Als Sebastian Becker 28 Jahre alt ist, stirbt sein Vater. Dieser Verlust ist der große Knall seines Lebens. Danach: Stille. Knalltrauma.Seitdem fällt ihm vieles schwer, auch das Drüberreden. Sebastian sucht nach Worten und findet: Erinnerungen. Es sind diese Erinnerungen, an helle und an dunkle Tage, die ihm die Sprache zurückbringen - und als Sebastian zu erzählen beginnt, von Eimern voller Sonnenblumen, von bunten Socken, von grünen Bananen, von Paywalls vor Todesanzeigen, vom Lieben und Vermissen, sind seine Worte klar und strahlend. Sie sagen alle dasselbe: Hi Papa, du fehlst.Und es wird trotzdem wieder Sommer werden erzählt vom Abschiednehmen. Vom Stehenbleiben der Zeit in Momenten tiefster Erschütterung. Von Zeit, die sich nicht nachholen lässt. Von Mitgefühl. Vom Soft Sein. Vom unbegreiflichen Glück, am Leben zu sein. Vom Warten auf den Sommer - und von der Gewissheit, dass dieser Sommer kommen wird.
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
Bewertung
5/5
09.09.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Trauer und Hoffnung
Das Buch - Und trotzdem wird wieder Sommer - von Sebastian Becker ist wie ein kleiner Ratgeber nach persönlichen Verlusten. Es handelt über die Trauer und auch die darauf folgende Hoffnung. Das Buch ist sehr kurzweilig aber die persönlichen Zitate des Autors werten es sehr auf. Zum Begin des Buches beschreibt er die große Trauer, die einen nach einem Verlust befällt. Es gibt in diesem oft sehr persönlich gehaltenen Buch leider keine Tipps wie man mit der Trauer umgehen soll. Denn jeder Mensch ist anders und es gibt hierfür leider auch kein Patentrezept. Es zeigt, das in der Ruhe manch einmal die Kraft liegt und nicht alles sofort und sehr schnell geschieht. Dieses Buch ist eine traurige Geschichte die manch eine Umarmung ersetzen kann. Das muß jeder der Leser für sich selbst heraus finden. Ich hoffe das diese Lektüre vielen bei der Trauer helfen kann und ihnen die Hoffnung auf weiteres gibt.
Bewertung
5/5
09.09.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein kleiner Einblick in die Trauer
Zuallererst gefällt mir die Aufmachung des Buchs durch das schöne Foto und dem Titel in der bekannten Handschrift des Autors (ich liebe diese Handschrift, ich habe das Gefühl alles wirkt dadurch super persönlich und gefühlvoll).
Der Schreibstil ist leicht und direkt, man kriegt das Gefühl ein Freund oder ein Bekannter würde einem etwas erzählen.
Das Buch zeigt ehrlich Einblicke in die Trauer. Ich glaube das ist wirklich etwas was man nicht unterschätzen sollte, Trauer ist so allumfassend und raumeinnehmend, dass es schwer ist sie gut abzubilden. Dadurch dass kleine Beispielgeschichten erzählt werden bekommt man den Eindruck kleine Schnipsel eines sehr großen Gefühls miterleben zu dürfen und erkennt sich vielleicht auch in seiner eigenen Trauer wieder. Diese kleinen Schnipsel werden getrennt durch die kleinen Gedichten Des Autors, was mir sehr gefallen hat, da ich diese so gern mag.
Was mich anfangs etwas verwirrt hat war, dass ein zentrales Motiv der Geschichte verändert wurde im Vergleich zu dem wie man die Geschichte aus dem Internet kennt, doch das wird im Vorwort erwähnt und verändert das Buch überhaupt nicht.
Ich denke dieses Buch ist eine gute Möglichkeit sich mit sich und einem Gefühl zu beschäftigen, was man ja immer lieber wegschiebt!
Bewertung
5/5
09.09.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
berührende Worte für etwas das vielen die Sprache verschlägt
Ich empfehle dieses Buch uneingeschränkt jedem Menschen. Trauernden und Menschen die Trauernden beistehen wollen. Das Buch zeigt aber auch auf wie wichtig es ist, die Realität der Endlichkeit im Leben zuzulassen. Nicht um dadurch gelähmt zu werden, sondern um es kostbarer zu gestalten. Das Leben mit geliebten Menschen, das Leben an sich, ist immer zu kurz. Es kann aber bewusster gestaltet werden. Dazu regt dieses Buch. Sebastian Becker schreibt sehr persönlich über seine Erfahrungen nach dem Tod seines Vaters. Sehr ausdrucksstark und klar beschreibt er wie er von der Trauer überwältigt wurde. Für mich findet er Worte für, dass was ich in eigenen Trauerphasen gefühlt habe. Er benennt vieles, was eher diffuse Begleiterscheinung von Trauer. Die zeitweise Entfremdung von Menschen, die nicht in Trauer sind und gerade mit der Endlichkeit des Lebens konfrontiert wurden, der Schmerz, dass die Welt sich weiterdreht, während die Trauer das Gefühl vermittelt alles sei eingefroren. Aber es bleibt nicht bei dem Schmerz, es wird geschildert, wie aus der Trauer eine Verbindung zum verstorbenen Vater entstehen kann und wie beides wieder möglich wird. In Verbindung mit dem verstorbenen Vater zu bleiben und die Freude am Leben wieder zu finden. Sebastian Becker zeichnet das gemeinsame Leben mit seinem Vater aus der Perspektive dessen frühen Todes nach. Sehr berührend und offen. Lest dieses Buch!
