Maria ist Medizinstudentin. Im Sommer 1964 beschließt sie, ihre Semesterferien in der Bergregion zu verbringen, in welcher ihr sehr früh verstorbener Vater während des Zweiten Weltkrieges als Arzt tätig war. Hier hofft sie, etwas über seine Vergangenheit zu erfahren. Eine Vergangenheit, über welche ihre Familie einen Mantel des Schweigens ausgebreitet hat.Briefe aus der Vergangenheit, der mysteriöse Fund einer Gletscherleiche und ein Mädchen mit Downsyndrom bestimmen den spannenden Weg der jungen Frau auf ihrer Suche nach der Wahrheit.
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
liesmal
Thalia Book Circle Community
5/5
29.08.2026
Buch (Taschenbuch)
Familiengeheimnis im Dunkel
„Die Freiheit der Libelle“ hat etwas in mir angefacht, wie ich es noch nie erlebt habe, obwohl ich sehr viel lese. Nach nur wenigen Tagen Pause hatte ich das Bedürfnis, das Buch noch einmal zu lesen. Einfach aus dem Grund, weil es so wunderbar geschrieben ist. Wie Maria in dem kleinen Bergdorf ankommt, welche Kälte sie mit Ausnahme ihrer Zimmerwirtin von den Menschen des Dorfes zu spüren bekommt, ist schrecklich. Wie sie Eva kennenlernt, was die beiden zusammen erleben und wie sie zu Freundinnen werden, steckt voller Herzenswärme und berührt mich tief.
Allerdings gibt es neben dieser bewegenden Freundschaftsgeschichte noch eine andere Seite, die weit weniger schön ist. Maria ist in das Bergdorf in Südtirol gereist, um etwas über ihren verstorbenen Vater zu erfahren, der hier im Zweiten Weltkrieg als Arzt gearbeitet hat. Auf ihre Fragen hat Marias Mutter bisher nur mit Schweigen geantwortet, die Leute aus dem Dorf zeigen mit ihrer abweisenden Art, dass sie hier nicht willkommen ist. Nur den Grund erfährt Maria nicht.
Das Buch, das sich hauptsächlich mit den Kriegs- und Nachkriegsjahren in Südtirol beschäftigt, hat mich an einen Ort und in eine Zeit geführt, die für mich ganz neu ist. Darum habe ich mich gefreut, im Nachwort noch nähere Informationen zu den Besonderheiten dieser Region zu bekommen.
Meine Empfehlung für diese Geschichte gebe ich aus vollem Herzen.
ullap64
aus Kleve
5/5
25.08.2026
Buch (Taschenbuch)
Auf den Spuren der Vergangenheit
Die junge italienische Stundentin Maria beschließt, ihre Semesterferien in dem kleinen Bergdorf zu verbringen, in dem ihr früh verstorbener Vater aufgewachsen ist und auch als Arzt in jungen Jahren gearbeitet hat. Über das Schicksal des Vaters wird in der Familie ein Mantel des Schweigens gedeckt, aber auch die Bewohner des Dorfes, in dem Maria ihren Urlaub verbringt, kommen ihr mit Misstrauen und Feindseilgkeit entgegen. Nur das junge Mädchen Eva mit Down-Syndrom begnet ihr offen und freundlich und bringt ihr die Gegend und das Dorf näher.
Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen: In den 60er Jahren, welches hier als Gegenwartsebene dient sowie in der Zeit rund um den zweiten Weltkrieg. Der Sprachstil ist rund und flüssig, verknüpft atmosphärische und schöne Landschaftsbeschreibungen geschickt mit der oft zurückhaltenden und fast schon feindselilgen Grundstimmung der Dorfbewohner, die hier immer sehr gut eingefangen ist. Als Ruhepol und Bindeglied dient stets die unbefangene und von allen im Dorf geliebte Eva, die Maria fast etwas wie eine Freundin wird. Sehr gespannt habe ich Maria durch die Recherchen zur Geschichte ihres Vaters begleitet, die man als Leser parallel nach und nach erfährt und mir wieder einige schlimme Strukturen der Nazizeit nahegebracht haben. Eine sehr empfehlenswerter und interessanter Roman zu einem unschönen aber vielleicht nicht allen bekannten Teil deutscher Geschichte!
