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Der Zauberberg Roman | Die wichtigsten Werke Thomas Manns aus dem Originalverlag

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

5181

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.04.1991

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

1072

Maße (L/B/H)

19,2/12,6/5,1 cm

Gewicht

610 g

Farbe

Seidengrau

Auflage

32. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-596-29433-6

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

5181

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.04.1991

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

1072

Maße (L/B/H)

19,2/12,6/5,1 cm

Gewicht

610 g

Farbe

Seidengrau

Auflage

32. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-596-29433-6

Herstelleradresse

FISCHER Taschenbuch
Hedderichstr. 114
60596 Frankfurt
DE

Email: produktsicherheit@fischerverlage.de

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  • Eliza

    5/5

    01.05.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Ein Zauber oder ein Gefängnis?

    Ein Klassiker der deutschsprachigen Literatur des 20. Jahrhunderts welcher mich restlose begeisterte. Der „große“ Thomas Mann hat bereits zu Lebzeiten viel Aufsehen und Anerkennung für sein Werk erlangt. Ich bin vor allem von der Grundidee dieses Romans sehr begeistert und habe mich deswegen entschlossen diesen hier kurz vorzustellen. Das Cover ist schlicht in beiger Farbe gestaltet. Erkennbar ist ein großes opulentes Gebäude, welches wohl den Berghof, Handlungsort des Romans, nachempfunden ist. Der Klappentext ist relativ kurzgehalten und dem Leser werden die wesentlichen Geheimnisse der Geschichte geschickt vorenthalten. In der Handlung geht es um Hans Castorp, welcher seinen in Langzeitkurz befindlichen Vetter Joachim Ziemßen besucht. Dieser befindet sich in einem Sanatorium namens „Berghof“ im Schweizer Kurort Davos. Ursprünglich plant Hans Castorp für drei Wochen seinem Vetter beim „Heilungsprozess“ beizustehen. Aufgrund von besonderen Umständen, sowie „gesundheitlichen“ Bedenken seitens der Heimleitung, verlängert Hans Castorp seinen Aufenthalt. Was ihn im Folgenden erwartet, verändert sein Leben und seine Sichtweise auf die Menschen. Der Hauptprotagonist Hans Castorp ist ein junger Ingenieur, welcher nach dem Tod seiner Eltern bei seinem Onkel aufgewachsen ist. Er ist in seiner Persönlichkeit noch etwas unsicher und sucht Halt bei seinem Vetter Joachim Ziemßen. Im Laufe des Romans entwickelt er ein gewisses Gespür für menschliche Handlungen, sowie seine Umwelt, welches ihn immer nachdenklicher werden lässt. Charakteristisch für sein Wesen und fast schon sinnbildlich für die damalige Zeit ist, das Obrigkeitsdenken in den „gehobenen Klassen“ der Gesellschaft. Den dort handelnden Ärzten wird bedingungslos Glauben „geschenkt“. Widerworte sind nahezu ausgeschlossen. Dies zeigt sich an so vielen verschiedenen Stellen in der Erzählung, obwohl Gegenargumente sehr wohl angebracht wären. Als bedeutsame wesentliche Nebenfiguren in der mit zahlreichen Charakteren gefütterten Erzählung sind neben dem Vetter Joachim Ziemßen, Lodovico Settembrini, Clawdia Chauchat eine junge russische Ehefrau eines hochrangigen Beamten, die Heimleiter des Berghofs Dr. Behrens und Dr. Krokowski, sowie der Jesuitenschüler Naphta zu erwähnen. Gerade die beiden selbsternannten „Mentoren“ Settembrini und Naphta haben wesentlich Einfluss auf Hans. Settembrini, Freimaurer und Liberalist lässt dabei seine Arroganz und Ignoranz gegenüber Andersdenkenden oder anderen Kulturen freien Lauf. Nahpta entwickelt sich zu seinem Gegenspieler, was im Laufe der Erzählung noch für dramatische Entwicklungen sorgen wird. Die Spannung der Erzählung speist sich aus dem fortlaufenden Aufenthalt Castorps und der Entwicklung der handelnden Personen. Der Aufbau der Handlung ist stringent und mit keinen Zeitsprüngen versehen. Der Roman spielt in der Zeit vor dem ersten Weltkrieg und ist somit zeitlich sehr gut einordbar. Der Schreibstil des Autors ist monumental, gestochen poetisch und präzise detailliert mit dem Hang in das Philosophische Denken der damaligen Zeit. Gerade die philosophischen Aspekte einzelner Figuren geben dem Roman eine besondere Tiefe. Ein kleines Beispiel einer kurzen Denkpassage über den Sinn von Zeit. Auf Seite 474 heißt es: „Was ist die Zeit? Ein Geheimnis, wesenslos und allmächtig. Eine Bedingung der Erscheinungswelt, eine Bewegung, verkoppelt und vermengt dem Dasein der Körper im Raum und ihrer Bewegung. Wäre aber keine Zeit, wenn keine Bewegung wäre? Keine Bewegung, wenn keine Zeit?“. Allein die Schreibweise des Autors ist eine wahre Wonne, wenn diese auch in der heutigen Charteristik der modernen Erzählung zu verträumt und schwerfällig wirkt. Dieser Roman ist eine parodierte Gesellschaftskritik an dem System. Eine kleine Anzahl von privilegierten Persönlichkeiten lassen sich in einem Sanatorium zu „Tode pflegen“ und leben in ihrer eigenen kleinen „Lebensblase“. Rassismus und Vorurteile werden trotz des selbsternannten Bildungsbürgertums offenkundig und ohne Ressentiments ausgesprochen. Auch die Klassifizierung von Menschen mit Würde (Intelligenz) und weniger Würde (weniger intelligent deswegen kränklicher) findet ohne Kompromisse statt. Gerade unter dem Hinblick des bald ausbrechenden ersten Weltkrieges und seiner politischen Folgen für die Weiterentwicklung Europas hat der Autor die partielle singuläre und rassistische „Denkweise“ der gebildeten Gesellschaft sehr gut beschrieben. Die Ohnmacht gegenüber der medizinischen Obrigkeit setzt dem ganzen dann zusätzlich die Krone auf. Die Protagonisten sind so intelligent, als dass sie die Dummheit ihres Handelns als unzulänglich erkennbar scheinen lassen. Dies ist die süffisante Zusammenfassung der „Kurgäste“ als partielle Teilnehmer eines Systems, welches skrupellos Menschen aufgrund kapitalistischer Vorzüge ausbeuten möchte. Als Fazit kann zusammengefasst werden, dass dieser Klassiker der Weltliteratur gerade unter dem Aspekt der Freude an Sprache sowie ihrer punktuellen Gesellschaftskritik sehr zu empfehlen ist. Trotz der sehr detailreichen Tiefe ist es lohnend sich auf diese literarische Reise in die vermeintliche „Zauberwelt“ einzulassen.

