»Schwarz und weiß - im Kampf vereint?« Antikolonialismus in Hamburg 1918-1933
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- Deutsch ausgewählt
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
19.08.2026
Abbildungen
mit 46 z. T. farbigen Abbildungen
Verlag
Wallstein VerlagSeitenzahl
360
Maße (L/B)
23/15,5 cm
Auflage
1
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-8353-6169-0
Welche Formen antirassistischer und antikolonialer Aktivitäten gab es in Hamburg in der Zeit der Weimarer Republik? Dieser Frage geht die Historikerin Gisela Ewe in ihrer empirisch dichten Studie nach und untersucht dafür die sozialen Bewegungen jener Zeit: Akteur:innen der Frauen- und Friedensbewegung gehörten zu den frühen kolonialkritischen Stimmen der Stadt, ebenso wie Migrant*innen aus den ehemaligen deutschen Kolonien, welche sich gleichzeitig noch gegen Kolonialrassismus zur Wehr setzen mussten. Im Zuge des Aufbaus der Sowjetunion unterstützten später Kommunist:innen zunehmend die nationalen Befreiungsbewegungen Asiens und Afrikas und den Kampf der Schwarzen in den USA.
Anhand von Archivquellen und historischen Zeitungsberichten stellt Ewe anschaulich die Vielfältigkeit, aber auch die Widersprüchlichkeiten des antikolonialen Spektrums in Hamburg dar. Sie zeigt auf, dass antirassistische und antikoloniale Solidarität lokaler Akteur:innen nicht selbstlos, sondern stets mit eigenen Interessen verknüpft war. So führte die Zusammenarbeit zwischen ›Schwarz und weiß‹ auch immer wieder zu Konflikten, bevor sie durch die nationalsozialistische Machtübernahme 1933 zu einem jähen Ende kam.
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