Produktbild: Gefährliche Liebschaften
Band 21271

Gefährliche Liebschaften

Aus der Reihe detebe
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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.03.1989

Verlag

Diogenes

Seitenzahl

432

Maße (L/B/H)

18,1/11,3/2,7 cm

Gewicht

309 g

Farbe

Elfenbein / Tanne

Auflage

20

Originaltitel

Les liaisons dangereuses

Übersetzt von

Franz Blei

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-257-21271-6

Beschreibung

Rezension

»›Gefährliche Liebschaften‹ ist unter den erotischen und gesellschaftskritischen Romanen des französischen 18. Jahrhunderts vielleicht der klügste, kühlste, unsentimentalste. Literarisch und psychologisch glänzend.«
»Der Briefroman ›Die gefährlichen Liebsschaften‹ von Choderlos de Laclos erschien 1782, also an der Schwelle der Französischen Revolution. Dennoch ist er nicht so sehr die Ankündigung eines neuen Zeitalters, vielmehr die Abrechnung mit einem alten, das, morbide geworden, die Privilegien seiner führenden Schicht, des Adels, nur noch in Korruption und Intrige sich äußern sieht. De Laclos war ein Moralist, der seiner Gesellschaft den Spiegel ihrer Unmoral vorhielt. Eine moderne Gesellschaft, die sich offenbar in ihren selbstkritischen Momenten für ähnlich morbide und abgewrackt hält, greift begierig nach diesem alten Spiegel, um sich selbst darin zu betrachten.«
»Mit ihren beiden Hauptfiguren sind die ›Gefährlichen Liebschaften‹ eine Mythologie des Willens. Aber sie sind auch etwas anderes: Die Erotisierung des Willens.«

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.03.1989

Verlag

Diogenes

Seitenzahl

432

Maße (L/B/H)

18,1/11,3/2,7 cm

Gewicht

309 g

Farbe

Elfenbein / Tanne

Auflage

20

Originaltitel

Les liaisons dangereuses

Übersetzt von

Franz Blei

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-257-21271-6

EU-Ansprechpartner

truepages UG (haftungsbeschränkt)
Westermühlstrasse 29
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DE
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Herstelleradresse

Diogenes Verlag AG
Sprecherstrasse 8
8032 Zürich
CH
info@diogenes.ch

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  • Frank Schlösser

    aus Hürth

    5/5

    28.08.2019

    Buch (Taschenbuch)

    Wie schön Intrigen sein können

    Der Mensch ist ein seltsames Tier. Er schmiedet Rachepläne, wenn Ihm Böses angetan wurde. Er wird zum Intrigant wie die Marquis de Merteuil. Sie spannt den Vicomte von Valmont in „Gefährliche Liebschaften“ vor ihren Karren, um sich zu rächen. Der aber treibt sein eigenes Spiel. Ein junges Mädchen, was heiraten will, wird durch dieses Ränkespiel befleckt. Sie wird zum Schandfleck der damaligen Gesellschaft. In Einhundertsechsundsiebzig Briefen erzählt Choderlos de Laclos eine spannende Geschichte. Ich habe mich sehr gefreut eine solche Geschichte gelesen zu haben und werde mich wieder freuen, wenn ich es wieder lese.

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    Herbert Hofer

    Thalia Wien – Mariahilfer Straße

    Buchhändler*in

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    5/5

    13.06.2025

    Hörbuch (Audio)

    Virtuose Intriganten

    Kaum ein Text hat mich in letzter Zeit so beeindruckt wie "Gefährliche Liebschaften" von Choderlos de Laclos, eine ungemein scharfe und pointierte Satire über die Dekadenz des Hochadels im französischen Ancient Regime. Das Buch ist brilliant konstruiert und wirkt trotz seiner formellen Sprache - und trotz der Entstehung vor doch 250 Jahren - keinen Augenblick altmodisch. Es behandelt zwei ineinander greifende Intrigen, die auf nichts weniger als die völlige gesellschaftliche Vernichtung ihrer Opfer abzielen (oder diese zumindest gleichgültig in Kauf nehmen). ____ Die Marquise de Merteuil und der Vicomte de Valmont führen beide ein ausschweifendes Leben abseits der herrschenden Moralvorstellungen, die Marquise übrigens - als Frau - mit einem sehr viel höheren gesellschaftlichen Risiko. Die Marquise hegt den Wunsch sich an einem früheren Liebhaber zu rächen weil dieser sie verlassen hat und stiftet den Vicomte an, dessen Braut, ein noch junges und auch jungfräuliches Mädchen, zu verführen. Der Vicomte seinerseits hat es sich zum Ziel gesetzt, nämliches an einer besonders tugendhaft lebende Dame zu vollbringen, einzig um seinen Ruf zu festigen. ____ Um diese Vorhaben zu verwirklichen ist jede Lüge, jeder Betrug und durchaus auch Diebstahl der Briefe ihrer Opfer recht und das was der Vicomte später als eine Verführung der jungen Cécile feiert ist wohl eher als Vergewaltigung einzustufen. ____ All das erfährt der Leser in 175 Briefen, darunter sowohl jenen, die die Intrigant:innen ihren Opfern schreiben als auch solchen, in denen sie sich untereinander über ihre jeweiligen Manöver austauschen. Insgesamt gibt es sieben wichtige Verfasser und einige Figuren, von denen nur wenige Briefe enthalten sind oder die gar nur als Adressaten, nicht aber als Verfasser aufscheinen. ____ In dieser Konstruktionsweise werden die unterschiedlichen Kenntnisstände virtuos gegeneinander ausgespielt und ihr verdankt der Roman jenes hohe Spannungsmoment, das ihn so verblüffend modern erscheinen lässt. ____ Ich finde die Hörbuchausgabe aus dem DAV Verlag sehr gelungen. Durch die geringe Personenanzahl eignet sich der Text sehr gut für eine Umsetzung als Hörbuch und die Briefe sind auch sehr gut und stimmig gelesen. ____ Ob als Buch oder Hörbuch, "Gefährliche Liebschaften" ist ein ganz herausragendes literarisches und intellektuelles Vergnügen!

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