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Produktbild: Besondere Vorkommnisse

Besondere Vorkommnisse

Aus der Reihe Quartbuch
6

25,50 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.08.2026

Verlag

Wagenbach, K

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

21,6/13,9/2,2 cm

Gewicht

348 g

Farbe

Seidengrau

Auflage

1

Originaltitel

The incident Report

Übersetzt von

Ludger Tolksdorf

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8031-3393-9

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.08.2026

Verlag

Wagenbach, K

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

21,6/13,9/2,2 cm

Gewicht

348 g

Farbe

Seidengrau

Auflage

1

Originaltitel

The incident Report

Übersetzt von

Ludger Tolksdorf

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8031-3393-9

Herstelleradresse

Wagenbach Klaus GmbH
Emser Strasse 40/41
10719 Berlin
DE

Email: mail@wagenbach.de

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  • Eva

    5/5

    23.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Ort für die Randfiguren des Lebens

    An der Allan Gardens Public Library kommt es immer wieder zu besonderen Vorkommnisse. Die Bibliotheksangestellte Miriam protokolliert sie gewissenhaft und sammelt sie in ihrer Schublade. Die Bücherei ist ein Zufluchtsort für Exzentriker, die Randfiguren der Gesellschaft, die mit den außergewöhnlichen sexuellen Gelüsten, die Wütenden, die Hartnäckigen, die Sanftmütigen. Miriam beobachtet und hilft selbst bei außergewöhnlichen Anfragen. Nur, wenn es brenzlig wird, weiß sie nicht weiter. Oder wer ihr die irritierenden Briefe unter dem Pseudonym Rigoletto schreibt, die ihr suggerieren, dessen Tochter zu sein. Die Erinnerungssequenzen an den Vater drängen sich zwischen die Protokolle. Auf einer Parkbank lernt sie Janko kennen, Künstler und Taxifahrer und verliebt sich ein zweites Mal in ihrem Leben, auch wenn es dazu niemals kommen sollte. Nach und nach setzt sich ein ganzer Kosmos zusammen. Hilfsbereitschaft und Ordnung sind Anker, wenn die Gefühle im Sturm in Not geraten. Das Verlieben wird zur Gefahrenzone, wenn die Verlustangst unkontrollierbar zuschlägt. Tieftraurig, hilflos und wütend sieht sich Miriam erneut mit dem Verlust ihres Vaters konfrontiert und spürt die drängende Not hinter unbeantworteten Fragen. Die großen Narrative ihres Lebens wirken bis in die Gegenwart. Hinter all den Absurditäten, der Komik und auch der Ordnungsliebe im Alltag schimmert die Wut, die Verzweiflung und die Trauer einer hochsensiblen Protagonistin. Mit viel Liebe für ihre Figuren und vollendetem Gespür für das Komische im Tragischen zeichnet Martha Baillie in minimalistischen Erinnerungsbildern und Protokollen einen ganzen Kosmos der Menschlichkeit. Martha Baillie setzt eine Protagonistin in die Welt, die der eigenen Traurigkeit mit dem Mut einer Löwin gegenübertritt. Und wem das gelingt, der ist eine leuchtende Inspiration. Sie deutet an und lässt Bilder wirken, und das ist literarisch brillant. In leinwandreifen Szenen erzählt sie Wut und Verzweiflung ebenso wie die heilenden Wirkung des gegenseitigen Verständnisses und die Komik in den Absurditäten des Alltags. Kein Wunder also, dass Besondere Vorkommnisse 2024 verfilmt wurde.

  • Bewertung

    aus Buchen

    5/5

    20.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Geheimnisvolles in der Allan Gardens Public Library

    Der Wagenbach-Verlag hat oft ganz besondere Bücher, und dieses gehört auf jeden Fall dazu. Es hat eine ungewöhnliche Erzählform, da es ausschließlich aus Berichten besteht. Die Handlung spielt sich in einer Bibliothek in Toronto ab. Die Berichte stammen von der 32jährigen Bibliothekarin und es sind ungewöhnlich viele außergewöhnliche Vorfälle, die da geschehen. Viele der Nutzer verhalten sich auffällig. Nicht selten gibt es Konflikte. Außerdem tauchen da Briefe auf, die die Protagonistin als persönlich und bedrohlich empfindet. Hinzu kommt ihre Beziehung zu dem Künstler Janko. Das Buch ist trotz der Form gut lesbar und wird nie langweilig. Empfehlenswertes Buch!

  • lesen_lauschen_lieben

    aus Kiel

    4/5

    29.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Bibliothek als stiller und sicherer Ort? Weit gefehlt.

