Wann hören Zeit und Grenze auf, die Seele zu formen, und der Mensch beginnt, aus ihnen einen Kerker zu machen, indem er die Kraft für die Quelle hält? In einer Sternwarte aus hellem Granit, auf dem Gipfel eines Berges bei Tagesanbruch, setzt sich Eisenheim vor Aratron - den Olympischen Geist des Saturn, Diener ELOHIMs und Hüter der Zeit, der Grenze, der Reife und der Struktur. Er kommt nicht, um Jahre, Macht oder Flucht vor dem Tod zu erbitten. Er kommt nur, um zu fragen. Im Verlauf von zehn Themen und eines ganzen Morgens enthüllt Aratron die lichte Kraft, die ihm anvertraut wurde: die Zeit, die reifen lässt; die Grenze, die schützt; die Materie, die lehrt; die Disziplin, die formt; die Struktur, die beherbergt. Zugleich warnt er vor dem menschlichen Schatten, der diese Kräfte verfälscht: Einsamkeit, die zur Festung gegen die Liebe wird; Strenge, die ihren Empfänger verliert; Furcht vor dem Ruin, die den Ruin selbst hervorbringt; der Turm, der seine Fenster verschließt; die Seele, die alt wird, ohne je zu reifen. Es gab eine Begegnung, und der Autor leugnet sie nicht - doch sie wurde nicht durch seine Kunst erzwungen. Kein Name wurde ausgesprochen, um zu nötigen, kein Zeichen gezogen, nichts im Tausch geboten: Er bat Gott und wartete. Es gibt hier weder Ritus noch Siegel noch Formel noch Evokation. Dies ist ein literarisches, symbolisches und initiatisches Werk: ein Hören in Gestalt eines Zwiegesprächs, eine Betrachtung, keine Operation. Der Geist wird nicht verehrt - er weist selbst von sich weg, denn alle Ehrfurcht gehört Gott. Der Herr der Zeit ist der erste Band von Olympische Magie - Gespräche mit den Sieben Geistern des Firmaments. Die Reise durch die sieben Himmel beginnt dort, wo sich alles gründet: im Fundament. Denn es gibt keine Ausdehnung ohne Fundament, keinen Willen ohne Dauer und keine Schönheit ohne Form. Die Zeit ist Kerker, wenn sie dein ist, und Tempel, wenn sie Sein ist - und es ist dieselbe Stunde, derselbe Leib, derselbe Tod.