Phija
Thalia Book Circle Community
5/5
09.09.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Blumen blühen, Blumen verblühen, Blumen blühen
Ich habe “Und trotzdem wird es wieder Sommer werden” um 20:13 Uhr eingewickelt in meiner Bettdecke begonnen. Gegen 21:34 Uhr musste ich auf Klo und habe eine Pokemonkarte, die auf meinem Nachttisch steht, als Lesezeichen benutzt. Um 22:02 Uhr, während ich eine Schale Schoko-Cornflakes löffelte, habe ich es beendet.
Ich folge dem Account von Tschief aka. Sebastian Becker schon eine ganze Weile und war 2025 auch auf seiner Lesetour. Dementsprechend wusste ich sehr genau, was mich erwarten wird und dass ich es mögen werde. Das Buch ist kein Roman mit einer klassischen Handlung. Wenn ich es beschreiben müsste, würde ich sagen, dass es eine Gedanken- oder Erinnerungssammlung ist, welche Einblicke in den Trauerprozess um seinen Vater gewährt. Kurze Kapitel erzählen, teils fragmenthaft, aus dieser Zeit. Es wird einem dabei nicht aufgedrängt, etwas mitnehmen zu müssen. Es gibt einige Angebote, jedoch bleibt es einem am Ende selbst überlassen. Zwischen den kurzen Kapiteln finden sich immer wieder seine typischen handschriftlichen Gedankenfetzen, bei denen ich gerne einen Moment länger verweilt bin als nötig.
Auch wenn ich das Buch an einem Stück gelesen habe, weil mich die Stimmung so völlig in Beschlag genommen hat, ist es nichts, was man zwangsläufig tun muss oder kann. Das Buch hat seine schweren und leichten Momente. Es ist bedrückend und hoffnungsspendend. Ich habe geweint und gelächelt. Zwischenzeitlich hatte ich aber auch das Gefühl, kaum atmen zu können. Für mich war es eine intensive emotionale Reise, welche auf eine Art und Weise bereichernd war, für die mir die richtigen Worte fehlen.
Auch wenn der Tod des Vaters im Vordergrund steht, geht es doch, aus meiner Sicht, ums Leben in engem Schulterschluss mit dem Tod. Es gab einen Satz, den musste ich mir mit einem blauen Textmarker fett markieren: “Wer jeden Morgen aufsteht und daran denkt, dass er heute sterben könnte, steht irgendwann gar nicht mehr auf” (S. 136). Der Tod gehört dazu und das muss man einfach akzeptieren. Die Trauer gehört zum Leben dazu und auch das muss man akzeptieren. Aber im Leben gibt es eben immer noch das Leben. Ich glaube, genau das ist auch das, was ich heute aus dem Buch mitnehme. Leben, leben wollen und das Leben mit meinen Liebsten zu genießen. In einem anderen Moment in meinem Leben würde ich vielleicht was anderes mitnehmen.
Genau das habe ich an “Und es wird trotzdem wieder Sommer werden” so geliebt: Es ist unbequem. Es ist schwer. Aber es bereichert das Leben. Vor allem aber habe ich das Gefühl, etwas zu haben, was mir hilft, wenn es bei mir so weit ist und ich um einen geliebten Menschen trauern muss. In meiner Naivität denke ich, dass es mir Halt geben wird. Und wenn nicht, kann ich dieses wunderschöne Hardcover immer noch nehmen und gegen die Wand werfen.
Dana_liest
5/5
07.09.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wow, wow, wow
In "Und es wird trotzdem wieder Sommer werden" erzählt Sebastian Becker vom Tod seines Vaters und was das mit ihm gemacht hat.
Wir erleben im Buch alle Emotionen - Trauer, Wut, Liebe, Angst und Dankbarkeit.
In jedem einzelnen Satz spürt man die Gefühle des Autors, es ist teilweise beklemmend und gleichzeitig auch leicht und humorvoll.
Ich hatte Angst vor diesem Buch und wollte es dennoch lesen. Auch mein Papa ist vor fast zwei Jahren plötzlich gestorben und die Bücherwelt ist seitdem noch mehr zu meinem Safespace geworden. Und trotzdem wollte ich wissen, wie dieses Buch ist. Wie der Autor fühlt. Was der Tod seines Vaters mit ihm gemacht hat. Und ich kann mich so gut damit identifizieren.
Das Buch trifft mit jedem Satz ins Herz. Jeder trauert unterschiedlich, und trotzdem weiß ich jetzt, dass ich mit vielen Gedanken und Gefühlen nicht alleine bin. Das Buch lässt mich weinen, schmunzeln und es tröstet. Und es zeigt: es wird trotzdem wieder Sommer werden.
Danke Sebastian Becker, für das Teilen dieser persönlichen Geschichte.
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