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Your Heaven, My Hell Wie Heavy Metal mich gerettet hat | Der Kreator-Frontmann über die frühen Jahre der Band

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

31.12.2026

Verlag

Ullstein Taschenbuch

Seitenzahl

336

Maße (L/B)

18,5/12 cm

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-548-07525-9

Beschreibung

Rezension

"Ein ungeschönter und sehr spannender Bericht, der nichts auslässt und wunderbar lesbar ist." ("tam tam Stadtmagazin")
"Eine packende Coming-of-Age-Story" ("Classic Rock")
"Eine Hommage an die ganz eigene Romantik der Metal-Gemeinde, in der man als jugendlicher Nerd, Außenseiter und Spinner einen sicheren Ort fand“ ("Rolling Stone")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

31.12.2026

Verlag

Ullstein Taschenbuch

Seitenzahl

336

Maße (L/B)

18,5/12 cm

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-548-07525-9

Herstelleradresse

Ullstein Taschenbuchvlg.
Friedrichstraße 126
10117 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@ullstein.de

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Zwischen Zechenstaub und Thrash Metal

Tina aus Gelsenkirchen am 27.10.2025

Bewertungsnummer: 2637653

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Your Heaven, My Hell“ begleitet Mille Petrozza auf einer langen Reise, von den frühen 1970er Jahren im Essener Stadtteil Altenessen über die Gründungszeit von Kreator, die ersten Touren und Studioaufnahmen bis hinein in das internationale Metal-Business. Seine Herkunft als Sohn einer Malocherfamilie (Vater Gastarbeiter aus Kalabrien, Mutter aus der DDR) im Ruhrgebiet liefert die soziale Hintergrundfolie für sein Aufwachsen in einem Umfeld von Zechensterben, Jugendgangs, Alkoholismus und sozialem Wandel. Schon dieser Setting-Rahmen wirkt erfrischend anders für eine Rock-/Metal-Autobiographie: kein Glamour, sondern reale Bodenhaftung im Pott. Für Menschen, die aus dem Pott kommen wie mich besonders interessant, weil man viele Orte und Ansichten kennt. Die erzählten Anekdoten, etwa über die erste Gitarre, die Begegnung mit der Musik nach einem Konzert von KISS, wie Metal ihm quasi eine Flucht bot, oder wie Kreator aus einer lokalen Clique zur international bedeutenden Thrash-Metal-Band wurde, sind unterhaltsam und mit viel persönlicher Note geschrieben. Auch die Bandgeschichte von Kreator wird mit zahlreichen Meilensteinen gestreift: nicht nur die Studioaufnahmen, sondern auch erste große US-Tourneen, Auftritte im früheren Ost-Deutschland, und die Entwicklung vom Underground zur Szenegröße. Was mir besonders gefällt: Der Blick hinter die Kulissen macht klar, wie sehr der Erfolg kein reiner Zufall war, sondern geprägt von harter Arbeit, Durchhaltevermögen, Kompromissen und Rückschlägen. Viele Leserinnen und Leser, vor allem aus dem Ruhrgebiet, werden sich in dem Umfeld wiederfinden: die Mischung aus Industriekultur, Subkultur, Jugendbewegung und Musik-Sehnsucht ist nahbar. Doch das Buch hat auch Schwächen: Es liest sich stellenweise etwas zäh. Manche Gedankensprünge, von der Jugend ins Tourleben, von Studio ins Privatleben, sind abrupt. Für jemanden, der weniger mit der Metal-Szene vertraut ist oder weniger mit der Zeit des Ruhrgebiets anfangen kann, könnten gewisse Kapitel etwas schwerer zugänglich sein. Dennoch: Für Metal-Fans und alle, die sich für die Subkultur, Regionalgeschichte und den Aufstieg einer Band interessieren, ist das Buch eine echte Empfehlung.

Zwischen Zechenstaub und Thrash Metal

Tina aus Gelsenkirchen am 27.10.2025
Bewertungsnummer: 2637653
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Your Heaven, My Hell“ begleitet Mille Petrozza auf einer langen Reise, von den frühen 1970er Jahren im Essener Stadtteil Altenessen über die Gründungszeit von Kreator, die ersten Touren und Studioaufnahmen bis hinein in das internationale Metal-Business. Seine Herkunft als Sohn einer Malocherfamilie (Vater Gastarbeiter aus Kalabrien, Mutter aus der DDR) im Ruhrgebiet liefert die soziale Hintergrundfolie für sein Aufwachsen in einem Umfeld von Zechensterben, Jugendgangs, Alkoholismus und sozialem Wandel. Schon dieser Setting-Rahmen wirkt erfrischend anders für eine Rock-/Metal-Autobiographie: kein Glamour, sondern reale Bodenhaftung im Pott. Für Menschen, die aus dem Pott kommen wie mich besonders interessant, weil man viele Orte und Ansichten kennt. Die erzählten Anekdoten, etwa über die erste Gitarre, die Begegnung mit der Musik nach einem Konzert von KISS, wie Metal ihm quasi eine Flucht bot, oder wie Kreator aus einer lokalen Clique zur international bedeutenden Thrash-Metal-Band wurde, sind unterhaltsam und mit viel persönlicher Note geschrieben. Auch die Bandgeschichte von Kreator wird mit zahlreichen Meilensteinen gestreift: nicht nur die Studioaufnahmen, sondern auch erste große US-Tourneen, Auftritte im früheren Ost-Deutschland, und die Entwicklung vom Underground zur Szenegröße. Was mir besonders gefällt: Der Blick hinter die Kulissen macht klar, wie sehr der Erfolg kein reiner Zufall war, sondern geprägt von harter Arbeit, Durchhaltevermögen, Kompromissen und Rückschlägen. Viele Leserinnen und Leser, vor allem aus dem Ruhrgebiet, werden sich in dem Umfeld wiederfinden: die Mischung aus Industriekultur, Subkultur, Jugendbewegung und Musik-Sehnsucht ist nahbar. Doch das Buch hat auch Schwächen: Es liest sich stellenweise etwas zäh. Manche Gedankensprünge, von der Jugend ins Tourleben, von Studio ins Privatleben, sind abrupt. Für jemanden, der weniger mit der Metal-Szene vertraut ist oder weniger mit der Zeit des Ruhrgebiets anfangen kann, könnten gewisse Kapitel etwas schwerer zugänglich sein. Dennoch: Für Metal-Fans und alle, die sich für die Subkultur, Regionalgeschichte und den Aufstieg einer Band interessieren, ist das Buch eine echte Empfehlung.

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Your Heaven, My Hell

von Mille Petrozza, Torsten Gross

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