Produktbild: Die Ballade vom traurigen Café
Band 20142

Die Ballade vom traurigen Café

Aus der Reihe detebe
4

13,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., zzgl. Versandkosten


  • Kostenlose Lieferung ab 30 € Einkaufswert
  • Versandkostenfrei für Bonuscard-Kund*innen

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

19.01.1988

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

128

Maße (L/B/H)

10,8/17,4/1,2 cm

Gewicht

133 g

Farbe

Elfenbein / Kaffee

Auflage

21. Auflage

Originaltitel

The Ballad of the Sad Café

Übersetzt von

Elisabeth Schnack

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-257-20142-0

Beschreibung

Rezension

»Jeder sollte Carson McCullers lesen.«
»McCullers’ Romane sind so einfühlsam wie gnadenlos.«
»Wie alle genialen Dichter überzeugt sie uns davon, daß wir im Leben etwas übersehen haben, was ganz offenkundig vorhanden ist. Sie hat das unerschrocken ›goldene Auge‹.«

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

19.01.1988

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

128

Maße (L/B/H)

10,8/17,4/1,2 cm

Gewicht

133 g

Farbe

Elfenbein / Kaffee

Auflage

21. Auflage

Originaltitel

The Ballad of the Sad Café

Übersetzt von

Elisabeth Schnack

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-257-20142-0

EU-Ansprechpartner

truepages UG (haftungsbeschränkt)
Westermühlstrasse 29
80469 München
DE
info@truepages.de

Herstelleradresse

Diogenes Verlag AG
Sprecherstrasse 8
8032 Zürich
CH
info@diogenes.ch

Kundinnen und Kunden meinen

4 Bewertungen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

5 Sterne

4 Sterne

3 Sterne

(0)

2 Sterne

1 Sterne

(0)

Ein Vergnügen

Bewertung aus Volketswil am 02.11.2024

Bewertungsnummer: 2331282

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

und ein absoluter Page-Turner! Man kann das Buch fliessend lesen. Das Kopfkino ist inklusive. Geschichten, die das Leben schrieb, und uns alle bewegen dürfte. Eine Geschichte aus den Südstaaten, als wären sie gleich um die Ecke.

Ein Vergnügen

Bewertung aus Volketswil am 02.11.2024
Bewertungsnummer: 2331282
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

und ein absoluter Page-Turner! Man kann das Buch fliessend lesen. Das Kopfkino ist inklusive. Geschichten, die das Leben schrieb, und uns alle bewegen dürfte. Eine Geschichte aus den Südstaaten, als wären sie gleich um die Ecke.

