Das Leben ist leicht ,solange man auf einer Flussinsel liegt, Fische grillt, Pfeife raucht und sich Geschichten erzählt. Aber das angenehme Leben von Huckleberry Finn und dem geflohenen Sklaven Jim hat ein Ende, als sie zwei Hochstaplern begegnen. Können sie dem "Herzog", unnachahmlich gespielt von Martin Semmelrogge, und dem "König", alias Michael Habeck, das betrügerische Handwerk legen? (2 CDs, Laufzeit: 1h 39)
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Callisto
5/5
08.11.2012
Hörbuch (CD)
Huckleberry Finn, Tom Sayers…
Huckleberry Finn, Tom Sayers Freund und Sohn eines Stadtbekannten Säufers, wurde von der Witwe Douglas aufgenommen, die aus ihm einen zivilisierten Menschen machen will. Das geht Huck, der seine Freiheit gewohnt war, natürlich gewaltig gegen den Strich. Als nun sein versoffener Vater wieder auftaucht und ihn zwingt mit ihm zu kommen, um in einer einsamen Hütte fernab der zivilisierten Leute zu leben, findet Huck das zunächst eigentlich ganz nett. Abhängen, nichts tun, so lässt es sich leben, wäre da nur nicht sein Vater oder dessen Alkoholproblem. Hucks Vater schlägt ihn, sperrt ihn tagelang alleine ein, und Huck sieht keine andere Möglichkeit, als erneut wegzulaufen. Da der Mississippi gerade Hochwasser hat, schwemmt es allerhand nützliche Dinge an Land, darunter auch ein Kanu. Huck täuscht also seinen Tod vor und zieht sich auf die Jackson Insel im Mississippi zurück, wo er den entlaufenen Sklaven Jim trifft. Da man Jim schon bald des Mordes an Huck verdächtigt, laufen die beiden gemeinsam weg und lassen sich auf einem Floß, dass das Hochwasser angeschwemmt hat, den großen Fluss entlangtreiben und lernen dabei allerhand interessante Leute kennen, darunter auch zwei Hochstapler, die ihnen eine Menge Ärger bereiten werden und sie mehr als einmal in Gefahr bringen. Nachdem Mark Twain 1876 im seines Roman Tom Sawyer mit folgenden Worten beendete: „So endeth this chronicle. It being strictly a history of a BOY, it must stop here; the story could not go much further without becoming the history of a MAN. When one writes a novel about grown people, he knows exactly where to stop—that is, with a marriage; but when he writes of juveniles, he must stop where he best can." entschied er sich dann doch 1885 eine Fortsetzung unter dem Titel „The Adventures of Huckleberry Finn" zu veröffentlichen. 2002 nahm sich der SWR das Buch in der Übersetzung von Sybil Gräfin Schönfeldt vor und produzierte ein 101 Min langes Hörspiel mit Marc Hosemann in der Rolle des Huck. Hosemann hat eine wunderbar ironische Sprechweise in diesem Hörspiel. Er gibt einen extrem gelungenen, schnodderigen Huck, der ganz entspannt mal seine abenteuerliche Reise den Mississippi entlang erzählt. Der amerikanische Schauspieler Calvin Burke, den man in Deutschland aus Film und Fernsehen kennt, ist mit seinem leichten amerikanischen Akzent die perfekte Besetzung für Jim. Er spricht kein perfektes Deutsch, er klingt schwarz und er ist einfach Jim, besser könnte ich mir den nicht ausdenken. Natürlich muss für ein Hörspiel die Geschichte gekürzt werden, umso erstaunlicher, dass keine Episode weggefallen ist. Alles ist da, nur hat man teilweise einige kleine Abkürzungen genommen und gerafft, aber so geschickt, dass keine Verständnislücken auftreten oder man Lücken in der Handlung bemerken würde. Fazit: Gelungenes Literaturhörspiel mit außerordentlich guter und stimmiger Besetzung. Zu Recht CD des Monats November 2003, des Institutes für angewandte Kindermedienforschung – IFAK
Bewertung
5/5
25.09.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wunderbare Geschichte von Mark Twain
In diesem tollen Buch von Mark Twain geht es um Huckleberrys Flucht vor seinem Trunkenbold von Vater.
Auf seiner Reise trifft er auf Jim, einen alten Bekannten und gemeinsam begeben sie sich auf ein großes Abenteuer, welches wohl nicht nur ihre Leben verändert.
Mich hat dieses Buch und Hucks Schicksal sehr bewegt.
Am Anfang hatte ich zwar so meine Probleme mit der Schreibweise Twains, aber das legte sich sehr schnell.
Thomas
aus Duisburg
5/5
15.04.2021
eBook (ePUB)
Nicht nur für Kinder
Der erste Welterfolg über Freundschaft und Toleranz
Was ich früher als Kind nicht verstanden habe, ist mir bei nochmaliger Lektüre dieses Buches klar geworden. Twain hat es geschafft, eine zutiefst moralische Geschichte vom ausgebrochenen Sklaven und seine Flucht in eine vermeintliche Kindergeschichte zu verpacken.
Vermeintlich, da Twain offensichtlich nicht Kinder mit seiner Urfassung ansprechen wollte.
Stefan
aus Sulzbach-Rosenberg
5/5
15.04.2021
eBook (PDF)
Einfach nur gut
Diese Fassung des Buches macht mir wirklich Freude.
Erstens ist es nicht die verwaschene Kleinkinderfassung oder eine neudeutsch politisch korrekte (sorry, aber so wurde eben geredet). Es ist eindeutig die bestmögliche Übersetzung des damaligen Stoffes.
Und die Masse der Bilder erschlägt einen auch. Fast ist es ein Bilderbuch. Große Literatur sehr gut umgesetzt.
Bewertung
aus Bad Laasphe
5/5
14.04.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wundervoller Roman
Hemingway nannte diesen Roman «das beste Buch, das wir je gehabt haben». Ich verstehe jetzt, warum er dies gesagt hatte. Mark Twain ist mir vor allem durch seine wundervollen Aphorismen bekannt. In diesem Roman finden sich sehr viele, er gehört sicher zu den besten Romanen, die ich je gelesen habe.
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