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Produktbild: Szenenwechsel

Szenenwechsel Roman

5

19,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

28878

Erscheinungsdatum

03.09.2026

Verlag

KiWi eBooks

Seitenzahl

256 (Printausgabe)

Dateigröße

3469 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783462314441

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Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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  • entspricht der Vorgabe WCAG v2.1
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level AA

Verkaufsrang

28878

Erscheinungsdatum

03.09.2026

Verlag

KiWi eBooks

Seitenzahl

256 (Printausgabe)

Dateigröße

3469 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783462314441

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  • drawe

    aus Landau

    5/5

    20.09.2026

    eBook (ePUB)

    Theater - ein Haifischbecken

    Mein Lese-Eindruck: Ein fulminanter und zugleich so gut ausgedachter Einstieg! Simon Muthesius, die Hauptperson des Romans, betritt bereits tot die Bühne – um im Theaterbild zu bleiben. Seine große Zeit als genialer und gefeierter, aber auch gefürchteter Regisseur ist vorbei. Und sein Tod hat wenig Spektakuläres an sich: er fällt von einer Leiter, nachdem er vor Jahren schon aus der Zeit gefallen ist und stirbt einen unrühmlichen Tod. Und warum stand er, übergewichtig, unbeweglich und alt, auf einer Leiter? Er wollte seinen Kronleuchter wieder zum Leuchten bringen, wobei ihm doch seine eigene Ruhmeskrone schon lange nicht mehr auf dem Kopf sitzt, die Zeit ist über ihn weggegangen, die Jugend hat ihn verdrängt so wie er in seinen Glanzjahren auch die Alten abgedrängt hat. So wie diese Einstiegsszene ist der ganze Roman klug und zugleich unauffällig, wie selbstverständlich durchkomponiert. Karl, Muthesius‘ unbeachteter Sohn, übernimmt es, die Weggenossen seines Vaters zu benachrichtigen und zu einer Gedenkveranstaltung nach Berlin einzuladen. Und so reisen sie nun zum Show-down und damit zugleich in ihre eigene Vergangenheit, und diese Vergangenheit erzählt uns Sulzer in einem großen vielstimmigen Chor bzw. in einer Fülle an kurzen Szenen. Da treten die Geliebten, die Verlassenen, der Sekretär, die Assistenten, der Dramaturg, die Maskenbildnerin. Einige Gefährten hatten Erfolg, andere nicht; einige ruinieren ihre Gesundheit für das Theater, andere verzweifeln am Misserfolg. Einige opfern dem Theaterleben ihr privates Glück. Eine besondere Szene ist das Gespräch Karls mit dem inzwischen dementen Dramaturgen seines Vaters: mit großer Feinfühligkeit und sprachlicher Sorgfalt gestaltet der Autor diese Begegnung. Für alle Theaterleute gilt: sie tragen buchstäblich ihre Haut zu Marke, und ihre Abhängigkeit von Regie, Intendanz und Geldgebern lässt den Theaterbetrieb wie ein Haifischbecken aussehen. Eine besondere Rolle kommt der alten Sekretärin zu, die sich nach alten Zeiten zurücksehnt (wie der Autor auch), aber das Theater als überalterte Lebensform sieht und das Ende des subventionierten Theaterbetriebs kommen sieht. Darüber lohnt es sich nachzudenken. Alain Claude Sulzer ist einer meiner Lieblingsautoren. Es ist seine grandiose Art zu erzählen, die mir sehr zusagt: immer bisschen unterkühlt, sprachlich knapp, niemals geschwätzig, und trotz oder vielleicht auch gerade wegen seiner sprachlichen Pointiertheit gelingt ihm die Emotionalisierung seiner Leser. Insgesamt ein sorgfältig komponierter, kluger, fein ziselierter Roman. Lese-Empfehlung!!

  • Jürg K.

