Vom Tod berührt. Augen wie Gift. Von Hexen geküsst.
Die junge Lady Roscille weiß, was über sie gesagt wird: Sie sei von Hexen verflucht, und ein einziger Blick in ihre Augen könne sterbliche Männer in den Wahnsinn treiben. Auf Geheiß ihres Vaters wird sie mit dem schottischen Lord Macbeth verheiratet, einem brutalen Kriegsherrn. Um als neue Lady Macbeth zu überleben, muss Roscille all ihre List und verborgene Hexenkraft einsetzen. Dabei ahnt sie nicht, dass auch ihr Ehemann okkulte Geheimnisse hat, die in den dunkelsten Tiefen seiner Burg schlummern. Sie weiß auch noch nicht, wie gefährlich ihre eigene Magie ist. Aber sie wird es herausfinden ...
In Ava Reids Fantasy-Neuerzählung von »Macbeth« erhält Shakespeares berühmteste Antiheldin eine Stimme, eine Vergangenheit und die Macht, die Geschichte zu verändern, die Männer für sie geschrieben haben.
»Kunstvolles Erzählen und eine komplexe Charakterentwicklung verleihen der geheimnisvollsten Figur der Literaturgeschichte ein neues Leben.« GLAMOUR
»Voller Hexerei, tödlicher Machtspiele, dunkler Intrigen, übernatürlicher Elemente und einem Hauch von Romantik.« COSMOPOLITAN
>Lady Macbeth< ist wie ein düsterer Fiebertraum mit scharfen Zähnen.« Hannah Whitten, Autorin von »Für den Wolf«
»Ava Reids lyrische Prosa durchdringt jede Szene - eindringlich und voller Trauer.« Isabel Ibañez, Autorin von »What the River Knows«
»Bei Ava Reid kann man sich sicher sein: Sie trifft immer ins Schwarze.« Sasha Peyton Smith, Autorin von »The Rose Bargain«
»Die Neuerfindung und Rückeroberung einer literarischen Figur, von der wir glaubten, sie bereits zu kennen ... eine überraschende und rundum erfüllende Lektüre.« Kendare Blake, Autorin von »Der Schwarze Thron«
Kundinnen und Kunden meinen
2.7/5.0
Cha
aus Baden-Baden
3/5
05.09.2026
Buch (Taschenbuch)
Komplexe Darstellung der Figur
Da ich bereits viele Bücher von Ava Reid sehr gerne mochte, wollte ich auch dieses unbedingt lesen. Und ich glaube aber, dass es für mich nicht so ganz das richtige war. Von Anfang an hatte ich Schwierigkeiten mit dem Schreibstil und den vielen Namen. Lady Macbeth fand ich eine sehr spannende Figur und doch wurde ich auch mit ihre nicht so richtig warm. Diese neue Sicht auf Macbeth fand ich sehr cool und ich mochte, wie facettenreich, morally grey und interessant die Protagonistin war, aber das ganze Buch hat es mir schwer gemacht, mich richtig in die Geschichte zu stürzen.
Bewertung
3/5
04.09.2026
Buch (Taschenbuch)
Enttäuschend
“Lady Macbeth” von Ava Reid war auf jeden fall eine kleine Überraschung. Ich habe mich bisher noch nicht mit der Thematik, den Sagen oder dergleichen rund um Lady Macbeth befasst und kann somit nicht sagen, inwieweit dieser Roman abschweift.
Vor allem habe ich wohl am wenigsten mit dieser poetischen Schreibweise gerechnet. Seit meiner Schulzeit habe ich wohl nichts mehr Vergleichbares gelesen (Schande über mein Haupt). Leider bin ich da auch kein großer Fan von und bin froh, dass es ein recht kurzes Buch war. Ich hatte zwischendurch, durch die Erzählweise und den poetischen Stil auch Schwierigkeiten zu folgen. Es wurde oft abgeschweift und irgendwie wusste man nicht so recht, wo man sich plötzlich befindet. Ich liebe generell auch Fantasy Aspekte und bin da ein großer Freund von, doch wirken die Teile hier eher Fehl am Platz. Es hat nicht so recht in die Geschichte reingepasst. Es war alles irgendwie nicht so recht rund für mich. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich diese Story ohne Vorkenntnisse gelesen habe
Für mich war dieser Roman leider nichts, dennoch kann ich mir vorstellen, dass Fans der Schreibweise und von Lady Macbeth diese Erzählung vielleicht mögen.
