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Eva Menasse

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Beschreibung

Produktdetails

Gesprochen von

Eva Menasse

Spieldauer

7 Stunden und 26 Minuten

Erscheinungsdatum

23.09.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

Audio

Anzahl

1

Verlag

Argon

Sprache

Deutsch

EAN

9783839822500

Beschreibung

Produktdetails

Gesprochen von

Eva Menasse

Spieldauer

7 Stunden und 26 Minuten

Erscheinungsdatum

23.09.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

Audio

Anzahl

1

Verlag

Argon

Sprache

Deutsch

EAN

9783839822500

Herstelleradresse

Argon Verlag GmbH
Waldemarstraße 33A
10999 Berlin
DE

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  • Jürg K.

    5/5

    23.08.2026

    eBook (ePUB 3)

    Grossartiges Buch mit Tiefgang

    Diese Geschichte trifft mich, weil sie zeigt, wie radikal sich ein Leben verschieben kann, wenn ein vertrauter Rahmen plötzlich wegbricht. Die Frau, die nach dem Ende ihrer Ehe im Wochenendhaus steht, wirkt auf mich wie jemand, der inmitten der Überreste eines früheren Glücks versucht, sich selbst neu zu erfinden. Das Haus ist nicht nur ein Ort, sondern ein Echo jeder geplatzte Wasserhahn, jede schiefe Wand erinnert daran, wie viel Mühe man in ein Leben gesteckt hat, das nun nicht mehr existiert. Dass ihr die Hilfe vom Himmel fällt in Gestalt von Alla und Bolek, diesen rauchenden Alleskönnern hat für mich etwas Tröstliches. Sie bringen eine andere Welt mit, eine andere Geschichte, und plötzlich wird das Haus zu einem Ort, an dem Fremdheit und Nähe sich mischen. Die Konflikte mit den Schrebergärtnern, die kleinen Gemeinheiten, die Missverständnisse zwischen Ost und West, zwischen Herkunft und Gegenwart, all das wirkt wie ein Brennglas auf die Frage, was Heimat eigentlich bedeutet. Der Entschluss, das geliebte Haus zu verkaufen, ist für mich kein Scheitern, sondern ein Akt der Selbstbehauptung. Ein leises, aber entschlossenes „Ich gehe weiter“. Eva Menasse zeigt in diesem Roman, wie Abschied nicht nur Verlust bedeutet, sondern auch Klarheit. Wie man in der Fremde sich selbst schärfer sieht. Und wie ein Haus, das man loslässt, manchmal der erste Schritt in ein Leben ist, das endlich wieder offen vor einem liegt.

  • Bewertung

    aus Sundern

    5/5

    22.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Nur ein Haus?

    Eigentlich geht es in Alleinruhelage nur um den Verkauf eines Hauses. Die namenlose Protagonistin muss das alte Anwesen am See schnell ausräumen, weil die Käufer auf eine zügige Übergabe drängen. Selbst das Brennholz, das dort noch liegt und eigentlich gut für den Kamin geeignet wäre, möchten sie nicht übernehmen. Während des Ausräumens werden nach und nach Erinnerungen an viele Jahre in diesem besonderen Haus wach. Das Gebäude war ursprünglich eine Waldwirtschaft, die von den Vorbesitzern aufgegeben wurde. Das alte Hinweisschild blieb jedoch erhalten, weil sich dort Fledermäuse eingenistet hatten. Ein kleines Detail, das mir besonders gut gefallen hat und die Atmosphäre des Romans wunderbar unterstreicht. Der Hausverkauf steht sinnbildlich für das Ende eines Lebensabschnitts. Vieles hat sich verändert. Der Ehemann geht seinen eigenen Weg, die Kinder sind längst erwachsen, und obwohl die Protagonistin viele Jahre dort gelebt hat, ist sie nie wirklich heimisch geworden. Als gebürtige Österreicherin blieb sie immer auch ein wenig Außenstehende, was sich besonders in ihrem Blick auf die Veränderungen nach der Wende zeigt. Dieses Thema spielt im Roman eine wichtige Rolle, wird aber eher beobachtend als unmittelbar erlebt. Eva Menasse schreibt sehr einfühlsam und mit viel Gespür für Stimmungen. Die Landschaft, das Haus und die Menschen werden so anschaulich beschrieben, dass man sich alles sehr gut vorstellen kann. Für mich war es ein echtes Zwei-Tage-Buch. Ich konnte es kaum aus der Hand legen und hatte es entsprechend schnell ausgelesen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für alle, die ruhige, atmosphärische Romane mit viel Tiefgang und feinen Beobachtungen mögen.

