Als Liliane von ihrem ersten Urlaub nach der Scheidung zurückkommt, erreicht sie ein Anruf aus einem Krankenhaus in Schottland: Ihr 89-jähriger Vater ist allein in die Highlands gereist und hat in der Wildnis einen Herzinfarkt erlitten. Noch in Strandschuhen und T-Shirt fährt Liliane ihm nach, um ihn nach Hause zu holen. Doch ihr geschwächter Vater will nur eines: bis zur nördlichsten Spitze Schottlands laufen, wie damals als junger Student. Liliane sieht keine andere Möglichkeit, als ihn zu begleiten. Gemeinsam brechen Vater und Tochter in die alten Pfade der Highlands auf. Sie übernachten in Feldsteinhütten, werden von Unwettern überrascht und sprechen zum ersten Mal über die dramatische Familiengeschichte – die Kriegskindheit des Vaters in Potsdam, den frühen Tod seiner Frau, Lilianes Mutter. Während der einst so starke Mann sich auf seine Tochter stützen muss, erkennt Liliane, wie sehr die Härte ihres Vaters ihre Beziehungen zu Männern und das Verhältnis zu ihrem Sohn geprägt hat. Der letzte Weg des Vaters wird für seine Tochter zu einem Aufbruch.Ein atmosphärisch dichter und einfühlsamer Roman über die Neubegegnung zweier Menschen, die sich lange fern waren.
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Annnnnnna
aus .
5/5
25.10.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Auf den Spuren des Lebens
Liliane, fast 50, steht nach dem Ende ihrer langjährigen Ehe vor einem Neuanfang. Als sie erfährt, dass ihr 89-jähriger Vater Klaus nach einem Herzinfarkt in Schottland im Krankenhaus liegt, macht sie sich auf den Weg zu ihm. Doch anstatt mit ihr nach Hause zurückzukehren, hält er unbeirrbar an seinem Vorhaben fest, die Wanderung seiner Studentenzeit zu wiederholen. Liliane begleitet ihn auf diesem Weg, der für beide zu einer Reise in die Vergangenheit wird.
Während Klaus sich mit den Erinnerungen seines Lebens auseinandersetzt und sich ihr langsam öffnet, beginnt auch Liliane, ihre eigene Familiengeschichte zu hinterfragen. Was hat den Vater zu dem harten Menschen gemacht, als den sie ihn kennt? Und wie viel von seinen Verhaltensmustern hat sie selbst in ihrer Ehe übernommen? Die gemeinsame Wanderung bietet Raum für Gespräche, die lange keinen Platz hatten, und für einen neuen Blick aufeinander.
Dabei sind es gerade die Ecken und Kanten der beiden Figuren, die sie für mich greifbar machen. Es geht nicht darum, vergangene Verletzungen einfach ungeschehen zu machen oder alles nachträglich zu entschuldigen. Vielmehr stellt sich die Frage, ob Verständnis möglich ist, wenn man beginnt, hinter die Fassade des anderen zu schauen.
Besonders eindrücklich fand ich die Schilderungen der schottischen Highlands. Die raue Landschaft, die Weite und die Abgeschiedenheit lassen die Wanderung unmittelbar vor dem inneren Auge entstehen und passen wunderbar zur nachdenklichen Stimmung der Geschichte.
Der Roman erzählt von den Spuren, die das Leben hinterlässt, von familiären Prägungen und unausgesprochenen Verletzungen. Er zeigt aber auch, dass Nähe und Loslassen unweigerlich miteinander verbunden sind. Während Klaus seinen Frieden mit der Vergangenheit finden möchte, eröffnet sich für Liliane die Möglichkeit, sich selbst besser zu verstehen und den eigenen Weg weiterzugehen.
Die Geschichte regt dazu an, über die eigene Beziehung zu den Eltern nachzudenken. Was hat uns geprägt? Was haben wir übernommen, ohne es zu merken? Und ist es jemals zu spät, den Menschen hinter der Rolle zu entdecken, die er in unserem Leben eingenommen hat?
