Das Puppenhaus / Sandman Bd. 2
Band 2

Das Puppenhaus / Sandman Bd. 2

Bd. 2: Das Puppenhaus

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Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Altersempfehlung

ab 14 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

13.06.2007

Illustrator

Mike Dringenberg + weitere

Verlag

Panini

Seitenzahl

228

Maße (L/B/H)

25,9/17,2/1,9 cm

Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Altersempfehlung

ab 14 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

13.06.2007

Illustrator

  • Mike Dringenberg
  • Malcolm Jones III
  • Chris Bachalo
  • Michael Zulli
  • Steve Parkhouse

Verlag

Panini

Seitenzahl

228

Maße (L/B/H)

25,9/17,2/1,9 cm

Gewicht

734 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

The Sandman #9-16

Übersetzt von

Gerlinde Althoff

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86607-356-2

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Eine absolute Empfehlung

MoMe am 06.07.2023

Bewertungsnummer: 1975076

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

„Sandman – Das Puppenhaus“ hat ein Vorwort von Clive Barker und im Anschluss eine kleine „Was bisher geschah“ – Zusammenfassung von Neil Gaiman. Diese finde ich klasse, denn es ist nun schon eine Weile her, seit ich „Sandman – Präludien & Notturni“ gelesen habe und diese knackige Auffrischung ist auch sehr erhellend. Denn es gibt ein paar zusätzliche Hintergrundinfos zum ersten Band, was ich sehr interessant finde. „Sandman – Das Puppenhaus“ ist leichter zugänglich, das bemerke ich schon auf den ersten Seiten. Noch immer ist die Welt rund um Dream, dem Herrscher der Träume, komplex. Auch unterliegt alles bestimmten Regeln und die Verknüpfung zwischen realer Welt und dem Reich der Träume ist unglaublich faszinierend. Dieses Mal ist auch die Erzählart anders. Im ersten Sammelband waren es hauptsächlich einzelne Geschichten, die pro Kapitel erzählt wurden, hier dominiert eine Hauptgeschichte um die junge Rose Walker. Wie sehr sie im Mittelpunkt steht, kristallisiert sich erst später heraus. Sie ist der Dreh- und Angelpunkt von „Sandman – Das Puppenhaus“. Die große Hauptstory wird über mehrere Kapitel chronologisch erzählt. Dabei auch viele Nebenschauplätze beleuchtet, deren Erzählfäden wiederum in die Hauptgeschichte münden. Kein Detail wird zufällig platziert, selbst scheinbare Nebensächlichkeiten werden im Verlauf wichtig. Das ausgeklügelte System ist vielschichtig und mit jeder umgeschlagenen Seite offenbart sich immer mehr Neil Gaimans unglaubliches Talent, eine Geschichte zu erzählen, die sich immer weiter fortspinnt, ohne je langweilig zu werden. In sich wird die in diesem Band erzählte Geschichte zum Schluss abgeschlossen sein. Die Vielfalt an integrierten Motiven ist groß. So fließen in manche Kapitel uralte Mythen mit ein, welche dann mit der Moderne so schlüssig verknüpft werden, dass es sich immer real anfühlt. So findet sich in „Sandman – Das Puppenhaus“ zum Beispiel eine alte irische Seemannslegende wieder oder ein bekannter englischer Dramatiker und Lyriker hat ein kurzes Gastspiel in diesem Comic. In „Sandman – Das Puppenhaus“ werden viele neue Figuren eingeführt, teilweise sogar zum allerersten