Die Macht des Tauschprinzips Alltagsleben, Wissenschaft und Psychotherapie
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
10.11.2026
Verlag
Springer BerlinSeitenzahl
200
Maße (L/B)
23,5/15,5 cm
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-662-73963-1
Das Buch befasst sich mit dem Tauschprinzip in der Wirtschaft, in den Wissenschaften sowie in der Alltagspraxis. In den Naturwissenschaften wie z.B. in der Physik gelangt es als Gesetzmäßigkeiten in der Form von Gleichungen zum Ausdruck, während dies in den Geistes- und Sozialwissenschaften und ihren Modellen weniger der Fall ist. In der herkömmlichen Denkpsychologie wurde bis heute nicht untersucht, woher das spezifische menschliche, abstrakte Denkvermögen in seiner grundlegend begrifflichen Struktur stammt. So verwundert es kaum, dass das effektive sozioökonomische Wissen über das abstrakte Denken bis heute spärlich ausgefallen ist.
Die Studie befasst sich mit der Frage, welche Rolle das Tauschprinzip in verschiedenen Bereichen des menschlichen Lebens spielt, zum Beispiel im Medienbereich oder auch im ganz persönlichen Bereich. Neben mehr grundlegenden Fragen wie beispielsweise, ob der wirtschaftliche Austausch hinsichtlich der Trennung von Sinnlichkeit und Rationalität von Bedeutung ist, werden auch praktische Fragen gestellt, wie zum Beispiel welche Rolle das Tauschprinzip in der Partnerschaft und in der Erziehung der Kinder spielt. Thematisiert werden auch Probleme wie die folgenden: Wie können Redner:innen ihren Wert realisieren? Wie verhalten sich Menschen, wenn sie glauben, dass andere sie nicht gut genug bewerten, vielleicht sogar abwerten?
Hinsichtlich der Therapie der Psychotherapie wird deutlich, dass auch dem Austauschverhältnis zwischen Therapeut und Patient eine größere Bedeutung beizumessen ist als dies bisher der Fall war. Die in der Studie vorgestellte Inkongruenztherapie geht von inter- und intrasubjektiven Unstimmigkeiten aus, in denen sich die objektiven Widersprüche der Tauschgesellschaft repräsentieren. Die Antipoden werden durch Verstärkung und Abschwächung unter Bezugnahme auf Empfindungen verdeutlicht und einander angenähert, indem beidseitig auch Aspekte der jeweils anderen Seite akzentuiert werden.
In der vorliegenden Arbeit wird sowohl der gerechte als auch ungerechte gesellschaftliche Austausch betrachet. Es handelt sich um eine psychologisch orientierte Untersuchung, doch nimmt sie ihren Anfang nicht im Bereich der Psychologie, sondern im ökonomischen Bereich. Die Aufgabe der interdisziplinären Forschung besteht nicht zuletzt darin, die „kleine Geschichte“ mit der „großen Geschichte“ zu verflechten.
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