Fides sine cura - Loyalität ohne Bindung.Das ist das Gesetz der Mortons.Die Mortons sind die wahrscheinlich dunkelste Familiendynastie unserer Zeit. Seit Jahrhunderten binden sie die einflussreichsten Menschen dieser Welt an sich und lösen jedes Problem für sie. Denn das Handwerk dieser Familie ist Mord. Und die Mortons sind Meister ihres Fachs. Es ist Jessica Mortons drittes Jahr am Helshire College, einer traditionsreichen Universität, an der die Mächtigen von morgen ausgebildet werden. Und Jess ist das Ausnahmetalent ihrer Generation: Sie ist kalt, präzise und absolut loyal. So stürzt an einem kalten Tag im Frühjahr ihr Cousin Peter vom Physikturm in den Tod. Jess' erster erfüllte Auftrag. Ab jetzt ist sie ein vollwertiges Familienmitglied. Doch was, wenn der erste perfekte Mord kleine Risse in Jess hinterlässt? Sie sich Fragen stellt, die sich eine Morton niemals stellen darf? Sie weiß, was dann passiert. Wer vom Weg abkommt, wird ausgemerzt.Ein starkesDark-Academia-Setting, ein mörderischer Cast, ein besonderer Vibe und eine großartige Heldin.
Kundinnen und Kunden meinen
3.4/5.0
hasirasi2
aus Dresden
4/5
24.09.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wem kannst du (ver)trauen?
„Wir Mortons waren mehr als Genetik, mehr als ein Name. Wir waren eine Tradition, eine Idee.“ (S. 138)
Was, wenn Familie nicht der Ort ist, an dem man sich geborgen fühlt, sondern ein System, dem man bedingungslos gehorchen muss?
Jessica Morton wurde in eine uralte Familie hineingeboren, die seit Jahrhunderten den Lauf der Menschheit beeinflusst, indem sie sich mit den Reichen und Mächtigen verbündet. Mord, Manipulation und das Beseitigen unliebsamer Menschen gehören dabei ganz selbstverständlich zum Familiengeschäft.
Jessicas Leben scheint von Anfang an festgelegt. Sie wird darauf trainiert, keinen Schmerz und keine Furcht zu empfinden, anderen beides aber jederzeit zufügen zu können. Sie lernt, keine Fragen zu stellen und die Wünsche der Familie über alles zu stellen. Menschen an sich binden, sie gegebenenfalls töten und anschließend dafür sorgen, dass niemand etwas davon erfährt – für Jessica gehört all das zunächst zu ihrer Ausbildung.
Und sie ist gut darin. Sehr gut sogar. Jessica gilt als Ausnahmetalent und wird den Jüngeren und Gleichaltrigen als Vorbild präsentiert. Sie kennt ihren Platz und ist stolz darauf. Bis sie einen Mord begehen muss und sich zu sehr an eine Zielperson bindet. Plötzlich bekommt Jessicas sorgfältig aufgebaute harte Schale Risse. Zum ersten Mal beginnt sie, Fragen zu stellen. Fragen, die in ihrer Familie nicht nur unerwünscht sind, sondern gefährlich werden können.
„Schenke deinem Kind eine starke Hand, ein scharfes Messer und eine große Familie und dann bring ihm Loyalität ohne Bindung bei.“ (S. 222)
Das Familienleben der Mortons hat mit dem, was ich normalerweise mit Familie verbinde, allerdings wenig gemeinsam. Höhergestellte Mitglieder werden ehrerbietig als Onkel oder Tante bezeichnet, doch echte Nähe und Vertrauen gibt es nicht. Jeder wird beobachtet, bewertet, gefördert und gefordert. Jeder ist ersetzbar. Was zählt, sind Leistung, Loyalität und der Nutzen für die Familie.
Selbst die Berufswahl wird beeinflusst und das Leben findet weitgehend abgeschottet auf dem riesigen Familienanwesen statt. Wer nicht dazugehört, hat keinen Zutritt.
Auch am Helshire College ist Jessica deshalb alles andere als eine gewöhnliche Studentin. Ihre Kommilitonen wissen, wie gefährlich die Mortons sind. Man begegnet ihnen mit Respekt oder Angst, versucht, ihre Nähe zu suchen und davon zu profitieren – oder hält sich besser von ihnen fern.
„Die Mortons“ sind definitiv eine besondere Leseerfahrung und mein erster Dark-Academia-Roman, der mir an einigen Stellen fast schon zu grausam war. Gleichzeitig konnte ich das Buch aber auch nicht einfach zur Seite legen, denn gerade Jessicas Entwicklung hat mich immer wieder neugierig gemacht.
