Goethes Lichtblick die Camera Obscura Prinzipien verstehen, Nachbau erleben, Anwendung entdecken
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Sprache:Deutsch
1,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Ja
Text-to-Speech
Ja
Altersempfehlung
1 - 99 Jahr(e)
Erscheinungsdatum
15.09.2026
Verlag
EpubliSeitenzahl
52 (Printausgabe)
Dateigröße
2324 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783565742943
Das Prinzip der Camera Obscura ist seit dem Altertum bekannt, und es hat bis
heute nichts von seiner Anziehungskraft verloren. Johann Wolfgang von Goethe
führte auf seinen Reisen eine solche Kammer mit sich, gebaut nach dem
Vorbild von Johann Zahn: vorn eine Sammellinse in einer verschiebbaren Lade,
hinten ein Spiegel im Winkel von 45 Grad, darüber eine Mattscheibe, auf der
das Bild aufrecht erscheint.
Genau dieses Gerät ist hier nachgebaut worden, aus schlichtem Karton, nach
den Massen eines historischen Vorbilds: 23 Zentimeter lang, 10,6 Zentimeter
breit und hoch. Das Buch begleitet den Bau von der ersten Schachtel bis zur
fertigen Kammer. Alle Arbeitsschritte sind mit Fotos vom Werktisch belegt,
alle Masse und Materialien sind angegeben, und vier eigens gezeichnete
Schemazeichnungen erklären den Strahlengang, das Scharfstellen und den
Bauplan.
Der dritte Teil zeigt, was die fertige Kammer zu sehen gibt: weiche,
verschobene, beinahe gemalte Bilder.
Den Rahmen bildet Goethe selbst. Die Bauabschnitte sind mit Versen aus dem
Faust versehen und ausgelegt, ein eigenes Kapitel verbindet die Kammer mit
seiner Farbenlehre, und am Ende steht ein Drehbuch über sein Leben: Der
Titan von Weimar, zehn Szenen von der Gewitternacht seiner Geburt bis zur
letzten Nacht am Schreibtisch, begleitet von zehn Szenenbildern in Schwarz
und Weiß. Eine Szene spielt zwischen Prismen und Farben in seinem
Forschungszimmer, und sie ist der Grund, warum dieses Drehbuch in diesem Buch
steht.
Ein Buch für alle, die gern mit den Händen arbeiten, die alte Technik
mögen und die noch stehen bleiben, wenn ein Lichtfleck an der Wand wandert.
Es braucht keine Werkstatt, keine teuren Teile und keine Vorkenntnisse. Ein
Karton, eine Linse, ein Taschenspiegel und ein freier Nachmittag genügen.
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