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Grenzwertig Ein Fall für Inspektor Zedlnitzky - Kriminalroman

Aus der Reihe K&S Kremi
3

18,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

27924

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

16.09.2026

Verlag

Kremayr & Scheriau

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

13,3/20,4/2,2 cm

Gewicht

284 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-218-01518-9

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

27924

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

16.09.2026

Verlag

Kremayr & Scheriau

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

13,3/20,4/2,2 cm

Gewicht

284 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-218-01518-9

Herstelleradresse

Kremayr und Scheriau
Rotenturmstraße 27/5
1010 Wien
AT

Email: office@kremayr-scheriau.at

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  • Helga Pamminger

    aus Wiener Neustadt

    5/5

    24.09.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Die Brücke ist wieder geöffnet!!!

    Der Eiserne Vorhang ist gefallen, in Hardegg wurde die Brücke über die Thaya wieder hergestellt (Schönes Cover übrigens!). Die Menschen in der Grenzregion fürchten Übles. In Hardegg wird ein bekannter Großbauer ermordet aufgefunden. Wer sollte ihm denn was antun? Wer war zuletzt mit ihm im Wirtshaus? In Wien wird eine junge Frau in einem Edelbordell bestialisch umgebracht. Wieso das und warum so grausam? Zwei Fälle, die die jeweiligen Ermittler vor große Rätsel stellen. Natürlich gibt es einen Zusammenhang. Der Autor hat viel Gefühl für die damalige Zeit, viel Lokalkolorit eingebracht. In dem Buch wird man in eine Zeit versetzt, die noch gar nicht so lang her ist, aber doch schon Geschichte. Hat mir sehr gut gefallen

  • Stefan

    aus Chiemgau

    3/5

    25.10.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Grenzen fallen, Misstrauen bleibt

    Mit Grenzwertig liefert Andreas Pittler einen düsteren Krimi, der weit mehr ist als ein klassischer Whodunit. Vor der Kulisse des Waldviertels und der wieder geöffneten Grenze zu Tschechien entfaltet sich eine Geschichte, in der alte Vorurteile, Misstrauen und gesellschaftliche Spannungen ebenso präsent sind wie die eigentlichen Verbrechen. Als ein angesehener Großbauer in Hardegg brutal ermordet wird und wenig später ein weiterer grausamer Mord die Wiener Rotlichtszene erschüttert, stehen die Ermittler vor einem Rätsel. Keine Zeugen, keine klaren Motive und zunächst kaum greifbare Zusammenhänge sorgen für eine konstant hohe Spannung. Besonders gelungen ist dabei die Atmosphäre: Pittler zeichnet ein raues, nahezu beklemmendes Bild der Grenzregion und verbindet dieses gekonnt mit den Schattenseiten der Großstadt. Der Fall entwickelt sich ruhig, aber stetig, wobei weniger rasante Action als vielmehr klassische Ermittlungsarbeit und gesellschaftliche Hintergründe im Mittelpunkt stehen. Genau das verleiht dem Roman seine Authentizität. Die Figuren wirken glaubwürdig, auch wenn sie nicht alle gleich viel Tiefe erhalten. An manchen Stellen hätte die Handlung etwas straffer erzählt werden können, wodurch das Tempo gelegentlich leicht ins Stocken gerät. Dennoch überzeugt Grenzwertig mit seiner dichten Noir-Stimmung, interessanten Schauplätzen und einem vielschichtigen Kriminalfall. Wer Krimis mit regionalem Flair, politisch-gesellschaftlichen Untertönen und authentischer Ermittlungsarbeit schätzt, wird hier gut unterhalten.

  • Bellis-Perennis

    aus Wien

    5/5

    29.09.2026

    eBook (ePUB 3)

    Eine klare Leseempfehlung!

