Ehrensache, dass Natascha auf die zwei Kätzchen der süßen Nachbarsmädchen aufpasst, solange die bei ihrem Vater sind. Die schnurrende Gesellschaft von Bonnie und Clyde kommt der achtunddreißigjährigen Singlefrau sogar ganz gelegen. Seit sie von Frankfurt am Main in die ländliche Wetterau gezogen ist und im Homeoffice arbeitet, verläuft ihr Leben in viel zu ruhigen Bahnen. Wie soll sie unter solchen Umständen einen Mann finden? Bei der Übergabe warnen Holly und Dana eindringlich vor dem Katzenklau, der immer wieder Tiere verschwinden lässt. Bonnie und Clyde machen schon bald nach ihrem Einzug ihren verbrecherischen Namen alle Ehre, türmen durchs Fenster und sind dann tatsächlich wie vom Erdboden verschluckt. Im Zuge der turbulenten Suche, die nun beginnt, bekommt Natascha es mit Tierärzten, Katzenyogis und Catfluencern zu tun – und mit manchem attraktiven Singlemann. Allerdings ahnt sie nicht, dass ganz in der Nähe zu allem Überfluss ein Mörder sein Unwesen treibt ...
Kundinnen und Kunden meinen
3.3/5.0
Nina Albert
Thalia Book Circle Community
5/5
17.10.2026
Buch (Taschenbuch)
„Manchmal beginnt ein Kriminalfall mit einem leisen Miau.“
Was zunächst wie eine harmlose Katzenbetreuung beginnt, entwickelt sich in „Ein Mord für ein Miau“ zu einer herrlich skurrilen Suche mit überraschend dunklen Schatten. Natascha soll auf Bonnie und Clyde aufpassen – zwei kleine Samtpfoten, deren Namen offenbar Programm sind. Kaum sind die beiden verschwunden, gerät Natascha immer tiefer in ein Geflecht aus Katzenklau, merkwürdigen Begegnungen und einem Mordfall.
Besonders mochte ich, dass Natascha keine abgebrühte Ermittlerin ist, sondern eher wider Willen in ihr Abenteuer hineinrutscht. Gerade dadurch wirkt sie sympathisch und wunderbar menschlich. Bonnie und Clyde sind für mich ohnehin die heimlichen Stars: frech, eigenwillig und mit jeder Menge krimineller Energie auf vier Pfoten.
Uli Aechtner verbindet Cozy Crime, Humor, ein wenig Romantik und regionales Flair zu einer Geschichte, die sich leicht und unterhaltsam liest, ohne dass die Spannung verloren geht. Zwischen Tierarzt, Katzenyoga, Catfluencern und allerlei menschlichen Verwicklungen entsteht eine charmante kleine Welt, in der hinter jedem Miau eine neue Überraschung lauern könnte.
Für mich ein beschwingter Katzenkrimi mit Herz, Humor und genau der richtigen Portion Spannung – wie ein gemütlicher Nachmittag, an dem plötzlich jemand an die Tür klopft und ein kleines Abenteuer hereinspaziert.
♀️⬛ | 5
Bewertung
aus Bad Säckingen
5/5
11.10.2026
Buch (Taschenbuch)
Auf der Suche nach Bonnie und Clyde
In diesem „Katzenkrimi“ sind die süßen Kätzchen keine Ermittler sondern mögliche Opfer. Denn Bonnie und Clyde sind ihrer Katzensitterin Natascha ausgebüxt und womöglich sind sie dem Katzenklau zum Opfer gefallen.
Was Natascha alles unternimmt, um die Kätzchen wiederzufinden ist haarsträubend komisch. Jede Menge Singlemänner kreuzen dabei ihren Weg.
Ich mag den Humor von Uli Aechtner und Nataschas Reaktion auf die Produkte, für die sie Werbung machen soll, kann ich gut verstehen .
Ein Mord für ein Miau ist ein Fest für alle Fellnasen Freunde und hat mich bestens unterhalten, bitte mehr davon.
LED
Thalia Book Circle Community
5/5
08.10.2026
Buch (Taschenbuch)
Chaotische Katzensuche mit viel Humor
„Ein Mord für ein Miau“ von Uli Aechtner würde ich, wenn überhaupt, eher in die Kategorie Cozy Crime einordnen, da der eigentliche Krimianteil doch sehr in den Hintergrund rückt.
Viel mehr geht es in diesem humorvoll-turbulenten Katzenabenteuer um Natascha, Ende 30 und Single, die leider noch nicht den richtigen Mann gefunden hat. Dafür scheint sie hinter jedem männlichen Wesen potenziell den nächsten „Mister Right“ zu vermuten.
