Am dunkelsten Ort verteidigte sie das Menschsein – Die unglaubliche Flucht von Mala Zimetbaum und Edek Galiński aus AuschwitzMala Zimetbaum ist Häftling in Auschwitz-Birkenau, doch es geht ihr besser als den meisten. Denn aufgrund ihrer Sprachkenntnisse wird sie zur Lagerläuferin ernannt. Und diese Position nutzt sie, um Leben zu retten: Sie schmuggelt Nachrichten, besorgt Nahrung und Medikamente für die Schwächsten und streicht Kinder von Deportationslisten. Im ganzen Lager ist sie für ihre Hilfsbereitschaft bekannt. Als sie dem Widerstandskämpfer Edek begegnet, wächst eine Liebe, die sie zu einem gemeinsamen Fluchtplan inspiriert. Mala setzt alles aufs Spiel, um ihre Hoffnung auf Freiheit wahr werden zu lassen.
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Julia
5/5
06.10.2026
Buch (Taschenbuch)
Wenn Schönes und Schreckliches so nahe beieinander liegen
Von Auschwitz haben wir alle schon einmal gehört, vielleicht auch schon das ein oder andere Buch zu diesem Thema gelesen. Und dennoch finde ich es so wichtig, dass wir uns immer wieder bewusst machen, wie schrecklich die damalige Zeit war. Diese Geschichte verbindet so viel Grausames und schafft es doch gleichzeitig, dass wir auch schöne Momente genießen können.
Die langsam aufkeimende Liebesgeschichte zwischen Mala und Edek hat mich beim Lesen verzaubert. Die Dinge, die sie heimlich tun und mit denen sie im Kleinen Widerstand leisten, und dann natürlich auch die Planungen zur Flucht. All das zeigt, dass die Menschen im Konzentrationslager noch lange nicht aufgegeben haben.
Gerade dieses Zusammenspiel aus Hoffnung und Verzweiflung hat die Geschichte für mich so besonders gemacht. Zwischen all dem Grauen gibt es immer wieder kleine Momente, die zeigen, dass selbst unter den schlimmsten Umständen Menschlichkeit, Zusammenhalt und Hoffnung ihren Platz haben. Gleichzeitig wird nichts beschönigt, wodurch die Geschichte trotz dieser schönen Momente ihre bedrückende Wirkung behält.
Der Schreibstil und die Geschichte ziehen die Lesenden regelrecht in ihren Bann. Die Schicksale, egal ob die der beiden Hauptcharaktere oder die der Nebencharaktere, sind einfach nur herzzerreißend. Ich wollte das Buch gar nicht mehr zur Seite legen.
Sehr spannend fand ich auch, dass das Buch auf wahren Begebenheiten beruht. Daher habe ich vor allem beim Nachwort noch einmal einen richtig dicken Kloß im Hals bekommen. Gerade dadurch wurde mir noch einmal bewusst, dass hinter dieser Geschichte reale Menschen und ihre Schicksale stehen.
Wer historische Romane zu dieser Zeit gerne liest, für den ist dieses Buch eine absolute Leseempfehlung!
MeineKleineBuecherecke
5/5
24.09.2026
eBook (ePUB)
Zutiefst bewegend
Dieser Roman hängt einem noch eine Weile nach. Die Autorin schreibt so gut, dass einem das ohnehin schon schwierige Thema nochmal näher geht. Man fühlt so mit Mala mit, dass man gar nicht anders kann, als ganz in die Geschichte einzutauchen – gedanklich, als auch gefühlstechnisch. Dass der Roman dann auch noch auf einer wahren Begebenheit beruht, macht das Ganze natürlich nochmal intensiver.
Zum Inhalt:
Mala Zimetbaum ist einer von vielen Häftlingen in Auschwitz-Birkenau, doch es geht ihr besser als den meisten. Der Grund dafür ist, dass sie aufgrund ihrer guten Sprachkenntnisse als Dolmetscherin und Lagerläuferin eingesetzt wird.
