Produktbild: Das Geschehen

Das Geschehen

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

29.04.2026

Verlag

BoD - Books on Demand

Seitenzahl

136 (Printausgabe)

Dateigröße

466 KB

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783696333737

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • alle Texte können angepasst werden
  • entspricht der Vorgabe EPUB Barrierefreiheit 1.0 A
  • keine Vorlesefunktionen des Lesesystems deaktiviert

Erscheinungsdatum

29.04.2026

Verlag

BoD - Books on Demand

Seitenzahl

136 (Printausgabe)

Dateigröße

466 KB

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783696333737

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  • Bewertung

    5/5

    08.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine radikale Philosophie des Zwischen

    Dieter Eiglers Werk "Das Geschehen" ist kein Buch, das man einfach liest. Es ist ein Buch, das mit dem Leser geschieht. Eigler, bekannt für seine unkonventionellen, tiefgründigen und oft poetischen Zugänge zu Theologie, Philosophie und Alltagserfahrung, entfaltet hier eine radikale Ontologie des „Geschehens“ – ein Begriff, der bei ihm nicht als bloße Abfolge von Ereignissen, sondern als lebendiger, offener und fraktaler Vollzug von Wirklichkeit verstanden wird. Das Geschehen als Grundkategorie Eigler löst sich konsequent von klassischen Denkfiguren wie Subjekt, Objekt oder Kausalität. Stattdessen setzt er das Geschehen als primäre Kategorie: Wirklichkeit ist kein statisches Sein, sondern ein dynamisches, relationales und stets im Werden begriffenes Feld. Das „Zwischen“ wird dabei zum zentralen Ort – nicht als leerer Raum zwischen Dingen, sondern als der eigentliche Raum, in dem sich Bedeutung, Beziehung und sogar Transzendenz ereignen. G:tt, so Eigler, ist keine übergeordnete Instanz, sondern eine Instanz im Geschehen, die sich in der Zärtlichkeit des Alltags, in der Schechina – der einwohnenden Gegenwart – offenbart. Theologie als gelebte Praxis Eiglers Ansatz ist nicht nur theoretisch, sondern existenziell. Er transformiert klassische theologische Begriffe wie Trinität, Eucharistie oder Erlösung in Beziehungsgeschehen. Dogmen werden nicht verworfen, sondern „ent-mechanisiert“: Wahrheit ist kein Besitz, sondern ein Vollzug; Glaube kein Für-wahr-Halten, sondern ein Mitgehen im Geschehen. Besonders eindrücklich ist seine Deutung der Schechina – nicht als abstrakte göttliche Eigenschaft, sondern als zärtliche Gegenwart, die im Alltäglichen, im Geteilten, im Unscheinbaren wirkt. Brüche als Struktur des Lebens Ein zentrales Motiv des Buches ist die Idee der Soll-Bruchstellen – nicht als Defekte, sondern als notwendige Übergänge. Eigler zeigt, wie Brüche (in der Ökonomie, im Glauben, im Leben) nicht vermieden, sondern gestaltet werden können. Sie sind keine Hindernisse, sondern Schwellen, an denen sich Neues ereignet. Diese Perspektive macht das Buch zu einer Ethik der Resilienz: Nicht das Standhalten um jeden Preis, sondern das gute Brechen – das Wissen, wann man loslassen muss, um weiterzugehen. Ökonomie als Geschehen Überraschend wendet Eigler seine Philosophie auch auf die Ökonomie an. Märkte sind für ihn keine mechanischen Systeme, sondern narrative Geschehen, in denen Präferenzen erst im Vollzug entstehen. Arbeit ist kein isoliertes Gut, sondern ein Kuppelprodukt der Lebenszeit; Preise sind nicht objektiv, sondern relational. Selbst der scheinbar rationale Markt wird so zum Ort von Geschichten, Bedeutungen und Beziehungen. Sprache und Stil: Poesie des Denkens Eiglers Prosa ist so dicht wie seine Gedanken. Er schreibt nicht linear, sondern assozativ und kreisend – eine Form der ruminatio, des Wiederkäuens, das er selbst als Erkenntnisform preist. Seine Bilder (der wackelige Tisch, die Kirschen, die Sitzgelegenheit) sind keine Metaphern, sondern konkrete Praxisorte, die das Abstrakte sinnlich erfahrbar machen. Wer hier klare Definitionen sucht, wird enttäuscht. Wer bereit ist, sich auf ein Denken einzulassen, das nicht erklärt, sondern ereignet, wird belohnt. Fazit: Ein Buch, das bleibt Das Geschehen ist kein Werk, das man „versteht“ und dann beiseitelegt. Es ist eine Einladung, die Welt anders zu sehen – nicht als Ansammlung von Dingen, sondern als lebendiges Geflecht von Geschehen, in dem auch der Leser selbst Teil wird. Eigler fordert keine Zustimmung, sondern Teilnahme. Sein Buch ist kein Abschluss, sondern ein Weitergehen – zärtlich, bruchhaft und voller Möglichkeiten. Für wen lohnt sich die Lektüre? Für Theologen, die nach einer nicht-dogmatischen, erfahrungsbezogenen Spiritualität suchen. Für Philosophen, die jenseits von Subjekt-Objekt-Dualismen denken wollen. Für alle, die im Alltag die Tiefe des Unscheinbaren entdecken möchten. Für Leser, die bereit sind, sich auf ein Buch einzulassen, das nicht erklärt, sondern geschieht. Eiglers Werk ist kein Ratgeber, keine Anleitung, kein System. Es ist ein Geschehen – und wer sich darauf einlässt, wird nicht unverändert bleiben.

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