  • Annnnnnna

    aus .

    5/5

    22.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Was muss bleiben, was darf gehen?

    Ein Ferienhaus in Vogelsang, irgendwo im äußersten Osten, an einem vorpommerschen See gelegen, soll verkauft werden. Doch so einfach kann die namenlose Ich-Erzählerin das Haus nicht loslassen. Sie spricht mit ihm, erinnert sich und lässt es von Alla, einer moldawischen Baufrau, die scheinbar alles reparieren kann, und dem polnischen Frührentner Bolek wieder herrichten. Vielleicht ist es genau das, was sie dem Haus noch schuldig ist. Denn während die beiden Handwerker Risse schließen, Dinge erneuern und das Haus wieder in Schuss bringen, beginnt auch in ihr etwas in Bewegung zu kommen. Die Reparaturen werden zu einer Art Aufarbeitung. Mit der vollkommenen Abgeschiedenheit kehren Erinnerungen zurück, die lange unter der Oberfläche lagen. Sie blickt auf ihre gescheiterte Patchwork-Ehe mit ihrem zweiten Mann zurück, auf ihre Kinder, auf die Jahre nach der Wende und die nie ganz verschwundenen Spannungen zwischen Ost und West. Und auf Habibi, die Affäre, die ebenfalls Teil dieser Vergangenheit geworden ist. Stück für Stück setzt sich ihr Leben aus Erinnerungen, Verletzungen, Entscheidungen und verpassten Möglichkeiten zusammen. „Wir alle jagen ein Leben lang dem Glück hinterher und müssen lernen, dass man es erst erkennt, wenn es gerade vergeht.“
(Zitat S. 53) Ein Satz, der für mich wunderbar über diesem Roman stehen könnte. Besonders gefallen hat mir, dass die Protagonistin namenlos bleibt. Sie braucht keinen Namen, um greifbar zu werden. Die Distanz zur Ich-Erzählerin löst sich erstaunlich schnell auf und macht Raum für die eigenen Gedanken. Vielleicht erkennt man sich gerade deshalb immer wieder ein kleines bisschen in ihr. Eva Menasse erzählt mit großer Ruhe und feinem Gespür für die Zwischentöne. Was muss man reparieren, bevor man etwas loslassen kann? Was bleibt von einem Leben, wenn man zurückblickt? Und wann ist es Zeit, weiterzugehen? „Alleinruhelage“ hat mich nachhaltig beeindruckt. Ein leiser, tiefgründiger Roman, der nicht alles beantworten will, sondern viele Fragen einfach mit auf den Weg gibt. Und genau diese Fragen werden mich noch eine Weile begleiten.

