5.0
Peter Pan
aus Schönau im Schwarzwald
5/5
22.11.2025
Buch (Paperback)
Wer Gott kennt, dem fehlt etwas!
Zu dieser Erkenntnis gelangen Igel und Ferkel in diesem Buch auf lustige Weise. Ich wünschte, ich hätte diese Buch schon als Kind gelesen. Leider wurde ich, wie viele Kinder, mit einem Aberglauben indoktriniert, den ich bis ins Erwachsensein für real gehalten habe; dem Christentum. Meinem Sohn gefällt das Buch sehr gut und er kann jetzt noch lauter über seine Mitschüler lachen, die ihm und mir schon prophezeit haben, dass wir noch bereuen werden, Atheisten zu sein. Ich finde das Buch ist wie ein Sonnenstrahl der Wirklichkeit, der düstere Wahnvorstellungen verrückter Ignoranten durchdringen kann und unschuldige Kinder auf lustige Weise aufklären kann.
Bewertung
5/5
13.08.2022
Buch (Paperback)
Für Kleine (und Große), die sich nichts vormachen lassen wollen. Maximal empfehlenswert.
Ein Kinderbuch für alle Kleinen (und Großen), die sich nichts vormachen lassen wollen und das mit Humor auf die drei abrahamitischen Religionen schaut. Meine Kinder mögen es sehr. Bemerkenswert ist die letzte Doppelseite, die das Buch noch einmal heraushebt.
Empfehlenswert ist das Lesen der Streitschrift “Die Rettung des kleinen Ferkels” von selbigen Autoren und Illustratoren zur Abwendung des Antrags auf Aufnahme in den “Index der jugendgefährdenden Medien”, der durch das Bundesfamilienministerium (als verlängerter Arm der katholischen Kirche) 2008 gestellt wurde . Letzteres natürlich für Erwachsene, die sich mit dem Konzept des Kinderbuchs auseinander setzten wollen – ich habe auch einiges gelernt! Untermauert wird die Streitschrift von wissenschaftlichen Einordnungen in Bezug auf Kinderpsychologie sowie Ethik und Moral, insbesondere im Vergleich zu allerorten erhältlichen “Kinderbibeln”.
Carlo
aus Backnang
5/5
31.01.2012
Buch (Paperback)
Schmidt-Salomon verehre ich…
Schmidt-Salomon verehre ich als den besten Autor in ihrer Sammlung. Seine Bücher sind durch die Bank sehr geeignet um sich nichts vormachen zu lassen. Es ist schlimm, dass es diese falsche Verlogenheit der Kirchen noch gibt.
Bewertung
5/5
14.10.2011
Buch (Paperback)
Witziges nicht nur für Kinderbuch
Ein wirklich herzerfrischendes Buch nicht nur für Kinder. Das Buch erinnert mich an die wundervollen Janosch-Bücher. Man kann es immer wieder lesen und vorlesen und bekommt davon gute Laune.