Mal ins DC-Universum. So wird unter anderem Prinzessin Barbara als Resultat nach Erscheinen dieses Comics sogar ihre eigene Reihe bekommen. Manche Figuren allerdings kenne ich schon aus dem ersten Band und deren Geschichte wird wieder aufgenommen und glaubwürdig in das neue Handlungsgeschehen eingebettet. Das Wiedererkennen fällt mir leicht, denn obwohl hier mehrere Künstler an diesem Werk beteiligt sind, so wirkt doch alles aus einem Guss. Obwohl sich die Hauptstory bisweilen sehr düster und brutal weiterentwickelt, gibt es dennoch immer mal wieder etwas zum Schmunzeln. Der Humor ist einzigartig und so manches Mal sehr, sehr fein. Genial finde ich den Aufbau von „Sandman – Das Puppenhaus“. Zu Beginn erfahre ich mehr über Dream und seine Familie, die Ewigen. Am Ende schließt sich dieser Kreis wieder und bildet nicht nur einen gelungenen Abschluss, sondern hält auch eine packende Wendung bereit, die mich völlig aus dem Latschen haut. Mitten in der großen Hauptstory wird noch ein Kapitel eingeschoben, das völlig anders ist als der Rest der Graphic Novel. Neil Gaiman gewährt einen Blick quer durch mehrere Jahrhunderte. Während es vordergründig um die Begegnung zwischen Dream und Hobbs, einem Mann, der nicht sterben will, geht, spielt sich im Hintergrund das gesellschaftliche Leben sowie all jene Themen, die die Menschen des jeweiligen Jahrhunderts beschäftigen, ab. Das ist sehr eindrucksvoll gezeichnet und auf den Punkt erzählt. Und es offenbart den genauen Betrachtenden nämlich vor allem eines: Der Mensch wird sich niemals ändern und oft reicht ein Menschenleben nicht aus, um einen Fehler zuerkennen und wieder gutzumachen. Interessanterweise wird in diesem Kapitel auch der Grundstein für eine weitere Geschichte innerhalb des Sandman Universums gelegt, welches im Folgeband „Sandman – Traumland“ aufgegriffen und erzählt werden wird. Wer das Hörspiel „The Sandman“ parallel hört, wird übrigens feststellen, dass das Kapitel „Männer mit Glück und Geschick“ an einer anderen Stelle gespielt wird. Die Hauptgeschichte wird im Hörspiel in einem durcherzählt. Wieder weiß mich das Artwork zu überzeugen. Text und Zeichnungen harmonieren miteinander und schaffen es, diese so komplexe Welt lebendig an mich zu transportieren. Einzig in einem Kapitel ist das gewählte Schriftbild einer Person so schrecklich lesbar, dass es mich sehr frustriert hat. Der Aufbau der Panels ist bisweilen einzigartig. Sie unterstützen die Geschichte bildlich, kippen an Stellen, wo es relevant ist und so werde ich plötzlich Teil dieser Welt, wenn ich das Taschenbuch drehen muss. Ich würde daher die E-Book Version nicht empfehlen, denn es wirkt doch im Taschenbuch viel intensiver. Das Spiel der Zeichner mit den Farben ist grandios. Vieles von den Hauptfiguren findet sich auch im Hintergrund wieder, der ebenso detailverliebt gezeichnet ist wie die wichtigsten Akteure. Es gibt in „Sandman – Das Puppenhaus“ wahnsinnig viel zu entdecken und zu erleben. Fazit: Eine gelungene Fortsetzung des ersten Bandes. Mit grandiosem Artwork und vielen großen und kleinen spannenden Geschichten wird eine fesselnde und sehr faszinierende Unterhaltung geboten.
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Eine absolute Empfehlung