Bewertung
aus Hamburg
2/5
31.08.2026
Buch (Taschenbuch)
Eine starke Idee, die mich leider nicht überzeugen konnte
Dies ist ein echter Klassiker und da ich Retellings von Märchen und Klassikern liebe, musste ich dieses Buch unbedingt lesen, habe aber leider nicht damit gerechnet, dass es mich so wenig überzeugen würde. Leider, leider, denn Ava Reids Lady Macbeth hatte für mich zunächst eine sehr spannende Ausgangslage: ein bekannter Shakespeare-Stoff, eine Figur, über die man bisher vor allem als Teil von Macbeths Geschichte spricht, und die Möglichkeit, ihre Vergangenheit und ihre Beweggründe völlig neu zu betrachten. Genau diese Idee hat mich neugierig gemacht.
Ava Reid nimmt Shakespeares Macbeth als Grundlage und entwickelt daraus ein düsteres Fantasy-Retelling. Im Mittelpunkt steht Roscille, eine junge Frau, die aus Frankreich nach Schottland geschickt wird und dort eine Ehe eingehen soll, die sie sich nicht selbst ausgesucht hat. In ihrer neuen Umgebung ist sie mit Macht, Gewalt, gesellschaftlichen Erwartungen und übernatürlichen Geheimnissen konfrontiert.
Ein Retelling muss für mich nicht nah am Original bleiben. Im Gegenteil: Ich finde es spannend, wenn bekannte Stoffe genommen werden, Figuren neu interpretieren und ihnen eine andere Perspektive gegeben werden. Genau darin lag für mich die große Chance dieses Romans.
Roscille ist nicht einfach die bereits bekannte Lady Macbeth, die man aus Shakespeares Stück kennt. Sie bekommt eine eigene Vergangenheit, eigene Ängste und eine Geschichte, die erklären soll, wie sie zu der Frau werden könnte, mit der man den Namen Lady Macbeth verbindet. Das hätte unglaublich viel Potenzial gehabt. Leider hatte ich beim Lesen immer wieder das Gefühl, dass die Verbindung zwischen der neuen Geschichte und dem ursprünglichen Stoff nicht stark genug herausgearbeitet wurde. Gleichzeitig war die Geschichte für mich nicht eigenständig genug, um die Verbindung zu Macbeth vollständig vergessen zu lassen.
Dadurch befand sich das Buch für mich in einer etwas schwierigen Zwischenposition.
Ich wollte unbedingt erkennen, wie sich die bekannte Figur entwickelt und welche Ereignisse zu ihrer späteren Rolle führen. Gleichzeitig war die neue Handlung teilweise so weit vom bekannten Stoff entfernt, dass ich mir häufiger eine stärkere Verbindung zu Shakespeare gewünscht hätte. Die Veränderung an sich war für mich nicht das Problem. Es war die Art, wie diese Veränderung umgesetzt wurde.
Ava Reids Schreibstil hat definitiv seine Stärken. Ich kenne fast alle ihre Bücher und hab diese auch (fast) immer sehr gemocht, manchmal hatte ich aber mit ihrem Stil zu schreiben Probleme, gerade in ihren älteren Büchern war dies der Fall. Mittlerweile passiert dies eigentlich nicht mehr, hier leider schon. Ich hatte ziemliche Probleme überhaupt in die Geschichte einzutauchen und auch voran zu kommen. Dennoch, besonders die Atmosphäre empfand ich als gelungen. Das Buch wirkt düster, kalt und stellenweise sehr märchenhaft. Die schottische Umgebung, die alten Gemäuer, die Geheimnisse und die übernatürlichen Elemente erzeugen eine passende Gothic-Stimmung. So etwas kann Ava Reid immer gut erschaffen, da sie es versteht, eine unheimliche und teilweise bedrückende Atmosphäre aufzubauen. Genau deshalb fand ich es schade, dass mich die Handlung emotional nicht in gleichem Maße erreicht hat. Ihr Schreibstil ist eher bildhaft und atmosphärisch als schnell und actionreich. Für mich gab es allerdings mehrere Stellen, an denen die Beschreibung und Stimmung mehr Raum eingenommen haben als die eigentliche Charakter- oder Handlungentwicklung. Dadurch empfand ich das Buch stellenweise als langatmig.
Einige Entwicklungen waren für mich zu langsam, während andere Veränderungen wiederum zu schnell kamen. Gerade bei wichtigen Entscheidungen der Figuren hätte ich mir mehr Zwischenschritte gewünscht.
