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Produktbild: Nachts nur das Rauschen
Neu

Nachts nur das Rauschen

3

22,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

25240

Erscheinungsdatum

17.09.2026

Verlag

Otto Müller Verlag

Seitenzahl

282 (Printausgabe)

Dateigröße

986 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783701363469

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Verkaufsrang

25240

Erscheinungsdatum

17.09.2026

Verlag

Otto Müller Verlag

Seitenzahl

282 (Printausgabe)

Dateigröße

986 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783701363469

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  • MarieOn

    5/5

    29.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Erschütternde Lektüre

    Elias und Jule suchen ein neues Zuhause. Sie wollen raus aus der Stadt. Jule kann noch nicht wissen, was auf sie zu kommt, sie romantisiert die Dinge gerne, denkt Elias. Schließlich ist er in den Südtiroler Bergen aufgewachsen. Jule läuft voraus, sein breiter Rücken stört ihre Sicht, weiß er. Sie bewundert die alten Häuser im Ortskern, zückt die Kamera, blickt durch die Linse, selbstvergessen. Ihm ist, als beobachte er ein Tier oder ein Kind. Er mag ihre Fotos, aber der Akt der Objektsuche hat für ihn etwas Eitles. Sie nimmt ihre eigene Sicht der Dinge sehr wichtig. Dann zeigt er auf das blaue Haus und Jule strahlt. Elias trägt das Baby durchs Wohnzimmer. Ein Blick ins Schlafzimmer zeigt ihm Jule, wie sie ausgestreckt im großen Bett liegt. Sie hatte sich vor der Geburt viele Sorgen gemacht, unnötig, wie er findet. Das Kleine hat ein wenig Gelbsucht, das haben viele Säuglinge, allerdings musste es mit der Glocke geholt werden, weil es zum Ende hin brenzlig wurde. Die Nabelschnur hatte sich um den kleinen Hals gelegt. Seit er die beiden von der Wochenstation geholt hat, weint Jule viel. Jule macht sich auf den Weg zur Kindergruppe. Sie hat das Kleine in den Buggy gelegt, wie immer gibt es wimmernde Geräusche von sich. Sobald sie es festgeschnallt hat, versucht es aus der misslichen Lage zu entkommen, verliert dabei die Kontrolle über den Kopf und schlägt damit an die Seitenstäbe. Es sei noch zu früh, sagt Jule, während die anderen Mütter besorgt gucken. Der Buggy sei ab sechs Monate empfohlen, aber Jules Kind ist schon dreimal so alt. Fazit: Die Illustratorin Luka Leben hat in ihrem Debütroman eine junge Familie gezeichnet und dabei die Fallstricke moderner Mutterschaft herausgearbeitet. Ihre Protagonistin Jule scrollt besorgt durchs Netz. Sie weiß, dass mit ihrem Kind etwas nicht stimmt. Sie steht mit ihren Eindrücken einer Entwicklungsverzögerung allein da. Ihr Mann Elias bagatellisiert und ist eh meistens beruflich unterwegs. Die ersten Lebensjahre ihres Kindes kämpft Jule mit den Defiziten, der Unberechenbarkeit und den Blicken der anderen Mütter. Ihr Kind hat motorische Schwierigkeiten und es spricht nicht. Die Frühförderung findet keine Beantragung, weil keine Diagnose gestellt wird. Die fiktive Geschichte ist eine Klatsche ins Gesicht der Leistungsgesellschaft, die jede Abweichung von der Norm mit unverhohlener Abneigung ahndet. Jule wird von allen allein gelassen, erstickt bald am Druck ihrer Verantwortung und dem Gefühl der eigenen Unzulänglichkeit. Das Paar driftet auseinander. Während Elias sich die Situation schönzureden versucht, indem er seiner Frau einen Hang zur Neurotik und mangelnden Realitätssinn vorwirft, entzieht er sich der eigenen Verantwortung mit ausgiebigen Dienstreisen. Die Schulmedizin versagt, weil sie sich nicht festlegen will. Diverse Logopädinnen scheinen ihren Beruf verfehlt zu haben. Die Autorin konzentriert sich ganz auf Jules Erleben und verdeutlicht damit sehr genau, wie sie sich fühlt. Dieses Buch hat nach mir gegriffen, mich in einen Strudel aus Hilflosigkeit und Ungerechtigkeit gesogen und am Ende erschüttert ausgespuckt. Luka Leben ist eine neue, mitreißende Stimme.