MoMe am 06.07.2023
Bewertungsnummer: 1975076
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

„Sandman – Das Puppenhaus“ hat ein Vorwort von Clive Barker und im Anschluss eine kleine „Was bisher geschah“ – Zusammenfassung von Neil Gaiman. Diese finde ich klasse, denn es ist nun schon eine Weile her, seit ich „Sandman – Präludien & Notturni“ gelesen habe und diese knackige Auffrischung ist auch sehr erhellend. Denn es gibt ein paar zusätzliche Hintergrundinfos zum ersten Band, was ich sehr interessant finde. „Sandman – Das Puppenhaus“ ist leichter zugänglich, das bemerke ich schon auf den ersten Seiten. Noch immer ist die Welt rund um Dream, dem Herrscher der Träume, komplex. Auch unterliegt alles bestimmten Regeln und die Verknüpfung zwischen realer Welt und dem Reich der Träume ist unglaublich faszinierend. Dieses Mal ist auch die Erzählart anders. Im ersten Sammelband waren es hauptsächlich einzelne Geschichten, die pro Kapitel erzählt wurden, hier dominiert eine Hauptgeschichte um die junge Rose Walker. Wie sehr sie im Mittelpunkt steht, kristallisiert sich erst später heraus. Sie ist der Dreh- und Angelpunkt von „Sandman – Das Puppenhaus“. Die große Hauptstory wird über mehrere Kapitel chronologisch erzählt. Dabei auch viele Nebenschauplätze beleuchtet, deren Erzählfäden wiederum in die Hauptgeschichte münden. Kein Detail wird zufällig platziert, selbst scheinbare Nebensächlichkeiten werden im Verlauf wichtig. Das ausgeklügelte System ist vielschichtig und mit jeder umgeschlagenen Seite offenbart sich immer mehr Neil Gaimans unglaubliches Talent, eine Geschichte zu erzählen, die sich immer weiter fortspinnt, ohne je langweilig zu werden. In sich wird die in diesem Band erzählte Geschichte zum Schluss abgeschlossen sein. Die Vielfalt an integrierten Motiven ist groß. So fließen in manche Kapitel uralte Mythen mit ein, welche dann mit der Moderne so schlüssig verknüpft werden, dass es sich immer real anfühlt. So findet sich in „Sandman – Das Puppenhaus“ zum Beispiel eine alte irische Seemannslegende wieder oder ein bekannter englischer Dramatiker und Lyriker hat ein kurzes Gastspiel in diesem Comic. In „Sandman – Das Puppenhaus“ werden viele neue Figuren eingeführt, teilweise sogar zum allerersten Mal ins DC-Universum. So wird unter anderem Prinzessin Barbara als Resultat nach Erscheinen dieses Comics sogar ihre eigene Reihe bekommen. Manche Figuren allerdings kenne ich schon aus dem ersten Band und deren Geschichte wird wieder aufgenommen und glaubwürdig in das neue Handlungsgeschehen eingebettet. Das Wiedererkennen fällt mir leicht, denn obwohl hier mehrere Künstler an diesem Werk beteiligt sind, so wirkt doch alles aus einem Guss. Obwohl sich die Hauptstory bisweilen sehr düster und brutal weiterentwickelt, gibt es dennoch immer mal wieder etwas zum Schmunzeln. Der Humor ist einzigartig und so manches Mal sehr, sehr fein. Genial finde ich den Aufbau von „Sandman – Das Puppenhaus“. Zu Beginn erfahre ich mehr über Dream und seine Familie, die Ewigen. Am Ende schließt sich dieser Kreis wieder und bildet nicht nur einen gelungenen Abschluss, sondern hält auch eine packende Wendung bereit, die mich völlig aus dem Latschen haut. Mitten in der großen Hauptstory wird noch ein Kapitel eingeschoben, das völlig anders ist als der Rest der Graphic Novel. Neil Gaiman gewährt einen Blick quer durch mehrere Jahrhunderte. Während es vordergründig um die Begegnung zwischen Dream und Hobbs, einem Mann, der nicht sterben will, geht, spielt sich im Hintergrund das gesellschaftliche Leben sowie all jene Themen, die die Menschen des jeweiligen Jahrhunderts beschäftigen, ab. Das ist sehr eindrucksvoll gezeichnet und auf den Punkt erzählt. Und es offenbart den genauen Betrachtenden nämlich vor allem eines: Der Mensch wird sich niemals ändern und oft reicht ein Menschenleben nicht aus, um einen Fehler zuerkennen und wieder gutzumachen. Interessanterweise wird in diesem Kapitel auch der Grundstein für eine weitere Geschichte innerhalb des Sandman Universums gelegt, welches im Folgeband „Sandman – Traumland“ aufgegriffen und erzählt werden wird. Wer das Hörspiel „The Sandman“ parallel hört, wird übrigens feststellen, dass das Kapitel „Männer mit Glück und Geschick“ an einer anderen Stelle gespielt wird. Die Hauptgeschichte wird im Hörspiel in einem durcherzählt. Wieder weiß mich das Artwork zu überzeugen. Text und Zeichnungen harmonieren miteinander und schaffen es, diese so komplexe Welt lebendig an mich zu transportieren. Einzig in einem Kapitel ist das gewählte Schriftbild einer Person so schrecklich lesbar, dass es mich sehr frustriert hat. Der Aufbau der Panels ist bisweilen einzigartig. Sie unterstützen die Geschichte bildlich, kippen an Stellen, wo es relevant ist und so werde ich plötzlich Teil dieser Welt, wenn ich das Taschenbuch drehen muss. Ich würde daher die E-Book Version nicht empfehlen, denn es wirkt doch im Taschenbuch viel intensiver. Das Spiel der Zeichner mit den Farben ist grandios. Vieles von den Hauptfiguren findet sich auch im Hintergrund wieder, der ebenso detailverliebt gezeichnet ist wie die wichtigsten Akteure. Es gibt in „Sandman – Das Puppenhaus“ wahnsinnig viel zu entdecken und zu erleben. Fazit: Eine gelungene Fortsetzung des ersten Bandes. Mit grandiosem Artwork und vielen großen und kleinen spannenden Geschichten wird eine fesselnde und sehr faszinierende Unterhaltung geboten.

