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Das dreiste Schweigen meines Kühlschranks Roman

3

25,50 €

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

26207

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.08.2026

Verlag

Leykam

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

20,9/13,7/2,5 cm

Gewicht

356 g

Farbe

Ozeanblau / Lachs

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7011-8416-3

Beschreibung

Rezension

»Ein kluges, leises, schonungsloses Buch, das einen nicht mehr loslässt. Über das, was wir nicht wissen wollen – und die Geschichten, die wir uns erzählen, um weiterleben zu können.« Lena Schätte

Produktdetails

Verkaufsrang

26207

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.08.2026

Verlag

Leykam

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

20,9/13,7/2,5 cm

Gewicht

356 g

Farbe

Ozeanblau / Lachs

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7011-8416-3

EU-Ansprechpartner

Leykam Buchverlagsges.m.b.H. & Co. KG
Dreihackengasse 20
8020 Graz
AT
office@leykamverlag.at

Herstelleradresse

Leykam Buchverlagsges.m.b.H. & Co. KG
Lichtenauergasse 1
1020 Wien
AT
office@leykamverlag.at

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  • MarieOn

    5/5

    24.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Nachhaltig

    Eine Geschichte, zwei Wirklichkeiten, dazwischen Rosa, die nicht weiß, was sie glauben soll. Alma sagte ihr, sie müsse sich von dem Monster trennen. Rosa hielt ihren Bauch, der noch gar kein richtiger war. Almuts Sohn habe ihr erzählt, was passiert sei, besonders dann, wenn er bei ihnen übernachtet hat. Er ist vier, Kinder denken sich so was nicht aus, sagte Almut. Da war er der Riss in ihrer jahrzehntelangen Freundschaft. Rosa zermarterte sich, wusste nicht, ob sie einem Vierjährigen trauen sollte, oder ihrem Mann, der auch nichts Besseres zu sagen wusste als: „Weißt du eigentlich, was das mit mir macht, wenn deine beste Freundin … Was ist das überhaupt für eine Freundin?“ Rosa war Einzelkind, erfrischend anpassungsfähig. Sie machte nie Ärger. Spielten sie im Kindergarten Vater-Mutter-Kind und Rosa sollte der Hund sein, war sie der Hund. Sie spielte mit Spielzeug, das niemand verlangte und leistete keinen Widerstand. Als Rosa das Gymnasium besuchte, saß Almut eine Reihe vor ihr. Sie bevormundete die Lehrer und diskutierte mit ihnen, das imponierte Rosa. Wenn Almut einen Raum betrat, nahm sie ihn ein, war präsenter als jeder Erwachsene, den Rosa kannte. Allerdings wurde Almut gehänselt. Die Mädchen lästerten, dass Almut Geschichten erfand, weil sie die Aufmerksamkeit brauchte. Rosa sitzt allein in ihrer Wohnung. Die Tochter ist mittlerweile erwachsen, der Mann vor einem halben Jahr ausgezogen. Ihr Kühlschrank namens Liebherr ist das verlässlichste Gerät in ihrem Haushalt, noch besser wäre er, wenn er mit ihr sprechen würde. Sie entnimmt morgens um zehn Uhr eine Flasche Chardonnay, die schön kalt ist. Sie will ihre Erinnerungen Revue passieren lassen, will sie aufschreiben. Sie weiß, wenn sie leicht einen sitzen hat, kann sie ihre Gedanken fließen lassen, dann blockiert sie nichts. Für das, was sie jetzt vorhat, wird sie Mut brauchen. Fazit: Die österreichische Autorin Caro Reichl hat in ihrem zweiten Buch ein Vexierspiel von großer Tragweite geschaffen. Ihre Protagonistin sitzt in ihrer Wohnung. Die Tochter lebt ihr eigenes Leben, ihr Mann ist gegangen. Jetzt hat sie endlich Zeit, den Vorwurf, den ihre ehemals beste Freundin ihr damals vor die Füße geworfen hat, aufzuarbeiten. Mit großem Geschick zeichnet die Autorin die Charaktere zweier Frauen, die sehr unterschiedlich sind. Da ist die scheue, harmoniesüchtige Rosa, die auf die kesse, selbstbewusste Almut trifft, in deren Dunstkreis sie endlich die Aufmerksamkeit findet, die sie vermisst hat. Alma scheint Geschichten zu erfinden, die ihr den Anstrich von Wichtigkeit verleihen. Sie verliebt sich in den coolen X, den sie regelmäßig datet, bis er einfach verschwindet. Jahre später, Rosa arbeitet mit Alma in derselben Agentur, taucht X wieder auf und datet Rosa. Als Almut ihre Beschuldigung ausspricht, zerbricht die Freundschaft und in Rosa schwelt ein Misstrauen, das sie über die Jahre aushöhlen wird. Will Almut sich wieder wichtigmachen? Missgönnt sie ihrer Freundin ihr Glück mit X, weil der sie damals zurückgewiesen hat? Was für eine Aufbereitung eines wichtigen Themas, die nahezu ganz ohne das Opfer auskommt und sich ganz auf die Beteiligten konzentriert. Ein Buch, das mich auch nach dem Lesen weiterbeschäftigt hat. Ich kenne nichts Vergleichbares.