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    18.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mutterschaft jenseits der „Norm“

    Kaum in ihrem Traumhaus auf dem Land eingezogen, bekommen Jule und Elias ein Kind. Elias ist vernarrt in das Baby, Jule kämpft mit der Schlaflosigkeit. Und irgendwann merken sie, dass ihr Kind sich nicht „normal“ entwickelt und nicht sprechen lernt.   „Das kleine Wesen, das ihr in den ersten Wochen trotz der Sorgen um das geringe Gewicht und die Gelbsucht so nah war, erschien ihr eines Morgens plötzlich fremd. Vielleicht war es die unbewusste Erwartung, dass es ihr endlich ein Stückchen Wegs entgegenkäme – mit der Erwiderung eines Lächelns, einem Blick, der ihr galt, einem Ausdruck der Freude über ein Spielzeug, das sie vor den dunklen Augen hin und her bewegte, oder einem Zeichen des Erkennens, wenn es ihre Stimme hörte. Vielleicht war es das Auseinanderklaffen von Erscheinung und Innenleben: Das Kind wuchs wie jedes andere auch, verlor die Züge des Neugeborenen, bekam weiche Wangen und Speckbeinchen, doch die Bewegungen blieben unkontrolliert, der Blick irrte im Raum umher und blieb höchstens an den Glühbirnen hängen. Ihr Kind schien kein Gefühl dafür zu haben, in welche Umstände es geboren war. Es reagierte nicht auf die üblichen Reize, lernte so langsam und bescheiden, dass Jule nichts davon bemerkte. Jule war, als wäre in dem Kind ein unergründlicher Raum, als verdichte sich in seinem kleinen Körper die Ferne, als treibe es haltlos durch das All und ihre Aufgabe wäre es, die Gravitation geltend zu machen. Ihr war, als würde das Wesen, dessen Existenz zumindest sein Unwille bewies, ohne ihre ununterbrochene Bemühung unkenntliche Formen annehmen und der Welt für immer fremd bleiben. Also warf sie Leinen danach aus, versuchte es mit dem Gewicht ihrer Liebe zu binden, stieg so weit aus sich selbst heraus, um ihm näher zu kommen, dass sie kaum noch etwas von sich spürte.“   Das Umfeld weicht aus oder sieht weg.   „Aus der Ferne reagieren Fremde entsprechend freundlich auf ihr Kind. Solange sie nicht versuchen, mit Jule ins Gespräch zu kommen, und das Kind nichts fragen, was mehr als ein Nicken oder Kopfschütteln als Antwort erfordert, geht es. Jule schämt sich dafür, dass sie alles tut, damit das Kind nicht auffällt, nicht aneckt. Sie weiß, es fiele auf sie zurück.  Ihr Leben lang hat sie sich bemüht, den Leuten zu gefallen oder zumindest nicht aufzufallen, niemandem Umstände zu machen, sich vorbildlich zu verhalten. Jetzt weiß sie nicht mehr, wie das geht. Sie kennt die Regeln nicht, hat selbst kein Vorbild. Also versucht Jule, den Schein zu wahren, solange es geht, und empfindet es jedes Mal als Ausnahmezustand, wenn es nicht mehr geht. Andere Eltern haben schnell einen Verdacht: Jule merkt es an der Art, wie jede Neugier aus ihren Gesichtern weicht.“   Die fehlende gemeinsame Sprache und die Andersartigkeit belastet auch die Beziehung von Jule und Elias. Elias entzieht sich der Familiensituation immer mehr, während für Jule von einem Termin bei Ärzt*innen, Logopäd*innen und Gutachter*innen hetzt. Während Elias allem entfliehen kann, wächst Jules Überlastung.   Erst als Jule eine offizielle medizinische Diagnose erhält, findet sie Austausch mit anderen Betroffenen und endlich Hilfe. Dank der motivierten Logopädin Derya und einer Reha scheint plötzlich eine Zukunft möglich.   „Nein, Jule kann nie vergessen, was ihr fehlt. Es ist die verdammte Hoffnung, die sie zurückhält, immer, wenn sie den Weg zu dem Kind einschlagen will, in eine Zukunft, in der sie einander vielleicht jenseits der Worte verstünden. Vielleicht, denkt Jule manchmal, wäre es leichter, wenn sie daran glauben könnte, dass sie irgendwann in Bewegungen und Bildern denken könnte, nicht in Worten. Aber die Worte haben sich eingeschrieben in die Architektur ihres Gehirns, bis sie die Fähigkeiten verloren hat, eins zu werden mit jener anderen Sprache, der sie schon jetzt viel verdankt, und die ihr doch fremd bleibt, zu bemüht. Das Kind und sie verstehen jeweils eineinhalb Sprachen und sprechen höchstens eine. Sie brauchen einander, damit der Kreis sich schließt. In den Fugen bleibt nicht viel Platz, jede Verschiebung spannt und sperrt sich. Mehr Menschen auf diese Weise zusammenzufügen, wäre ein Kunststück, das kaum gelingen kann. Wenn eine der Sprachen überhandnimmt, knackst und springt es. Dann sucht Jule ängstlich nach Rissen, nach etwas, das sie reparieren muss. Dabei ahnt sie, dass es sich um Sollbruchstellen handelt.“   Luka Leben schreibt leise, aber mit einer unglaublichen Intensität. Ihre Charaktere sind sehr nahbar und authentisch, vor allem in Jule konnte ich mich so gut hineinfühlen - und das namenlose Kind habe ich mit jeder Seite mehr ins Herz geschlossen! Die Autorin legt den Finger in eine gesellschaftliche Wunde: die Isolation und Überforderung von Eltern (leider oft hauptsächlich Müttern), deren Kinder besondere Bedürfnisse haben.   „Nachts nur das Rauschen“ hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und emotional unheimlich stark berührt. Ein wirklich intensiver, schmerzhafter und bewegender Debütroman, der von mir 5 Sterne und eine unbedingte Leseempfehlung bekommt.   Vielen Dank an den Otto Müller Verlag und an NetGalley für dieses Rezensionsexemplar!