  • Zitronenblau

    5/5

    19.05.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Monumentales Hoch dt. Meisterliteratur!!!

    Eine umfassende Rezension über dieses Buch würde den vorgegebenen Rahmen sprengen! Fakt bleibt, dieses Buch ist traumhaft, wunderbar und weltklasse. Es ist mit eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe. Es ist beim Lesen eine gewisse Leichtigkeit zu vernehmen, die von Mann vor allem durch die Verknüpfung von Ort und Zeit, motivischer Variation sowie ästhetischer Dialoge geschaffen wurde - nicht zuletzt auch, weil dieses Buch ganz und gar kohärent und geschlossen wirkt, wie ein Traumbild - pittoresk und mystisch. Ich könnte dem Werk wohl noch unzählige Eigenschaften beimessen, daher schließe ich mit den Worten: Einer der schönsten Romane aller Zeiten!!!

  • buchwürmchen

    aus reutlingen

    5/5

    26.08.2014

    Buch (Taschenbuch)

    Einen simplen Plot und einen…

    Einen simplen Plot und einen noch simpleren Helden, Liebe und Tod auf mehr als 1000 Seiten. Aber wieso wurde dieses Buch zum deutschsprachigen Klassiker schlechthin erklärt, zumal es gar nicht so einfach zu lesen ist? Die Sprache selbst macht dieses Buch aus, sie ist eigentlich die wahre Heldin. Thomas Mann beweist hier wozu die deutsche Sprache fähig ist. Die Vielfalt der Wörter und der außergewöhnliche Satzbau machen diese Lektüre zu einem besonderen Erlebnis. Die Streitgespräche zwischen den zwei total verschiedenen Intellektuellen Settembrini und Naphta, denen der einfache Castorp beiwohnt, waren und sind für mich ein absolutes Erlebnis, auch wenn ich das meiste davon nicht mal im Ansatz verstanden habe. Von Sokrates bis Nietzsche war alles dabei. Der ironische Erzählstil des Autors entlockte mir immer wieder mal ein Grinsen, wenn sich die beiden Eiferer im verbalen Kampf beinahe an die Kehle gingen. Mir war es gar nicht mal so wichtig, dass ich den Argumentationen nicht folgen konnte, es bleibt für mich ein besonderes Erlebnis.

