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Sven Regener

1. Frankie und Freddie

Frankie und Freddie

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Beschreibung

Produktdetails

Spieldauer

5 Stunden und 48 Minuten

Erscheinungsdatum

03.09.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

Audio

Anzahl

1

Verlag

Tacheles!

Sprache

Deutsch

EAN

9783864848766

Beschreibung

Produktdetails

Spieldauer

5 Stunden und 48 Minuten

Erscheinungsdatum

03.09.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

Audio

Anzahl

1

Verlag

Tacheles!

Sprache

Deutsch

EAN

9783864848766

Herstelleradresse

tacheles
Prinz-Regent-Straße 50-60
44795 Bochum
DE

Email: mail@roofmusic.de

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  • Alrik Gerlach

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    19.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine verlorene Tasche und ganz viel Bruderliebe

    Westberlin kurz vor Weihnachten 1980, Schnee ohne Ende und zwei Brüder, die eine verlorene Tasche wiederfinden müssen. Klingt überschaubar. Bei Sven Regener wird daraus eine schräge Odyssee, bei der selbst die Tasche ihre eigene Lebensplanung zu verfolgen scheint. Frankie und Freddie leben von den Dialogen. Die reden, diskutieren, widersprechen sich und reden aneinander vorbei, treffen dabei aber erstaunlich oft genau ins Herz. Ich musste mehrfach grinsen, weil Regener menschliche Macken wunderbar beobachtet. Unter dem Gerede steckt eine spürbare Melancholie. Es geht um Brüder, Erwartungen, Angst und Abschied. Besonders mochte ich die Atmosphäre des winterlichen Westberlin. Alles wirkt schräg, improvisiert und ein bisschen verloren, aber gleichzeitig warm und lebendig. Man stolpert mit ihnen durch Schnee, Missverständnisse und absurde Situationen und merkt, dass es gar nicht um eine Tasche geht. Für mich ist das ein typischer Regener: wortreich, eigenwillig, komisch und herzlich. Wer mit seinem Humor nichts anfangen kann, dürfte sich an manchen Dialogschleifen die Zähne ausbeißen. Ich hatte richtig Spaß an diesem Chaos und war am Ende fast ein bisschen traurig, die beiden wieder loszulassen.

  • Jürg K.

    5/5

    12.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Rasante, spannende Geschichte

    Das ist meine persönliche, warme und leicht melancholische Bemerkung zu dieser packenden Geschichte. Was mich an diesem Roman sofort faszinierte, ist dieses Gefühl, dass zwei Brüder durch eine Stadt taumeln, die selbst nicht weiss, wohin sie gehört. Westberlin 1980 ein Ort zwischen Trotz und Müdigkeit, zwischen Aufbruch und Abgrund. Frankie, der versucht, in Kreuzberg Wurzeln zu schlagen, wirkt für mich wie jemand, der sich an der Welt festhält, indem er sie Stück für Stück erkundet. Freddie dagegen ist ein flackerndes Licht, voller Sehnsucht nach New York, aber gefangen im Probandenhotel, in Medikamenten, in einer Angst, die ihm die U-Bahn und die Menschen nimmt. Die verlorene Tasche ist für mich mehr als ein Gegenstand. Sie ist ein Symbol für all das, was Freddie nicht festhalten kann. Stabilität, Mut, vielleicht sogar sich selbst. Und Frankie, der ihm hinterherläuft durch Schnee, Kälte und dieses seltsame Westberliner Zwielicht, zeigt eine Brüderlichkeit, die nicht laut ist, sondern leise, stoisch, fast zärtlich. Sven Regener erzählt diese Odyssee mit einer Mischung aus Humor und Wehmut, die mich immer wieder innehalten lässt. Die Stadt wird zum dritten Bruder, anarchisch, schroff, aber voller unerwarteter Wärme. Zwischen Kneipen, Hinterhöfen und Schneematsch entsteht ein Roman über Aufbrüche, über das Scheitern an sich selbst und über die Liebe, die manchmal genau dann auftaucht, wenn man sie nicht sucht. Ein Buch, das lacht, friert und tröstet oft gleichzeitig.

  • Bewertung

    5/5

    07.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Urkomisch und gelungen!

