Tiere in der Klimakatastrophe Tierstudien 30
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
01.10.2026
Herausgeber
Jessica UllrichVerlag
NeofelisSeitenzahl
200
Maße (L/B)
21/13,5 cm
Auflage
1
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-95808-527-5
Die Klimakatastrophe ist mehr als eine menschliche Krise – sie betrifft alles Leben auf diesem Planeten. Da politische Debatten, wissenschaftliche Analysen und mediale Narrative jedoch überwiegend anthropozentrisch bleiben, geraten nichtmenschliche Tiere häufig aus dem Blick oder erscheinen lediglich als passive Opfer, symbolische Figuren oder statistische Größen. Der neue Tierstudien -Band verschiebt diese Perspektive und rückt Tiere als aktive, relationale und politisch relevante Akteur*innen ins Zentrum. Im Fokus stehen die vielfältigen Verflechtungen von Tierleben mit den ökologischen, ökonomischen und sozialen Dynamiken der Erderwärmung.
Tiere in der Klimakatastrophe widmet sich den tiefgreifenden Transformationen tierlicher Lebenswelten unter den Bedingungen des Klimawandels: Artensterben, Habitatverlust und veränderte ökologische Gefüge sind dabei ebenso relevant wie neue Formen von Anpassung, Bewegung und Koexistenz. Tierliche Existenzen werden als dynamisch, situiert und in komplexe Netzwerke aus Umwelt, Ökonomie und Politik eingebunden verstanden. Zugleich nimmt der Band die kulturellen und medialen Ordnungen in den Blick, in denen Tiere im Kontext der Klimakrise sichtbar – oder unsichtbar – werden.
Die Beiträge untersuchen, wie Bilder, Narrative und ästhetische Strategien unser Verständnis prägen und welche neuen Erzählformen in Kunst, Literatur und Film entstehen, die ein mehr-als-menschliches Denken erproben. Darüber hinaus widmen sich die Beiträge den politischen Dimensionen tierlicher Verflechtungen: Fragen von Klimagerechtigkeit, Aktivismus und Interspezies-Solidarität und alternativen Wissensformen, die westlich-anthropozentrische Perspektiven herausfordern. Auch Formen des Erinnerns, Trauerns und Archivierens angesichts des Verlusts von Arten und Lebensräumen rücken in den Blick, aber auch Visionen neuer Formen von Multispezies-Solidarität.
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