  • Lea

    2/5

    12.05.2024

    Buch (Taschenbuch)

    War nicht so gut, wie erwartet

    2,5/5 ⭐️ Ich muss zugeben, dass dieses Werk mich nicht vollständig überzeugt hat. Im Vergleich zu seinem Theaterstück, das ich vorher gesehen habe, fiel der Roman für mich leider etwas flach aus. Es dauerte einen ganzen Monat, um mich durch die Seiten zu arbeiten, und am Ende konnte ich dem Buch nur 2,5 von 5 Sternen geben. Die Geschichte folgt dem jungen Hans Castorp, der eine kurze Besuchsreise zu seinem kranken Cousin im Sanatorium unternimmt und dann unerwartet für sieben Jahre bleibt. Während dieser Zeit taucht er in eine Welt ein, die von Krankheit, Zeitlosigkeit und philosophischen Diskursen geprägt ist. Das Buch endet mit dem Beginn des Ersten Weltkriegs. Mann schafft ein Panorama menschlicher Gedanken und Ideen, eingefangen in den Diskussionen zwischen den Charakteren Settembrini und Naphta. Diese Debatten, die den Konflikt zwischen Humanismus und Faschismus widerspiegeln, sind zweifellos anspruchsvoll und reich an intellektueller Tiefe. Doch gleichzeitig haben sich mich in ihrer Ausführlichkeit erschöpft und die Handlung stagnieren lassen. Die Charaktere in "Der Zauberberg" sind keine lebendigen, greifbaren Wesen, sondern eher Abstraktionen von Ideen, die durch Manns Prosa zum Leben erweckt werden. Das war an einigen Stellen für mich ziemlich entfremdend, da ich Schwierigkeiten hatte, eine persönliche Verbindung zu den Figuren aufzubauen. Das Sanatorium selbst fungiert als Metapher für die isolierte Welt, die Mann geschaffen hat, in der die Zeit stillzustehen scheint und die Grenzen zwischen Realität und Illusion verschwimmen. Das Ganze hat dem Roman eine surreale Atmosphäre verliehen, die sowohl faszinierend als auch beunruhigend ist. Die Schreibweise ist knapp im Ton, weder sinnlich noch lyrisch, sondern hat stattdessen Klarheit und Stärke. Der Prosa fehlt es nicht an Beschreibungen, die voller genauer, informativer Details basierend auf umfangreicher Recherche und Wissen sind. Manchmal ist sie jedoch übermäßig langatmig und abstrus. Es gab Abschnitte, in denen die Charaktere hitzige philosophische Debatten führen, die schwer zu durchdringen sind. Hier wird die Schreibweise übermäßig langatmig. Alles in allem leider keine super positive Leseerfahrung, aber ich denke, ich werde Mann noch eine Chance geben, da "Der Tod in Venedig" noch auf meinem SuB liegt. Von mir bekommt dieses Buch also keine Leseempfehlung - leider.

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Bewertungen (4)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Silvio Weitzl

    Silvio Weitzl

    Thalia Linz – Landstraße

    Buchhändler*in

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    4/5

    09.04.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Maria Mancini

    Die überaus starke Charakterzeichnug als Markenzeichen Manns und die unglaubliche Schönheit seiner Sprache setzen sich auch in dessem dritten Roman wiederholt kraftvoll durch. Diesmal dreht sich das Weltgeschehen um seine Figur Hans Castorp, welche stückweise in den Sog der Krankengesellschaft in „Berghof“ gerät und mit der Dynamik der Charaktere verschiedenster Gesinnung konfrontiert wird. Seine vielfältigen Interessen und die beinahe stoische Ruhe verurteilen ihn zum Zuschauer einer sich zuspitzenden Unvermeidbarkeit. Ein einnehmendes und wichtiges Werk der deutschen Literatur zur Verarbeitung der Vorkriegszeit des Ersten Weltkrieges.

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