Bewertung
5/5
19.08.2026
Buch (Taschenbuch)
Ein berührender Blick in die Vergangenheit
In Die Freiheit der Libelle begibt sich Maria auf die Suche nach ihrem verstorbenen Vater, über den ihre Mutter jahrelang geschwiegen hat. Alte Briefe führen sie in ein Südtiroler Bergdorf, wo sie auf eine Vergangenheit stößt, die von Geheimnissen, Schuld und schmerzhaften Erinnerungen geprägt ist. Während Maria immer tiefer in die Geschichte ihrer Familie eintaucht, muss sie sich nicht nur der Vergangenheit, sondern auch ihren eigenen Fragen stellen. Helene Mathà hat mich mit der besonderen Atmosphäre und den liebevoll gezeichneten Figuren überzeugt. Die Geschichte verbindet eine spannende Spurensuche mit Südtiroler Geschichte und lässt dabei immer wieder neue Fragen entstehen. Besonders Maria ist mir ans Herz gewachsen. Ihre Suche nach der Wahrheit ist spannend, emotional und führt sie nicht nur in die Vergangenheit, sondern verändert auch ihren Blick auf ihre Familie. Mir hat gefallen, dass der Roman Geheimnisse nicht einfach auflöst, sondern zeigt, wie sehr vergangene Ereignisse Menschen und Beziehungen über Generationen hinweg prägen können. Die Mischung aus Spannung, Familiengeschichte und einer wunderschönen Landschaft macht das Buch zu einer besonderen Leseerfahrung.
Bewertung
Thalia Book Circle Community
5/5
18.08.2026
Buch (Taschenbuch)
Die Freiheit der Libelle
Maria ist Medizinstudentin. Im Sommer 1964 beschließt sie, ihre Semesterferien in der Bergregion zu verbringen, in welcher ihr sehr früh verstorbener Vater während des Zweiten Weltkrieges als Arzt tätig war. Hier hofft sie, etwas über seine Vergangenheit zu erfahren. Eine Vergangenheit, über welche ihre Familie einen Mantel des Schweigens ausgebreitet hat. Briefe aus der Vergangenheit, der mysteriöse Fund einer Gletscherleiche und ein Mädchen mit Downsyndrom bestimmen den spannenden Weg der jungen Frau auf ihrer Suche nach der Wahrheit. So die Buchvorstellung. Besser und prägnanter kann ich es auch nicht zusammenfassen. Was ich aber zusammenfassen kann:
Der Roman Die Freiheit der Libelle von Helene Mathà hat mir sehr gut gefallen. Ein sehr schöne und für mich authentische, eher ruhige und auch emotionale Geschichte. Das Setting war großartig beschrieben und die Charaktere ebenso. Der Schreistil klar und flüssig zu lesen, sehr bildhaft und ich konnte mich gut in die Story hineinversetzen. Marias Suche nach den Wurzeln konnte ich gut miterleben und fand es sehr glaubhaft und spannend. Auch den Einfluss des Zeitgeschehens konnte ich sehr gut nachvollziehen. Sehr gut recherchiert und umgesetzt.
Von mir eine klare Leseempfehlung für den sehr schönen zeitgeschichtlichen Roman im wunderschönen Südtirol.
Elke21
aus Neuburg
5/5
04.08.2026
Buch (Taschenbuch)
Dunkles Familiengeheimnis
Im Sommer 1964 beschließt Maria, eine Medizinstudentin, ihre Semesterferien in der Bergregion zu verbringen, in welcher ihr sehr früh verstorbener Vater während des Zweiten Weltkrieges als Arzt tätig war. Da ihre Mutter sich in Schweigen hüllt, will sie sich ein eigenes Bild machen und mehr über seine Vergangenheit erfahren. Vor Ort wird sie aufgrund ihres Namens gleich in Zusammenhang mit ihren Vater gebracht und erfährt mehr Ablehnung als erwartet. Nur Eva, ein Mädchen mit Downsyndrom, wird schnell zu ihrer Freundin. Doch das hält Maria nicht davon ab weiter nachzuforschen.
Die Charaktere und die Schauplätze sind sehr gut und authentisch beschrieben und in meinem Kopf sind gleich Bilder dazu entstanden. Der Schreibstil ist sehr flüssig und gut zu lesen. Marias Weg auf der Suche nach der Wahrheit habe ich gespannt verfolgt und ich habe tiefe Einblicke in die damalige dunkle Zeit erhalten. Gut recherchierter zeitgeschichtlicher Roman im wunderschönen Südtirol!
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