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Einfach. Nur. Wunderbar.

Bewertung am 27.10.2020

Bewertungsnummer: 377886

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Wiedermal ein wunderbarer Fantasy Comic von Gaiman.! Die individuellen Zeichnungen in den Bändern spiegeln auf so unterschiedliche und doch sehr gut passende Weise die Stimmung in den Comics wieder. Ich bin seit dieser Reihe ein großer Fan geworden. Sandman entwickelt sich in fast menschlicher Art in jedem Band/Comic-Heft weiter. Nach und nach lässt er den Leser immer tiefer in sein Innerstes schauen. Träume sind Konstruktionen, wichtiger als wir es wahrnehmen und vor allem beeinflussen sie unser Dasein....
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Einfach. Nur. Wunderbar.

Bewertung am 27.10.2020
Bewertungsnummer: 377886
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Wiedermal ein wunderbarer Fantasy Comic von Gaiman.! Die individuellen Zeichnungen in den Bändern spiegeln auf so unterschiedliche und doch sehr gut passende Weise die Stimmung in den Comics wieder. Ich bin seit dieser Reihe ein großer Fan geworden. Sandman entwickelt sich in fast menschlicher Art in jedem Band/Comic-Heft weiter. Nach und nach lässt er den Leser immer tiefer in sein Innerstes schauen. Träume sind Konstruktionen, wichtiger als wir es wahrnehmen und vor allem beeinflussen sie unser Dasein....

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von Neil Gaiman

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Gregor Schwarzenbrunner

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5/5

Von Geschwistern und verschwundenen Träumen

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

In einer Wüste erzählt ein alter Mann, einem jüngeren eine Geschichte einer tragischen Liebe. Queen Nada verschmäht, aus Angst vor den Folgen einen Ewigen zu lieben, darin die Liebe zu Dream. Worauf er Nada in die Hölle schickt, wo sie bis zum heutigen Tag verweilt. Nachdem Dream aus seiner Gefangenschaft befreit worden ist, bemerkt er bei einer Zählung, dass vier Wesen, während seiner Abwesenheit, aus seinem Reich verschwunden sind. Nichtsahnend, dass seine eigene Schwester einen Plan gegen ihn ausheckt, macht sich Dream auch die Suche nach den Verschwunden. Die Zeichnungen in diesem Comic ist ein gemeinschaftliches Ergebnis von vielen Künstlern. Es würde den Rahmen sprengen hier alle zu nennen. Was das Layout angeht, die Zeichnungen, der geneigte Leser meiner Rezensionen wird mir begeisterten Laien verzeihen, sind sehr abwechslungsreich und mit einer beeindruckenden Tiefe gezeichnet. Der Detailreichtum ist ein visuelles Fest für die Augen und in meinen ist dieser Comic mehr als ein schnöder Graphic Novel. Das Puppenhaus umfasst die Ausgaben 9 bis 16 und bildet eine in sich abgeschlossene Geschichte rund um Dream und seine Geschwister, auf die der geneigte Leser von Neil Gaimans Sandman-Comics das erste Mal trifft. In insgesamt 75 Ausgaben wird die Geschichte von unsterblichen Brüdern und Schwestern, genannt die Ewigen, die zwar nicht über die Menschheit nicht herrschen, aber sie sehr wohl beeinflussen oder sogar töten können, erzählt. Auch wenn der Autor am Anfang, in einem kurzen Vorwort die Ereignisse, die vor diesem Comic geschehen sind erläutert, sollte man sie in der richtigen Reihenfolge lesen. Die Geschehnisse bauen aufeinander auf. Gaiman entleiht sich hier aus Literatur, Film, Musik, anderen Comics, mythologischen Geschichten und Legenden die eine oder andere Szenerie und verwebt sie sehr gekonnt zu einer gänzlich neuen Erzählung. Anders als in anderen sind die mythologischen Figuren und Hauptprotagonisten nicht immer frei von Fehlern und so kommt es auch, dass gerade Dream immer wieder auf vergangene Fehlentscheidungen trifft und versucht sie wieder gut zu machen. An dieser Stelle sollte man wohl auch erwähnen, dass Neil Gaiman bislang der erste und der einzige ist, der für einen Comic den World Fantasy Award gewonnen hat. Wenn man bedenkt, dass die Serie bereits 1996 abgeschlossen worden ist und nur wenige literarische Werke neu aufgelegt werden, kann mann ruhigen Gewissens behaupten, dass die kürzlich erschienene gebundene Ausgabe von Das Puppenhaus (Sandman Deluxe Reihe), als Pendant zum Wiederauflegen von Klassiker der Literatur gesehen werden kann. Die Popularität scheint ungebrochen. Wer sich nun den Werken von Neil Gaiman nähern möchte, dem kann ich das Graveyard-Buch - als Roman genauso wie als Comic - wärmsten empfehlen.
5/5