    Freddie ist in einem Pillenversuchsprojekt in einem Hotel am Kudamm in Westberlin. Sein Bruder Frankie möchte ihn mit seinem alten Kadett abholen, aber der springt nicht an. Mit der U-Bahn möchte Freddie nicht abgeholt werden. Zu viele Leute und er ist noch labil. Aber das muss besser werden, schließlich will er doch mit einem DAAD-Stipendium nach New York. Und das gleich nach Weihnachten. Kein Auto, keine U-Bahn. Da muss die WG über dem Café Einfall in Kreuzberg helfen, in der noch Chrissie, Karl Schmidt und H.R. Ledigt wohnen. Schließlich holen sie Freddie mit Karl Schmidts Schneeräumauto ab. Und auf auf dem Rückweg nehmen sie Artsy Fartsy, der auch im Pillenprojekt war, und seine Tasche mit. Unglücklicherweise hat er Freddies kleine Tasche mit Flugticket und Ausweis in seine Reisetasche gesteckt. Die fährt mittlerweile aber mit Karl Schmidt durch Schöneberg zum Schneeräumen. Freddie und Artsy Fartsy möchten unbedingt an ihre Tasche kommen und ein urkomischer Roadtrip durch das Wesrberlin der 1980er beginnt. Olli, der berlinernde Tankwart mit dem Shell-Overall an der Aral-Tankstelle, hilft beim Batteriewechsel, Marco macht sonst "Malen nach Zahlen" für H.R. Ledigts Kunstprojekt, kann aber auch Starthilfe, Chrissie ist auf Grippoflex plus C und trotzdem mit dabei, ebenso die Berliner Geisterbahnhöfe und ein Baritonsaxphon. Meinung: Ich habe mich unglaublich gefreut, als ich gelesen habe, dass Sven Regener wieder einen Roman über Frank und Manfred Lehmann geschrieben hat, schließlich verfolge ich die beiden Brüder schon seit dem ersten Buch, "Herr Lehmann", 2001. Damals habe ich noch studiert, Berlin geliebt und bin auf Berlingeschichten abgefahren. 25 Jahre später bin ich in Stuttgart daheim, Berlin ist mir zu groß geworden, aber "Frankie und Freddie" und ihre WG- Freunde kriegen mich immer noch. Ich habe das Buch gestern in einem Rutsch weggesuchtet. Die Charaktere sind immer noch so echt und lebendig, die überzogenen Dialoge urkomisch, bis an die Schmerzgrenze der Aushaltbarkeit bezüglich ihrer Diskutierbereitschaft. Dieser Roadtrip durch das verschneite weihnachtliche Berlin im Jahr 1980 ist der Hit! Lest "Frankie und Freddie" von Sven Regener, wenn ihr "Herr Lehmann", "Neue Vahr Süd", "Der kleine Bruder" etc. schon kennt. Und wenn ihr sie noch nicht kennt, lest es es trotzdem. Es ist so gut!

  • Markus1708

    aus Krefeld

    5/5

    03.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Herr Lehmann ist zurück! Und Sven Regener in Höchstform!

    Es ist kurz vor Heiligabend in West-Berlin 1980 – und Sven Regener entführt uns erneut in den wunderbaren Kosmos rund um seinen bekannten Protagonisten „Herr Lehmann“. Manfred Lehmann, den in Bremen alle Manni nannten, in Berlin aber Freddi, hat an einem „Pillenprojekt“ teilgenommen – heißt: Er hat im Rahmen einer Medikamentenstudie Psychopharmaka unter kontrollierten Bedingungen geschluckt, das Projekt endet am 23.12. Und Frank Lehmann muss ausgerechnet an dem Tag, an dem es in Berlin anfängt, heftig zu schneien, sein geliebtes Kreuzberg verlassen, um seinen Bruder am Kudamm abzuholen. Und zwar mit dem Opel Kadett, den sein Bruder ihm geschenkt hat. Aber da man in West-Berlin eigentlich gar kein Auto benötigt, ist beim ersten Startversuch, die Batterie natürlich leer. Die U-Bahn ist keine Alternative, denn Frank will es seinem Bruder, der noch unter dem Einfluss der Psychomedikamente steht, nicht zumuten, sich in den vollen Zügen durch Berlin zu bewegen. Und so wird schon die Anreise zum Kudamm zur Odyssee. Dort angekommen wird es aber auch nicht besser: Eine Tasche mit wichtigen Dokumenten geht verloren, die Mitbewohnerin (in die Frank sich verguckt hat) ist erkältet, alle wollen noch Pläne schmieden für Weihnachten und überhaupt – es entwickelt sich eine Story, die vor skurrilen Begebenheiten nur so strotzt. Im Mittelpunkt das Brüderpaar Frankie und Freddie, dazu nach das ebenfalls bekannte Café Einfall, Berlin als geteilte Mauerstadt und so viel Wortwitz und Aberwitzige Situationen, wie nur Sven Regener es schafft, zwischen zwei Buchdeckel zu packen. Für mich mal wieder ein absolutes Lesevergnügen – kurzweilig und kaum aus der Hand zu legen. Daher sehr gerne die volle Punktzahl = fünf von fünf Sterne.

