Ein Vater, der sein Leben verlängern will.Eine Hackerin, die am Tod verdient.Ein Konzern, der entscheidet, was Wahrheit ist.Wahrheit ist nur noch eine Frage der Rechenleistung.Alena Novak lebt zwei Leben. Nach außen eine unauffällige Lektorin - in Wahrheit eine der brillantesten Hackerinnen Europas, die sich in den Datenströmen zwischen Prag, Vaduz und Düsseldorf bewegt wie andere in ihrer Wohnung. Fälschen ist ihr Handwerk, und sie ist gut darin, keine Fragen zu stellen.Doch als im Auftrag des todkranken Stefan Kellner eine Versicherungspolice manipuliert, verliert Alena die Kontrolle. Denn die Kriminellen, mit denen sie sich eingelassen hat, verfolgen eigene Pläne - ebenso wie die Konzerne, ein ehemaliger russischer Geheimdienstmann und eine undurchsichtige Frau, die im Hintergrund die Fäden zieht. Alle haben begriffen, dass künstliche Intelligenz nicht nur Bilder und Stimmen fälschen kann, sondern die Wirklichkeit selbst.Während Stefan Kellner gegen seine Diagnose kämpft und der Journalist Finn Martinez einer regelrechten Betrugsfabrik auf die Spur kommt, wird aus Alenas Routine ein Überlebenskampf. Sie muss sich entscheiden: Bleibt sie die Darknet-Söldnerin, die sie immer war - oder stellt sie sich einem System entgegen, das Wahrheit auf Bestellung produziert?"Programmierte Lügen" verbindet Wirtschaftskrimi, Tech-Thriller und eine Prise Familienroman zu einem hochaktuellen Pageturner über Deepfakes, Macht und Verrat - und über die Frage, die uns alle betrifft: Woran erkennen wir morgen noch, was echt ist?
Kundinnen und Kunden meinen
4.9/5.0
Bewertung
Thalia Book Circle Community
5/5
03.11.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Fesselnder Thriller
„…Wo fängt die Lüge an, wo hört die Wahrheit auf?…“
Diese Frage zieht sich wie ein roter Faden durch den Roman. Jeder der Protagonisten muss irgendwann eine Antwort darauf finden.
Der Autor hat einen fesselnden Thriller geschrieben. Der Schriftstil ist gut ausgearbeitet. Er sorgt für den hohen Spannungsbogen, kreiert manche Überraschung und verschleiert gekonnt, was noch nicht offengelegt werden soll. Die Geschichte hat mich schnell in ihren Bann gezogen.
Der 42jährige Stefan Kellner erfährt, dass er nur noch wenige Jahre zu leben hat. Wie kann er seine Familie wenigstens finanziell absichern? Er findet eine Anzeige, die für solche Situationen Risikolebensversicherungen anbietet.
Währenddessen fällt Stefans Frau Nora auf, wie sich ihr Mann verändert. Auf Nachfragen gibt es Ausflüchte. Sie wendet sich an Finn, einen Journalisten und Freund der Familie.
„…Fünfzehn Jahre Journalismus haben mir beigebracht: Wenn Menschen plötzlich geheimnisvoll werden, haben sie entweder Angst oder Schuld. Bei Stefan klingt es nach Angst…“
Stefan nimmt Kontakt auf zu Alina. Die junge Frau ist eine Expertin in Verkleidungen. Außerdem kennt sie sich im Netz perfekt aus und bietet ihm, was er sucht. Erstaunlich genau wird beschrieben, wie die Geschichte ablaufen soll. Die Erklärungen sind allgemeinverständlich und nachvollziehbar.
Dann aber bekommt Stefan eine Überlebenschance. Er wird in eine Studie in Amerika aufgenommen. Spätestens in dem Moment wird klar, wie jeder einzelne der Protagonisten tickt. Für die einen ist es eine Hoffnung, für andere der Verlust des Geldes und der Zukunft.
Eines der spannendsten Gespräche ist das zwischen Alina und ihrem Partner Alex. Alina stellt fest:
„…Ich sehe den Krieger, den die Straße geformt hat. Den Söldner, der gelernt hat, dass die Welt nur Sieger und Verlierer kennt…“
Plötzlich ist die Krankheit nicht Stefans größtes Problem. Es gibt weitere Gefahren.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es zeigt, was heutzutage an Manipulationen schon möglich ist. In jeder Zeile wird dabei deutlich, dass der Autor über Dinge schreibt, die nicht in ferner Zukunft liegen.
Dydi
aus Lorsch
5/5
01.11.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wie weit geht man?