    Als Vielleserin und Literaturwissenschaftlerin habe ich, grob geschätzt, 988 Stunden in öffentlichen Bibliotheken verbracht. Das ist ein Witz im Vergleich zu Martha Baillie. Sie arbeitet seit über 30 Jahren in der Toronto Public Library. Ihre Erfahrungen inspirierten sie zu dem Roman „The Incident Report“, der 2009 in Kanada erschien. Erst im August 2026 wurde das Werkt dank des Verlags Klaus Wagenbach ins Deutsche übersetzt: „Besondere Vorkommnisse“. Der Roman beginnt mit einem abgedruckten Ankreuzformular für besondere Vorfälle in der Toronto Public Library. Es folgen 144 Berichte, protokolliert von der 35jährigen Miriam Gordon. Miriam arbeitet dort als Servicemitarbeiterin im Publikumsverkehr. Man hält Bibliotheken ja für stille und sichere Orte, aber weit gefehlt. Richtig seltsame Leute machen dort richtig seltsame Sachen. Braillie beschreibt die teils skurril-liebenswerten, teils bedrohlichen Charaktere mit viel Witz und Sprachgefühl („Die Wut fuhr aus ihrer Stimme wie ein Fingernagel über eine Schultafel“). Die Berichte sind nicht etwa zufällig aneinandergereiht, sondern kunstvoll miteinander verbunden. Einige Figuren begegnen uns wieder und wieder – und wir lernen Miriam besser kennen, die Bibliothekarin, die die Berichte verfasst. Miriam und ihre Ängste, ihre Schüchternheit, ihre Selbstzweifel. Wir erfahren die traurige Geschichte ihres Vaters und sind dabei, wie sie sich in Janko verliebt, den Mann mit dem ovalen Gesicht. Und dann sind da noch die verstörenden Briefe, die überall in der Bibliothek auftauchen, adressiert an Miriam und unterzeichnet von einem gewissen Rigoletto. Martha Baillie schenkt uns scharfe, witzige Beobachtungen, durch die sich eine feine Melancholie zieht. Ich konnte die teils kurzen, teils sehr kurzen Berichte leicht und flockig weglesen, hatte aber irgendwann das Gefühl, dass sich das Prinzip abnutzt. Bis das Buch mir auf den letzten Seiten ohne Vorwarnung das Herz gebrochen hat. Eine Empfehlung für alle, die in den Mikrokosmos Bibliothek eintauchen wollen und Freude an schrägen Gestalten haben.

  • wal.li

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    20.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Darkest Miriam

    Miriam Gordon arbeitet in der Stadtbibliothek von Toronto. Bücher sind ihr ein und alles. Doch manchmal fühlt sie sich einsam. In der Bibliothek geht alles seinen geregelten Gang. Wenn doch mal etwas Besonderes geschieht, hält Miriam das in ihren über besondere Vorkommnisse fest. Da sind mitunter Kunden, die laut werden, die unerfüllbare Wünsche haben oder auch wenn es nette Begegnungen gibt. Zum Beispiel wenn mit den Kindern ein Drachen gebaut wird. In ihrer Mittagspause geht sie oft in den Park und setzt sich auf eine Bank, um etwas zu essen. Eines Tages lernt sie den Taxifahrer Janko kennen.  Anhand der Berichte über besondere Vorkommnisse kann man in Miriams Welt der Bücher eintreten. Eigentlich ein Traumjob. Allerdings müssen Miriam und ihre Kolleginnen einschreiten, wenn die Bibliotheksbesucher sich nicht an die Bücherei-Ordnung halten. Meist sind es harmlose Ereignisse. Doch mache Kunden können sich einfach nicht benehmen. Dann muss auch mal die Polizei gerufen werden. Miriam ist sehr froh als sie Janko kennenlernt. Das bringt Freude in ihr Leben. Dann jedoch findet sie die erste Nachricht von einem Unbekannten, deren Text sie an die Handlung der Oper Rigoletto. Der Roman ist im Original bereits im Jahr 2009 erschienen und er wurde im Jahr 2024 verfilmt. Ein wenig ist er wohl an die Handlung der Oper Rigoletto von Verdi angelehnt.  Das sich die Handlung anhand der Berichte über besondere Vorkommnisse entfaltet, ist eine wirklich besondere Idee. Und für Personen, die gerne lesen oder auch gerne eine Bibliothek besuchen, hat das Setting des Romans einen besonderen Reiz. Schnell sind die teilweise recht kurzen Berichte zu erfassen, die etwas länger ausfallen, wenn Miriam von sich und Janko und den Rigoletto-Zetteln berichtet. So ganz erschließt sich die Handlung des Romans zwar nicht, aber dennoch ist die Idee sehr überzeugend und einfach ein Muss für begeisterte Leser und Leserinnen. Das drückt sich auch durch das Cover aus, auf dem eine Person die Nase in ihr Buch steckt. Sehr einfach und genau passend. 

  • nessabo

    Thalia Book Circle Community

    2/5

    15.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Konnte meine Erwartungen leider nicht erfüllen

    Ich fand den Klappentext so vielversprechend! Kurze Anekdoten aus dem manchmal skurrilen, aber auch irgendwie liebenswürdigen Umfeld einer städtischen Bibliothek versprachen mir eine unterhaltsame Lektüre. Kurz waren die Kapitel auch, aber abgesehen davon blieb der Roman deutlich hinter meinen Erwartungen zurück. Zu Beginn war ich noch ganz optimistisch, weil so manche Berichte wirklich erheiternd, wenn auch absolut skurril waren. Ich habe mir sagen lassen, dass wirklich die absurdesten Dinge in öffentlichen Bibliotheken passieren, was die Berichte umso unterhaltsamer machte. Was ich aber schnell sehr störend fand, waren die Schnipsel aus dem Privatleben der Erzählerin, die ebenfalls als Bericht dargestellt wurden. Miriam erzählt von ihren Eltern, deutet das Schicksal ihres Vaters an und verliebt sich später in Janko. Für mich steht die Berichtform an der Stelle dem Inhalt deutlich entgegen. Bei all den Vorkommnissen in der Bibliothek ist es eine tolle Art, die Vielfalt der Menschen und Geschehnisse abzubilden. Für das Privat- und Innenleben der Protagonistin empfinde ich es als kontraproduktiv, weil ich sie so überhaupt nicht zu greifen bekommen habe. Die Kapitel sind teilweise 3 Sätze lang, da kommt bei mir einfach keine Nähe auf. Das ist umso bedauernswerter, weil mir die Geschichte am Ende wirklich auch kurz das Herz rausgerissen hat - und dann noch völlig unerwartet. Aber der oft lyrische Sprachstil, besonders in den persönlicheren Berichten, konnte mich nicht erreichen und damit das Potenzial dieses Werks nicht ausschöpfen. 2,5 ⭐️

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