    4/5

    12.09.2026

    eBook (ePUB)

    Raffiniert erzählte Theatergeschichte

    Alain Claude Sulzer erzählt eine Geschichte, der man sich nicht entziehen kann. Mir erging es so. Der Roman zeigt, wie ein einziges Ereignis wie ein Stein ins Wasser fällt und Wellen schlägt, die viele Leben berühren. Die Gedenkfeier für Simon Muthesius wird zum Brennpunkt unterschiedlichster Biografien, Verletzungen und Hoffnungen. Alain Claude Sulzer nutzt die Theaterwelt als Spiegel der Gesellschaft mit all ihren übergrossen Egos, ihren Empfindlichkeiten, ihren Sehnsüchten nach Anerkennung und ihren tiefen Kränkungen. Besonders beeindruckt hat mich die Vielstimmigkeit des Romans. Jede Figur bringt eine eigene Perspektive mit, ein eigenes Kapitel an Erinnerungen und offenen Rechnungen. Karl, der Sohn, der Frieden sucht; Beat, der Dramaturg, der sich übergangen fühlt; Petra, die auf eine zweite Chance hofft; Nathalia, die Diva, die vom Ruhm lebt und zugleich von ihm gezeichnet ist; Siegfried, der einst verletzt wurde und nun ein anderes Glück gefunden hat; Shadgi, deren Lebensweg zeigt, wie sehr ein einzelner Mensch das Schicksal eines anderen verändern kann. Diese Figuren treffen aufeinander wie Teilchen in einem physikalischen Experiment und Sulzer zeigt, wie Zufall und Notwendigkeit ineinandergreifen. Nichts ist eindeutig, nichts verläuft geradlinig. Die Intrigen, die Eitelkeiten, die alten Wunden, aber auch die überraschenden Momente von Versöhnung machen den Roman lebendig und klug. Für mich ist es ein raffiniert erzähltes, atmosphärisch dichtes Buch über die bizarren Wendungen des Lebens und darüber, wie sehr wir alle von den Geschichten anderer berührt werden.

  • Literaturhexle

    aus Baden-Württemberg

    5/5

    04.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Multiperspektivischer Abgesang auf eine verlorene Welt

    Simon Muthesius, einst berühmter Intendant und Theaterregisseur am Berliner Theater, ist mit 80 Jahren überraschend verstorben. Sein Sohn Karl wird zuerst informiert und schnell ist klar, dass der Verschiedene weder ein guter Vater noch ein treusorgender Ehemann war – Muthesius´ Exfrau Margot hat sich schon vor Jahren das Leben genommen. Während der letzten Lebensjahre jedoch war Muthesius unbeweglich, übergewichtig und gesundheitlich angeschlagen. Gesellschaft leistete ihm meist nur die polnische Pflegekraft. Dass er beim Austausch einer Glühbirne unprätentiös von der Leiter stürzte, zeigt schon den geschliffenen szenischen Humor des Autors. Muthesius´ Sohn Karl fällt es zu, die große Trauerfeier am einstigen Schaffensort seines Vaters zu organisieren, er wird dabei aber von Frau Liebl, der ehemaligen Sekretärin des Regisseurs, unterstützt. Die alten Weggefährten überrascht der plötzliche Tod der alten Theaterlegende. Alle denken an ihre Zeit unter dem Einfluss von Muthesius zurück. Die Leser dürfen ihnen in die Köpfe schauen, wodurch sich ein vielschichtiges Mosaik seines Charakters und seiner Eigenschaften ergibt. Man lernt den großen Meister quasi nur über Dritte kennen, was hochinteressant aufgebaut ist. Gleichzeitig treten auch die unterschiedlichen Lebensläufe der Eingeladenen zutage. Alle geladenen Gäste haben unmittelbar mit der Welt des Theaters zu tun, in der sich Autor Sulzer bestens auskennt. Die meisten werden von Melancholie befallen, wenn sie sich an ihre große ruhmreiche Zeit in Berlin zurückerinnern. Offenbar identifiziert man sich als Theaterschaffender stark mit dem Theater, so dass es für den Einzelnen weit mehr bedeutet als nur einen Broterwerb. Muthesius war ein Patriarch alter Schule, der aus seiner Position heraus keine Schwierigkeiten hatte, Affären zu beginnen, Menschen zu steuern oder Karrieren zu beenden, so dass Eifersucht, Konkurrenz und Neid in seinem persönlichen Umfeld keine Seltenheit waren. Doch Muthesius konnte auch ein Freund sein oder gute Ratschläge geben. Opernsänger Siegfried und Putzfrau Shadgi zum Beispiel sind Muthesius noch immer zutiefst dankbar, weil er ihnen einst auf die Sprünge half, um neue berufliche Wege einzuschlagen. Die Theaterdiva Nathalia ist in die Jahre gekommen. Sie hat an Umfang zugelegt und an Bedeutung verloren, lässt sich aber noch immer von ihrer unscheinbaren Freundin Lisa bewundern und bedienen – sie sind ein Paar, das trotz großer Nähe voller Konflikte steckt. Wir lernen einen gescheiterten Schauspieler kennen, der den frühen Tod seiner Frau im Alkohol ertränkt, oder die Exfrau des berühmten Schauspielers Kurt Roller, die eigens anreist, um den Verflossenen noch einmal wiederzusehen. Es sind eine Menge großer Gefühle im Spiel, doch Sulzer wird nie gefühlig. Sein Stil ist eher präzise, schlicht und schnörkellos. Er beobachtet und beschreibt mit so feinem Gespür, dass man die Emotionen gar nicht übersehen kann. Den verhandelten Themen Vergänglichkeit, Erinnerung, verpasste Chancen, Selbsttäuschung, Alter und Tod haftet zwangsläufig viel Wehmut an. Doch sorgt Sulzers Ton mit seiner feinen Ironie und dosiertem Humor stets dafür, dass der Text nicht in Schwermut abdriftet. Man kann diese bunte Mischung aus sich selbst wichtig nehmenden Theaterleuten auch immer wieder belächeln. Insbesondere für das Ende muss man den Autor loben. Da kommt Simon Muthesius selbst noch einmal mit seiner vorbereiteten Trauerrede zu Wort, in der er sich überraschend klar, unpathetisch und versöhnlich äußert. Ich habe schon einige Romane von Alain Claude Sulzer gelesen, ich mag einfach seinen wunderbaren Sound. Die verschiedenen Perspektiven bringen es mit sich, dass nicht alles auserzählt werden kann. Die Leserin darf sich die Lücken selbst füllen, was mir außerordentlich gut gefällt. Für mich ist „Szenenwechsel“ ein vielschichtiges, klug komponiertes Highlight, dem ich eine breite Leserschaft wünsche.