Andre Michael
aus Fränkische Schweiz
5/5
26.05.2011
Buch (Paperback)
Erzählt wird die Geschichte…
Erzählt wird die Geschichte des kleinen Ferkels und des kleinen Igels, die es gut verstehen, das Leben zu genießen. Eine Wendung erfährt das Leben der beiden, als eines Tages auf der Straße ein Plakat klebt, auf dem steht: „Wer Gott nicht kennt, dem fehlt etwas”. Da beide von Gott noch nie etwas gehört haben, machen sie sich auf den Weg, Gott zu finden. Nach langem Suchen, treffen sie den Fuchs, der den Weg zu den Gotteshäusern kennt, ihnen aber abrät, dorthin zu gehen. Denn nach seiner Auffassung sind die Menschen dort etwas „verrückt“. Das kleine Ferkel und der kleine Igel lassen sich aber nicht von ihrer Suche abbringen und nehmen den steilen Weg. Am Ende stoßen sie auf drei mächtige Gebäude: eine Synagoge, eine Kirche und eine Moschee. „Dieser Herr Gott muss ja riesig groß sein, wenn er solche großen Häuser braucht,” meinte der kleine Igel. Zunächst besuchen sie die Synagoge, werden dort aber gleich vom Rabi zurückgewiesen, denn Schweine und Igel haben vor Gott nichts zu suchen. „Gott ist eben auch nicht nett,” so der Rabbi. Und dann erzählt er ihnen die Geschichte der Sintflut, die Gott den Menschen schickte, um ihre Sünden zu rächen. Das kleine Ferkel und der Igel können gar nicht verstehen, warum Gott so gemein ist, Babys, Omas, Ferkel, Igel und kleine Meerschweinchen einfach so ertrinken zu lassen. Und da Ferkel und Igel durch ihre hintergründigen und kindlich-naiven Fragen den Rabbi regelrecht erzürnen, werden sie des Hauses verwiesen. Etwas ernüchtert wollen die beiden doch noch nicht gleich aufgeben und sehen, ob sie nicht in der Kirche einen lieberen Gott finden würden. Dort treffen sie den Bischof, der sie zum gekreuzigten Jesu führt, der für die Sünden der Menschen am Kreuz gestorben ist. Dass Gott mit dem Blut Jesu die Menschen von den Sünden rein wäscht, können die beiden schon gar nicht verstehen. Und weil der kleine Igel sich vor lauter Hunger von den Plätzchen in der goldenen Schale bedient, wird er vom Bischof heftig gemaßregelt, was ihm einfalle, einfach das Fleisch Jesu zu essen. Da ist es den beiden doch zu viel und sie wollen mit der Suche nach Gott in der Moschee weiterkommen. Der dortige Mufti teilt ihnen gleich mit, dass sie Gott nur dann finden könnten, wenn sie Muslime werden und wenigstens fünf Mal am Tag beten und sich waschen. „Und wenn ihr den Herrn nicht gehorcht, werdet ihr in der Hölle enden und ewig im Feuer braten”, so der Mufti. „Nur, weil wir uns nicht oft genug gewaschen haben?” fragt der kleine Igel unschuldig. „Ihr missachtet die Gebote, die Allah dem Propheten Mohammed gegeben hat,” - Als „gottverdammte Ungläubige” werden schließlich beide aus der Moschee gejagt. Doch draußen warten schon Rabbi und Bischof mit den Worten: „Sie haben Gott gelästert und den Leib des Herrn geschändet!”. Und während dann alle drei Geistliche darüber streiten, wie die Form der Gotteslästerung im Sinne Gottes zu verstehen ist, machen sich die beiden heimlich davon. Zuhause angekommen stellen Igel und Ferkel fest, dass sie früher ohne Gott keine Angst hatten. „Der Fuchs hatte doch recht. Die müssen verrückt sein!“ Und so ändern sie das Plakat vor ihrer Haustür ab in: „Wer Gott kennt, dem fehlt etwas.” Das Buch, das von Holger Nyncke eindruckvoll und aufwändig in ganzseitig farbigen Bildern zur Geschichte illustriert wurde, nähert sich der Frage nach Gott aus der Sicht eines Kindes. Mit ganz naiven Fragen und kindhaft gezogenen Schlüssen führt es das jüdische, christliche und islamische Weltbild ad absurdum. Dem Leser wird deutlich, dass wir wieder so werden müssen wie Kinder, um Gott wirklich zu verstehen. Daher ist dieses Buch eigentlich eher für Erwachsene ein tiefgreifendes Bewusstseinserlebnis. Es entlarvt eine Religion des strafenden Gottes und des sündigen Menschen als ein lebensfeindliches Konzept. Das Buch ist eine Hommage an die Göttlichkeit des Lebens, sofern man es versteht, den Alltag von den krankhaften moralischen Vorstellungen der Religionen zu befreien.
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