Von Geschwistern und verschwundenen Träumen

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

In einer Wüste erzählt ein alter Mann, einem jüngeren eine Geschichte einer tragischen Liebe. Queen Nada verschmäht, aus Angst vor den Folgen einen Ewigen zu lieben, darin die Liebe zu Dream. Worauf er Nada in die Hölle schickt, wo sie bis zum heutigen Tag verweilt. Nachdem Dream aus seiner Gefangenschaft befreit worden ist, bemerkt er bei einer Zählung, dass vier Wesen, während seiner Abwesenheit, aus seinem Reich verschwunden sind. Nichtsahnend, dass seine eigene Schwester einen Plan gegen ihn ausheckt, macht sich Dream auch die Suche nach den Verschwunden. Die Zeichnungen in diesem Comic ist ein gemeinschaftliches Ergebnis von vielen Künstlern. Es würde den Rahmen sprengen hier alle zu nennen. Was das Layout angeht, die Zeichnungen, der geneigte Leser meiner Rezensionen wird mir begeisterten Laien verzeihen, sind sehr abwechslungsreich und mit einer beeindruckenden Tiefe gezeichnet. Der Detailreichtum ist ein visuelles Fest für die Augen und in meinen ist dieser Comic mehr als ein schnöder Graphic Novel. Das Puppenhaus umfasst die Ausgaben 9 bis 16 und bildet eine in sich abgeschlossene Geschichte rund um Dream und seine Geschwister, auf die der geneigte Leser von Neil Gaimans Sandman-Comics das erste Mal trifft. In insgesamt 75 Ausgaben wird die Geschichte von unsterblichen Brüdern und Schwestern, genannt die Ewigen, die zwar nicht über die Menschheit nicht herrschen, aber sie sehr wohl beeinflussen oder sogar töten können, erzählt. Auch wenn der Autor am Anfang, in einem kurzen Vorwort die Ereignisse, die vor diesem Comic geschehen sind erläutert, sollte man sie in der richtigen Reihenfolge lesen. Die Geschehnisse bauen aufeinander auf. Gaiman entleiht sich hier aus Literatur, Film, Musik, anderen Comics, mythologischen Geschichten und Legenden die eine oder andere Szenerie und verwebt sie sehr gekonnt zu einer gänzlich neuen Erzählung. Anders als in anderen sind die mythologischen Figuren und Hauptprotagonisten nicht immer frei von Fehlern und so kommt es auch, dass gerade Dream immer wieder auf vergangene Fehlentscheidungen trifft und versucht sie wieder gut zu machen. An dieser Stelle sollte man wohl auch erwähnen, dass Neil Gaiman bislang der erste und der einzige ist, der für einen Comic den World Fantasy Award gewonnen hat. Wenn man bedenkt, dass die Serie bereits 1996 abgeschlossen worden ist und nur wenige literarische Werke neu aufgelegt werden, kann mann ruhigen Gewissens behaupten, dass die kürzlich erschienene gebundene Ausgabe von Das Puppenhaus (Sandman Deluxe Reihe), als Pendant zum Wiederauflegen von Klassiker der Literatur gesehen werden kann. Die Popularität scheint ungebrochen. Wer sich nun den Werken von Neil Gaiman nähern möchte, dem kann ich das Graveyard-Buch - als Roman genauso wie als Comic - wärmsten empfehlen.

Gregor Schwarzenbrunner
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