Stefan bekommt eine folgenschwere Diagnose - ALS, nicht heilbar. Doch statt mit seiner Frau Nora darüber zu sprechen, überlegt er, wie es nach seinem Tod weiter gehen kann, damit sie nicht ihr bisheriges Leben aufgeben muss. So kontaktiert er die Hackerin Alena, um eine gefälschte Versicherung ins System einzuspeisen. Doch natürlich müssen weitere Menschen involviert werden.
Allerdings bekommt Stefan dann die Chance auf ein vielversprechende Therapie in den USA - aber für die Geldauszahlung muss er sterben.
Aber endlich vertraut er sich seiner Frau an und versucht das ganze Lügengebilde rückgängig zu machen, doch dies ist mit vielen Gefahren verbunden.
Für mich ein sehr guter Thriller, spannend, aktuell und mit vielen persönlichen Fragen verbunden - was würde ich tun?
Raunegger Benjamin
aus Klagenfurt am Wörthersee
5/5
29.10.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wenn Überleben den perfekten Plan zerstört
„Programmierte Lügen“ verbindet einen raffinierten Versicherungsbetrug mit einer besonders interessanten Ausgangssituation. Stefan plant alles unter der Voraussetzung, bald an ALS zu sterben. Als eine experimentelle Therapie plötzlich Hoffnung macht, gerät das gesamte Konstrukt ins Wanken.
Genau dieser Widerspruch hat mir sehr gut gefallen. Was zunächst wie ein genialer Plan aussieht, entwickelt zunehmend ein Eigenleben. Dazu kommen digitale Manipulation, eine Hackerin, ein undurchsichtiger Notar sowie Fragen rund um Versicherung, Medizin und Justiz.
Die Handlung ist durchdacht und hält die Spannung aufrecht, ohne sich nur auf Action zu verlassen. Besonders interessant fand ich die moralischen Grauzonen und die Frage, wie leicht digitale Informationen zur vermeintlichen Wahrheit werden können.
Einige sprachliche Vergleiche waren für meinen Geschmack etwas außergewöhnlich, haben mich aber eher zum Schmunzeln gebracht.
Bewertung
5/5
29.10.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Mitreissender Triller mit brenndend aktuellem Hintergrund
Manche Bücher unterhalten, andere lassen einen nachdenklich zurück. Programmierte Lügen schafft es, beides miteinander zu verbinden. Von der ersten bis zur letzten Seite hat mich die Geschichte gefesselt. Der Autor versteht es, Spannung aufzubauen, die Handlung immer wieder in eine andere Richtung zu lenken und dabei ein Thema aufzugreifen, das aktueller kaum sein könnte.
Im Mittelpunkt steht die Hackerin Alena Novak, eine Figur, die ich trotz ihrer besonderen Fähigkeiten und der Situationen, in die sie gerät, als ausgesprochen sympathisch empfunden habe. Sie ist keine unnahbare Heldin, sondern eine Figur, der man gerne folgt und deren Handlungen einen immer wieder beschäftigen. Anders erging es mir mit ihrem Begleiter Alex. Er war mir von Anfang an suspekt und geradezu zuwider. Bei ihm hatte ich ständig das Gefühl, dass man nicht alles für bare Münze nehmen sollte, was er sagt oder tut. Diese unterschiedlichen Eindrücke der Figuren machen einen zusätzlichen Reiz der Geschichte aus, denn man beginnt unweigerlich, die Menschen hinter ihren Worten und Handlungen zu hinterfragen.
Besonders interessant fand ich auch den Familienvater, der versucht, seiner Familie durch Lug und Betrug zu helfen. Seine Notlage ist durchaus nachvollziehbar, und man kann verstehen, warum er glaubt, keinen anderen Ausweg zu haben. Gleichzeitig bleibt ein ungutes Gefühl zurück. Denn auch wenn die Beweggründe menschlich verständlich erscheinen mögen, stellt sich unweigerlich die Frage, wie weit man gehen darf, um seine Familie zu schützen, und wann aus einer vermeintlich guten Absicht etwas Unvertretbares wird. Gerade diese moralischen Grauzonen machen die Geschichte für mich so interessant. Es gibt nicht einfach nur Schwarz und Weiß, sondern Entscheidungen, deren Folgen man kritisch hinterfragen muss.