Die Parabel von den drei…

Bories vom Berg aus München am 26.02.2015

Bewertungsnummer: 2708381

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Die Parabel von den drei Krüppeln Mit der 1951 erstmals in Buchform herausgegebenen Novelle «Die Ballade vom traurigen Café» hat die aus den Südstaaten stammende US-amerikanische Schriftstellerin Carson McCullers ein Werk geschrieben, das in der literarischen Fachwelt als ihr bedeutendstes angesehen wird. Vom Format her unwillkürlich an ein Gesangsbuch erinnernd, macht das schmale Büchlein schon rein äußerlich deutlich, dass es sich dabei um eine hoch verdichtete Prosa handeln muss. Und tatsächlich bestätigt sich dem Leser dieser erste Eindruck schon nach wenigen Seiten. Geradezu idealtypisch für die literarische Gattung wird hier eine in sich geschlossene Geschichte in straffer Form und in einem einsträngigen Plot erzählt, die Story treibt überdies deutlich erkennbar auf einen finalen Kulminationspunkt zu. «Die Stadt selbst ist trostlos; da ist nicht viel außer der Baumwollspinnerei, den zweiräumigen Hütten für die Arbeiter, ein paar Pfirsichbäumen, einer Kirche mit zwei bunten Glasfenstern und einer schäbigen Hauptstraße von knapp hundert Metern Länge» lautet der erste Satz. An Faulkner erinnernd wird hier eine typische Kleinstadt in den Südstaaten beschrieben. Im Mittelpunkt steht Miss Amelia, eine maskuline Frau, die nicht nur von der stattlichen Körpergröße her alle überragt. Sie betreibt einen Kaufladen, ist überaus tüchtig, scheinbar auch ziemlich reich, aber geizig. Ihre Ehe mit dem kriminellen Tunichtgut Marvin dauert nur zehn Tage, dann wirft sie ihn aus dem Haus. Eines Tages taucht plötzlich ein zerlumpter Buckliger auf, der sich als ihr Cousin ausgibt. Das sonst so resolute, unnahbare Mannweib entwickelt ganz allmählich ein liebevolles Verhältnis zu ihm, und ihm zuliebe wandelt sie auch ihren Laden in ein Café um, das schnell zur einzigen Attraktion der armseligen Kleinstadt wird. Als aber Marvin nach langer Haftstrafe aus dem Gefängnis entlassen wird, bahnt sich eine Katastrophe an. McCullers autobiografisch geprägter Existentialismus findet in dieser schwermütigen Novelle seinen Ausdruck einerseits in den einseitigen, unerfüllten Liebesbeziehungen der drei Protagonisten, andererseits aber auch in der erfolglosen Identitätssuche und der unheilvollen Isolation ihrer Figuren, eine Folge von deren wahrhaft beklemmenden Sprachlosigkeit. Die Hauptfiguren sind alle drei abnorm, Miss Amelia ist gefühlsmäßig verkrüppelt, der bucklige Cousin körperlich und Marvin charakterlich. Diverse Nebenfiguren bevölkern als skurrile Gestalten das Café, sie treten zumeist aber als schweigende Zaungäste auf. Die Autorin beschreibt ihre Figuren wenig empathisch, fast distanziert, und sie erzählt in einer Sprache, der jede feminine Note abgeht, die klar und sachlich, aber in keiner Weise elegant ist. Ein Duktus übrigens, die mich unwillkürlich an Märchen erinnert hat mit ihrer leicht nachvollziehbaren, sequenziellen Erzählweise, die in dieser Novelle zuweilen sogar poetisch ist, aber sprachlich uninspiriert bleibt, konsequent zielgerichtet eben und sehr sparsam gestaltet. Zweifellos gehört Carson McCullers zu den großen Südstaaten-Schriftstellern. Heinrich Böll hat, wie uns der Klappentext verrät, über sie geäußert: «Bleibt die McCullers nicht eine große Autorin, auch wenn ihre Bücher kaum gekauft werden? Ich könnte mir vorstellen, dass jeder soeben geborene Leser, wenn er erst einmal fünfzehn Jahre geworden ist, sich eines ihrer Bücher aus dem Ramschkasten fischt und bei der Lektüre vom Fieber ergriffen wird». Nun bin ich zwar ein großer Böll-Verehrer, muss ihm hier aber die Gefolgschaft verweigern. Fieber hat mich wahrlich nicht ergriffen bei dieser Lektüre, dafür war mir der Text zu holzschnittartig, der Plot zu simpel konstruiert, das Ganze zu sehr als Parabel angelegt. Vielleicht ist diese Novelle ein Klassiker, aber einer, den man ehrfürchtig zur Hand nimmt und dann ernüchtert wieder weg legt.

