Utopieforschung und Wirtschaftsethik Zum Potential der Utopie im 21. Jahrhundert
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44,50 €
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
05.08.2026
Abbildungen
XII, 342 S. 3 Abb.
Verlag
Springer BerlinSeitenzahl
342
Maße (L/B/H)
21/14,8/2 cm
Gewicht
461 g
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-662-73995-2
Dieses Open-Access-Buch nimmt seinen Ausgangspunkt in der Frage nach Chancen und Problemlösungsstrategien des utopischen Denkens für das 21. Jahrhundert, die die Utopieforschung in den 1990er und 2000er Jahren aufgeworfen hat. Im Zentrum stehen vier prominente politische Utopien des 20. Jahrhunderts, die die These Joachim Fests widerlegen, dass nach dem Zweiten Weltkrieg keine positiven Ordnungsentwürfe mehr entstanden seien. Vor dem Hintergrund von Karl Homanns wirtschaftsethischer Konzeption werden die literarischen Entwürfe Skinners, Callenbachs, Le Guins und Piercys auf ihre Implementierungsstrategien für Moral untersucht, wobei überraschende Parallelen zwischen literarisch-utopischem und wirtschaftsethischem Denken zutage treten. Vor allem scheint dem Grundproblem der Wirtschaftsethik – der Vereinbarkeit von Eigeninteresse und Solidarität – ein "Grundproblem" der modernen politischen Utopie zu entsprechen, die sich im starken Kontrast zur klassischen Utopietradition bemüht, die Interessen des Individuums innerhalb eines solidarischen Ganzen zu verwirklichen. Dies wirft schließlich die Frage auf, ob utopisches und vertragstheoretisches Denken im 20. Jahrhundert nicht auf verschiedenen Wegen zueinander finden: in der literarischen Gattung Utopie ebenso wie in der wirtschaftsethischen Debatte.
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