Ein nachdenklicher Roman über Familie, Abschied und die Spuren, die wir voneinander in uns tragen.
Sylvias-Lesezimmer
aus Ingelbach
5/5
24.10.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wenn der letzte Weg neue Wege öffnet
Zum Inhalte
Kaum ist Liliane aus dem ersten Erholungsurlaub nach ihrer schmerzhaften Scheidung zurückgekehrt, erfährt sie, dass ihr 89-jähriger Vater Klaus heimlich und allein nach Schottland gereist und mitten in der Wildnis der Highlands mit einem Herzinfarkt zusammengebrochen ist.
Natürlich reist sie umgehend zu ihrem Vater. Anstatt mit seiner Tochter wieder nach Hause zu reisen, zeigt der Vater sich stur.
Er will unbedingt jene Wanderroute bis zur nördlichsten Spitze Schottlands wiederholen, die er einst als junger Architekturstudent bezwungen hat. Liliane begleitet ihren Vater auf dieser Tour und es entwickelt sich rasant zu einer emotionalen Konfrontation mit der eigenen Familiengeschichte.
In Alexa Hennig von Langes neuem Roman „Alte Pfade“ geht es um die ambivalente Beziehung zwischen einem alternden Vater und seiner erwachsenen Tochter.
Alexa Hennig von Lange hat für die Geschichte Charaktere mit psychologischer Tiefe lebendig werden lassen.
Klaus verkörpert die Generation der Kriegskinder. Er ist aufgewachsen im vom Krieg gezeichneten Potsdam, geprägt von Flucht und Disziplin. Er verachtet Schwäche und weigert sich bis zum Schluss, die Kontrolle abzugeben. Erst als sein Körper auf den harten Pfaden versagt, bröckelt die raue Fassade.
Liliane hat zeitlebens gelernt, zu funktionieren und Herausforderungen anzunehmen. Eine Eigenschaft, die sie der emotionalen Kälte ihres Vaters verdankt. Die Art ihres Vaters hat ihre Beziehung zu Männern geprägt.
Auch die Nebenfiguren wie Lianes Ex-Mann Frederick oder ihre egozentrische Schwester bereichern die Geschichte.
Alexa Hennig von Lange erzählt die Geschichte in einem ruhigen Ton. Durch Rückblenden verdeutlicht sie ihren Leser*innen die Vater-Tochter-Beziehung.
Der Schreibstil von Alexa Hennig von Lange ist flüssig und gut verständlich. Die Atmosphäre in der Geschichte ist deutlich kühl.
Die alten Pfade durch die Wildnis der Highlands werden anschaulich beschrieben.
Darin ist Liliane in Sommerschuhen unterwegs. Man spürt ihre Angespanntheit und ihre Erleichterung, wenn eine Hütte in Sicht kommt.
„Alte Pfade“ ist ein berührender und melancholischer Generationenroman, den ich gerne gelesen habe.
Martina Meyen
Thalia Book Circle Community
5/5
22.10.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Alte Pfade, neue Wege
Dieses Buch ist ein Geschenk für mich! Es entführt mich nicht nur in mein Lieblingsland Schottland, sondern weckt auch viele Erinnerungen an meinen Papa, der die Welt vor sieben Jahren verlassen hat und leider nie mit mir nach Schottland reisen konnte. Schon deshalb hat mich diese Geschichte auf ganz besondere Weise berührt.
Zunächst frage ich mich allerdings, was die Autorin sich für spezielle Charaktere ausgedacht hat. Liliane hat sich von ihrem eigentlich guten Ehemann getrennt. Die Gründe dafür kann ich nicht wirklich nachvollziehen und zunächst macht sie sich bei mir damit nicht unbedingt sympathisch. Auch ihr Vater ist ein schwieriger Charakter, dickköpfig und stur. Doch ich begleite das ungleiche Paar auf seinem Weg durch die schottischen Highlands und merke, wie sich etwas verändert, nicht nur bei den beiden, sondern auch in meiner Wahrnehmung.