    Historiker und Autor Andreas Pittler, der durch sein Krimis rund um David Bronstein bekannt ist, entführt uns mit „Grenzwertig“ in das Jahr 1990, das vom Fall des Eisernen Vorhangs und diffusen bzw. durchaus berechtigten Ängsten der österreichischen Bevölkerung geprägt ist. Man fährt gerne nach Znaim/Znojmo (damals noch Tschechoslowakei) oder nach Sopron/Ödenburg (Ungarn), um um wenig Geld fein zu speisen oder billig einzukaufen. Umgekehrt sind Tschechen und Slowaken sowie Ungarn nicht so gerne gesehen, verpesten sie doch einerseits mit ihren Zweitaktern die Luft und verstopfen die Straßen, andererseits wird ihnen jede Schandtat, Mord inklusive zugeschrieben. So ist es auch kein Wunder, dass der Mord am alten Säufer Höller nur von einem Auswärtigen begangen worden sein kann. Die Hiesingen, also die einheimischen Bewohner der Waldviertler Stadt Hardegg, würden so etwas nie machen, oder? Beinahe gleichzeitig wird in einer Wiener Innenstadtbar eine Animierdame brutal erstochen und verstümmelt. Inspektor Paul Zedlnitzky übernimmt die Ermittlungen, die ihn und seine Kollegen tief ins Wiener Rotlichtmilieu eintauchen lassen. Dort ist die Sorge groß, dass es wegen der Ostöffnung zu Revierkämpfen zwischen den etablierten Strichgrößen und den Neuen kommen wird, streben doch nun zahlreiche Zuhälter mit ihren Prostituierten in den „Goldenen Westen“. Für die aufmerksamen Leserinnen und Leser stellt sich natürlich sofort die Frage: WIE hängen die beiden Mordfälle zusammen? Denn, dass es einen gemeinsamen Bezug geben muss, ist dem geneigten Pittler-Fan klar. Meine Meinung: Das Cover zeigt die wieder errichtete Thayabrücke Hardegg – Čížov, die eine Fußgänger- und Radverkehrsbrücke ist, deren Eröffnung am Gründonnerstag, den 12. April 1990 hier im Buch eine Rolle spielt. Der blaue Himmel trügt ein wenig, denn die Stimmung ist eher dunkelgrau und drückt aufs Gemüt. Da ist es ja gut, dass das Allheilmittel Doppler und Schnapsflasche gleich zur Hand sind. Jahrzehntelang sind die Staaten des Warschauer Pakts vom Westen abgeschottet. Nur vereinzelt und oftmals illegal gibt es heimliche Zusammenkünfte und Austausch - vornehmlich billige, weil geschmuggelte, Zigaretten. Und jetzt ist alles anders. Die Bewohner an der niederösterreichischen Grenze haben Angst um ihre Arbeitsplätze und um ihr ohnehin geringes Vermögen. Andreas Pittler hat die düstere Stimmung dieser Zeit sehr gut eingefangen. Wer Pittlers Bücher kennt, weiß, dass er ausgiebige Milieustudien betreibt, wobei das diesmal (fast) nicht notwendig ist, denn der werte Herr Autor, ich darf es wohl sagen, ist Jahrgang 1964 und hat die Zeit „live und in Farbe“ (wie man in Wien sagt) erlebt. Deshalb sind seine Charaktere aus dem damaligen Leben gegriffen. Es wird in Wohnungen, Autos und Büros geraucht, was die Lunge aushält oder auch nicht, Alkohol am Steuer ist besonders am Land ein Kavaliersdelikt, die „g‘sunde Watschen“ hat noch nicht ausgedient und die Altvorderen haben ihre eigene Vorstellung von Erziehung: „Sein Vater stünde der Problematik, dessen war sich Zedlnitzky sicher, vollkommen verständnislos gegenüber. Der eigene Enkel ein Schlurf? Dann ab ins Heim für schwer Erziehbare! Tagwache um 5 Uhr früh, Dauerläufe, Kniebeugen und Liegestütze bis zum Umfallen hätten noch jeden Halbstarken zur Räson gebracht, würde sein Credo lauten“ Gleichzeitig besteht die Exekutive noch aus Gendarmerie und (Stadt)Polizei, die einander nicht immer grün sind. Apropos Gendarmerie: Die Gepflogenheit, betrunkene Dorfbewohner manchmal auch mit dem Dienstwagen heimzufahren, ist nicht erfunden. Schmunzeln musste ich über die (zumindest namentliche) Auftritte von echten Rotlichtgrößen (z. B. Heinz Bachheimer) sowie über das Einbinden von Charakteren aus anderen Krimi-Reihen wie Oberst Brandner, Ignaz Wessely, „Sandler“ Rudi, Kurt Brösler und natürlich Trautmann (aus der gleichnamigen Reihe von Ernst Hinterberger) oder Simon Polt aus den Romanen von Alfred Komarek, die ja im Pulkautal spielen. Andreas Pittler ist es wieder meisterhaft gelungen, Kriminal- und Zeitgeschichte miteinander zu verknüpfen. Ich mag seinen Schreibstil, der immer wieder Erinnerungen an Kindheit und Jugend (ich bin Jahrgang 1960) hoch kommen lässt. Die gesamte Handlung erstreckt sich zwischen dem 16. und dem 22. April 1990. Ermittelt wird so gründlich wie es ohne GPS, DNA-Abgleich oder Mobiltelefone eben geht. Paul Zedlnitzky dehnt hin und wieder den Spielraum der Gesetze ein wenig, um möglichst effizient zu sein. Wer mehr über Paul Zedlnitzky lesen möchte, dem sei „Der Fluch der Sirte“ ans Herz gelegt, in dem er, nun längst zum Oberst befördert, in einem diffizilen Mordfall, der hochpolitisch ist, ermitteln muss. Fazit: Mir hat dieser Krimi sehr gut gefallen, sei ob Andreas Pittlers Schreibstils, seiner Charaktere oder sei es, dass ich mich an beiden Tatorten auskenne. Gerne gebe ich hier eine Leseempfehlung und 5 Sterne. Mögen noch weitere Krimis folgen!

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