  • Alrik Gerlach

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    25.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn hinter der Bühne die alten Rechnungen warten

    Manchmal reicht ein Todesfall, und plötzlich steht eine ganze Welt wieder auf der Bühne. In Szenenwechsel schickt Alain Claude Sulzer seine Figuren zur Gedenkfeier für Simon Muthesius und lässt alte Rechnungen, gekränkte Eitelkeiten und verdrängte Gefühle ans Licht kommen. Besonders mochte ich, wie unterschiedlich diese Menschen auf Muthesius blicken. Für den einen war er Förderer, für den nächsten eine Enttäuschung und für jemand anderen beides gleichzeitig. Dadurch entsteht ein menschliches Durcheinander, bei dem ich mich gefragt habe, wie viele Wahrheiten in einem Leben Platz haben. Das Theater wird zum Spiegel für Macht, Ruhm, Abhängigkeit und Neid. Sulzers Sprache ist klug und elegant, ohne sich wichtigmachen zu müssen. Gleichzeitig steckt ordentlich Ironie darin, und gerade die Seitenhiebe haben mir Spaß gemacht. Einige Figuren blieben mir näher als andere, doch dieses vielstimmige Erzählen passt für mich hervorragend zur Geschichte. Am Ende bleibt das Gefühl, dass Ruhm verdammt vergänglich ist, Erinnerungen dagegen hartnäckig sind. Ein feiner, melancholischer und unterhaltsamer Roman über Menschen, die hinter der Bühne mindestens genauso viel Drama veranstalten wie davor.

  • begine

    aus Lemwerder

    4/5

    03.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Tod eines Theaterregisseurs

    Alain Claude Sulzer schreibt in seinem Roman, Szenenwechsel, über das Theater. Ein bekannter Theaterregisseur stirbt. Jetzt gibt es viele Personen, die über ihre Beziehung zu dem Regisseur erzählen. Es gibt viele Dialoge und verschiedene Meinungen. Das ergibt einen gewaltigen Trubel. Zur Beerdigung treffen sich viele. Einige Personen sind auch schon ziemlich alt und nicht so gesund. Der Autor schreibt das alles mit Schwung und Esprit. Obwohl das Theater nicht so mein Metier ist kann ich den Roman gerne weiter empfehlen.

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