  • oneveganbooknerd

    5/5

    17.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein eindrückliches Debüt über Elternschaft

    Jule und Elias ziehen in ihr Traumhaus und erwarten kurz darauf ein Baby. Beide müssen sich nun in ihrer neuen Rolle zurechtfinden. Jule ist pausenlos übermüdet, Elias ganz vernarrt in das Neugeborene. Zeitsprung. Jule ist mit dem Kind auf dem Spielplatz. Alleine. Dies ist ihr jedoch lieber, als wenn die anderen Kinder mit ihren Eltern, größtenteils Mütter, dort sind. Dann fällt das Kind wenigstens nicht auf und die Unterschiede in der Entwicklung zu anderen Kindern werden nicht für den ganzen Spielplatz sichtbar. Für Jule beginnt ein Marathon, von Ärzt*innen zu Gutachter*innen zu Logopäd*innen. Niemand scheint ihr Kind richtig zu sehen, geschweige denn davon, es verstehen zu wollen. Jule stößt immer wieder an ihre Grenzen. Und Elias, der scheint das so gar nicht richtig zu merken oder wahrhaben zu wollen. Er zieht sich immer mehr aus dem Familienleben zurück und renoviert das Haus seiner Großeltern. Zwischen dem Paar entsteht eine immer größer werdende Kluft. "Nachts nur das Rauschen" hat mich von der ersten Seite an in den Bann gezogen. Luka Leben erzählt die Geschichte um Jule, Elias und ihrem Kind (welches auch im Buch namenlos bleibt) so intensiv und nah, dass man als Leser*in das Buch kaum weglegen kann. Und gleichzeitig tut es auch beim Lesen weh. Jule ist mit einem Alltag konfrontiert, in dem an jedem Tag alles von neuem verhandelt werden muss. Und in 99% meistert sie das ganz alleine. Hier wird neben der starken Belastung auch ganz klar ihre Einsamkeit sichtbar, die damit einhergehen kann, wenn sich das Leben "nur noch" um das Kind dreht. Es schmerzt, zu lesen, welche Hürden dieser Familien in den Weg gestellt werden, die so dringend Unterstützung benötigt. Sie wird von Ämtern, ohne belegte Diagnose für besagtes Kind, allein gelassen, von Fremden aber darauf hingewiesen, dass sich ihr Kind doch gefälligst benehmen soll, es ist doch schon viel zu groß für Schnuller, Schoß, etc. pp. Vom Umfeld gibt es nur wenig Verständnis bzw. Motivation, das Kind verstehen zu wollen. Bis eines Tages Derya auftaucht... (iykyk) Große Leseempfehlung!

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