  • Rina

    aus Mannheim

    5/5

    23.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein schrecklicher Verdacht

    Rosa und Almut wachsen zusammen auf. Die eine zurückhaltend und unsicher, die andere laut und direkt. Almut nimmt schon immer viel Raum ein, während Rosa eher zurücksteckt. Trotz ihrer Unterschiede werden die beiden beste Freundinnen und verbringen fast jede freie Minute miteinander. Bis X in ihr Leben tritt und erste Risse in ihrer Freundschaft entstehen. Als er Jahre später wieder auftaucht und eine Beziehung mit Rosa beginnt, werden aus den feinen Rissen schnell tiefe Gräben. Almut ist alles andere als begeistert und versucht, die beiden auseinanderzubringen. Bis sie Rosa plötzlich mit einem schrecklichen Verdacht konfrontiert. Kann das wirklich möglich sein oder ist ihre Freundin einfach nur eifersüchtig? Ich hatte das Buch innerhalb eines Tages durch, was vor allem am mitreißenden Schreibstil der Autorin lag. Gleichzeitig herrscht von Anfang an eine angespannte Stimmung und ich habe mich lange gefragt, ob an Almuts Verdacht tatsächlich etwas dran ist oder nicht. Die Freundschaft zwischen Rosa und Almut ist von Anfang an nicht wirklich ausgeglichen und wird mit der Zeit immer toxischer. Durch ihre enge Bindung entstehen immer wieder Momente der Eifersucht, sobald eine von beiden versucht, sich etwas von der anderen zu lösen. Auch Rosas Beziehung zu X beginnt zunächst glücklich, entwickelt sich aber immer mehr in eine ungesunde Richtung. Besonders gut fand ich, wie gut die Autorin beschrieben hat, wie der Verdacht Rosa innerlich langsam auffrisst. Obwohl sie zu ihrem Mann steht und die Anschuldigungen vehement zurückweist, bleibt diese eine Stimme in ihrem Hinterkopf: Was, wenn Almut doch recht hat? Diese Gedanken nehmen immer mehr Raum ein und beginnen schließlich auch ihre Beziehung zu X zu belasten. Die Geschichte wird komplett aus Rosas Perspektive erzählt. Dadurch erleben wir alles nur so, wie sie es wahrnimmt. Durch ihre Unsicherheit und ihre starke emotionale Abhängigkeit ist sie außerdem leicht zu beeinflussen. Gleichzeitig erkennt sie teilweise selbst, wie ungesund ihre Beziehungen sind, kann sich aber nicht wirklich daraus lösen. Für Rosa ist der Gedanke, alleine zu sein und verlassen zu werden, schlimmer als alles andere. Das war beim Lesen manchmal wirklich traurig, aber gleichzeitig, was ihren Charakter betrifft, auch nachvollziehbar. Im Verlauf der Geschichte begegnen uns Themen wie Alkoholmissbrauch, der Verdacht auf körperlichen Missbrauch und toxische Beziehungen. Manche Themen werden dabei intensiver beleuchtet als andere. Ein wirklich starkes Buch, das mich vor allem durch seine psychologische Seite überzeugt hat. Die verschiedenen Themen greifen gut ineinander und lassen die Geschichte dadurch erschreckend real wirken. Bis zum Schluss wird man im Dunkeln gelassen und muss selbst entscheiden, welchem Instinkt man mehr vertraut.

