Leben! Expressionismus 24
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
01.11.2026
Herausgeber
Kristin Eichhorn + weitereVerlag
NeofelisSeitenzahl
110
Maße (L/B)
21/13,5 cm
Auflage
1
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-95808-528-2
Der Vitalismus bildet für den Expressionismus einen enorm wichtigen Bezugspunkt. Und damit ist der Expressionismus nicht allein: Bereits im Jugendstil und auch anderen avantgardistischen Strömungen wie dem Futurismus und Dadaismus spielt die Lebensemphase eine entscheidende Rolle. Die Frage, wie man in der modernen Zeit leben soll, ist zu Beginn des 20. Jahrhunderts omnipräsent.
Nicht wenige expressionistische Künstler*innen wenden sich in ihren Werken etwa potenziell sozialkritischen Themenfeldern zu und gestalten Fragen des modernen Lebens in der Großstadt (Arbeitermilieu, Anonymität in der Masse etc.). Dabei werden bestimmte Lebensformen (das bürgerliche geordnete Leben) abgelehnt, andere, die mit dieser Norm zu brechen scheinen, idealisiert und für das Künstlertum als Referenzpunkt gesetzt (Kaffeehausleben, das Leben von der Hand in den Mund usw.). Das sich so abzeichnende Bild vom Leben ist durchaus ambivalent und komplex: Lebenslust und Lebensverdruss stehen oft nebeneinander. Auch wirft der häufige Rekurs auf religiöse Motivik die Frage auf, wie diesseitig das expressionistische Konzept vom Leben eigentlich ist und welche jenseitigen oder utopischen Elemente darin eingeflossen sind.
Davon ausgehend erkundet der neue Expressionismus -Band die Einflüsse und Debatten in diesem Feld: Welche Visionen und Theorien entstehen im expressionistischen Kontext um das erstrebenswerte Leben herum oder werden vom Expressionismus aufgenommen? Welche Schnittstellen existieren insbesondere zu lebensreformerischen Kreisen und Ideen? Wie wird die Emphase gestaltet, das Verhältnis von Leben und Tod bestimmt? Der Band wird diesen Fragen sowohl im Bereich der bildenden Künste als auch in ihrer literarischen Verarbeitung nachgehen. Dabei sind die künstlerischen Perspektiven ebenso relevant wie die Rolle von Kunsthandel oder Verlagen.
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