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Sie verlieh dem Augenblick Dauer Die Fotografin Eva Kemlein

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

02.10.2026

Abbildungen

35, Mit zahlreichen Fotos

Verlag

Berlin Verlag

Seitenzahl

320

Maße (B/H)

12,8/21 cm

Gewicht

420 g

Farbe

Seidengrau / Anthrazit

Auflage

1 Auflage Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8270-1502-0

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

02.10.2026

Abbildungen

35, Mit zahlreichen Fotos

Verlag

Berlin Verlag

Seitenzahl

320

Maße (B/H)

12,8/21 cm

Gewicht

420 g

Farbe

Seidengrau / Anthrazit

Auflage

1 Auflage Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8270-1502-0

Herstelleradresse

Berlin Verlag
Damaschkestraße 4
10711 Berlin
DE

Email: info@piper.de

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  • Bellis-Perennis

    aus Wien

    5/5

    02.10.2026

    eBook (ePUB)

    Eine Hommage an eine fast Vergessene

    Die beiden Autorinnen widmen sich in dieser Biografie einer starken, mutigen und inspirierenden Frau​, die heute kaum jemand kennt: Eva Kemlein (1909 - 2004). »Ich bin immer in der Entwicklung gewesen. Ob es die Zwanzigerjahre waren oder später dann der Aufbau. Nach der Zerstörung. Und heute bin ich auch fest davon überzeugt, dass wir in einer neuen Zeit leben werden. So wie’s ist, bleibt’s nicht. Und das ist das Interessante! Mit allen Problemen, die das mit sich bringt. Das sieht man. Und das will man. Und daran hat man mitgearbeitet. Mit allen Kräften, die einem zur Verfügung standen.« Eva Kemlein Eva Kemlein, 1909 als Eva Graupe, Tochter eines jüdischen Ehepaars geboren, war eine Fotografin und Fotojournalistin. Sie gehört zu den wenigen Jüdinnen und Juden, die den NS-Terror als U-Boot in Berlin überlebt hat. Zunächst, nach der Machtergreifung Hitlers, geht sie mit ihrem Ehemann Herbert Kemlein nach Griechenland, wo sie sich zunächst sicher fühlen, bis sie ohne Angabe von Gründen ausgewiesen werden. Wenig später, Eva unterliegt gemäß den Nürnberger Gesetzen dem Berufsverbot, lässt sich Herbert Kemlein scheiden. Das wird Eva Kemlein später mit den Worten "Es kann nicht jeder ein Held sein." quittieren. Mit viel Glück und Chuzpe überlebt sie das Nazi-Regime und bleibt in Ost-Berlin. Sie dokumentiert Kriegsschäden, den Wiederaufbau und zahlreiche Persönlichkeiten des Berliner Kulturlebens. Wer Rang und Namen hat und ihr vor die Linse kommt, wird abgelichtet. Eine Spezialität sind ihre Theaterfotos, von denen einige hier abgebildet sind. Dass sie in Ost-Berlin lebt und kurze Zeit für eine Ost-Berliner Zeitung arbeitet, wird ihr später Schwierigkeiten machen. Der West-Berliner Stadtsenat verweigert ihr die Anerkennung als rassisch Verfolgte, weil sie als „östlich eingestellt“ gilt. Aber man hat nicht mit der Zähigkeit von Eva Kemlein gerechnet ... Als in den Jahren 2013 bis 2020 das Berliner Stadtschloss, das nach zahlreichen Bombentreffern 1950 abgrissen worden ist, wiederaufbaut, kann man sich an den tausenden Fotos, die Eva Kemlein in den Tagen vor dem Abriss angefertigt hat, orientieren. Eva Kemlein wird das nicht mehr erleben. Sie stirbt 2004 wenige Tage nach ihrem 95. Geburtstag in Berlin-Wilmersdorf. Was bleibt von Eva Kemlein? Rund 300.000 Negative verkauft sie an das Berliner Stadtmuseum. Einige ihrer beeindruckenden Fotos können hier in dieser Biografie betrachtet werden. Das Vorwort dieser Biografie hat Jenny Erpenbeck verfasst, deren Großeltern Hedda Zinner und Fritz Erpenbeck mit Eva Kemlein befreundet waren und die, wie sie schreibt „Über vier Generationen war sie uns eine vertraute Freundin, gehörte sie, auf Grund der schwierigen Lebensumstände selbst kinderlos Gebliebene, gleichsam zu unserer Familie. Mein Großvater hatte sie nach dem Krieg dazu angeregt, sich der Theaterfotografie zuzuwenden, meinem Vater war sie wie eine zweite burschikose Mutter, ich selbst besuchte sie, sobald die Mauer gefallen war, in ihrer Wohnung in Westberlin, meine Schwester lernt von ihr, wie man Fotos entwickelt, und selbst mit unseren zweijährigen Sohn noch spielte sie, wenige Monate vor ihrem Tod, Murmeln auf dem Küchentisch.“ Fazit: Das Autorinnen-Duo Erica Fischer & Simone Ladwig-Winters hat mit dieser penibel recherchierten und liebevoll erzählten Biografie eine großen Frau, die es geschafft hat den NS-Terror als U-Boot zu überleben und beinahe dem Vergessen anheim gefallen ist, wieder in Erinnerung gerufen. Gerne bewerte ich diese Biografie mit 5 Sternen und einer Leseempfehlung.

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