  • Manuela Hahn

    5/5

    14.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Alleinruhelage

    Werbung:Rezensionsexemplar Das Buch beginnt mit den Worten: „Haus, ich verkaufe dich.“ Und da hatte mich die Autorin Eva Menasse eigentlich schon. Ich spreche nämlich auch mit unserem Haus. Aber ich würde ihm wahrscheinlich nicht verraten, wenn ich es verkaufen wollte. Dann erzählt die Erzählerin von ihrem ersten Versuch, das Haus zu verkaufen. Sie kommt mit einem Makler nach längerer Abwesenheit dorthin zurück und es herrscht das vollkommene Chaos. Ausgeleerte Schubladen, übervolle Aschenbecher und alles, was eigentlich ziemlich traurig und trostlos sein sollte doch Eva Menasse schreibt darüber, als würde sie von einer freundlichen und einladenden Szenerie erzählenanders kann ich meinen ersten Eindruck nicht beschreiben. Dieser Ton hat mir von Anfang an gefallen und zieht sich durch das ganze Buch. Auch wenn es um Trennungen, Krisen oder andere schwierige Dinge geht, bleibt er erstaunlich leicht. Das Haus liegt allein am Waldsee, irgendwo in der ostdeutschen Provinz bei Berlin, unweit einer Datschensiedlung aus DDR Zeiten. Gekauft wurde es in den Nachwendezeiten, als es noch ein Ost Schnäppchen für Nicht Ostler war. In diesem Haus erlebt die Erzählerin ungefähr zwanzig Jahre ihres Lebens. Sie zieht mit ihrem Mann dort ein, Kinder kommen dazu, die Ehe geht irgendwann auseinander, es gibt neue Liebe und wieder Trennungen. Eigentlich also ziemlich viel Leben für ein einziges Haus. Und nun soll es renoviert werden, dabei helfen Alla aus Moldawien eine Baufrau, wie sie sich selber bezeichnet und Bolek aus Polen, zwei Kettenraucher, die offenbar alles können. Dazu kommen die Nachbarn, mit denen es natürlich auch schon mal Ärger gibt. Es wird nicht alles groß erklärt. Das Dahinsterben der Ehe wird nicht ausgebreitet, die schwierigen Geschichten werden nicht dramatisiert. Menasse erzählt einfach weiter. Mal vorwärts, mal rückwärts und manchmal ganz woanders hin. Vielleicht hat mir das Buch auch deshalb so gut gefallen. Es ist eigentlich ein Roman über Abschiede und schwierige Dinge, liest sich aber überhaupt nicht schwer.Denn es ist auch ein Roman über Neuanfänge. Ob das Haus am Ende verkauft wird oder ob es sich mit wieder mit einer lila Farbexplosion der Clematis wie zu Beginn des Buches ganz fest in das Herz der namenlosen Erzählerin verankert, so das ein Verkauf nicht in Frage kommt, verrate ich euch nicht. Ich habe das Buch von der ersten Seite an geliebt und kann es wirklich nur weiterempfehlen.

  • Tara

    aus Ratingen

    5/5

    13.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Erinnerungen & ein Neuanfang

    „Alleinruhelage“ ist ein kluger Roman der in Berlin lebenden Autorin Eva Menasse „Haus, ich verkaufe dich“, mit diesem Satz der Protagonistin und Ich-Erzählerin startet die Handlung. Ein Haus, das Zeuge ihres Lebens ist, in dem sie mit ihren Kindern und ihrem Mann ihre Ferien mit guten und schlechten Tagen verbracht hat, das aber seit dem Aus der Ehe leer steht und verkommt. Es ist nicht das erste Mal, dass sie verkaufen möchte, aber dieses Mal soll es wirklich so sein. Alleine könnte die Protagonistin das Haus niemals in einen wohnlichen Zustand versetzen, aber sie hat Glück und bekommt Hilfe von dem polnischen Handwerker Bolek und der polnischen Putzfrau Alla. Der Schreibstil von Eva Menasse ist ruhig und atmosphärisch. Die Stimmung der Datschensiedlung in Vorpommern wird gut vermittelt. Zudem erfährt man viel aus dem ostdeutschen Sprach- und Kulturraum. Es ist ein vielschichtiger Roman mit sympathischen Protagonisten, der mich zum Lachen gebracht und auch nachdenklich gemacht hat. Besonders amüsant fand ich dabei Alla und Bolek, die mich mit ihren liebenswerten Satzkonstruktionen immer wieder zum Schmunzeln gebracht haben. Ich bin der Ich-Erzählerin gerne durch die Erinnerungen gefolgt und konnte sowohl ihre Gedanken als auch ihre Gefühle gut nachvollziehen. Thematisch spricht die Autorin diverse Alltagsthemen an, in denen sich jede*r Leser*in irgendwo wiederfinden kann. Zwischen melancholischen und amüsanten Themen geht es um Veränderungen, Abschiednehmen, Neuanfang, Heimat, Fremde, Zugehörigkeit, Identität und vieles mehr. Mich hat dieser vielschichtige Roman nachdenklich zurückgelassen. Er zeigt, wie sich das Leben verändern kann und dass Einschnitte manchmal einen Neustart einfordern, um sein altes Leben loszulassen. Für mich ist „Alleinruhelage“ eine lohnende Lektüre, die durch ihre Authentizität noch lange nachhallt.

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