Als Liliane von ihrem ersten Urlaub nach der Scheidung zurückkommt, erreicht sie ein Anruf aus einem Krankenhaus in Schottland: Ihr 89-jähriger Vater ist allein in die Highlands gereist und hat in der Wildnis einen Herzinfarkt erlitten. Noch in Strandschuhen und T-Shirt fährt Liliane ihm nach, um ihn nach Hause zu holen. Doch ihr geschwächter Vater will nur eines: bis zur nördlichsten Spitze Schottlands laufen, wie damals als junger Student. Liliane sieht keine andere Möglichkeit, als ihn zu begleiten. Gemeinsam brechen Vater und Tochter in die alten Pfade der Highlands auf. Sie übernachten in Feldsteinhütten, werden von Unwettern überrascht und sprechen zum ersten Mal über die dramatische Familiengeschichte – die Kriegskindheit des Vaters in Potsdam, den frühen Tod seiner Frau, Lilianes Mutter. Während der einst so starke Mann sich auf seine Tochter stützen muss, erkennt Liliane, wie sehr die Härte ihres Vaters ihre Beziehungen zu Männern und das Verhältnis zu ihrem Sohn geprägt hat. Der letzte Weg des Vaters wird für seine Tochter zu einem Aufbruch.Ein atmosphärisch dichter und einfühlsamer Roman über die Neubegegnung zweier Menschen, die sich lange fern waren.
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Sanne
aus SH
5/5
07.09.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Familiäre Prägungen
Man glaubt es kaum, aber „Alte Pfade“ war tatsächlich mein erstes Buch von Alexa Hennig von Lange – und es wird definitiv nicht mein letztes sein. Diese bewegende Geschichte wird noch lange in mir nachhallen.
Nach einem Herzinfarkt ihres 89-jährigen Vaters Klaus reist Liliane ihm nach Schottland hinterher. Eigentlich möchte sie ihn nur nach Hause holen, doch Klaus hat andere Pläne: Er will noch einmal den Weg durch die Highlands gehen, den er bereits als junger Student gewandert ist. Liliane begleitet ihn – und aus der Wanderung wird eine Reise in die gemeinsame Vergangenheit.
Auf Instagram stellt Alexa Hennig von Lange ihren Roman mit den Worten vor: „Wir wissen oft mehr über die Wunden unserer Mütter als über die Träume unserer Väter.“ Auch ihr eigener Vater wanderte einst als Student durch die schottischen Highlands. Für ihre Recherche ist die Autorin seinen damaligen Wegen gefolgt – sie wollte „sehen, wer er hatte sein wollen“.
Diese persönliche und gründliche Recherche spürt man auf jeder Seite. Die Autorin erzählt ruhig, einfühlsam und ausdrucksstark. Besonders die Dynamik zwischen Vater und Tochter, zwischen alten Verletzungen, Sprachlosigkeit und vorsichtiger Annäherung, hat mich durch das Buch getragen. Dabei geht es um familiäre Prägungen, Rollenbilder, das Älterwerden, Verlust und Vergebung – und darum, wie sehr unsere Eltern unser eigenes Leben beeinflussen.
Gleichzeitig ist der Roman unglaublich atmosphärisch. Beim Lesen hatte ich das Gefühl, selbst durch die raue Landschaft der Highlands zu wandern.
Mein Fazit:
Ein emotionaler und tiefgründiger Roman über Väter und Töchter, familiäre Prägungen und die Möglichkeit, einander neu zu begegnen. Ein Buch, das nachwirkt und Fragen hinterlässt: Wie ähnlich sind wir unseren Eltern? Was haben sie uns mitgegeben? Und wie sehr beeinflusst uns das bis heute?
Für mich ein ganz besonderes Leseerlebnis.
Bewertung
5/5
07.09.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Vater und Tochter in den schottischen Highlands
Liliane hat eine sehr emotionale Zeit hinter sich: Trennung vom Ehemann und Vater ihres Sohnes, der ihr die Schuld an den Bruch gibt. Dann der Anruf aus Schottland: ihr 89-jähriger entfremdeter Vater hatte einen Herzinfarkt, wurde gerettet von seiner Tour aus den Highlands, die er schon mal als 20-Jähriger gemacht hatte, und müsste jetzt zurück nach Deutschland gebracht werden. Liliane kann nicht gleich ihre Geschwister erreichen, aber ihr Ex Frederik hilft ihr, trotz Trennung. Der Vater will aber unbedingt seine Wanderung fortsetzen. Liliane fährt mit dem Auto und erreicht ihren Vater sehr geschwächt im Krankenhaus. Er lässt sich aber nicht abbringen und so startet Liliane, in Sommerschuhen aus Stoff, mit ihrem Papi auf die Pfade der Vergangenheit. Ein wirklich sehr emotionales Buch über unausgesprochene Verletzungen und Gefühlen. Sehr empfehlenswert!