Was das Buch für mich besonders auszeichnet, ist seine Aktualität. Die digitale Welt ist allgegenwärtig, und die Informationstechnik spielt in der Geschichte eine zentrale Rolle. Die Präsenz von EDV und digitalen Technologien ist auf nahezu jeder Seite spürbar, ohne dass das Thema wie ein künstlich eingefügtes Beiwerk wirkt. Im Gegenteil: Die technischen Aspekte sind eng mit der Handlung verwoben und tragen wesentlich zur Spannung bei. Dabei wird deutlich, dass sich der Autor mit den angesprochenen Techniken und Zusammenhängen intensiv auseinandergesetzt hat. Die technischen Details wirken kompetent dargestellt und verleihen der Geschichte Glaubwürdigkeit. Auch Leserinnen und Leser, die sich nicht täglich mit IT beschäftigen, können sich auf die Handlung einlassen, während technisch interessierte Leser hier zusätzliche Anknüpfungspunkte finden.
Auch die Figurenzeichnung hat mich überzeugt. Die Charaktere sind klar umrissen, wirken realistisch und werden nicht unnötig überzeichnet. Ihre Handlungen und Reaktionen bleiben nachvollziehbar, selbst wenn man ihre Entscheidungen nicht immer gutheißen kann. Gerade diese Glaubwürdigkeit sorgt dafür, dass man sich auf die Geschichte einlässt und mit den Figuren auseinandersetzt. Sie wirken nicht wie bloße Werkzeuge, um die Handlung voranzutreiben, sondern wie Menschen mit eigenen Motiven, Schwächen und Widersprüchen.
Der Schreibstil des Autors ist angenehm und zugänglich. Er zieht einen schnell in die Geschichte hinein und versteht es, die Spannung aufrechtzuerhalten. Die Handlung entwickelt einen Sog, dem man sich nur schwer entziehen kann. Man möchte wissen, wie sich die Ereignisse weiterentwickeln, welche Zusammenhänge sich noch offenbaren und ob die eigenen Vermutungen tatsächlich zutreffen.
Besonders reizvoll sind dabei die Wendungen. Einerseits gibt es Entwicklungen, die man im Laufe der Geschichte durchaus erahnen kann. Andererseits hält die Handlung immer wieder Überraschungen bereit, mit denen man nicht unbedingt gerechnet hat. Gerade dieses Wechselspiel macht für mich einen großen Teil des Lesevergnügens aus. Man glaubt, eine Situation einschätzen zu können, beginnt, sich ein Bild von den Beteiligten zu machen, und muss die eigenen Überlegungen dann doch wieder überdenken. So bleibt die Geschichte lebendig und spannend, ohne dass die Wendungen um ihrer selbst willen konstruiert wirken.
Programmierte Lügen ist für mich deshalb weit mehr als ein unterhaltsamer Thriller. Das Buch verbindet eine packende Geschichte mit einem Thema, das uns alle betrifft, und wirft Fragen auf, die über die letzte Seite hinaus nachwirken. Wie viel Vertrauen können wir digitalen Informationen noch entgegenbringen? Wie leicht lassen wir uns von scheinbar überzeugenden Beweisen oder glaubwürdig wirkenden Personen beeinflussen? Und was geschieht, wenn die technischen Möglichkeiten schneller wachsen als unsere Fähigkeit, ihre Folgen zu überblicken?
Mein Fazit: Ein spannender, intelligenter und stellenweise aufwühlender Thriller, der mich von Anfang bis Ende überzeugt hat. Die sympathische Hauptfigur, die zwiespältigen Charaktere, die glaubwürdig eingebundenen ITthemen und die abwechslungsreiche Handlung ergeben eine gelungene Mischung. Besonders gefallen hat mir, dass die Geschichte nicht nur unterhält, sondern auch zum Nachdenken anregt und dabei eine gewisse Unruhe hinterlässt. Wer spannende Geschichten mit aktuellem Bezug zur digitalen Welt mag und sich gerne auf überraschende Entwicklungen einlässt, sollte diesem Buch eine Chance geben.
Für mich ist Programmierte Lügen ein Buch, das nicht nur während des Lesens fesselt, sondern auch danach noch Fragen aufwirft und genau das macht für mich einen gelungenen Thriller aus.
Ellen
aus Milmersdorf
5/5
27.10.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Der perfekte Betrug - bis Überleben wichtiger wird.
Ich war absolut begeistert von "programmierte Lügen". Es gibt nichts, was ich bemängeln könnte. Das Buch strotzt vor super ausgearbeiteten Charakteren, spannender Handlung und vielen Verstrickungen. Joss Keel ist es gelungen einen klasse Technik-Thriller zu kreieren. Man will das Buch eigentlich gar nicht mehr aus der Hand legen. Wirklich spannend und intelligent geschrieben. Meinerseits eine absolute Leseempfehlung.
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