Mehrsprachigkeit an der Universität Lemberg/Lviv 1784–1918
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- Deutsch ausgewählt
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
30.11.2026
Abbildungen
38 ill., 10 tbl.
Verlag
De GruyterSeitenzahl
210
Maße (L/B)
23/15,5 cm
Auflage
1
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-11-224247-6
Die vorliegende Studie untersucht die soziolinguistische Situation an der Universität Lemberg/Lviv im Zeitraum von 1784 bis 1918. In diesen Jahren erlebte die Institution eine vielschichtige Sprachgeschichte, an der neben Latein und Deutsch auch Polnisch, Ukrainisch/Ruthenisch sowie weitere Sprachen beteiligt waren. Die Studie fokussiert den Sprachgebrauch im Vorlesungsbetrieb als einer zentralen universitäre Sprachsphäre. Die daraus gewonnenen Ergebnisse werden in Beziehung gesetzt zur zeitgenössischen Sprachenpolitik sowie zu soziologischen Variablen wie der religiösen, ethnischen und sprachlichen Zugehörigkeit der Studierenden. Darüber hinaus werden die Vorlesungsverzeichnisse der Universität Lemberg hinsichtlich der multilingualen Praktiken ausgewertet, um aufzuzeigen, in welcher Weise sich Mehrsprachigkeit in Texten der universitären Verwaltung manifestierte. Die Untersuchung zeigt insgesamt, dass die Übergänge von der lateinischen zur deutschen, polnischen und teilweise ukrainischen Unterrichts- und Verwaltungssprache als mehrstufige Prozesse verliefen, die mit sozialer und politischer Neuorientierung der Universität einhergingen – von einer autonomen Gelehrteninstitution hin zu einer staatlich kontrollierten und gesellschaftlich funktionalen Einrichtung und schließlich zu einer Hochburg nationaler Bildung.
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