  • Bewertung

    4/5

    30.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Glaubhaft oder nicht?

    „Die Welt wäre ein besserer Ort, könnten mehr Menschen wie Kühlschränke sein. Als Partner hätte er so viel zu bieten – oder viel mehr genau das, was man dann ihn hinein gibt. (…) er ist also nichts Besonderes, aber das erwarte ich auch nicht von ihm, er erwartet ja auch nicht von mir, dass ich etwas Besonderes bin.“ Seite 13 INHALT Ich nehme dich mit in ein Gedankenspiel: stell dir vor, du hast eine enge Freundin - ihr kennt euch ewig, ihr vertraut euch blind. Dann lernst du einen Mann kennen, auch dem vertraust du blind, ihr liebt euch. Es kommt ihr aber immer so vor, als ob du dich entscheiden müsstest. Als dann noch der Vorwurf (dass dein Mann dem Sohn deiner Freundin zu nah kam) im Raum steht - und du dich entscheiden musst für eine Wahrheit, was tust du? Rosa hält in diesem Buch zu ihrem Mann. Und dennoch frisst es sie über Jahre auf - was ist, wenn doch etwas dran war? „Ist ja eigentlich klar, was du mir da unterstellst? Wenn du mich wirklich liebst, würdest du keine Sekunde so über mich denken.“Seite 133 EINDRUCK UND FAZIT Welch ein Gedankenspiel, oder? Ich habe mir die Frage beim Lesen immer wieder gestellt: und hoffe, dass ich nie in dieser Situation komme! Dieses Buch hat mich von Anfang an so in den Bann gezogen, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte. Die Story und auch die Rolle des Kühlschranks in diesem Buch - fand ich besonders und auf jeden Fall werde ich mich lange daran erinnern können. Die Geschichte wirkt super real, man liest die ganze Zeit mit einem Kloß im Hals. Was würde ich tun in dieser Situation? Wem würde ich glauben und warum? Und wann wacht man endlich aus diesem Albtraum auf? „In unserer Freundschaft gab es nie einen Zeiten, an dem wir beide gleichzeitig in einer funktionierenden Beziehung waren. Entweder traf das Glück sie oder mich. Für uns beide reicht es nie.“ Seite 117

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Marion Moser

    Marion Moser

    Thalia Wiener Neustadt – Fischapark

    Buchhändler*in

    5/5

    26.09.2026

    eBook (ePUB 3)

    Wem kann man wirklich vertrauen?

    Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen – ich konnte es kaum aus der Hand legen. Die Geschichte ist spannend, emotional und hat mich immer wieder darüber nachdenken lassen, wem Rosa eigentlich noch vertrauen kann. Besonders außergewöhnlich fand ich die Rolle des Kühlschranks, der auf seine ganz eigene Art zu einem wichtigen Begleiter der Geschichte wird. Eine besondere Idee, die mir sicherlich noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Für mich ein fesselnder Roman über Freundschaft, Vertrauen und die Frage, wie gut wir Menschen wirklich kennen, die uns am nächsten stehen...

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