Eine Chance, die sie nicht ungenutzt lässt, sondern dazu verwendet, um Menschenleben zu retten! In ihrer Position fängt sie an, Nahrung und wichtige Medikamente zu besorgen, schmuggelt Nachrichten und – so mutig! – streicht Kinder von Deportationslisten!
Die Menschen im Lager sehen sie als Engel auf Erden und sind ihr für ihre große Hilfe extrem dankbar. Doch natürlich ist das, was Mala tut, äußerst riskant und sehr gefährlich!
Die Lage spitzt sich weiter zu, als sie Edek kennenlernt: Widerstandskämpfer und der Mann, der ihr Herz bald komplett für sich gewonnen hat. Die zwei planen schlussendlich die gemeinsame Flucht, doch wird es ihnen gelingen?
Ein Buch so intensiv, dass mir die Worte fehlen. Sehr, sehr gut geschrieben und wirklich eindrucksvoll. Mich hat es komplett umgehauen, was Mala Zimetbaum bereit war, zu riskieren und ich bewundere diese Frau zutiefst! Eine starke Geschichte, die mich zutiefst bewegt hat!
Shilo
aus Ulm
5/5
08.09.2026
eBook (ePUB)
Sehr bewegend
Manche Geschichten lassen sich nicht einfach lesen. Sie fordern Aufmerksamkeit und gehen einem auch dann noch nach, wenn das Buch längst geschlossen ist. Genauso war es hier.
Im Mittelpunkt steht Mala, eine junge Frau, die im Lager wegen ihrer Sprachkenntnisse als Lagerläuferin eingesetzt wird. Diese Aufgabe verschafft ihr kleine Freiräume, die sie nicht für sich selbst nutzt. Sie versucht, anderen zu helfen, bringt Nachrichten weiter, organisiert Lebensmittel oder Medikamente und schenkt Menschen immer wieder ein wenig Hoffnung. Später begegnet sie Edek. Zwischen beiden entwickelt sich eine Verbindung, aus der der Wunsch entsteht, gemeinsam einen Weg in die Freiheit zu finden.
Beeindruckt hat mich vor allem, wie viel Menschlichkeit Mala selbst in einer so grausamen Zeit bewahrt. Es sind oft die kleinen Gesten, die lange im Gedächtnis bleiben. Ein freundliches Wort, eine mutige Entscheidung oder die Bereitschaft, das eigene Leben für andere aufs Spiel zu setzen. Gerade dadurch wirken viele Szenen besonders glaubwürdig und berührend.
Die Geschichte lebt aber nicht nur von den schweren Momenten. Auch die leise Hoffnung bekommt ihren Platz. Die Verbindung zwischen Mala und Edek entwickelt sich langsam und wirkt nie aufgesetzt. Sie gibt der Handlung etwas Helles, ohne das Leid der Menschen in den Hintergrund zu rücken.
Man spürt beim Lesen immer wieder, dass dieser Roman auf den Lebensgeschichten von Menschen beruht, die es wirklich gegeben hat. Gerade das macht viele Szenen noch eindringlicher. Die sorgfältige Recherche ist an vielen Stellen erkennbar und gibt der Geschichte zusätzliche Glaubwürdigkeit.
Dieses Buch erzählt von Mut, Mitgefühl und der Kraft, selbst unter unmenschlichen Bedingungen die Hoffnung nicht ganz zu verlieren. Es ist keine leichte Lektüre, aber eine, die noch lange beschäftigt. Von mir gibt es fünf Sterne und eine klare Leseempfehlung.
antjep78
aus Haldensleben
5/5
07.09.2026
Buch (Taschenbuch)
Eine Liebe im Vorhof der Hölle und eine Geschichte gegen das Vergessen
Wer selbst einmal durch das Tor von Auschwitz-Birkenau gegangen ist, die unendliche Weite dieses Ortes gesehen und diese kaum zu beschreibende Stille gespürt hat, weiß: Auschwitz lässt einen nicht mehr los.
Vielleicht hat mich deshalb „Das Mädchen, das aus Auschwitz floh“ von Ellie Midwood besonders tief getroffen. Ich habe mich schon viel mit dem Holocaust beschäftigt, darüber gelesen und Zeitzeugen zugehört. Und trotzdem bleibt für mich diese eine unfassbare Frage: Wie konnte der Mensch dem Menschen so etwas antun?