Die gemeinsame Reise öffnet Türen, hinter denen lange Zeit Abstand und Unverständnis geherrscht haben. Eine unerwartete Begegnung in einem abgelegenen Bothy hat mir besonders gut gefallen. Sie ist wunderschön erzählt und für Liliane von großer Bedeutung. Von diesem Moment an wachsen mir sowohl sie als auch ihr Vater immer mehr ans Herz. Schritt für Schritt nähern sich die beiden an, bis die Geschichte ein stimmiges und zugleich sehr emotionales Ende findet.
Alexa Hennig von Lange nimmt mich mit an wunderschöne Orte Schottlands, die ich bisher noch nicht besucht habe und die nun auf meiner Bucketlist stehen. Gleichzeitig erzählt sie mit viel Einfühlungsvermögen davon, wie Nähe entstehen kann, wenn zuvor nur Distanz und Unverständnis waren.
Die alten Pfade führen Liliane auf neue Wege – und haben auch mein Herz berührt. Ich habe dieses Buch wahrhaft geliebt!
die.bunte.welt.der.buecher
aus Magdeburg
5/5
19.10.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Auf den Spuren der Vergangenheit
Liliane und ihre Geschwister Charlotte und Georg haben schon im frühen Alter ihre Mutter verloren. Ihr Vater Klaus musste von da an nicht nur der Ernährer der Familie sein, sondern sich auch um Haushalt und Kinder kümmern. Da blieb kein Raum und keine Zeit für Schwäche oder Trauer.
Jetzt viele Jahre später erleidet der 89-jährige Klaus auf seiner Wanderung quer durch die Wildnis der Highlands einen Herzinfarkt. Liliane reist nach Schottland um ihren Vater nach Hause zu holen. Doch dieser denkt gar nicht daran und will stoisch wie jeher die Wanderroute, die er bereits als junger Architekturstudent gegangen ist, unbedingt fortsetzen. Aus Sorge bleibt Liliane nichts anderes übrig, als ihn zu begleiten, auch gegen den Willen ihres Vaters.
"Er räusperte sich. [...] Es kam immer dann, wenn ihr Vater seinen Willen durchsetzen wollte. Für ihn gab es keine Kompromisse. So war es immer gewesen. Den eigenen Plan aufzugeben, empfand er als Selbstaufgabe." (S. 79)
Auf ihrer Wanderung auf unebenen Pfaden, dem rauen und nassen Wetter ausgesetzt, wandern sie von Felssteinhütte zu Felssteinhütte. Erstmals kommen sich Vater und Tochter näher und sprechen über all das, worüber in ihrer Familie bisher geschwiegen wurde: die Kriegskindheit des Vaters, die schwierige Ehe der Eltern, der frühe Tod der Mutter, das Scheitern Lilianes eigener Ehe. Schritt für Schritt arbeiten sie die Vergangenheit und ihre Beziehung zueinander auf.
Klaus mochte ich zu Beginn mit seiner sturen, rücksichtslosen und egoistischen Art so gar nicht. Das änderte sich, als er beginnt, von seiner Kindheit zu erzählen, die er in der Nachkriegszeit in Potsdam verbracht hat; von dem schweren Leben, das von Zerstörung, existenzieller Not und Unsicherheit geprägt war. Dieses Trauma hat Klaus nie wirklich überwunden und erst recht nicht aufgearbeitet. Seiner Familie Schutz und Stabilität zu bieten, war für Klaus gleichbedeutend damit, Liebe und Fürsorge zu zeigen. Liliane beginnt ihren Vater besser zu verstehen und ihr wird klar, wie sehr sein Verhalten ihre Sichtweise auf Männer geprägt hat und warum ihre Ehe in die Brüche gegangen ist. Gern hätte ich mehr über die Beziehung unter den Geschwistern erfahren, auch wenn der Fokus hier auf der Vater-Tochter-Beziehung liegt. Auch hätte ich die ein oder andere Szene nicht gebraucht. Das Ende wiederum hat mich zutiefst bewegt.
