Die großen Legenden der Seefahrt Die Bounty
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
01.06.2026
Verlag
FinixSeitenzahl
48
Maße (L/B)
32/23 cm
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-910965-46-1
dort Stecklinge des Brotfruchtbaumes zu den Antillen zu bringen. Aufgrund des
Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges war nämlich die bisherige Versorgung der
britischen Kolonien mit Getreide aus Nordamerika unterbrochen worden, und es
hatte bereits Hungersnöte gegeben. Die britische Admiralität kaufte kurzerhand
den ehemaligen Kohlefrachter „Bethia” an, benannte ihn um und klassifizierte das
Schiff nach umfangreichen Umbauten als Fregatte ein, obwohl es mit einer Tonnage
von nur 200 Tonnen und einer Länge von nur 90 Fuß dafür eigentlich zu klein war.
Auch seine Bewaffnung war äußerst begrenzt, und das Schiff bot lediglich einer
Besatzung von rund 40 Mann Platz.
Der Kommandant der Bounty kam aus der Handelsmarine und hieß William Bligh
und war bereits unter dem Kommando von James Cook an Bord der HMS
Resolution gesegelt. Böse Zungen bezeichneten ihn als tyrannisch, jähzornig und
seine Haltung gegenüber den Männern unter seinem Kommando als verächtlich.
In Großbritannien war es üblich, dass Seeleute einen Vertrag abschlossen, dessen
einziger Vorteil für den Unterzeichner darin bestand, dass er einen Sold erhielt. In
einer Kriegssituation wurden Seeleute sogar zwangsrekrutiert.
Unter solchen Bedingungen und ohne echte Motivation für den Beruf des Seemanns
musste die Disziplin eisern und unerbittlich sein, da sonst die Gefahr bestand, das
Schiff in den Untergang zu führen. Daher gab es zahlreiche körperliche Strafen, und
die Beziehungen an Bord zwischen der Besatzung und ihrer Führung waren oft
turbulent. Tatsächlich war William Bligh nicht strenger oder grausamer als andere
Kommandanten seiner Zeit, doch die Wechselfälle der Expedition an Bord der
Bounty führten schließlich zum Äußersten.
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