Die Parabel von den drei…

Bories vom Berg aus München am 26.02.2015
Bewertungsnummer: 2708381
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Die Parabel von den drei Krüppeln Mit der 1951 erstmals in Buchform herausgegebenen Novelle «Die Ballade vom traurigen Café» hat die aus den Südstaaten stammende US-amerikanische Schriftstellerin Carson McCullers ein Werk geschrieben, das in der literarischen Fachwelt als ihr bedeutendstes angesehen wird. Vom Format her unwillkürlich an ein Gesangsbuch erinnernd, macht das schmale Büchlein schon rein äußerlich deutlich, dass es sich dabei um eine hoch verdichtete Prosa handeln muss. Und tatsächlich bestätigt sich dem Leser dieser erste Eindruck schon nach wenigen Seiten. Geradezu idealtypisch für die literarische Gattung wird hier eine in sich geschlossene Geschichte in straffer Form und in einem einsträngigen Plot erzählt, die Story treibt überdies deutlich erkennbar auf einen finalen Kulminationspunkt zu. «Die Stadt selbst ist trostlos; da ist nicht viel außer der Baumwollspinnerei, den zweiräumigen Hütten für die Arbeiter, ein paar Pfirsichbäumen, einer Kirche mit zwei bunten Glasfenstern und einer schäbigen Hauptstraße von knapp hundert Metern Länge» lautet der erste Satz. An Faulkner erinnernd wird hier eine typische Kleinstadt in den Südstaaten beschrieben. Im Mittelpunkt steht Miss Amelia, eine maskuline Frau, die nicht nur von der stattlichen Körpergröße her alle überragt. Sie betreibt einen Kaufladen, ist überaus tüchtig, scheinbar auch ziemlich reich, aber geizig. Ihre Ehe mit dem kriminellen Tunichtgut Marvin dauert nur zehn Tage, dann wirft sie ihn aus dem Haus. Eines Tages taucht plötzlich ein zerlumpter Buckliger auf, der sich als ihr Cousin ausgibt. Das sonst so resolute, unnahbare Mannweib entwickelt ganz allmählich ein liebevolles Verhältnis zu ihm, und ihm zuliebe wandelt sie auch ihren Laden in ein Café um, das schnell zur einzigen Attraktion der armseligen Kleinstadt wird. Als aber Marvin nach langer Haftstrafe aus dem Gefängnis entlassen wird, bahnt sich eine Katastrophe an. McCullers autobiografisch geprägter Existentialismus findet in dieser schwermütigen Novelle seinen Ausdruck einerseits in den einseitigen, unerfüllten Liebesbeziehungen der drei Protagonisten, andererseits aber auch in der erfolglosen Identitätssuche und der unheilvollen Isolation ihrer Figuren, eine Folge von deren wahrhaft beklemmenden Sprachlosigkeit. Die Hauptfiguren sind alle drei abnorm, Miss Amelia ist gefühlsmäßig verkrüppelt, der bucklige Cousin körperlich und Marvin charakterlich. Diverse Nebenfiguren bevölkern als skurrile Gestalten das Café, sie treten zumeist aber als schweigende Zaungäste auf. Die Autorin beschreibt ihre Figuren wenig empathisch, fast distanziert, und sie erzählt in einer Sprache, der jede feminine Note abgeht, die klar und sachlich, aber in keiner Weise elegant ist. Ein Duktus übrigens, die mich unwillkürlich an Märchen erinnert hat mit ihrer leicht nachvollziehbaren, sequenziellen Erzählweise, die in dieser Novelle zuweilen sogar poetisch ist, aber sprachlich uninspiriert bleibt, konsequent zielgerichtet eben und sehr sparsam gestaltet. Zweifellos gehört Carson McCullers zu den großen Südstaaten-Schriftstellern. Heinrich Böll hat, wie uns der Klappentext verrät, über sie geäußert: «Bleibt die McCullers nicht eine große Autorin, auch wenn ihre Bücher kaum gekauft werden? Ich könnte mir vorstellen, dass jeder soeben geborene Leser, wenn er erst einmal fünfzehn Jahre geworden ist, sich eines ihrer Bücher aus dem Ramschkasten fischt und bei der Lektüre vom Fieber ergriffen wird». Nun bin ich zwar ein großer Böll-Verehrer, muss ihm hier aber die Gefolgschaft verweigern. Fieber hat mich wahrlich nicht ergriffen bei dieser Lektüre, dafür war mir der Text zu holzschnittartig, der Plot zu simpel konstruiert, das Ganze zu sehr als Parabel angelegt. Vielleicht ist diese Novelle ein Klassiker, aber einer, den man ehrfürchtig zur Hand nimmt und dann ernüchtert wieder weg legt.

Kundinnen und Kunden meinen

Die Ballade vom traurigen Café

von Carson McCullers

0 Bewertungen filtern

Weitere Artikel finden Sie in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Die Ballade vom traurigen Café