Als ihre Nachbarsmädchen sie bitten, während des Urlaubs auf die beiden jungen Kätzchen Bonnie und Clyde aufzupassen, kann Natascha diesen Wunsch nur schwer abschlagen. Allerdings ist höchste Vorsicht geboten, denn in der Nachbarschaft sind bereits mehrere Katzen verschwunden. Und der Start mit ihren beiden Schützlingen verläuft alles andere als reibungslos. Gleich zu Beginn muss Natascha mit ihnen zum Tierarzt. Der ist zwar äußerst attraktiv, gilt laut dörflicher Gerüchteküche allerdings als homosexuell.
Dann vergisst Natascha auch noch, das Fenster zu schließen und natürlich büxen Bonnie und Clyde prompt aus. Es beginnt eine verzweifelte und zunehmend chaotische Suche nach den beiden Kätzchen, begleitet von allerlei Notlügen, denn die Nachbarsmädchen bestehen immer wieder auf Fotos ihrer Schützlinge.
Parallel dazu erfährt man in einem zweiten Handlungsstrang in der Vergangenheit von einer Person, die sich dem Schutz von Katzen verschrieben hat, allerdings auf eine Art und Weise, bei der einige Menschen mehr oder weniger freiwillig zu Tode kommen.
Darüber hinaus gibt es einen ambitionierten Fotografen, der Natascha unbedingt als Model gewinnen möchte. Die Frage ist nur, für was eigentlich? Unterstützung bei ihrer verzweifelten Katzensuche erhält sie außerdem noch zumindest seelisch von einem nerdigen Computerfreak.
Ich fand die Handlung äußerst witzig und habe mich beim Lesen wirklich gut unterhalten. Allerdings sollte man sich darüber im Klaren sein, dass man hier keine klassischen kriminaltechnischen Ermittlungen erwarten darf. Der Krimianteil ist eher Nebensache, während das turbulente Katzendrama und Nataschas chaotische Suche eindeutig im Mittelpunkt stehen.
Insgesamt ein humorvoller und unterhaltsamer Lesespaß für zwischendurch!
Ilses Lesetipps
aus Wien
4/5
10.10.2026
Buch (Taschenbuch)
Katzen kommen vor, agieren aber nicht; Leichen machen noch keinen Krimi
„Ein Mord für ein Miau“ von Uli Aechtner soll laut Cover ein Katzenkrimi sein. Nun ja, Katzen kommen darin einige vor, allerdings spielen sie nicht, wie von mir erwartet, die Hauptrolle. Es kommen auch Leichen vor. Aber es gibt keine Ermittlungen. Keine Mördersuche im üblichen Sinn. Der Tenor des Romans liegt eher bei zwischenmenschlichen Beziehungen, Flirt und der Suche nach dem Richtigen.
Das Cover mit den zwei süßen Kätzchen, auch der Klappentext, haben mir vorgegaukelt, dass dies ein „Katzenkrimi“ nach meinem Geschmack wäre, wo zwei abenteuerlustige kleine Kätzchen ausbuchsen, dabei so einiges anstellen, erleben, vielleicht in Gefahr geraten. Und Natascha auf der Suche nach ihnen irgendwie einem Mörder in die Quere kommt. So in etwa hatte ich mir das vorgestellt.
Grundsätzlich liest sich das 2026 erschienene Buch locker und leicht. Und es beginnt auch recht vielversprechend. Natascha, Ende 30, Single, erst kürzlich aus der Stadt ins Dorf gezogen, lebt recht zurückgezogen, noch dazu arbeitet sie im Home Office. Als zwei Nachbarskinder sie darum ersuchen, ihre jungen Kätzchen einige Tage zu betreuen, während sie auf Urlaub sind, ändert sich Nataschas Leben blitzartig. Die Kätzchen bringen Unruhe in ihr Leben. Als sie ihr entwischen, zwingt sie die Suche nach ihnen, Bewohner des Dorfes kennenzulernen. Soweit so gut.
Doch Natascha begibt sich relativ halbherzig auf die Suche, lässt sich immer wieder ablenken, zu allerlei überreden, was sie eigentlich gar nicht will, insbesondere von Single-Männern, mit denen sie meiner Ansicht nach die Zeit vertrödelt, anstatt konsequent und intensiv zu suchen. Sie besucht Yogastunden, flirtet da und dort, lässt sich von einem Fotografen als Model engagieren und verliebt sich vor allem in den Dorf-Tierarzt. Die zwei kleinen Katzen bleiben wie vom Erdboden verschluckt. Natascha wirkt nicht wirklich untröstlich und besorgt. Die diversen Missgeschicke, die ihr so nach und nach passieren, fand ich meist weniger lustig als peinlich für eine fast 40-Jährige, eher zum Kopfschütteln über Naivität, Leichtgläubigkeit und Vertrauensseligkeit. Ich konnte mich mit ihren Handlungen nicht identifizieren. Ich wurde mit ihr nicht warm, fand sie nicht sympathisch.
