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Produktbild: Not am Mann
Band 14780 Neu
Artikelbild von Not am Mann
Eva Ladipo

1. Not am Mann

Not am Mann Die Erfindung toxischer Männlichkeit

Gesprochen von
3
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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Hemma Michel

Spieldauer

3 Stunden und 12 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

01.10.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

39

Verlag

Cc-live

Sprache

Deutsch

EAN

9783956168260

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Gesprochen von

Hemma Michel

Spieldauer

3 Stunden und 12 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

01.10.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

39

Verlag

Cc-live

Sprache

Deutsch

EAN

9783956168260

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  • Bewertung

    5/5

    23.07.2026

    eBook (ePUB 3)

    Entlarvung eines blinden Flecks, der die Gesellschaft vergiftet

    Man kann schon fast von Zivilcourage sprechen, derart deutlich fällt die m.E. überaus zutreffende Analyse aus, Darüber, was mittlerweile in unfassbarer Weise politisch und gesellschaftlich normalisiert ist: die identitätspolitische Diskriminierung von Männern. Die Abwehrreaktionen folgen auf dem Fuß. Dabei kann jeder objektiv sehen, welche politischen und gesellschaftlichen Folgen diese strukturelle Männerverachtung mittlerweile hat, freilich wird die Ursache kaum klar benennt. Das Buch "Zerstörungslust" von Amlinger/Nachtwey empfiehlt sich ergänzend. Überaus fundiert, einfühlsam und klug entlarvt Eva Ladipo die blinde Regression, die dazu führt, dass sinnfrei genau die Rollenstereotype reproduziert und gestärkt werden, die man vorgeblich bekämpfen will, identitätspolitische Abwehrmechanismen ganze Gesellschaften vergiften und diese so zum Opfer selbsterfüllender Prophezeiung werden. Auch die auf den ersten Blick absurden Widersprüche und deren Ursachen werden beleuchtet: zum Beispiel, warum Frauen daran mitwirkten, den "verbitterten Verbrecher" Trump ein zweits Mal zum Präsidenten der USA zu machen....

  • Bewertung

    5/5

    25.06.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Not am Mann

    Das Buch liefert einen guten ergänzenden Blickwinkel auf das Thema Toxische Männlichkeit. Ideologiefreie Ursachensuche und Erklärungsansätze. TM ist kein monokausales Phänomen. Die Autorin weitet den Blick von der starren Täter-Opfer-Rhetorik anderer Publikationen.