Mich hat vor allem die Frage beschäftigt, was passiert, wenn ein Mensch sein ganzes Leben lang gelernt hat, dass Loyalität wichtiger ist als Vertrauen, Familie wichtiger als das eigene Ich und Gehorsam wichtiger als Moral.
Jessica muss sich irgendwann entscheiden, wer sie eigentlich sein möchte. Das macht den Roman für mich zu mehr als einer Geschichte über eine gefährliche Familie. Es geht um Identität, um Zugehörigkeit und um die Frage, wie viel von uns selbst übrig bleibt, wenn andere seit unserer Kindheit bestimmen, wer wir sein sollen.
Und vielleicht ist genau das der beunruhigendste Gedanke an dieser Geschichte: Was, wenn die Menschen, denen du am meisten vertrauen solltest, diejenigen sind, vor denen du dich am meisten schützen musst?
Ein düsterer, spannender und teilweise harter Roman, der mich vor allem mit seinen Fragen nach Familie, Loyalität und der eigenen Identität noch eine Weile beschäftigt hat.
hasirasi2
Thalia Book Circle Community
4/5
24.09.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wem kannst du (ver)trauen?
„Wir Mortons waren mehr als Genetik, mehr als ein Name. Wir waren eine Tradition, eine Idee.“ (S. 138)
Was, wenn Familie nicht der Ort ist, an dem man sich geborgen fühlt, sondern ein System, dem man bedingungslos gehorchen muss?
Jessica Morton wurde in eine uralte Familie hineingeboren, die seit Jahrhunderten den Lauf der Menschheit beeinflusst, indem sie sich mit den Reichen und Mächtigen verbündet. Mord, Manipulation und das Beseitigen unliebsamer Menschen gehören dabei ganz selbstverständlich zum Familiengeschäft.
Jessicas Leben scheint von Anfang an festgelegt. Sie wird darauf trainiert, keinen Schmerz und keine Furcht zu empfinden, anderen beides aber jederzeit zufügen zu können. Sie lernt, keine Fragen zu stellen und die Wünsche der Familie über alles zu stellen. Menschen an sich binden, sie gegebenenfalls töten und anschließend dafür sorgen, dass niemand etwas davon erfährt – für Jessica gehört all das zunächst zu ihrer Ausbildung.
Und sie ist gut darin. Sehr gut sogar. Jessica gilt als Ausnahmetalent und wird den Jüngeren und Gleichaltrigen als Vorbild präsentiert. Sie kennt ihren Platz und ist stolz darauf. Bis sie einen Mord begehen muss und sich zu sehr an eine Zielperson bindet. Plötzlich bekommt Jessicas sorgfältig aufgebaute harte Schale Risse. Zum ersten Mal beginnt sie, Fragen zu stellen. Fragen, die in ihrer Familie nicht nur unerwünscht sind, sondern gefährlich werden können.
„Schenke deinem Kind eine starke Hand, ein scharfes Messer und eine große Familie und dann bring ihm Loyalität ohne Bindung bei.“ (S. 222)
Das Familienleben der Mortons hat mit dem, was ich normalerweise mit Familie verbinde, allerdings wenig gemeinsam. Höhergestellte Mitglieder werden ehrerbietig als Onkel oder Tante bezeichnet, doch echte Nähe und Vertrauen gibt es nicht. Jeder wird beobachtet, bewertet, gefördert und gefordert. Jeder ist ersetzbar. Was zählt, sind Leistung, Loyalität und der Nutzen für die Familie.
Selbst die Berufswahl wird beeinflusst und das Leben findet weitgehend abgeschottet auf dem riesigen Familienanwesen statt. Wer nicht dazugehört, hat keinen Zutritt.
Auch am Helshire College ist Jessica deshalb alles andere als eine gewöhnliche Studentin. Ihre Kommilitonen wissen, wie gefährlich die Mortons sind. Man begegnet ihnen mit Respekt oder Angst, versucht, ihre Nähe zu suchen und davon zu profitieren – oder hält sich besser von ihnen fern.
„Die Mortons“ sind definitiv eine besondere Leseerfahrung und mein erster Dark-Academia-Roman, der mir an einigen Stellen fast schon zu grausam war. Gleichzeitig konnte ich das Buch aber auch nicht einfach zur Seite legen, denn gerade Jessicas Entwicklung hat mich immer wieder neugierig gemacht.
Mich hat vor allem die Frage beschäftigt, was passiert, wenn ein Mensch sein ganzes Leben lang gelernt hat, dass Loyalität wichtiger ist als Vertrauen, Familie wichtiger als das eigene Ich und Gehorsam wichtiger als Moral.