  • Bewertung

    aus Berlin

    5/5

    03.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Herr Lehmann ist zurück!

    Einen Tag vor Heiligabend,1980 in West-Berlin. Das ist die Kulisse für Frank und Manfred Lehmanns schräge Odyssee. Manfred, von seinen Berliner Freunden nur Freddie genannt, ist endlich wieder bereit auf die Gesellschaft losgelassen zu werden, nachdem er an Psychopharmaka-Tests teilgenommen hat. Frank ist froh, seinen großen Bruder endlich wiederzubekommen und möchte ihn mit seinem Opel Kadett am Ku´damm abholen. Aber natürlich funktioniert nichts wie geplant. Freddie vergisst seine Tasche mit wichtigen Unterlagen im Ku`damm Hotel, und so sind die zwei den ganzen Tag auf Schnitzeljagd durch West-Berlin. An ihrer Seite die nicht minder sonderbaren Künstlerfreunde aus ihrer WG und andere neu hinzukommende schräge Vögel, die so oder so ähnlich in Berlin an jeder Straßenecke zu finden sind. Die teilweise absurden Dialoge aus Sven Regeners Feder, sind nicht nur lustig, sondern manchmal auch tiefgründig, wenn man sie nur einen Moment auf sich wirken lässt. Die Stimmung, die hier zwischen völliger Planlosigkeit, sinnloser Aktionen, aber auch Zugehörigkeit und Liebe aufkommt, hat für mich das „Berliner Gefühl“ hervorgerufen. Der Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz, das Tingeln durchs verwirrende Berliner U-Bahnnetz, die bizarren Gespräche an der Tanke, dass alles ist für mich die Berliner Heimat. In den 80er Jahren eine gänzlich ungeliebte Stadt, angefüllt mit Menschen, die gestaltet und gedeutelt haben. Fernab von jeder Spießigkeit und jedem Kleinbürgercharme, als Gentrifizierung noch völlig unbekannt war. In einer Zeit in der man gar nicht daran dachte sein Leben zu optimieren, sondern es gelebt hat, weil man lebt. Dies alles transportiert dieser Roman für mich und bekommt deshalb einen besonderen Platz in meinem Herzen.

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    Flora S.

    Thalia Leoben – LCS

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    5/5

    27.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Herr Lehmann ist zurück - lustig und melancholisch

    Endlich neue Literatur von Sven Regener! Sven Regener schreibt nicht nur wunderbare Texte für seine Band "Element of Crime", er ist auch bekannt für seine Buchreihe über die beiden Brüder Frankie und Freddie. Vor 25 Jahren startete die Buchreihe mit "Herr Lehmann". Vier weitere Bände folgten, in denen es um Bruderliebe, das Erwachsenwerden, das Verliebtsein, Freundschaften, Kunst, Musik und andere Verrücktheiten wie Hausbesetzungen geht. Der neue, sechste Roman spielt in Westberlin in den 1980er Jahren. Er beginnt damit, dass Frankie seinen älteren Bruder Freddie aus einer Klinik abholt, in der er als Proband an einer Medikamentenstudie teilgenommen hat. Freddie ist das Austesten des Medikamentes nicht sonderlich gut bekommen. Frankie und seine liebenswerten, chaotischen Freunde geben sich alle Mühe, ihn wieder auf Schiene zu bringen. Doch dann geht die Tasche verloren, in der sich Reisedokumente und das Ticket nach New York befinden, womit Freddie als Künstler in einen neuen Lebensabschnitt starten wollte. Also kämpfen sich die Brüder auf der Suche nach der Tasche durch den Berliner Winter von einem Ort zum anderen, wo sie so einiges an skurrilen Geschichten erleben. Ich mag Sven Regeners Art, zu schreiben sehr und empfehle, auch die früheren Bände zu lesen! In "Frankie und Freddie" wie auch in den anderen Romanen gefiel mir Regeners besonderer Humor und die Beschreibung der Figuren, die man schließlich wirklich zu kennen glaubt. Man kann "Frankie und Freddie" auch ohne Kenntnis der vorangegangenen Romane lesen.

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