Die Geschichte von Mala Zimetbaum und Edward „Edek“ Galiński ist keine erfundene Liebesgeschichte vor historischer Kulisse. Beide haben wirklich gelebt, sich in Auschwitz-Birkenau kennengelernt und dort ineinander verliebt. Dieses Wissen hat mein Lesen von Anfang an geprägt.
Besonders beeindruckt hat mich Mala. Durch ihre Tätigkeit als Lagerläuferin besitzt sie eine etwas privilegiertere Stellung, nutzt diese aber immer wieder, um anderen Gefangenen zu helfen. In einem System, das darauf ausgelegt ist, Menschen ihre Würde zu nehmen, bewahrt sie ihre Menschlichkeit.
Auch die Liebe zwischen Mala und Edek hat mich tief berührt. Kleine Gesten und wenige gemeinsame Augenblicke bekommen unter diesen Bedingungen eine ungeheure Bedeutung. Ihre Beziehung wird zu einem kleinen Stück Freiheit und Hoffnung an einem Ort, an dem beides eigentlich nicht existieren sollte.
Ellie Midwood beschönigt den Lageralltag nicht. Hunger, Gewalt, Selektionen und Tod sind allgegenwärtig. Manche Szenen sind schwer auszuhalten und gerade deshalb wichtig. Denn der Roman erinnert immer wieder daran, dass hinter den unvorstellbaren Opferzahlen einzelne Menschen mit Namen, Familien, Hoffnungen und Träumen stehen.
Als schließlich der Gedanke an eine Flucht konkreter wird, konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Obwohl mir bewusst war, dass Mala und Edek tatsächlich gelebt haben, wollte ich irgendwann nur noch mit ihnen hoffen. Ihre Flucht steht dabei nicht allein für den Wunsch nach Freiheit, sondern auch für den Mut, die Wahrheit über Auschwitz nach draußen zu tragen.
Die letzten Kapitel habe ich mit einem Kloß im Hals gelesen. Besonders wertvoll fand ich anschließend die historischen Anmerkungen der Autorin, die noch einmal verdeutlichen, welche realen Menschen hinter dieser Geschichte stehen.
Vielleicht haben mich Mala und Edek auch deshalb so sehr beschäftigt, weil ich selbst schon in Auschwitz-Birkenau war. Beim Lesen hatte ich immer wieder die Baracken, die Gleise, den Stacheldraht und diese unfassbare Weite vor Augen.
Und plötzlich hatten zwei Menschen darin Namen: Mala und Edek.
Für mich ist dieses Buch deshalb weit mehr als ein historischer Roman oder eine Liebesgeschichte. Es erzählt von Mut, Widerstand, Hoffnung und Menschlichkeit an einem Ort, der geschaffen wurde, um all das zu zerstören.
Ein Buch, das weh tut. Ein Buch, das nachhallt. Und eine Geschichte, die erzählt werden muss, damit wir nicht vergessen.
Eine absolute Leseempfehlung und vor allem eine Geschichte gegen das Vergessen.
Susanne Meyer
aus Brockhöfe
5/5
06.09.2026
eBook (ePUB)
Schlimme Zeit
Die Autorin beschreibt das Leiden und die Grausamkeiten der Menschen schonungslos und eindringlich. Manches musste ich beim Lesen erst einmal sacken lassen. Mehr als einmal musste ich schlucken, und mir sind die Tränen in die Augen geschossen.
Besonders der Epilog hat mich noch einmal richtig getroffen. Er hat die Geschichte für mich auf eine sehr harte, aber auch eindringliche Weise abgeschlossen.
Ein Buch, das mich tief bewegt hat und das gleichzeitig daran erinnert, wie wichtig es ist, sich mit unserer Geschichte auseinanderzusetzen und sie niemals zu vergessen.
Absolute Leseempfehlung von mir – denn diese Zeit darf niemals wiederkommen! ️❤️
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