Jessica muss sich irgendwann entscheiden, wer sie eigentlich sein möchte. Das macht den Roman für mich zu mehr als einer Geschichte über eine gefährliche Familie. Es geht um Identität, um Zugehörigkeit und um die Frage, wie viel von uns selbst übrig bleibt, wenn andere seit unserer Kindheit bestimmen, wer wir sein sollen.
Und vielleicht ist genau das der beunruhigendste Gedanke an dieser Geschichte: Was, wenn die Menschen, denen du am meisten vertrauen solltest, diejenigen sind, vor denen du dich am meisten schützen musst?
Ein düsterer, spannender und teilweise harter Roman, der mich vor allem mit seinen Fragen nach Familie, Loyalität und der eigenen Identität noch eine Weile beschäftigt hat.
Bianca
aus Hatzenbühl
3/5
24.09.2026
eBook (ePUB)
Old Money. Cold Blood.
~Fides sine cura - Loyalität ohne Bindung. Das ist das Gesetz der Mortons.~
Allein dieses Cover und dieser Satz haben mich unglaublich neugierig gemacht. Ich hatte richtig Lust auf eine düstere Geschichte über eine mächtige Familiendynastie, alte Geheimnisse und natürlich ein bisschen was mörderisches.
Die Mortons sind eine alte, einflussreiche Familie, die seit Generationen ihre Macht über andere Familien und ganze Industriezweige ausübt. Korruption, Einfluss und Mord gehören hier zum Familiengeschäft. Gefühle? Eher unerwünscht. Loyalität dagegen ist alles.
Jessica wächst genau in diesem System auf. Sie kennt die Regeln und hinterfragt eigentlich nichts. Bis sie ihren ersten Auftrag bekommt: Sie soll ihren eigenen Cousin Peter töten. Ihre Blutprüfung.
Was zunächst wie ein weiterer Schritt in Jessicas Leben als Morton wirkt, bringt nach und nach erste Risse in ihre bisherige Welt. Besonders durch Sebastian, der selbst als Adoptivkind Teil der Familie geworden ist, beginnt Jessica vieles anders zu sehen. Und irgendwann stellt sie sich Fragen, die ein Morton eigentlich niemals stellen darf.
Denn wer die Familie hinterfragt, wird selbst zum Problem.
Ich muss ehrlich sagen ich bin am Anfang richtig gut in die Geschichte reingekommen. Ich war neugierig auf diese Familie und alles was damit zusammenhängt. Auch der Schreibstil hat mir wirklich gut gefallen. Er liest sich angenehm und flüssig, und sprachlich konnte ich überhaupt nichts bemängeln.
Aber dann hat mich die Story leider immer mehr verloren.
Ich hatte irgendwann das Gefühl, dass sich über längere Zeit nicht wirklich etwas bewegt. Gerade im Mittelteil fand ich die Geschichte sehr langatmig und hatte Schwierigkeiten, den roten Faden zu halten.
Die Plot Twists haben mich trotz der Längen immer wieder bei der Stange gehalten und dafür gesorgt, dass ich wissen wollte, wie es weitergeht.
Ich hatte ja natürlich mit etwas Düsterem gerechnet. Vielleicht mit Intrigen, einer morbiden Familiengeschichte und einer gewissen Gothic-Atmosphäre. Aber Die Mortons ist wirklich sehr dunkel. Hier wird Mord nicht romantisiert oder irgendwie schön verpackt. Mord ist ein Handwerk. Kalt, präzise und emotionslos.
Aber alles in allem war es mir too much und skurril.
•Das ist natürlich komplett persönliches Empfinden•
Ich kann mir durchaus vorstellen, dass genau das für andere der Reiz dieser Geschichte ist. Wer wirklich eine kompromisslos düstere Geschichte über Macht, Geld, Familienloyalität und Mord lesen möchte, sollte sich definitiv selbst ein Bild machen.
Für mich persönlich hat das Buch meine hohen Erwartungen, die ich durch das Cover und den Klappentext hatte, leider nicht ganz erfüllen können.
Ich würde deshalb trotzdem nicht sagen, dass man die Finger von dem Buch lassen sollte.
Denn ich glaube, Die Mortons ist eines dieser Bücher, bei denen es wirklich sehr stark darauf ankommt, wie viel Dunkelheit man selbst beim Lesen verträgt.
Bewertung
3/5
21.09.2026
eBook (ePUB)
Eine ungewöhnliche Geschichte mit viel Potenzial.
Rezension | Die Mortons
Kostenloses Rezensionsexemplar, vielen Dank für die Bereitstellung.
Der Einstieg in Die Mortons hat mich direkt neugierig gemacht. Schon das erste Kapitel wirft viele Fragen auf und hat bei mir sofort Interesse an der Geschichte geweckt. Auch die Grundidee rund um die Mortons und ihre ungewöhnliche Familienstruktur fand ich spannend und außergewöhnlich.