"Alte Pfade" ist ein stiller, emotionaler und bewegender Roman über Vergangenheit, familiäre Prägungen, Veränderung, spätes Verstehen und Verzeihen. Der Roman regt zum Nachdenken an und lässt sicher den einen oder anderen den Wunsch verspüren, mit den eigenen Eltern oder auch Großeltern alte Pfade zu betreten. Auch die Beschreibung der schottischen Landschaft ist Alexa Hennig von Lange sehr gelungen. Man merkt dem Roman an, dass die Autorin selbst nach Schottland gereist ist, um die Wege nachzulaufen, die ihr Vater als Student genommen hat. Großartig!
Silke - Buchgespür -
5/5
19.10.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
So berührend!
Vom ersten Schritt an ging ich an Lilianes Seite „Alte Pfade“. Ich habe selbst die Highlands durchquert, wenn auch nicht ganz zu Fuß. Bilder davon findet ihr auf den letzten Slides. Ich weiß, was diese Natur mit einem machen kann. Sie ist so rein und ursprünglich, dass vieles plötzlich klarer wird.
Klaus ist nach Oban in Schottland geflogen, um von dort aus mit 89 Jahren noch einmal die Highlands zu durchqueren. Nach einem Herzinfarkt wird seine Tochter Liliane benachrichtigt, die umgehend zu ihm reist und beschließt, ihn nicht allein weitergehen zu lassen. Schon hier zeigt sich die Struktur ihrer Beziehung. Der Vater entscheidet, und Liliane hat auch als Erwachsene kaum eine Chance, sich innerlich dagegen zu wehren oder ihn aus Vernunft von etwas abzubringen.
Aufgrund meiner eigenen Biografie hat mich dieses Verhältnis beim Lesen sehr bewegt und berührt. Die Gespräche der beiden und diese Art zu kommunizieren, die die Generation des Vaters nie wirklich gelernt hat, haben mich tief getroffen. Auch die Auseinandersetzung mit Klaus’ Schuld und damit, wie unterschiedlich seine drei Kinder mit Vergebung umgehen, fand ich tiefgründig beschrieben.
Liliane handelt immer wieder gegen ihre innere Überzeugung. Doch mit jedem Schritt in ihren zum Wandern wenig geeigneten Stoffschuhen und jedem biografischen Detail aus der Kindheit und den Kriegserfahrungen ihres Vaters, bringt sie nicht nur ihm näher, sondern auch sich selbst. Indem sie ihn besser versteht, ohne alles tolerieren zu können, begreift sie ihre eigene Prägung immer mehr.
Die Dialoge und Gedanken der beiden sind sprachlich im Fluss und passen zu den Figuren.
Schottlands raue, aber wunderschöne Natur bleibt bei all den nachdenklichen Themen ein guter Spiegel der Seele . Nach dieser Lektüre vermisse ich die Highlands immer mehr.
„Alte Pfade“ von @alexahennigvonlange hat mich persönlich weitergebracht. Es hat mich über meine Familie, meine Rolle darin und meine eigenen Ziele nachdenken lassen. Für mich eine große Bereicherung.
In „Alte Pfade“ schreibt Alexa Hennig von Lange über eine vielschichtige Vater-Tochter-Beziehung, die von vererbten Glaubenssätzen und Verhaltensweisen, aber auch viel Liebe und Zuneigung geprägt ist. Dabei stellt sie immer wieder die Frage, wie nah wir unseren Eltern wirklich kommen können und wie sehr prägende Erlebnisse, die unsere Eltern gemacht haben, unsere eigenen Beziehungen beeinflussen.
Liliane ist gerade aus dem sonnigen Urlaub zurückgekommen, da erhält sie einen überraschenden Anruf: Ihr Vater liegt nach einem Herzinfarkt im Krankenhaus – in Schottland. Der 89-Jährige ist alleine aufgebrochen, um noch einmal einen Weg zu wandern, den er als junger Mann gegangen ist. Liliane reist ihm nach, kann ihn nicht aufhalten und findet sich kurze Zeit später in dünnen Stoffschuhen auf einer Wanderung wieder, die nicht nur durch die schottischen Highlands, sondern auch in die Vergangenheit und die Beziehung zwischen ihr und ihrem Vater führt.