  • Bewertung

    1/5

    07.06.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Vertane Chance

    Mit Not am Mann versucht Eva Ladipo, die gesellschaftliche Situation moderner Männer zu analysieren und zu erklären, warum sich viele Männer zunehmend abgehängt fühlen. Das Thema ist zweifellos relevant: politische Radikalisierung, die Popularität der sogenannten Manosphere und die Frage nach männlicher Identität beschäftigen aktuell viele westliche Gesellschaften. Leider bleibt das Buch für mich weit hinter seinem Anspruch zurück. Mein größter Kritikpunkt ist die grundlegende Perspektive der Autorin. Statt Männer als eigenverantwortliche Akteure zu betrachten, zeichnet sie ein Bild von Männern als weitgehend passiven Opfern gesellschaftlicher Entwicklungen. Die Ursachen ihrer Probleme werden vor allem bei Frauen, gesellschaftlichen Veränderungen oder abstrakten Systemen gesucht. Die Eigenverantwortung der Männer selbst spielt dagegen kaum eine Rolle. Dabei entsteht ein Widerspruch: Über Jahrhunderte hinweg wurden gesellschaftliche Strukturen überwiegend von Männern gestaltet und dominierten politische, wirtschaftliche und kulturelle Bereiche. Wenn Frauen es geschafft haben, sich trotz erheblicher Widerstände mehr Rechte, Einfluss und Teilhabe zu erkämpfen, stellt sich die Frage, warum Männer heute angeblich nicht in der Lage sein sollen, ihre eigenen Probleme zu adressieren und bestehende Strukturen zu verändern. Das Buch liefert darauf keine überzeugende Antwort. Besonders problematisch fand ich die Darstellung sexueller Gewalt und sexueller Übergriffe. Die Autorin widmet falschen Anschuldigungen viel Aufmerksamkeit, ein reales Problem, das selbstverständlich nicht ignoriert werden sollte. Gleichzeitig bleibt die tatsächliche Dimension sexueller Gewalt von Männern gegen Frauen, Männer und Kinder weitgehend unbeachtet. Dadurch entsteht ein unausgewogenes Bild, in dem die Ausnahmefälle ausführlich behandelt werden, während das wesentlich größere gesellschaftliche Problem in den Hintergrund rückt. Auch die Diskussion über öffentliche Anschuldigungen überzeugt nicht. Die Autorin scheint anzudeuten, dass Männer durch Vorwürfe sexueller Übergriffe besonders gefährdet seien. Dabei wird ausgeblendet, dass Betroffene sexueller Gewalt über Jahrzehnte häufig geschwiegen haben – aus Angst vor sozialer Ächtung, beruflichen Konsequenzen oder Vergeltung durch die Täter. Dass heute mehr Menschen öffentlich über ihre Erfahrungen sprechen, ist nicht zwangsläufig Ausdruck einer ungerechten Gesellschaft gegenüber Männern, sondern kann auch als Zeichen dafür verstanden werden, dass Opfer zunehmend Gehör finden. Generell wirkt die Argumentation oft einseitig. So werden Männer als Opfer gesellschaftlicher Umbrüche dargestellt, obwohl Veränderungen der Arbeitswelt, wirtschaftliche Unsicherheit und Zukunftsängste keineswegs ausschließlich Männer betreffen. Frauen müssen sich denselben technologischen und wirtschaftlichen Veränderungen stellen. Die Autorin konstruiert daraus jedoch häufig ein spezifisches Männerproblem, obwohl es sich vielfach um allgemeine gesellschaftliche Herausforderungen handelt. Inhaltlich fallen zudem einige Widersprüche auf. Einerseits argumentiert Ladipo, Männer seien heute liberaler und toleranter als frühere Generationen geworden. Andererseits verweist sie auf die zunehmende Unterstützung rechter Parteien durch Männer. Diese Entwicklungen stehen zumindest in einem Spannungsverhältnis zueinander, das im Buch nicht überzeugend aufgelöst wird. Ebenso fragwürdig erscheint die Behauptung, viele Männer würden zwar rechte Parteien wählen, deren Inhalte aber nicht teilen. Politische Entscheidungen sind in der Regel Ausdruck von Überzeugungen oder zumindest einer Akzeptanz der vertretenen Positionen. Auch die Analyse der sogenannten Manosphere bleibt oberflächlich. Gerade Figuren wie Andrew Tate zeigen die Widersprüche dieser Bewegung: Frauen werden einerseits herabgewürdigt oder verachtet, andererseits wird deren Anerkennung und Bestätigung ständig gesucht. Dieses Spannungsfeld hätte eine differenzierte Untersuchung verdient, wird aber kaum kritisch beleuchtet. Statt konkrete Lösungsansätze für die Probleme vieler Männer zu entwickeln, endet das Buch letztlich bei bekannten Forderungen an Frauen und die Gesellschaft. Männer erscheinen dabei häufig als Menschen, denen Veränderung zwar zugutekommen würde, die aber selbst kaum Verantwortung für diese Veränderung tragen sollen. Die Frage, welche Rolle Männer selbst bei der Verbesserung ihrer Situation spielen können, bleibt weitgehend unbeantwortet. Sprachlich und handwerklich ist das Buch durchaus solide. Die Autorin schreibt professionell, ihre Argumente werden mit Quellen und Verweisen auf Studien untermauert, und die Lektüre wirkt insgesamt gut recherchiert. Mein Problem liegt daher nicht in der Form, sondern in der Perspektive, die das Buch einnimmt. Während der Lektüre entstand bei mir immer wieder der Eindruck, dass die Autorin männliche Probleme sehr verständnisvoll einordnet, kritische Gegenpositionen jedoch häufig weniger Raum erhalten. Dadurch wirkte ihre Haltung auf mich stellenweise wie die einer „Pick Me“, also jemand, der sich bewusst von feministischen Positionen abgrenzt und besonders um Zustimmung aus männlichen Kreisen bemüht. Dieser Eindruck wird dadurch verstärkt, dass Verantwortung für gesellschaftliche Missstände aus meiner Sicht häufig bei Frauen, gesellschaftlichen Veränderungen oder abstrakten Systemen gesucht wird, während die Eigenverantwortung von Männern vergleichsweise wenig thematisiert wird. Dass die Autorin ihre Positionen mit Quellen belegt, macht ihre Schlussfolgerungen für mich nicht automatisch überzeugend. Zu vielen der diskutierten Themen lassen sich ebenso wissenschaftliche Arbeiten, Statistiken und Expertinnen und Experten finden, die zu anderen Ergebnissen kommen. Gerade deshalb hätte ich mir eine stärkere Auseinandersetzung mit Gegenargumenten und widersprechenden Perspektiven gewünscht. Stattdessen hatte ich oft das Gefühl, dass vor allem jene Belege herangezogen werden, die die bereits feststehende Argumentation stützen. Fazit Not am Mann behandelt ein wichtiges Thema, scheitert jedoch daran, eine ausgewogene und überzeugende Analyse zu liefern. Statt die komplexen Ursachen männlicher Probleme differenziert zu betrachten, verlagert die Autorin die Verantwortung häufig auf andere gesellschaftliche Gruppen und blendet die Handlungsmöglichkeiten der Männer selbst weitgehend aus. Widersprüche bleiben ungelöst, relevante Gegenargumente werden nur oberflächlich behandelt, und konkrete Lösungsansätze fehlen fast vollständig. Wer eine kritische, ausgewogene Auseinandersetzung mit moderner Männlichkeit sucht, wird hier vermutlich enttäuscht. Für mich bleibt das Buch daher eine vertane Chance.

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  • Produktbild: Not am Mann