Besonders die düstere Atmosphäre und der Dark-Academia-Einschlag haben mir gefallen. Gleichzeitig ist die Geschichte sehr komplex aufgebaut. Es gibt viele Charaktere, Familienverbindungen und Informationen, die auf einmal auf den Leser zukommen. Dadurch musste ich mich beim Lesen sehr konzentrieren und hatte zwischendurch Schwierigkeiten, den Überblick zu behalten.
Gerade diese Komplexität kann ich mir allerdings als großen Pluspunkt für Leser vorstellen, die gerne tief in umfangreiche Familiengeschichten eintauchen und Freude daran haben, viele Charaktere und Verbindungen nach und nach zu entdecken.
Für mich persönlich war es dadurch schwieriger, einen richtigen Zugang zu den Figuren und zur Handlung zu finden. Leider hatte ich auch im weiteren Verlauf immer wieder Schwierigkeiten mit der Geschichte und bin mit ihr nicht so richtig warm geworden. Vieles war für mich persönlich nicht ganz nachvollziehbar, wodurch es mir schwerfiel, mich emotional auf die Handlung und die Charaktere einzulassen.
Trotzdem finde ich, dass Die Mortons eine interessante und ungewöhnliche Grundidee mitbringt und eine ganz eigene Atmosphäre entwickelt. Ich kann mir gut vorstellen, dass die komplexe Familienstruktur und die Vielzahl an Charakteren für andere Leser gerade den besonderen Reiz der Geschichte ausmachen.
Für mich persönlich war es letztendlich ein Buch, bei dem Idee und Atmosphäre mich durchaus angesprochen haben, die Umsetzung mir aber den Zugang erschwert hat und mich emotional leider nicht ganz erreichen konnte.
shmny
3/5
18.09.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Fides sine cura
„Fides sine cura“ – Loyalität ohne Bindung.
Die Mortons ist ein Dark-Academia-Roman, in dem es um eine Familie geht, die nach einem ganz bestimmten Gesetz lebt: „Fides sine cura“ – Loyalität ohne Bindung.
Es geht um Jessica, ein Familienmitglied, das nach dem ersten perfekten Mord an ihrem Cousin Peter vollständig in den Bund der Familie aufgenommen wird. Doch nach einer Weile, genauer gesagt nach einem Auftrag, bekommt die Fassade Risse und Jessica beginnt, an der Bindung „Fides sine cura“ zu zweifeln.
Jessica war mir als Protagonistin trotz ihrer dunklen Art wirklich sympathisch und ich fand es spannend, ihr weiter zu folgen. Gerade ihre Gedanken und ihre zunehmenden Zweifel an ihrer Familie fand ich interessant. Auch die Grundidee der Geschichte hat mir gut gefallen. Eine Familie, die nach ihren eigenen Regeln lebt und bei der Mord irgendwie zum normalen Bestandteil des Lebens gehört, ist schon etwas Besonderes und hat mich neugierig gemacht.
Allerdings fand ich, dass die Geschichte nach der Einführungsphase gerade im Mittelteil doch ziemlich gezogen wurde. Dort hat sie für mich leider deutlich an Tempo verloren. Ich hätte mir gut vorstellen können, dass man das Buch um ungefähr 100 Seiten kürzt, da sich manches doch etwas in die Länge gezogen hat.
Erst gegen Ende wurde es für mich wieder richtig spannend und die Geschichte konnte mich wieder mehr mitnehmen. Das fand ich etwas schade, weil die Story an sich wirklich sehr vielversprechend war und ich mir gerade deshalb über weite Strecken etwas mehr Spannung gewünscht hätte.
Fazit
Insgesamt hat mir Die Mortons mit seiner düsteren Familiengeschichte und der ungewöhnlichen Grundidee gut gefallen. Besonders Jessica als Protagonistin mochte ich und ich fand ihre Entwicklung und ihre Zweifel an den Regeln ihrer Familie interessant. Leider hat die Geschichte für mich im Mittelteil einiges an Tempo verloren und sich dadurch stellenweise ziemlich gezogen. Gegen Ende wurde es dann zum Glück wieder spannender.
Deshalb kann ich leider nur 3 von 5 Sternen vergeben.
Leseempfehlung:
Wer gerne Jugendthriller, Dark Academia und düstere Familiengeschichten mit ungewöhnlichen Regeln liest, kann sich Die Mortons auf jeden Fall einmal anschauen. Die Grundidee ist wirklich interessant, man sollte sich allerdings darauf einstellen, dass die Geschichte im Mittelteil etwas ruhiger wird und sich stellenweise zieht.
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