Ich wollte stärker verstehen, warum eine Figur etwas tut und wie sie emotional zu diesem Punkt gelangt. Teilweise hatte ich deshalb das Gefühl, dass die Geschichte bestimmte Entwicklungen voraussetzt, anstatt sie wirklich ausführlich zu erzählen.
Roscille ist für mich eigentlich die Figur, die dieses Buch hätte tragen können. Ihre Ausgangssituation ist interessant: Sie wird in eine Ehe und ein Land gebracht, in dem sie kaum Kontrolle über ihr eigenes Leben besitzt. Sie muss lernen, sich in einer Welt zu behaupten, in der Macht und Gewalt eine große Rolle spielen. Ich mochte den Gedanken, eine spätere Lady Macbeth zunächst als junge Frau kennenzulernen, die selbst kaum Macht besitzt.
Es gab Momente, in denen Roscille plötzlich deutlich entschlossener oder mächtiger wirkte, ohne dass ich emotional immer nachvollziehen konnte, wie sie genau an diesen Punkt gekommen ist. Dadurch blieb für mich etwas Distanz zu ihr bestehen.
Und auch bei Macbeth hätte ich mir deutlich mehr Tiefe gewünscht. Seine Rolle in Roscilles Entwicklung ist wichtig, aber seine Persönlichkeit blieb für mich teilweise hinter der Atmosphäre und dem Fantasy-Aspekt zurück. Ich hätte gerne stärker verstanden, was ihn antreibt, welche Ängste ihn bestimmen und wie seine Beziehung zu Roscille sich tatsächlich verändert.
Die romantische Entwicklung konnte mich leider nicht vollständig überzeugen. Grundsätzlich fand ich den Ansatz interessant, Roscille neben ihrer problematischen Ehe auch eine andere emotionale Verbindung erleben zu lassen. Dadurch hätte man sehr schön zeigen können, wie unterschiedlich sich Beziehungen für sie anfühlen und was es bedeutet, von jemandem als eigenständige Person wahrgenommen zu werden. Leider ging mir die Entwicklung teilweise zu schnell. Mir fehlten die vielen kleinen Momente, durch die man als Leser wirklich spürt, warum zwei Menschen einander näherkommen. Ich hätte gerne mehr Gespräche, Vertrauen und gemeinsame Erfahrungen gesehen. Dadurch war die Romance für mich nicht so emotional, wie sie hätte sein können. Besonders schade fand ich das deshalb, weil die Liebesgeschichte eigentlich eine wichtige Möglichkeit gewesen wäre, Roscilles persönliche Entwicklung noch stärker zu zeigen.
Meine größten Kritikpunkte sind die ungleichmäßige Charakterentwicklung, die für mich teilweise zu wenig ausgearbeitete Romance und das Erzähltempo. Außerdem hatte ich häufig das Gefühl, dass die Geschichte sehr viele interessante Ideen gleichzeitig verfolgt, ohne jede davon ausreichend auszubauen. Gerade bei einem Retelling von Macbeth hätte ich mir gewünscht, dass Themen wie Macht, Schuld, Ehrgeiz, Kontrolle und die Frage nach der eigenen Rolle noch stärker miteinander verbunden werden. Die Geschichte wollte für mich sehr viel erzählen, konnte aber nicht jeden dieser Ansätze überzeugend ausarbeiten.
Während des Lesens hatte ich immer wieder den Gedanken: Da wäre so viel mehr möglich gewesen. Und genau das ist wahrscheinlich mein größtes Problem mit dem Buch. Ich habe die Idee verstanden und konnte auch erkennen, was Reid mit ihrer Interpretation erreichen wollte. Aber emotional kam ich nicht immer dort an, wo die Geschichte mich meiner Meinung nach hinführen wollte. Ich war neugierig, dann wieder etwas enttäuscht, zwischendurch von der Atmosphäre beeindruckt und anschließend erneut frustriert, wenn eine interessante Entwicklung für mich nicht ausreichend ausgearbeitet wurde.
Ich würde Lady Macbeth vor allem jemanden empfehlen, der düstere Fantasy, Gothic-Atmosphäre und freie Retellings mögen.
Wer eine möglichst genaue Neuinterpretation von Shakespeares Macbeth erwartet, könnte enttäuscht sein. Wer dagegen bereit ist, sich auf eine eigenständige Geschichte einzulassen, die nur bestimmte Elemente des Klassikers aufgreift und neu interpretiert, könnte mit dem Buch besser zurechtkommen.
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