Bewertung
5/5
04.09.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Emotionale Reise durch die Highlands
In „Alte Pfade“ begleitet Liliane Hals über Kopf ihren 89-jährigen Vater in die schottischen Highlands. Im Gepäck hat sie jede Menge unbeantwortete Fragen aus ihrer Kindheit, auf die sie nun endlich Antworten erhofft. Ihr Vater war schon immer ein sturer Mann, der eisern seine eigenen Ziele und Bestrebungen verfolgte. Doch Liliane lässt nicht locker: Warum wurde in der Familie nie über den Selbstmord ihrer Muttergesprochen? Und was ist in der Kindheit des Vaters passiert, das ihn so tief geprägt und unnahbar gemacht hat?
Beim Lesen hat mich besonders eine Frage tief bewegt: Wie stark muss oder darf man im Leben sein, ohne sich selbst zu vergessen und andere vor den Kopf zu stoßen? Die Dynamik zwischen Vater und Tochter regt unglaublich zum Nachdenken an.
Ein absolutes Highlight des Buches sind die wunderschönen Naturbeschreibungen. Der Autorin gelingt es, die raue, magische Atmosphäre der Highlands so einzufangen, dass man sich beim Lesen automatisch dorthin versetzt fühlt und die schottische Natur förmlich spüren kann.
Fazit:
Ein sehr emotionales, tiefgründiges Buch, das lange nachwirkt. Eine klare Weiterempfehlung für alle Herzensmenschen, die die Natur lieben und Geschichten mit Tiefgang suchen!
Bewertung
5/5
04.09.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine besondere Vater-Tochter-Geschichte
„Alte Pfade“ war mein erstes Buch von Alexa Hennig von Lange und hat mich positiv überrascht. Im Mittelpunkt stehen Liliane und ihr 89-jähriger Vater, die gemeinsam durch die schottischen Highlands wandern. Dabei kommen nach und nach alte Erinnerungen, Verletzungen und die schwierige Familiengeschichte ans Licht.
Besonders mochte ich, dass sich ihre Beziehung nicht plötzlich, sondern ganz langsam verändert. Auch die raue und unberechenbare Landschaft passt wunderbar zur Geschichte. Themen wie Verlust, Einsamkeit, Familie und die Prägung durch frühere Generationen werden auf eine nachdenkliche Art aufgegriffen.
Mir war die Handlung stellenweise etwas zu ruhig, trotzdem hat mich das Buch berührt und beschäftigt.
Für wen lohnt sich dieses Buch – und für wen eher nicht? Für Leser, die ruhige, tiefgründige Familiengeschichten mögen.
Bewertung
5/5
03.09.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wie sehr prägt uns unsere Familie?
Insgesamt hat mir „Alte Pfade“ gut gefallen. Die größte Stärke des Romans liegt für mich in der besonderen Atmosphäre, den wunderschönen Beschreibungen der schottischen Highlands und vor allem in der Beziehung zwischen Liliane und ihrem Vater. Die Geschichte ist ruhig erzählt, beschäftigt sich aber mit tiefgründigen Fragen über Familie, Vergangenheit und persönliche Prägungen.
Ich würde das Buch besonders Leserinnen und Lesern empfehlen, die ruhige, emotionale Geschichten mögen und gerne über die Handlung hinaus über die Figuren und deren Beziehungen nachdenken. Auch für Menschen, die Naturbeschreibungen und melancholische Geschichten mögen, ist der Roman meiner Meinung nach geeignet. Wer dagegen eine schnelle und ereignisreiche Handlung erwartet, könnte enttäuscht sein.
Für mich ist „Alte Pfade“ ein berührender Roman über einen gemeinsamen Weg, der gleichzeitig zu einer Reise in die Vergangenheit wird. Das Buch zeigt, dass wir unseren Eltern manchmal ähnlicher sein können, als uns lieb ist, und regt dazu an, darüber nachzudenken, ob und wie wir unsere eigenen Prägungen verändern können.
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