Dazwischen geschoben erfährt man die Jahrzehnte zurückliegende Geschichte einer jungen katzenliebenden Frau, die Tierquäler zur Rede stellt, wobei es von ihr ungewollt zu Todesfällen kommt, die im juristischen Sinn wohl eher als Unglücksfälle, eventuell Notwehr gelten.
Die beiden Handlungsfäden verknüpfen sich am Ende, doch eine Krimihandlung in dem Sinn, also Ermittlungen in irgendeiner Weise, gibt es nicht.
Im Zuge der Beschreibungen der Charaktere werden eine Reihe ernsthafter Themen angerissen, wie Alkohol- und Computersucht, Krebserkrankungen, Immobilienspekulation. Trotzdem gelingt es nur wenig, den Figuren eine gewisse Tiefe und Lebendigkeit zu verleihen. Immerhin entwickelt sich Natascha im Laufe der Handlung, indem sie Kontakt zur Dorfbevölkerung findet. Die Liebesgeschichte zwischen ihr und dem Tierarzt ging mir etwas zu rasch, zu übergangslos, ohne längeres, näheres Kennenlernen. Da spürte ich keinen überspringenden Funken, keine Leidenschaft. Aber immerhin tröstete mich das Happy-End etwas über die fehlende Katzenpower und das fehlende kriminelle Miträtseln hinweg.
Leider, dieses Buch traf nicht meinen Geschmack, auch nicht meinen Humor. Ich habe den Roman im Zuge einer Leserunde kennenlernen dürfen, bei der sich gezeigt hat, dass die Geschichte polarisiert. Einerseits gab es hellauf begeisterte, andererseits enttäuschte LeserInnen. Cover und Klappentext haben wohl zum Teil einen falschen Leserkreis angelockt.
Wortschätzchen
aus Kreis HD
4/5
06.10.2026
Buch (Taschenbuch)
Kein Katzenkrimi, aber tolle Unterhaltung!
Wie könnte die zurückgezogen lebende Natascha den Nachbarsmädchen den Wunsch abschlagen, auf ihre Kätzchen Bonnie und Clyde aufzupassen, während sie in der Papawoche sind und die Mama im Meeting ist? Dumm nur, dass die beiden aus dem Fenster in die vermeintliche Freiheit ausbrechen. Natascha sucht fieberhaft und erlebt so einige Abenteuer.
Schon die ersten Seiten haben mich überzeugt. Die Autorin schafft mit wenigen Pinselstrichen ein geniales Bild der Figuren und dem kleinen Dorf in der Wetterau. Da springt das Kopfkino ganz von alleine an! Außerdem ist es super erfrischend, wie Natascha so tickt. Ja, klar, dass ich da ein paar meiner eigenen Charakterzüge und Erfahrungen wiedererkenne, verstärkt das natürlich. Auf alle Fälle habe ich mich sofort beim Lesen total wohl gefühlt und das ist schon mal ein vortrefflicher Start, der den Weg zur absoluten Begeisterung bestens vorbereitet! Für mich sind auch die typisch hessischen Wörter und Sprüche etwas, woran ich Freude habe.
Uli Aechtner versteht es, ihre Hauptfigur die Ereignisse mit ganz viel Humor, mal schräg, mal schwarz, mal ironisch erzählen zu lassen. Ihr widerfahren aber auch die schrägsten Dinge auf ihrer Suche! Da sie sich immer mehr zurückgezogen hatte, ist das Abenteuer noch größer, denn sie kennt kaum jemanden im Dorf und noch dazu zieht sie Fettnäpfchen magisch an. Ein zweiter Erzählstrang, in Kursivschrift und aus der Perspektive des allwissenden Erzählers, erzählt eine dunkle, bedrückende Geschichte. Wie beides zusammenpasst, stellt sich im letzten Teil heraus. Nach und nach wird die Story ernster. Natascha verliert ihren Humor nicht ganz, aber man merkt ihr an, dass die Ereignisse sie nicht kalt lassen.
Der Krimi-Teil ist sehr gering und ich würde auch diesen nicht als Katzenkrimi bezeichnen. Gegen Ende wird es aber heftig brenzlig und spannend. Die Miezen spielen eine eher untergeordnete Rolle, ziehen sich aber als roter Faden durchs Buch und sind quasi der Auslöser für alles. Der Großteil ist eine humorvolle Geschichte einer Frau Ende 30, die sozusagen vom Schicksal zu ihrem Glück gezwungen wird. Eine witzige Geschichte über Gefühle, Nachbarschaft, Gemeinschaft, Krankheit, Dorfgemeinschaft und Dorftratsch, die mich wirklich sehr gut unterhalten hat. Da es aber nicht, wie deklariert, ein Katzenkrimi ist, muss ich fairer Weise einen Stern abziehen und gebe vier Sterne. Leseempfehlung für alle, die gern selbstbewusste Frauen mögen, die das Herz am rechten Fleck haben!
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