Besonders gefallen an diesem Roman hat mir die Vielschichtigkeit und Komplexität der Beziehung zwischen Liliane und ihrem Vater Klaus. Obwohl Liliane ihrem „Papi“ nah sein will, ihre Zuneigung immer wieder mit kleinen Gesten zeigt, ist sie gleichermaßen erschöpft und wütend über ihre Beziehung. Viele Verhaltensweisen, beispielsweise dass sie nicht mit dem Flugzeug fliegt, hat sie von ihrem Vater übernommen, denn der hat schon immer gesagt, seine Familie fliege nicht. Ihrem Bruder ist hier zumindest eine kleine Loslösung gelungen, doch Liliane hat zu kämpfen. Nicht immer sind ihr die Handlungen, in denen sie gefangen ist, sofort klar – im Gegensatz zu uns Lesenden. Wir erkennen, wenn Liliane einmal wieder etwas macht, weil es der Vater in der Vergangenheit so vorgelebt hat. Auf ihrer gemeinsamen Wanderung kommen sich die beiden sehr nahe und sprechen über Schicksalsschläge aus der Vergangenheit, die die beiden zu den Menschen gemacht haben, die sie heute sind. Die Vergangenheit beginnt nicht erst mit dem Selbstmord von Lilianes Mutter, die den Vater mit drei kleinen Kindern allein ließ, sondern mit der Flucht des Vaters als kleiner Junge während des Krieges. Versteckt in Ziegenställen, umgeben von Leid und Tod, wurde ihm beigebracht, durchzubeißen und sich zusammenzureißen. Und genau das tat Lilianes Vater sein ganzes Leben lang – und hat dabei seine eigenen Gefühle außer Acht gelassen. Liliane hätte sich als Kind so sehr gewünscht, mit ihrem Vater zu trauern, gemeinsam aufzustehen nach gemeinsamer Traurigkeit, doch der Vater zeigte wenig Regung, er musste schließlich die Familie zusammenhalten. Auch wenn Liliane ihrem Vater Vorwürfe macht, bringt sie doch immer wieder Verständnis für seine Situation auf. Erst auf der gemeinsamen, beschwerlichen Wanderung erfährt sie, was ihr Vater als kleines Kind durchmachen musste. Kleine Gesten der Zuneigung lässt auch der Vater der Tochter zukommen, indem er beispielsweise ehrlich sagt, dass er froh sei, dass Liliane bei der Wanderung dabei sei.
Mich hat das Buch besonders berührt, da mich Lilianes Vater Klaus an meinen Opa erinnert hat, der vor ziemlich genau einem Jahr gestorben ist. Die beiden haben viel gemeinsam: traumatische Erlebnisse als kleines Kind während des Krieges und die daraus resultierende „Durchbeißen-Haltung“, die die Familie geprägt hat. Besonders berührend war für mich, dass Liliane trotz aller Konflikte ihren Vater nicht von sich stößt, sondern das sieht, was wirklich ist: ein alter, vom Leben gezeichneter Mann, der sich mit der Wanderung einen letzten Wunsch erfüllen möchte. Mehrmals hatte ich Tränen in den Augen, besonders am Ende, das emotional und versöhnlich war, gleichzeitig ein Ende und ein Anfang: Das Gehen der „Alten Pfade“ hat Veränderung möglich gemacht.
Liliane hat sich auf der Reise weiterentwickelt und immer gewinnbringender auf ihre gescheiterte Ehe, aber auch auf die Beziehung zu ihrem Sohn geblickt. Ich glaube, dass sie am Ende die Mutter sein kann, die ihr Sohn braucht. Auch wenn es für sie schwierig sein wird, weiterzugehen, wird sie dies tun – mit der Liebe des Vaters im Herzen.
„Alte Pfade“ war für mich eine emotionale Lektüre, die ich uneingeschränkt weiterempfehlen kann.
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