Unsere Nachbarn Menschen aus der Wiener Vorstadt
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
13.05.2026
Herausgeber
Karl-Maria GuthVerlag
Henricus - Edition Deutsche KlassikSeitenzahl
108
Maße (L/B/H)
22,6/16/1,4 cm
Gewicht
335 g
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-7437-5626-7
Ada Christen: Unsere Nachbarn. Menschen aus der Wiener Vorstadt Erstdruck: Dresden und Leipzig, Verlag von Heinrich Minden, 1884 mit dem Untertitel 'Neue Skizzen' und der Widmung: 'Der Liese mit herzlichem Gruß die Ada'. Neuausgabe. Herausgegeben von Karl-Maria Guth. Berlin 2026. Der Text dieser Ausgabe wurde behutsam an die neue deutsche Rechtschreibung angepasst. Umschlaggestaltung von Thomas Schultz-Overhage. Gesetzt aus der Minion Pro, 11 pt. Henricus - Edition Deutsche Klassik GmbH In den engen Höfen und schmalen Gassen einer Wiener Vorstadt entfaltet sich das stille Leben einfacher Menschen. Ada Christen erzählt von Stickerinnen, Tagelöhnern, Witwen, Kindern und einsamen Männern, von kleinen Hoffnungen, verlorenen Lieben und jenen Schicksalen, die nie große Geschichte schreiben und dennoch unvergesslich bleiben. Im Mittelpunkt steht die stille Liese, deren scharfer Blick hinter die Fassaden ihrer Nachbarn dringt. Mit feinem Mitgefühl und ungewöhnlicher Beobachtungsgabe bewahrt sie die Erinnerungen an Menschen, 'denen etwas passiert ist'. Die Erzählungen verbinden Melancholie, Wärme und leisen Humor zu einem eindringlichen Bild des Wiener Kleinbürgertums des 19. Jahrhunderts. Ein poetisches Porträt der Vergessenen und Einsamen - voller Menschlichkeit und stiller Tragik. Über die Autorin: Ada Christen, eigentlich Christiane Rosalia Friederik, erlebt den sozialen Verfall ihres wohlhabenden Elternhauses, ist früh auf sich selbst gestellt und schlägt sich als Blumenmädchen und Schauspielerin durch. Sie heiratet 35-jährig einen adligen Großgrundbesitzer und verelendet nach dessen frühen Tod nur vier Jahre später erneut. Zeitweilig arbeitet sie als Animierdame in Nachtlokalen. In zweiter Ehe mit dem Unternehmer Adalmar von Breden verheiratet führt sie einen literarischen Salon, in dem unter vielen anderen Ferdinand von Saar, Friedrich Hebbel und Ludwig Anzengruber verkehren. Erneut in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten stirbt sie nach langem Nervenleiden 1901 völlig zurückgezogen. Das Abgründige ihres Werkes verwertet und verarbeitet die Leiderfahrung ihres bewegten Lebens. Die erotische Freizügigkeit und die schonungslose Anklage sozialen Elends in ihren Schriften stoßen bei Zeitgenossen auf sehr geteilte Resonanz.
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